Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

electic going
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Woher kommt denn der Gedanke, dass Auto fahren günstig sein soll? Das war es noch nie. Ist zwar typisches Verbrenner-Fahrer-Denken und vermittelt die Autolobby auch wunderbar. Aber jede Reparaturrechnung oder Wartung belegt doch das Gegenteil. Es war auch noch nie günstig. Gab es früher günstigere Spritpreise war dafür die Haltbarkeit der Fahrzeuge geringer, Wartungen häufiger und teurer (Inflation nicht vergessen).
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Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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  • Alex1
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Das ist wohl wahr.

Die Denke kommt daher, dass immer nur der Spritpreis angerechnet wird, und der ist ja bekanntlich sittenwidrig niedrig (ich weiß, dass ich dafür Haue kriege) 8-)

Die Argumentation ist immer "Das Auto steht eh da". Noch nicht einmal die Kosten für Reparaturen, Service, Ersatz-/Verschleißteile etc. werden auf den km gerechnet, erst recht nicht Steuern/Versicherung.

Und da man ja mal für den Enkel einen Meter Sand rumfahren können will, muss es ein "gscheits" Auto sein...

Im Ernst, kauft man eine alte Schüssel und hat einen günstigen Reparateur, kann das recht billig kommen.

Immer aber ist es in Wirklichkeit teurer als man denkt...
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Neuere Autos sind sowieso konkurrenzlos teuer, alleine schon wegen dem kontinuierlichen Wertverlust. Wieviel verliert ein Neuwagen im ersten Jahr an Wert, ich glaube das lag im Durchschnitt bei 15-20% ? Ist also lediglich ein Luxus einen Neuwagen zu fahren. Dafür kann man sich dann auch lange mit dem Taxi umherkutschieren lassen.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Hier wurde behauptet, die Leute würden "aus Not" mit ÖPNV fahren weil Auto so teuer sei. Das stimmt nicht, weil der ÖPNV in den letzten Jahren viel teurer geworden ist. Ältere Karren, die nie eine Wartung sehen, zeugen in den Städten davon. Zweitens, die Leute wollen auch in der Stadt ein Auto haben um aus der Stadt fahren zu können, da nützt das Argument "Auto braucht man in der Stadt nicht" gar nichts. Elektromobiltität könnte ein Brücke zur Nachfolge des unsachgemäßen räumlich eng begrenzten Carsharings sein mit dem Ziel, auf das eigene Auto verzichten zu wollen.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

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Aus der Stadt kommt man auch recht gut ohne Auto, wenigstens ins Umland der großen Städte. Dazu muss man sich beispielsweise in Frankfurt nur mal das Netz des RMV anschauen. Der Wunsch nach persönlicher maximaler Freiheit bei der Mobilität ist verständlich und nachvollziehbar, er muss aber immer auch gut bezahlt werden.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Nordstromer
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mweisEl hat geschrieben:
Nordstromer hat geschrieben:Für eine steigende Anzahl wird das eigene Auto nicht, oder nur noch unter Anstrengungen finanzierbar. Das Auweichen auf den ÖPNV geschieht sehr oft nur aus Not und nicht aus Überzeugung.
"Not", so ein Schmarrn. Für eine weniger betuchte Familie in der Stadt ist Erwerb und Betrieb einer gebrauchten Autoschüssel deutlich billiger als den ÖPNV zu nutzen.

Je älter das Auto ist desto höher die Folgekosten. Klar ich höre auch immer von Leuten, die sagen sie wären damit günstiger als mit dem ÖPNV unterwegs aber in 99% der Fälle stimmt das nicht ganz. Auto fahren kostet mehr als den ÖPNV zu nutzen. Und wenn es eng wird muss man eben sparen und in den ÖPNV einsteigen.
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Grüße aus dem DC-Paradies HH&Umland :D P.S. 3 Phasen werden überbewertet und verschwinden konsequenterweise bereits aus dem BEV :D

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Elektrivirus
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Rein auf die Fahrt betrachtet, ist das Auto, auch das E-Auto deutlich teurer als der ÖPNV, das steht außer Frage.

Interessant wird die Betrachtung, wenn man auch die aufgewendete Zeit in ein geldliches Äquivalent setzt.

Wenn ich zum Privatvergnügen irgendwo hin will, dann ist auch eine halbe, oder gar ganze Stunde Zeitverlust nicht schlimm(kann in der Zeit was anderes tun, und meine Tagesplanung am Fahrplan ausrichten)
Anders schaut das für den Arbeiter aus, wenn er jederzeit mit dem Auto in den Betrieb kann, und dafür 30 Minuten bräuchte, dann kostet ihn das jeden Tag eine Stunde (mal sein Stundenlohn), nimmt er statt dessen die Öffis, und braucht 45 Minuten, "kostet" das täglich eine halbe Stunde mehr, muss er wegen Fahrplan noch 20 Minuten eher das Haus verlassen, und nach Feierabend noch 25 Minuten warten, kostet ihn das noch einmal eine 3/4 Stunde pro Tag.
Da nun jeder Tag nur 24 Stunden hat, kommt irgendwann der Break Even Punkt, an dem man nicht bereit ist, zusätzlich zur Individualfahrzeit nich Stunden Lebenszeit zu investieren.
Für Viele ist das schon heute kein Problem, da hat Alex recht, gehe ich von mir aus, ich brauche mit dem Auto 1,5 h hin und auch wieder zurück, das sind schon 3 Stunden Lebenszeit, die meiner Familie abgeht, würde ich die Öffis nehmen, bräuchte ich pro Strecke mindestens 3,5 Stunden, das wären7 am Tag, plus die Arbeitszeit, dann würde das Leben (also das, wofür man arbeiten geht) wegfallen, zu einem derartigen Invest wäre ich nicht bereit (nimm nur mal 10 bis 20 € Stundenlohn an, weil es sich so gut rechnet, Und 20 Arbeitstage im Monat ...dann würde mich der ÖPNV pro Tag 70 bis 140€ Zeit kosten, und der Monat dann 1400 bis 2800€) ... nur um mal die aufgewendete Zeit in eine geldliche Relation zu setzen, wobei mir die Stunden mit meiner Familie eigentlich unbezahlbar teuer sind ;-)

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

glasi70
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Geb ich dir teilweise Recht. Ich selber bin jeden Tag 3,5 Stunden unterwegs. Davon sitze ich über 2,5 Stunden im Zug. Dies ist sehr viel Zeit und ich wäre mit dem Auto selten länger unterwegs. Zusätzlich habe ich auch noch so unvorhergesehen Dinge wie Lokschaden, Personenschaden, Personen im Gleis, Oberleitungsschaden etc. Da kann es dann gleich mal passieren, dass ich dann mal 3 Stunden für eine einfache Strecke benötige. Trotzdem fahr ich lieber 3,5 h ÖPNV als 2,5 h Auto. Die Zeit im Zug kann ich sinnvoll nutzen. Ich schlafe, lese Zeitung, schaue Video etc. Besonders kann ich abschalten und lasse die Arbeit im Büro. Dies ist meiner Meinung nach beim Autofahren eben nicht der Fall. Wenn du dort einen anstrengenden Tag hattest und dann noch Stau und einen nervenden Vorausfahrer.....

Das natürlich 7 Stunden keine Variante sind, verstehe ich auch, aber die Rechnung ist bei kürzeren Zeitintervallen so nicht richtig.

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

glasi70
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Und deine Rechnung stimmt nicht, da du nur 4 Stunden mehr brauchst, daher also auch nur der Tag 40 - 80 Euro...also doch Umstieg auf den ÖNPV :lol:

Re: Die Mobilitätswende muss radikaler gedacht werden

Elektrivirus
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Hab mjch blöd ausgedrückt ... ist schon richtig gerechnet, man sollte aber bedenken, dass die Zeit fürs Auto ebenso berechnet gehört, dann sind deine 40 bis 80€ der zusätzliche Aufpreis zu den 35 bis 70, die es mit dem Auto eh schon sind .

Wie vesagt, wenn es sich nur um 20 Minuten am Tag dreht, ist es verschmerzbar, und sicher auch ein "lohnender " Invest
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