E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt
AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

USER_AVATAR
read
Ich habe mich hier im thread zunächst beteiligt, da ich auch denke, dass rel. viele Leute E-Mobilität noch zu sehr für das Allheilmittel für Klima und Welt halten.
Außerdem habe ich einige recht diskussionsfreudige sehr gebildete Freunde, die einen manchmal mit zunächst unerwarteten und irritierenden fast philosophischen Thesen konfrontieren, die man aber gut nachvollziehen kann, wenn man sich die Zeit nimmt, länger zuzuhören und drüber nachzudenken.
Das hat sich bei mir bei zeolit leider überhaupt nicht eingestellt und ich wollte den thread schon verlassen.

Aber dann ist etwas unerwartetes passiert, der thread hier im Forum - wo es leider doch manchmal recht emotional und persönlich zugeht (wie so oft beim Thema Auto) - quillt inzwischen aus meiner Sicht geradezu über von Beiträgen von mehreren Usern, die immer wieder mit Engelsgeduld sachlich/meist ohne Beleidigungen auf noch so schräge Thesen antworten, wo bei mir längst die Geduld versagt hätte.
Vielen Dank für dieses Positivbeispiel im gegenseitigen Umgangston und mehr davon hier im Forum!!! :danke:
i3s 120Ah seit 9/19
Anzeige

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

USER_AVATAR
read
Nur mal so, der Titel hier heißt "E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?", wäre schön, wenn sich dann etwas mehr auf die E-Mobilität konzentriert wird. Allgemeine Klima/Umwelt-Threads gab/gibt es hier ja auch im Forum.

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

Elmi79
read
Smartpanel hat geschrieben:
zeolit hat geschrieben: ... Übrigens atmet ein Mensch von 168 kg - 2300 kg CO2 pro Jahr aus. Bei 1 km Fußweg pro Tag sind das 467 g / km. Also viel mehr als mein Golf (150 g / km). Ich könnte also mit meinem Verbrenner 1000 km pro Jahr fahren und würde etwa soviel CO2 zusätzlich ausstossen wie ich ausatme ...
Ich höre ähnlichen Unsinn manchmal und möchte es klarstellen bevor es sich durch ständige Wiederholung manifestiert:
Es sind beim Gehen nur ca. 20g CO2/km
Und vor allem: das CO2 des Autos wird zusätzlich ausgestoßen! Es hört ja keiner auf zu atmen, nur weil er in seinem Individualmobilitätsirrsinnsgerät sitzt!

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

USER_AVATAR
  • MaXx.Grr
  • Beiträge: 3692
  • Registriert: So 14. Mai 2017, 13:19
  • Wohnort: Nahe München
  • Hat sich bedankt: 1784 Mal
  • Danke erhalten: 848 Mal
read
Damit sind wir wieder bei der eMobilität... Allerdings verläßt mich die Hoffnung, daß Du es verstanden hast, nach den ersten beiden Sätze.
zeolit hat geschrieben: Ist ja gut. Elektromobilität ist nachhaltiger als Verbrenner.
Ich würde dennoch vorschlagen, Häuser mit Strom zu heizen, weil eben dort keine Akkus benötigt werden und dort noch viel Verbessserungspotential besteht. Später dann, wenn Akkus leichter geworden sind. Es ist doch eine Ausrede, dass das Elektroauto rekuperieren kann. Die Energie wird benötigt. Es kommt eigentlich nicht auf Art der Energiequelle an (Sonne, Öl, Kohle) sondern auf die absolute Höhe, die der Mensch ver(sch)wenden will. Selbstverständlich lässt sich Öl und Kohle nicht einer vernünftigen Zeit recyclen. Deshalb müssen wir auf fossile Energieträger verzichten. Die Weltbevölkerung hat seit 1850 von 1,3 auf 7,5 Milliarden zugenommen. Dazu sind 130 Milliarden Energiesklaven gekommen. Hier gibt es Potenzial zur Reduzierung. Die Höhe des Energiebedarfs muss reduziert werden, denn der Bedarf macht ca. 25% dessen aus, was die Sonne an Energie liefert um das Biosytem Erde im Gleichgewicht zu halten. 25 % sind als Störgröße vielleicht schon zuviel.
Eine Heizung der Häuser mit Strom ist 0,nix anderes als ein Akku - der halt keine Stromenergie speichert sondern die Wärmeenergie.

Zu Deiner unsäglichen These daß die Rekuperation von eAutos lediglich eine Ausrede sei, kann ich vor lauter Schreck fast nichts schreiben - bist Du tatsächlich dieser Meinung? Gibt es dafür auch eine Begründung oder behauptest Du einfach nur, daß mich meine Zoe anlügt wenn ich einen steilen Berg erst rauffahre, oben umdrehe und nach dem Runterfahren wieder die gleiche Reichweite habe wie vorher, abzüglich der gefahrenen Streckenkilometer?Das gleiche beim eUp meiner Freundin... Tesla einer Nachbarin, eGolf eines Bekannten...

Und auch das mit Deinen immer wieder erwähnten Energiesklaven kannst Du gerne mal ein bisserl deutlicher erklären als Du bis jetzt gemacht hast. Geht das in die Richtung von Lessenichs Externalisierungsthese?

Grüazi MaXx

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

zeolit
  • Beiträge: 53
  • Registriert: Fr 25. Dez 2015, 19:57
  • Hat sich bedankt: 1 Mal
  • Danke erhalten: 1 Mal
read
Ein Akku ist doch wohl eine Menge Chemie. Eine Elektroheizung nutzt z. B. Schamottsteine. Und Ladesäulen braucht eine Heizung auch nicht.

Zu Energiesklaven
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Energiesklave

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

USER_AVATAR
  • MaXx.Grr
  • Beiträge: 3692
  • Registriert: So 14. Mai 2017, 13:19
  • Wohnort: Nahe München
  • Hat sich bedankt: 1784 Mal
  • Danke erhalten: 848 Mal
read
Ein Akku (aus dem lateinischen accumulare) sammelt Energie oder häuft Energie an. Welche Energie ist erst einmal egal. Daß im normalen Sprachgebrauch mittlerweile der elektrische Akku vorherrscht. Im Endeffekt ist es egal - der Akku wie Du ihn meinst wandelt elektrische Energie in chemische Energie um, die dann später zurück gewandelt als elektrische wieder zur Verfügung steht. Es gibt einen Akku in der TU München, der aus einem riesigen Schwungrad besteht und bei Bedarf für einen Versuch mehrere TW bereitstellen kann - für eine sehr begrenzte Zeit. Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein Akku, es gibt Akkus aus verflüssigtem heißen Salz, etc. Und wenn der Akku eine andere Energie am Ende zur Verfügung stellt ist das kein Fehler sondern nur eine Sache was benötigt wird.

O.k. dann sind wohl Deine oft erwähnten Energiesklaven etwas komplett anderes. Lies mal was von Lessenich wenn Du Deinen Horizont erweitern möchtest und wissen willst wieviele tatsächlichen Sklaven in der dritten Welt für unseren Wohlstand hier arbeiten müssen...

https://de.wikipedia.org/wiki/Externalisierung
https://www.youtube.com/watch?v=Twn470TEXEw
https://www.sueddeutsche.de/kultur/sozi ... -1.3215858


Grüazi MaXx

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

nr.21
  • Beiträge: 1366
  • Registriert: Sa 3. Dez 2016, 19:55
  • Hat sich bedankt: 43 Mal
  • Danke erhalten: 180 Mal
read
@ Zeolit:
Meine Güte, wenn Du wirklich glaubst, dass die Wissenschaft auf diesem Niveau ist, ist Dir nicht mehr zu helfen.

Natürlich wäre es ganz toll, wenn wir alles beschreiben und verstehen könnten ohne es zu analysieren.
Wenn es keinen Zweifel gäbe.
Wenn wir als gottgewollte Krone der Schöpfung gar nicht fähig wären, dieselbe zu zerstören.
Wenn alles Forschen, Suchen, Beweisen und Widerlegen nur halbblindes Herumtappen in einer nur Eingeweihten begreiflichen Welt des großen Ganzen wäre.

Leider war das schon immer Wunschdenken.

Wollen wir Zusammenhänge verstehen, müssen wir vom Großen ins Kleine und wieder zurück.
Und genau das tut die Naturwissenschaft spätestens seit Alexander von Humboldt

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

zeolit
  • Beiträge: 53
  • Registriert: Fr 25. Dez 2015, 19:57
  • Hat sich bedankt: 1 Mal
  • Danke erhalten: 1 Mal
read
Energiesklaven sind vereinfacht gesagt unsere Maschinen (Wikipedia). Es gibt davon etwa 130 Milliarden. Ein Amerikaner beschäftigt ca. 100, ein Europäer ungefähr 60 davon. Die Energiesklaven benötigen ca. 25 % der Energie, die für die Erhaltung des Gleichgewichts des Biossystems Erde benötigt wird. Diese Störgröße ist wahrscheinlich so groß, dass es aus dem Gleichgewicht gerät. Was bewirkt also allein die Reduktion des CO2, wenn diese 25 % nicht reduziert werden und kein Energiesklave in "Rente" geschickt wird?
Wenn Wissenschaftler die Rille einer Schallplatte auf atomarer Ebene betrachten, werden sie nie herausbekommen, dass sie ein Stück von Mozart darstellt. Das Gesamte ist mehr als die Summe seiner Teile. Die Wissenschaft und Religion müssen auf sich zugehen und die Wissenschaft eher auf die Religion oder beide müssen Federn lassen.
Wir können viel mehr erleben als wir begreifen können. Es gibt nicht eine Schöpfung, sie findet permanent statt. Wir sollten sie erleben. Alles materielle um uns herum können wir begreifen (Beispiel auch Schrödingers Katze). Die Quantenphysik zeigt dies seit über hundert Jahren aber die Wissenschaft ignoriert das im Dienste der Wirtschaft. (Hans-Peter Dürr, Kernphysiker und Schüler von Werner Heisenberg und Leiter des Max-Plank Instituts).

Die Elektromobilität ist ein Schritt in die Richtige Richtung ohne Frage. Aber in Maßen. Leider muss befürchtet werden, dass wegen des Anscheins ihrer Nachhaltigkeit mit Elektroautos mehr Kilometer gefahren werden und mehr Elektroautos und mehr Strassen und Reifen (höhere Beschleunigung höherer Reifenabrieb und Feinstaub) gebaut werden. Also keine Reduzierung der Energiesklaven...

Energiesklaven gehen nicht nur auf Kosten der dritten Welt (Externalisierung) sie betreffen uns selbst auch (Internalisierung?)

Hier einer der Vorträge von Herrn Dürr (speziell zum Thema "25 % der Gleichgewichtsenergie")
https://youtu.be/iSAJ-6apb0I (ab min 53)

Alles nur meine (übernommen) Ansichten

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

mikejasonlee
read
Ich denke, Elektroautos sind nur zum Fahren in der Nähe Ihres Hauses geeignet.

Re: E-Mobilität - Wie nachhaltig ist sie wirklich?

USER_AVATAR
read
Da denkst Du halt falsch.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Allgemeine Themen“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag