Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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Re: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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folder Di 12. Feb 2019, 17:47
Executer255 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 11:48
Prinzipiell wird sich H2 ggü der Batterie dort durchsetzen, wo hohe Energiemengen mit schneller Beladung notwendig sind. Das ist garantiert kein Pendlerauto, eventuell Firmenflotten-Fahrzeuge für Strecken >400km, aber vor allem Liefer- und Schwerverkehr. Hier wird es Anwendungen geben wo eine Batterie nicht praktikabel, viel zu schwer und zuviel Standzeit verursacht.
Also Lieferverkehr (<300km /Tag) ist ja nun schon längst als Einsatzfall für vollelektrische LKW herausgestellt - Angebote gibt es seit Jahren - Tendenz stark steigend.

"Firmenflotten-Fahrzeuge für Strecken >400km" ?!? Wäre da nicht eher ein Schwenk auf die Bahn anzuraten? Oder meinst Du "Vertreter-PKW", die zwar gern zitiert werden, aber in der Realität mit ihrem Fahrprofil keine wirkliche Rolle spielen?

"vor allem Liefer- und Schwerverkehr. Hier wird es Anwendungen geben wo eine Batterie nicht praktikabel, viel zu schwer und zuviel Standzeit verursacht." - Da hätte ich gern Einsatzbeispiele. Wo doch Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen Verkehr recht streng geregelt sind - es gibt also gut kalkulierbare Ladezeiten ...

Executer255 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 11:48
Weiters ist H2 ein wichtiger Lastausgleich für die erneuerbaren Energiequellen (Wind, PV), die zukünftig noch weiter die Infrastruktur und den Lastgang (Verbrauch vs Erzeugung) beanspruchen werden. Hier kann H2 enorm Helfen, um überschüssige Energiemengen (zweite Nachthälfte) in den Tagbereich bzw. in die Mobilität zu verschieben.
Nachtstrom in Elektroautos zu laden ist Realität - hier hat Wasserstoff nicht den Hauch einer Chance.
Als Langzeitspeichermedium evtl. - wenn nicht Methan (synt. Erdgas) den Rang abläuft.

Was also bitte bleibt als Argument, dass sich das H2-BSZ-System (welches ja zusätzlich auch eine Traktionsbatterie benötigt) im Kfz durchsetzen könnte? Ich lese bei Dir keine wirklichen Argumente. Die Gründe, die gegen Deine Behauptung sprechen, sind bekannt.

Lesermeinung:
Besonders im Trucking wird der Tipping Point „Diesel versus Elektrisch“ recht drastisch ausfallen – denn am Ende des Tages geht es hier um die Kosten (TCO und Kosten pro km). Sobald ein neues Angebot hier unter die Kosten der anderen Antriebstechnologie fällt, wird dies recht schnell kippen.
Ein grosses Fragezeichen bleibt aber, wie Wasserstoff in diesem Szenario gegen batterie-elektrische Antriebe konkurrenzfähig werden soll. In der Energiekette „Well-to-Wheel“ ist die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lösung mit einer ca. 35%igen Energieeffizienz gegenüber mehr als 80% beim BEV systembedingt deutlich teurer. De Facto wird ein Wasserstoff-Truck rund 2-3 mal mehr Energie brauchen als sein Batterie-Wettbewerber.
Und Infrastruktur sowie Systemkosten im Fahrzeug sind beim H2-Truck deutlich höher.
Bei weiterhin stark fallenden Batteriepreisen (bei gleichzeitiger Erhöhung der Energiedichte und Zyklenstabilität) erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass Wasserstoff dieses Rennen gewinnen sollte.


Passend dazu hat Nikola nun auch rein batterieelektrische Trucks angekündigt ...
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Re: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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folder Di 12. Feb 2019, 22:01
Jake1865 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 10:41
Alex1 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 23:53
Blubb
Mal wieder.....

Gruß Jake
Irgendwie ist Jakes Wortschatz recht beschränkt... :lol:
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Re: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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folder Di 12. Feb 2019, 22:05
zitic hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 21:29
mweisEl hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 19:40
Eben wenn man keinen Auspuff und keine Abgase auch beim REx-Betrieb möchte. Mit dem "billigsten Verbrennungsmotor" ist das sicher nicht zu erreichen.
Das wäre ja noch ein Argument für Wasserstoff, aber nicht für deine Ethanolidee. So wenig ich von der H2-Brennstoffzelle in dem Bereich halte, so brauchen wir über Ethanol wohl wirklich nicht mehr nachdenken. Ich dachte, der Kram ist schon längst durch. CO2-Ersparnis ggü. Benzin/Diesel zweifelhaft und im seltenen REX-Betrieb wäre es dann sowieso egal. Und dafür dann die Investitionen, die man für Zukunftsmodelle benötigt, verschwenden... Dann steht das Geld lieber in PEM-Elektrolyseure. Im übrigen wären 5 kW dann selbst als REX ein bisschen wenig.
Gibt es eigentlich außer dem i3 noch ein eAuto mit optionalem Rex?
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Re: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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folder Mi 20. Feb 2019, 17:52
zitic hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 21:29
mweisEl hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 19:40
Eben wenn man keinen Auspuff und keine Abgase auch beim REx-Betrieb möchte. Mit dem "billigsten Verbrennungsmotor" ist das sicher nicht zu erreichen.
Das wäre ja noch ein Argument für Wasserstoff, aber nicht für deine Ethanolidee. So wenig ich von der H2-Brennstoffzelle in dem Bereich halte, so brauchen wir über Ethanol wohl wirklich nicht mehr nachdenken. Ich dachte, der Kram ist schon längst durch. CO2-Ersparnis ggü. Benzin/Diesel zweifelhaft und im seltenen REX-Betrieb wäre es dann sowieso egal. Und dafür dann die Investitionen, die man für Zukunftsmodelle benötigt, verschwenden... Dann steht das Geld lieber in PEM-Elektrolyseure. Im übrigen wären 5 kW dann selbst als REX ein bisschen wenig.
Ich denke für Wasserstoff spricht nix außer daß es Technikspielerei ist. Es existiert kein funktionierendes Verteilnetz, es gibt keine funktionierenden Tankstellen, 700 bar Überdrucktanks sind noch nicht durchentwickelt,... All das braucht zu lange für's Klima und die Antillen.

Das alles wäre bei Ethanol kein Problem. An der Tanke rausfahren und 20 Liter nachkippen kann heute schon jede Oma. Wasserstoff tanken kann nicht mal der Pressesprecher in München richtig wenn er es vorführen will.

Dann bleiben noch die üblichen Nachteile der Brennstoffzelle wie z.B. der Wirkungsgrad. Der klare Vorteil ggü. dem Verbrenner wäre daß beim Ethanol lediglich die Menge an CO² freigesetzt wird, die im Vorjahr auf dem Acker gebunden wurde. Auf lange Sicht wird das nicht bestehen können, aber für den Übergang wäre das meiner Meinung nach gut für die Anwendungsfälle geeignet, bei denen es heute batterieelektrisch noch zwickt.

Grüazi MaXx

Re: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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folder Mi 20. Feb 2019, 18:38
ich finde, Bioethanol, der auch aus Abfallstoffen gewonnen werden kann, als ideal für brennstoffzellen-ramgeextender
läuft ja auch bei Nissan in Versuchsfahrzeugen....

Rita

Re: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie?

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folder Do 21. Feb 2019, 13:53
Aus Abfallstoffen bekommst Du nicht annähernd genug. Selbst die komplette Agrarfläche Deutschlands würde nicht einmal für einen Bruchteil unserer Verpesterflotte reichen. Die Abfälle haben demgemäß noch viel weniger Potenzial. Und dann noch die verlustbehaftete Umwandlung vom Gas in die Flüssigkeit.

Außerdem: Wer hat heute einen Rex? In 5 Jahren braucht den eh keiner mehr.
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Alex1 hat geschrieben:
Do 21. Feb 2019, 13:53
Aus Abfallstoffen bekommst Du nicht annähernd genug. Selbst die komplette Agrarfläche Deutschlands würde nicht einmal für einen Bruchteil unserer Verpesterflotte reichen. Die Abfälle haben demgemäß noch viel weniger Potenzial. Und dann noch die verlustbehaftete Umwandlung vom Gas in die Flüssigkeit.

Außerdem: Wer hat heute einen Rex? In 5 Jahren braucht den eh keiner mehr.
Und am Ende läuft es darauf hinaus das nicht nur Abfälle verwendet werden. Besser finde ich den Ansatz weniger Abfall zu produzieren. Nachhaltigkeit auch im Supermarkt oder z.B. beim Bäcker. Und bei uns zu Hause. Da habe ich selbst noch Optimierungspotentzial.
Für mich bleibt das H2TöffTöff DIE BLENDGRANATE der Verpenner Hersteller und das seit Jahrzehnten. Als neues „As“ im Ärmel kommen jetzt die synthetic fuels stärker auf.
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Grüße aus dem DC-Paradies HH&Umland :D P.S. 3 Phasen werden überbewertet und verschwinden konsequenterweise bereits aus dem BEV :D
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