Dauerleistung/Spitzenleistung

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Dauerleistung/Spitzenleistung

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Ein Thema, da ich noch nicht so recht durchschaue: wie ist das mit der Dauerleistung/Spitzenleistung bei den E-Autos?
Wenn ich das recht verstanden habe, dann erreichen die ihre (in der Werbung angegebene) Spitzenleistung eben nicht dauerhaft, sondern lediglich in einer Art "Boost-Modus" für wenige Minuten (?). Sollte die länger abgerufen werden wollen, dann regelt wohl die Elektronik runter bevor was durchbrennt.
Die Dauerleistung scheint deutlich unter der Spitzenleistung zu liegen und ist dauerhaft abrufbar. Reicht dann wohl auch um die Geschwindigkeit zu halten.
Nicht zuletzt scheint das Konzept ein Problem beim Anhängerbetrieb zu sein, da ja hier wesentlich öfter die Spitzenleistung abgerufen werden müsste als beim normalen Betrieb.

Hab ich das richtig erfasst?

Wo kann man die Dauerleistung ablesen? Ich hab dazu bei den Herstellern bislang nichts gefunden.
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Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

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EU-Übereinstimmungsbescheinigung (nennt sich auch CoC)
Leaf ZE1 Acenta EZ 10/2018, Lade per PV oder Naturstrom, wenn möglich. Super Lösung für mich. Habe 2 Android Apps geschrieben für das Laden an Wallboxen und für den Leaf (siehe https://android.chk.digital/).

Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

electic going
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Welcher Verbrenner schafft denn dauerhaft seine Spitzenleistung ohne dass nach einiger Zeit der Weiße Geist aus der Motorhaube aufsteigt?

Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

nr.21
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Auf der Autobahn ist das nicht das Problem, da weht dann ja ein hübsches Lüftchen

Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

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Nicht zuletzt scheint das Konzept ein Problem beim Anhängerbetrieb zu sein, da ja hier wesentlich öfter die Spitzenleistung abgerufen werden müsste als beim normalen Betrieb.
Mit dem Anhängerbetrieb hat das höchstens was zu tun wenn du mit einem Mega-Wohnwagen über die Alpen fahren willst. Der E-Motor des VW GTE zieht z.B. mit seiner mickrigen Batterie einen normalen Anhänger wie es kein Verbenner tun würde. Die fehlende AHK bei fast allen BEV ist wohl eher dem höheren Verbrauch und der damit verbundenen reduzierten Reichweite geschuldet. Bei den Herstellern ist offensichtlich noch nicht durchgedrungen, dass man Anhänger auch dazu benutzen kann, sein Grüngut am Wochenende abzuführen :roll:

Gruß

Ebi
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
Tesla M3 SR+ seit 3.2020 /Hyundai Kona 64kWh seit 10.2020

Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

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electic going hat geschrieben:Welcher Verbrenner schafft denn dauerhaft seine Spitzenleistung ohne dass nach einiger Zeit der Weiße Geist aus der Motorhaube aufsteigt?
Ich vermute länger, als man einen E-Motor im Boost-Modus betreiben könnte. Lasse mich aber gerne auch vom Gegenteil überzeugen.
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Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

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nr.21 hat geschrieben:Auf der Autobahn ist das nicht das Problem, da weht dann ja ein hübsches Lüftchen
Denke ich auch. Besser: da bin ich mir sicher :D
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Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

electic going
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Sir Henry hat geschrieben:
electic going hat geschrieben:Welcher Verbrenner schafft denn dauerhaft seine Spitzenleistung ohne dass nach einiger Zeit der Weiße Geist aus der Motorhaube aufsteigt?
Ich vermute länger, als man einen E-Motor im Boost-Modus betreiben könnte. Lasse mich aber gerne auch vom Gegenteil überzeugen.
Darum geht es aber nicht. Es geht darum, dass auch Verbrenner ihre angegebene (Maximal) Leistung nicht dauerhaft liefern können und somit diese Situation nichts neues ist. Im Unterschied zum Verbrenner drosseln aber die E-Systeme den Antrieb um Schäden zu vermeiden. Beim Verbrenner raucht dann eben ein Teil ab, Wasser kocht über, etc.

Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

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Folgende meiner Verbrenner haben Dauervollgas vertragen:

Audi 70
Golf Saugdiesel
Rekord 1900
Audi 100 5 Zylinder Saugdiesel
Mazda MX 5
Stilo Diesel
C5 Diesel
DS3 Diesel

Bei folgenden hab ich es nie ausprobiert:

Spitfire 1500
Montreal
MG


Gruß SRAM

Re: Dauerleistung/Spitzenleistung

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Die Frage die man stellen muss ist: Wieviel Dauerleistung braucht man, und nicht wieviel Dauerleistung hat man.
Der große Vorteil des E-Motors ist, dass man kurzzeitig hohe Leistungen erreichen kann, deshalb aber keinen "Monstermotor" bauen muss. Einen 100 kW Verbrenner auf 500 kW zu tunen geht zwar auch, aber der ist dann schnell im Eimer, weil Lager, Pleuelstangen, Kupplung und Getriebe das, wenn überhaupt, nur kurzzeitig abkönnen und dauerhaft Schaden nehmen. Beim E-Motor sind die Leistungsspitzen deutlich günstiger zu realisieren da es nur wenige bewegte Teile gibt, die entsprechend ausgelegt werden müssen.

Man sollte die geringere Dauerlastfähigkeit des E-Motors im Verhältnis zu Spitzenleistung nicht negativ, sondern positiv sehen. Man kann mit einem relativ preiswerten Motor sehr gute Beschleunigungen erreichen. Im Anhängerbetrieb ist nicht nur der Motor, sondern auch der Akku ein leistungsreduzierender Faktor. Was nützt ein Motor der dauerhaft 200 kW leistet, wenn dann der Akku extrem teuer und groß wird. Man könnte es auch so sehen: Ein E-Motor den man kurzzeitig extrem belasten kann passt perfekt zu einem Lithiumakku, der genau die selben Eigenschaften hat. Da ergänzen sich also 2 "Geräte" perfekt, und der Dritte im Bunde, die Elektronik kann das Selbe - kurzzeitig Power abgeben, und dann in der "Ruhephase die entstandene Wärme abführen.

Dass viele Hersteller keine Anhänger erlauben sehe ich als "Schutzverhalten" der Hersteller. Jedes E-Auto könnte einen 750 kg Anhänger ziehen, vor allem dann, wenn man nur das Grünzeug entsorgt. Wie aber soll der Hersteller sicherstellen, dass der Kunde nicht mehrmals jährlich tausende Kilometer mit einem überladenen Wohnwagen herumfährt. Da geht es nicht nur um den Motor, sondern auch um eine 6 bsi 8 jährige Akkugarantie.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:
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