Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreichen

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Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

one-ge
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Tony Seba‘s Vortrag zeigt doch, dass im Vergleich zu heute 2030 70% weniger verkaufte Autos die Autoindustrie völlig umkrempeln wird: Transportation as a Service. Quasi als Nebeneffekt werden wir (ohne Anstrengung) viel tiefere CO2 Emissionen haben in der Summe...
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Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

Enagon
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hgerhauser hat geschrieben:Zum Flottenverbrauch, da gibt es eine Strafe von 95 Euro pro Gramm. Bei 100 Gramm sind das 9500 Euro. Bei 200 Gramm 19000 Euro. Das sind eigentlich ausreichende Werte. Die Frage ist, ob sie nur auf dem Papier durchgesetzt werden.

Wenn nicht lohnt es sich für einen Autohersteller Elektroautos mit hohen Verlusten zu verkaufen, da das immer noch billiger ist als die Strafzahlungen. Und obwohl da keine sichtbare Steuer verlangt wird, irgendwoher muss das Geld ja kommen und daher muss der Autohersteller Verbrenner teurer machen.
Wobei man einfach 2020 bei 95g nach WLTP starten und jedes Jahr 5g runtergehen und Elektroautos sollten nicht wie zwei null-Gramm Fahrzeuge gelten. Und die eingenommende Kohle kann man für Ladesäulen und Batterieforschung nutzen.

LG Colin

Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

hgerhauser
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Enagon hat geschrieben: Wobei man einfach 2020 bei 95g nach WLTP starten und jedes Jahr 5g runtergehen und Elektroautos sollten nicht wie zwei null-Gramm Fahrzeuge gelten. Und die eingenommende Kohle kann man für Ladesäulen und Batterieforschung nutzen.

LG Colin
https://www.bund.net/fileadmin/user_upl ... gefahr.pdf

"Dementsprechend weist die Beispielrechnung aus
einem vorab aufgetauchten EU-Dokument für einen beispielhaften Hersteller im Jahr 2021 eine
Erhöhung des CO2-Flottengrenzwerts von 95 g/km im NEFZ auf bis zu 124 g/km im WLTP auf."

Als Zusatzinformation.

Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

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Enagon hat geschrieben:Wobei man einfach 2020 bei 95g nach WLTP starten und jedes Jahr 5g runtergehen und Elektroautos sollten nicht wie zwei null-Gramm Fahrzeuge gelten.
Letzteres gilt ja auch nur 1x im Jahr 2020! Aus https://ec.europa.eu/clima/policies/tra ... es/cars_en:

low-emitting car will be counted as
2 vehicles in 2020
1.67 in 2021
1.33 in 2022
1 from 2023.


Derzeit (2016 bis 2019) liegt der Faktor übrigens auch "1", d.h. es gibt keinerlei Super-Credits. Dass die E-Autos in der Ökoszene beständig mit den angeblichen Super-Credits schlechtgemacht werden, kommt nur daher, dass sich die Typen von der Verbrenner- und Mineralölindustrie erfolgreich haben für Dumm verkaufen lassen.

Übrigens (gleiche Quelle) gelten die 95g-Grenze im Jahr 2020 nur für 95% der Fahrzeugeflotte, d.h. die 5% SuperSUVs mit dem größten Verbrauch (der weiterhin per NEFZ berechnet wird), dürfen die Hersteller in diesem Jahr unter den Tisch fallen lassen...
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

hgerhauser
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Besonders toll ist natürlich, dass die "technischen" Fragen der Umstellung anscheinend immer noch nicht geklärt sind. Es macht schon einen Riesenunterschied, ob die 95g Grenze auf WLTP Basis plötzlich bei 124 g liegt, oder der Wert weiterhin gilt.

Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

one-ge
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Meines Wissens gilt die Supercredits Regelung für E-Autos jedoch schon länger in Kalifornien. Dies auch der Grund, warum bspw. der Fiat 500e nur dort (und 10k USD unter Herstellungskosten!) verkauft wird.
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Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

Ecano
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Eberhard hat geschrieben:Die Lösung wäre relativ einfach.
Die EEG-Umlage auf Strom wird schrittweise (10Jahre) auf alle fossilen/atomare Energieträger aufkommensneutral umgelegt.
Die EEG-Umlage auf Diesel und Benzin wird überproportional erhoben.

Auf dieser Art und Weise wird der Strompreis um die EEG-Umlage entlastet, aber die Kosten tragen alle Verbraucher fossiler/atomarer Brennstoffe.

Damit wird es kostengünstiger eAutos zu fahren, Vielfahrer mit fossilen Antrieb und hohem Verbrauch (SUV) werden stärker belastet.
Der Zubau von PV-Anlagen auf dem eigenem Dach > 10kWp wird nicht mehr durch EEG-Umlage auf EV bestraft.
Ausweitung der Zubaukorridore von PV von 2,5GW jährlich auf 10GW (wir hatten 2012 schon mal 7,9GW).

Wer eh wenig fährt kann seinen Stinker behalten bis er auseinanderfällt.
Der Vielfahrer wird dann schnell zum kostengünstigeren BEV greifen.

Wer einen dieser unsäglichen PHEV hat, wird dennoch versuchen möglichst viel elektrisch zu fahren.
+1 :applaus:
Smart ED 44, bestellt am 18.1.2018, erhalten 19.10.2018
e-up! "UNITED", bestellt am 27.8.2020, erhalten am ??

Re: Förderung um 95% Elektroautos in zehn Jahren zu erreiche

hgerhauser
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https://ecomento.de/2018/12/18/eu-will- ... ch-senken/

Es tut sich etwas, also 37,5% weniger von 95g/100 km, sprich das müsste etwas unter 60 g/100 km sein.

In Norwegen ist der Wert inzwischen in etwa erreicht (die letzten drei Monate um die 60 g / 100 km):
http://www.ofvas.no/co2-utslippet-i-nov ... ry789.html

Diesel ist bei etwa 130 g/100 km, Benzin bei etwa 95 g / 100 km und der Durchschnittswert geht eigentlich nur wegen dem steigenden Anteil an Elektroautos nach unten. Und da tut sich sehr viel, im Vergleich zu letztem Jahr ist der Flottendurchschnitt um 20 g/ 100 km, also ein Viertel in einem einzigen Jahr!!!, gefallen.

Der Anteil an plug-in (also Plug-in Hybride + Elektroautos zusammen) war 57% im November, reine Elektroautos lagen bei 41%.
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