Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Odanez
    Beiträge: 2734
    Registriert: So 5. Mär 2017, 10:14
    Hat sich bedankt: 46 Mal
    Danke erhalten: 212 Mal
folder Fr 4. Jan 2019, 19:33
Roland81 hat geschrieben:Danke das du so ehrlich antwortest.
Als böser PetrolHead interpretiere ich das so:
- "88qm Wohnung, zu zweit mit Kleinkind. Gasheizung"
Der Stromverbrauch der Heizung und Umwälzpumpen, Treppen und Aussenbeleuchtung wird ausgebelendet - ist in den Nebenkosten
Waschmaschine und Trockner?
- "Wir fahren 12.000km pro Jahr, aber laden nur wenig daheim"
das was du auswärts lädst ist dennoch dein Stromverbrauch
- "Dann kommt noch, dass wir 1-2 Monate im Jahr nicht daheim sind."
Dann verbrauchst du deinen Strom bei jemand anders.

Wenn du ganz ehrlich bist, ist somit dein Stromverbrauch eben doch nicht <2MWh, stimmts?
Es ging ja in dem Artikel um den Haushaltsverbrauch, also das, was man an die den Anbieter bezahlt. Es stimmt schon, dass auf meine Kosten mehr Strom verbraucht wird als ich direkt an den Anbieter zahle, ist ja logisch, bei jedem hergestellten Konsumprodukt ist der Preis des verbrauchten Stromes des Herstellers auch irgendwo mit dabei. Zu deinen konkreten Fragen:
-Stromverbrauch der Heizung ist in den Nebenkosten inbegriffen.
- Waschmaschine ja, läuft so 3-4x pro Woche, Trockner nicht vorhanden, alles trocknet an der Leine, auch im Winter.
- Mein zusätzlicher Stromverbrauch durch das Auto ist dann etwa 1000-1500kWh/a, Ladeverluste schon inklusive.
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 85%, 70.000km
Anzeige

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Mei
    Beiträge: 2344
    Registriert: Mo 18. Nov 2013, 12:57
    Hat sich bedankt: 3 Mal
    Danke erhalten: 57 Mal
folder Fr 4. Jan 2019, 21:14
JuGoing hat geschrieben:
Mei hat geschrieben:Wind, Solar, Batterie, Diesel, Resistor, UPS = 6 Teile
Und das eine Teil von früher ist dann der Diesel ?
Kohle, Atom, was auch immer.

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
JuGoing
    Beiträge: 1479
    Registriert: So 16. Okt 2016, 20:46
    Wohnort: DE 58300 Wetter
    Hat sich bedankt: 64 Mal
    Danke erhalten: 60 Mal
folder Fr 4. Jan 2019, 21:20
Mei hat geschrieben:
JuGoing hat geschrieben:
Mei hat geschrieben:Wind, Solar, Batterie, Diesel, Resistor, UPS = 6 Teile
Und das eine Teil von früher ist dann der Diesel ?
Kohle, Atom, was auch immer.
Hmm, Diesel, Atom, Kohle, Benzin, Öl, Gas, .. sind früher wohl auch schon mehr als ein Teil gewesen um die Energie zu erzeugen die gebraucht wird um unser Leben in Gang zu halten.
Leider verstehe ich die Argumentation noch nicht, wie es scheint.
10/13 PV 9,75 kWp (Ost / West) & Pelletsheizung ÖkoFen 25 kW mit 15 qm Solarthermie
02/17 Hauskraftwerk E3/DC S10E12 mit 13,8 kWh Batteriekapazität und Notstromversorgung
06/17 ZOE R90 ZE 40 22 kW
11/17 Sion reserviert

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Mei
    Beiträge: 2344
    Registriert: Mo 18. Nov 2013, 12:57
    Hat sich bedankt: 3 Mal
    Danke erhalten: 57 Mal
folder Fr 4. Jan 2019, 21:26
JuGoing hat geschrieben:...
Leider verstehe ich die Argumentation noch nicht, wie es scheint.
Ohne den Diesel kannste das System vergessen.
Auch geht es ohne die Batterie nicht.
Es sind deutlich mehr Teile nötig als früher.

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
hgerhauser
    Beiträge: 439
    Registriert: So 4. Jun 2017, 21:53
    Hat sich bedankt: 1 Mal
    Danke erhalten: 36 Mal
folder Fr 4. Jan 2019, 22:11
Mei hat geschrieben:
JuGoing hat geschrieben:...
Leider verstehe ich die Argumentation noch nicht, wie es scheint.
Ohne den Diesel kannste das System vergessen.
Auch geht es ohne die Batterie nicht.
Es sind deutlich mehr Teile nötig als früher.
Was Du vermutest, ist dass das System nur mit Diesel billiger ist als die Kombination aus Diesel, Batterie etc..

Ich kenne die Wirtschaftlichkeit dieses Projektes nicht, aber mehr Komponenten kann durchaus in der Summe billiger sein als eine, ganz besonders, wenn man eben nicht die Wirtschaftlichkeit dieses Projektes (mit Batteriekosten aus dem Jahr 2014?) betrachtet, sondern ein paar Jahre in die Zukunft schaut.

Das Inselsystem ist nett, weil man da klare Systemgrenzen hat und eine schnelle Umsetzung. Weniger schön ist, dass kein Ausgleich mit anderen Erneuerbaren möglich ist, noch nicht mal mit einer 30 km entfernten PV/Windinstallation.

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
nr.21
    Beiträge: 929
    Registriert: Sa 3. Dez 2016, 19:55
    Hat sich bedankt: 15 Mal
    Danke erhalten: 57 Mal
folder Fr 4. Jan 2019, 22:27
Je mehr Komponenten beteiligt sind, desto stabiler ist das ganze System.
Kennt man ja schon aus der Ökologie: Monokulturen sind empfindlich und anfällig.
Was ist "billiger" ? Investitionen sind zunächst teurer, aber in der volkswirtschaftlichen Langzeitrechnung wird alles, was auf Nachhaltigkeit und Stabilität baut, "billiger" sein.

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Benutzeravatar
    Alex1
    Beiträge: 12642
    Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
    Wohnort: Unterfranken
    Hat sich bedankt: 582 Mal
    Danke erhalten: 133 Mal
folder Sa 5. Jan 2019, 23:27
Jo mei, sochd halt da Frangge, is höhere Maddemadigg: 6 is fei scho grössa als 1, Wessdscho!
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Benutzeravatar
folder Sa 9. Mär 2019, 11:52
MaXx.Grr hat geschrieben:
Di 25. Dez 2018, 21:32
Das smarte Meter macht leider keine besseren Preise bei netzdienlichem Verbrauch.
Selbst wenn. Man guckt doch nicht zwischendurch immer, ob der Preis jetzt hoch oder runter gegangen ist und startet oder unterbricht dann die Ladung.
Das Smartmeter ändert somit erstmal nichts, solange das netzdienliche Laden nicht automatisiert geschieht.
Da scheinen recht viele total naiv zu sein und glauben, dass das Datensammelding jetzt alles ändern würde.

Und ja, es fehlt Strom im Netz durch Atomausstieg, Kohleausstieg, immer mehr elektrische Heizungen und volatile Energiequelle. Dafür müssen noch viele Maßnahmen getroffen werden und es ist kontraproduktiv, das klein zu reden.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Vokoun
    Beiträge: 144
    Registriert: Di 20. Nov 2018, 00:52
    Hat sich bedankt: 15 Mal
    Danke erhalten: 22 Mal
folder So 10. Mär 2019, 07:02
Man hat einfach viele Dinge verschlafen. Wenn ich heute ein haus baue, muss es Energieeinsparungen haben.
Warum ist man nicht schon vor Jahren auf die Idee gekommen zu sagen, Photovoltaik Anlagen sind Pflicht.
So hatten wir viele kleine Energieerzeuger.

Und was natürlich auch passiert wenn es keine Verbrenner mehr gibt, der Strom für die Verbrenner wird frei.
Auch ein Verbrenner braucht ja Strom wie die Pumpen, Licht usw. In Raffinerie, Tankstelle usw.

Re: Das Märchen von zu wenig Strom im Netz

menu
Benutzeravatar
folder So 10. Mär 2019, 09:19
JuGoing hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 12:59
Wenn man mit den 5 kWh von April bis September in 90 % der Fälle über die Nacht kommt, ist das aus meiner Sicht schon eine große Entlastung.
Von November bis Februar ist es egal, ob ich 5 kWh oder 5000 kWh Akkus im Haus habe. Mit PV werden beiden nicht voll und es reicht somit auch nicht über die Nacht.
In der Nacht haben wir aber meist kein Problem da genug Strom da ist. Was besser ist das wir mit recht grosse Akkus die leistungspeaks besser abfangen können. Zur Zeit sind pv Anlagen ja auf 70% abgeregelt das wird auf 50% und weniger gesenkt werden.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC oder Crozz, PlugIn-PV Anlage
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/
Anzeige
Antwortenedit build arrow_drop_down

Zurück zu „Allgemeine Themen“

Gehe zu arrow_drop_down
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag