Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

nr.21
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Die Leute glauben lieber an das, was sie selber machen. Und das ist bei über 98 % der Autofahrer: Verbrenner fahren.
Das eigene Verhalten infrage stellen ? Argumente abwägen ? Wozu ?
Das bringt keinen Spaß und vernichtet deutsche Arbeitsplätze!
Und wenn es sogar im Fernsehen und in der Zeitung steht, dass die gar nicht besser sind, diese Elektrogurken ?
Wozu dann noch selber recherchieren ?
Und was diese grünen Ökoterroristen wollen, ist ja sowieso die Abschaffung des Industriestandortes Deutschland.

Ich fürchte, das ist keine Satire, obwohl es so gemeint war ... :oops:
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Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

HW120
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Vanellus hat geschrieben: Kurz: die Verbrennerfahrer bestimmen die öffentliche Diskussion über Sinn und Unsinn der E-Mobilität.
Wir sollten nicht so schüchtern sein, uns mit der Defensivrolle zufrieden zu geben.
Der Status Quo ist der Ausgangspunkt, warum auch nicht. Das Elektroauto wird an dem gemessen, was normal ist, das ist der Verbrenner. Außerdem fahren die meisten Leute Verbrenner oder sind sie zumindest eine Zeit gefahren.

Wer sich heute für ein Elektroauto entscheidet nimmt bewusst mögliche Nachteile in Kauf. Das sind eben längere Ladezeiten im Vergleich zum tanken, die geringere Reichweite bei gleichzeitig niedrigerer Reisegeschwindigkeit, weniger Dauerleistung. Der Vorteil der geringen Unterhaltskosten wird durch den höheren Kaufpreis oder Akkuleasing zum Teil wenn nicht ganz zunichte gemacht. Leise und komfortabel sind heute selbst Dreizylinder. Bleibt der Umweltaspekt, der reicht vielen möglicherweise nicht.

Aber, es muss sich nicht alles "rechnen" noch muss das Auto perfekt sein. Es muss zu einem passen und das machen was es soll.

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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Reden können wir hier alle viel. Aber wir reden hier nur untereinander. Ich habe mir angewöhnt, den Leuten zu zeigen, wie es geht. Photovoltaik aufs Dach, Wallbox an die Haustür. Laden, wenn die Sonne scheint. Und das ganze dann kommunizieren ohne zu nerven.

Wenn ich immer nur rede, sind viele irgendwann genervt. Der Öko wieder. Aber jetzt, wo wir es umgesetzt haben, kommen die Fragen: Was kostet das denn, was muss man dafür machen? Drüber nachgedacht haben wir ja auch schon.

Ich bin optimistisch, dass ich damit einige überzeugt bekomme und die dann wieder anderen überzeugen. So kommt der Schneeball ins Rollen.

Was soll ich mich noch mit Leuten absabbeln, die von einem E-Auto erwarten, dass sie 1000 km ohne Pause fahren können. Das werden sie in absehbarer Zeit nicht können. Die kommende Generation wird solche Ansprüche gar nicht mehr haben, da sie ein solches Verhalten nie kennengelernt hat. Das Problem wächst sich also irgendwann von selbst raus, spätestens, wenn die Tankstellensuche schwierig wird, wenn es von den Dingern immer weniger gibt.

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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Schneemann hat geschrieben:Reden können wir hier alle viel. Aber wir reden hier nur untereinander. Ich habe mir angewöhnt, den Leuten zu zeigen, wie es geht. Photovoltaik aufs Dach, Wallbox an die Haustür. Laden, wenn die Sonne scheint. Und das ganze dann kommunizieren ohne zu nerven.

Wenn ich immer nur rede, sind viele irgendwann genervt. Der Öko wieder. Aber jetzt, wo wir es umgesetzt haben, kommen die Fragen: Was kostet das denn, was muss man dafür machen? Drüber nachgedacht haben wir ja auch schon.

Ich bin optimistisch, dass ich damit einige überzeugt bekomme und die dann wieder anderen überzeugen. So kommt der Schneeball ins Rollen.

Was soll ich mich noch mit Leuten absabbeln, die von einem E-Auto erwarten, dass sie 1000 km ohne Pause fahren können. Das werden sie in absehbarer Zeit nicht können. Die kommende Generation wird solche Ansprüche gar nicht mehr haben, da sie ein solches Verhalten nie kennengelernt hat. Das Problem wächst sich also irgendwann von selbst raus, spätestens, wenn die Tankstellensuche schwierig wird, wenn es von den Dingern immer weniger gibt.
Ja, da bin ich ganz auf Deiner Seite :-D

Grüazi MaXx

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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  • Wiese
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Das Problem sehe ich hauptsächlich darin, dass derzeit das E-Auto nur angeschafft wird, wenn man davon überzeugt ist, dass es Sinn macht. Es ist also eine freiwillige Entscheidung, und ein Verbrenner ist halt immer noch billiger und bietet alles was man gewohnt ist. Die Einführung des WLTP und die 95 Gramm Grenze bewirken wesentlich mehr als die Überzeugungskraft weniger E-Automobilisten. In Zukunft muss die Autoindustrie E-Autos verkaufen, und deshalb werden sie auch gezielt Kunden darauf hinweisen, anstatt sie davon abzuhalten. Das ist die einzige Chance das E-Auto in größerer Zahl in den Verkehr zu bringen. 2020 werden viele Händler endlich ein E-Auto haben um eine Probefahrt zu machen. Wie sollen die Leute sonst erfahren wie sich so ein Teil anfühlt? Erst mit der Verfügbarkeit und einem echten Angebot mit vernünftigen Lieferzeiten kann man die Leute vom E-Auto überzeugen. Freiwillig passiert weder in der Industrie noch in den Köpfen der Konsumenten was. Gäbe es die Energiesparvorgaben bei den Haushaltsgeräten nicht, würden nur sehr wenige einen teuren Energiesparkühlschrank kaufen, und es gäbe auch kaum welche. A+++ ist mittlerweile normal, und genau so normal muss auch der E-Antrieb werden. Leider MUSS der Staat die entsprechenden Vorschriften erlassen, sonst passiert nicht viel.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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  • Vanellus
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Wiese hat geschrieben:Leider MUSS der Staat die entsprechenden Vorschriften erlassen, sonst passiert nicht viel.
Ja, das wird nötig sein. Der Markt richtet es nicht. Wenn die Hersteller (und Händler!) wollten, könnten sie eine Welle mit attraktiven Modellen lostreten, aber, inzwischen weiß es jeder, sie wollen nicht, weder die Hersteller und schon gar nicht die Händler. Also muss der Staat Rahmenbedingungen schaffen, die den nötigen Anschub liefern, gegen die Trägheit der Masse, gegen den Unwillen der Hersteller und der Händler.
Aber wir sollten auch offensiver die Vorteile der E-Mobilität in die Öffentlichkeit bringen. Nicht als Missionare (ach, der schon wieder :roll: ) oder mit dem erhobenen Zeigefinger sondern fein dosiert mit Informationen in Leserbriefen, Foren, Diskussionen.
Zoe Zen seit 10.7.2013, verkauft im Juni 2019 mit 108.000 km, erster Akku, still going strong
Tesla Model 3 seit 12.6.2019
1.500 km freien Supercharger für Dich und für mich: https://ts.la/reinhard71065

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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Wiese hat geschrieben:In Zukunft muss die Autoindustrie E-Autos verkaufen, und deshalb werden sie auch gezielt Kunden darauf hinweisen, anstatt sie davon abzuhalten. Das ist die einzige Chance das E-Auto in größerer Zahl in den Verkehr zu bringen. 2020 werden viele Händler endlich ein E-Auto haben um eine Probefahrt zu machen.
Bis 2020, bzw. mittlerweile 2021 wenn die Maßnahmen greifen sollen, können die Gesetze aber noch x-Mal geändert werden auf Wunsche der alten Autoindustrie. So wie beim Klimaziel 2020 wird das dann einfach auf 2030 verschoben, Hautpsache in der Amtsperiode der amtierenden Herumsitzregierung passiert nichts.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

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Dafür gibt es die EU.

die Masse

IsarRadler
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Interessanter Thread. Habt Ihr echt das Sendungsbewußtsein, den Normalverbraucher von der E-Mobilität überzeugen zu wollen?

Ich hab das nicht. Den Großteil meiner Mobilität erledige ich mit dem Radl, da gehts auch schon mal von München nach Köln. Den Rest erledige ich mit gemieteten E-Autos und das mit sehr viel Spaß dabei.

Die Masse will GTI, billigen Sprit und nicht 20 Minuten auf das Laden warten, sondern nach dem Tanken 20 Minuten lang Big Macs fressen. Ich will die Masse nicht überzeugen, es ist mir egal, was die machen.

Re: Warum lassen wir uns von der Verbrennerfraktion treiben?

Michael_Ohl
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Hab auch keine Lust auf das Ende der Ladung zu warten. Das kann bei meinem Kangoo auch ganz schön dauern. Lösung war einfach. Einen zweiten Kangoo ZE. Jetzt steht einer in der Firma und lädt und den zweiten fahre ich. Bei Ankunft in der Firma wird einfach gewechselt.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 118000km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 90000km, E-UP seit 2020, 4500km, C180TD seit 2019 26000km , max G30d seit 2020 300km, Sunlight Caravan seit 2012 und Humbauer 1300kg. Seit 2013, E-Expert 75kWh bestellt.
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