Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

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Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

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Jedenfalls aber kein technischer Grund, das ist für einen E-Ingenieur eine wirklich leichte Übung. Falls man sich auf 230V AC einphasig beschränkt und nicht gleich Drehstrom anbieten will, was ich für völlig ausreichend halte, gibt es noch einen weiteren technischen Vorteil. Gängige Inselwechselrichter setzen zuerst die Batteriegleichspannung in einen DC-Zwischenkreis auf etwa 350-400V hoch, aus dem dann die Endstufe zur Generierung der AC-Ausgangsspannung gespeist wird. Nun haben die meisten E-PkW aber ausgerechnet eine Akkuspannung in diesem Bereich. Da könnte man sích unter Umständen sogar die DC-Steller dazwischen sparen, die Technik würde also einfacher als bei einem normalen Batterie-Wechselrichter ausfallen.
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Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

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  • DanielLanz
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Bei der Kona kann der UTILITY-Mode eingeschaltet werden. Dadurch wird die 12V-Batterie vom Fahr-Akku nachgefüllt, wenn ein Verbraucher am 12V (Zigarettenanzünder) angestöpselt ist.
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2003 Segway / 2013 miaL / 15.02.2019 KonaEV

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

DieterH
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Also ich habe nun mit einigen Leuten gesprochen. Erstmal traut sich keiner daran, dass E-Auto wäre danach sowieso Totalschaden, weil die Regelelektronik damit nicht klar kommen würde usw... es gäbe keine Wechselrichter dafür und vieles mehr..

Es kann doch nicht wahr sein, dass kein Betrieb diese in meinen Augen "leichte" Übung ausführen kann.

Ich möchte einfach auf der Ladefläche eine 230V Lösung haben, die aus den Akkus gespeist wird und nach Möglichkeit mehr wie 3kW bietet.

Mit Maxus habe ich mich in Verbindung gesetzt, bieten es leider nicht an.

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

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DieterH hat geschrieben: Also ich habe nun mit einigen Leuten gesprochen. Erstmal traut sich keiner daran, dass E-Auto wäre danach sowieso Totalschaden, weil die Regelelektronik damit nicht klar kommen würde usw... es gäbe keine Wechselrichter dafür und vieles mehr..

Es kann doch nicht wahr sein, dass kein Betrieb diese in meinen Augen "leichte" Übung ausführen kann.
Nichts ist unmöglich!
Für den, der es nicht zu machen braucht.

-NoGi
LEAF 2. Zero Spring Cloud bestellt 27.12.2017, hab ich am 02.08.2018 abgeholt. :mrgreen:
Leitung : 71m NYM 5x6 mm².
HEIDELBERG Wallbox Eco (11kW). Support your local Sheriff :-)
Das Warten ist vorbei, jetzt beginnt der Spass.

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

Elmi79
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DieterH hat geschrieben: Und ja, ich weiß dass es sich um Hochspannung handelt.
Nein, es ist keine Hochspannung. Die wäre es erst ab 1000 V - weswegen man wohl auch diesen bekloppten Begriff der "Hochvoltbatterie" eingeführt hat (der ja gleich zwei mal falsch ist).

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

DieterH
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NoGi hat geschrieben:
DieterH hat geschrieben: Also ich habe nun mit einigen Leuten gesprochen. Erstmal traut sich keiner daran, dass E-Auto wäre danach sowieso Totalschaden, weil die Regelelektronik damit nicht klar kommen würde usw... es gäbe keine Wechselrichter dafür und vieles mehr..

Es kann doch nicht wahr sein, dass kein Betrieb diese in meinen Augen "leichte" Übung ausführen kann.
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Für den, der es nicht zu machen braucht.

-NoGi
Natürlich hast du auf der einen Seite Recht, auf der anderen Seite ist Strom immer noch Strom und in einem E-Auto nicht mehr oder weniger speziell als bei vergleichbaren Anlagen die mit Strom laufen und in ähnlicher Volt-Breite liegen.

Nicht wahr?

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

Elmi79
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DieterH hat geschrieben: Es kann doch nicht wahr sein, dass kein Betrieb diese in meinen Augen "leichte" Übung ausführen kann.
Ich sag' mal so: theoretisch ist es machbar. Irgendwo hat der Akku des Autos zwei Anschlüsse, an der direkt die Akkuspannung anliegt. Da könnte man rangehen und eine eigene Elektronik ranhängen (also komplett parallel zu der vom Auto und damit von diesem unbeeinflusst). Diese Elektronik müsste zum einen die Spannung auf den gewünschten Wert bringen und zum anderen eine Tiefentladung verhindern.

Das Problem ist allerdings, dass sowohl die Regelelektronik als auch der Einbau des ganzen eine Sonderanfertigung nur für dich selber wären - und damit entsprechend teuer (Entwicklung, Prototypen, Test, eventuell noch mal Prototypen, Einbau, Zulassung).

Und selbst wenn du das dann noch bezahlen wollen würdest, weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie die rechtliche Lage für den Hersteller ist. Wenn das ganze abbrennt oder der (Miet)Akku den Geist aufgibt, fängt bestimmt ein lustiges sich-gegenseitig-die-Schuld-zuschieben zwischen allen Beteiligten und der Versicherung an...

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

DieterH
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Also das mit der rechtlichen Komponente versteh ich.

Aber wenn man Strom dort abzweigt, wo dieser in die Berechnung des Fahrzeuges einfließt, warum würde ein normaler Wechselrichter für Solaranlagen beispielsweise nicht funktionieren? Die Spannung ist nicht die gleiche? Es gibt ja Geräte für On- und Off-Grid-Anwendungen, dass versteh ich leider nicht.

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

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Es würde wunderbar funktionieren, einen PV-WR, der eine passende Eingangsspannung besitzt, direkt am Akku eines EV zu betreiben. Nur würde dieser PV-WR zum Einen immer das öffentliche Netz benötigen, um sich aufzusynchonisieren (und sich bei Netzausfall abzuschalten), zum Anderen würde er immer mit maximaler Leistung einspeisen - denn der MPPT ist bei Bezug aus dem Akku im Gegensatz zu PV-Modulen eben nur durch die Akkuleistung /Innenwiderstand begrenzt.
Du solltest den PV-WR also extern in der Leistung regeln können, um nur so viel Leistung in Dein Hausnetz einzuspeisen, wie Du aktuell verbrauchst (Null-Bezug). Lösungen dafür gibt es ansatzweise, im Nortmalfall für externe PV-Speicher. Nur für einen Ausgleich des "Grundverbrauches" von wenigen hundert Watt eignet sich selbst ein kleiner "Grid-Tie-WR" an der 12V-Bordbatterie ...

Wenn Du ohne öff. Netz Strom aus dem Akku nutzen willst, brauchst Du einen Inselwechselrichter und da arbeiten derzeit die meisten käuflichen Angebote nur mit Spannungen bis ca. 60V (48V Nennspannung). Die Leistung lässt sich einfach skalieren - die Eingangsspannung nicht.

Geringe AC-Leistungen (ca. 600W) stellen mit 230V schon mehrere Fahrzeuge mit internen Schukodosen bereit (bspw. Mitsubishi Outlander PHEV).
Geplant mit >3kW kenne ich nur den Sion von SonoMotors - der aber real noch nicht existiert.

Für private Bastelprojekte eignen sich ältere EV (Franzosen vor 2000, wie Berlingo, Saxo, P106 electric ...) für solche Zwecke besser. Diese besitzen eine Traktionsspannung von 120 ... 168V und sind daher einfacher zu händeln als heutige 350V ... 400V mit aufwendiger Elektronik, die meist sogar Dinge überwacht, die zum Fahren gar nicht notwendig sind.
Es dürfte von der Lobby wenig gewünscht sein, dass die Bürger unabhängiger werden - also setzt man entsprechende technische Möglichkeiten nicht um und baut bürokratische Hürden auf ...
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!

Re: Die Batterie "anzapfen"? Ist es möglich das EV für elektrische Verbraucher anzuzapfen?

Elmi79
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DieterH hat geschrieben: Aber wenn man Strom dort abzweigt, wo dieser in die Berechnung des Fahrzeuges einfließt, warum würde ein normaler Wechselrichter für Solaranlagen beispielsweise nicht funktionieren? Die Spannung ist nicht die gleiche?
Die Spannung ist irgendwas exotisches (z.B. Twizzy 65 V, Smart 390 V, ...). Deswegen eine Spezialelektronik. Und stationäre Wechselrichter aus "großen" Solaranlagen wären auch ziemlich klobig :-D
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