So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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Ich habe die Heizung meistens aus und fahre zu 95% Landstraße.
Vorklimatisieren an der Säule.

Eco-Wertung 96/100 seit Beginn der ZOE-Zeitrechnung^^ (400 km inzwischen in 2 Wochen!) - alles nur Spaßfahrten :)

Vollgeladen und Balanciert zeigt er max. 126km Reichweite an (also die Restreichweitenanzeige, von der wir ja wissen, wie sie sich berechnet!).

Was ist da euer Maximum so?

Ich muss aber sagen, dass sie sich nur langsam nach unten korrigiert, auch im Winter.
Meine Heizung wenn ich sie brauch nachdem irgendwann mal die Scheiben beschlagen, läuft auf 20-21 Grad - manuell 1. Stufe - absolut ausreichend für mich. Braucht dann 1kW lt. Anzeige.

Ich habe den ZOE aber noch nie annähernd leergefahren. Zuviel Zeit und Lust hab ich laden zu gehen.
Bis auf 1 mal lade ich den ZOE meistens von 70-80% wieder auf 100% (nicht 99!) -

Viele Zyklen hat er also noch nicht.

Verbrauch: 15 kW ca. lt. Anzeige im Rlink im Durchschnitt

Auf der Autobahn bei Tempo 110 braucht er ca. 20-25 kW - das finde ich ok. Fahre aber wirklich sehr viel mit Segeln.

Was ja geht: Mit dem Pedal so feinfühlig sein, dass die Reku nicht startet, sondern er mit 0 kW segelt.
Ich bin aber für das ehrlich zu faul, teilweise nervt es auch und ich schalte den Hebel einfach auf N und dann wieder auf D.

Dem Auto wird das ja wohl nichts machen?
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Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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  • Robert
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Die Schalterei zwischen D und N erspare ich mir komplett. Was soll man sich dadurch ersparen ?
Wie viel Spass macht dein Auto ?

Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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Naja Robert, was glaubst du spart mehr "Reichweite" (wie der Laie gerne sagt) oder eben Strom?

Wenn ich eine gerade Straße mit D gleichmäßig fahre und nur 5kW lt. Anzeige verbrauche?
Oder wenn ich diesselbe Straße vorrausschauend entlang rolle und mir dadurch wertvolle kW spare?

Schau mal.

Szenario. Außerhalb von Graz. Landstraße. Du fährst 80 km/h.

Jetzt bist du in Sichtweite der Ortstafel. Was tust du wahrscheinlich? vom Gas gehen und so fahren, dass die Reku dich genau bei der Ortstafel auf die erlaubten 50 km/h runtergeregelt hat. Das ist ok.

Aber ich glaube mittlerweile, dass es mehr bringt, wenn du in entsprechender Entfernung (wenn du die Strecke eben kennst) auf N gehst oder eben mit dem Gas so feinfühlig umgehst, dass du 0kW dort stehen hast (geht ja auch im D Modus!) und dann solange ausrollst, bis du auch bei der Ortstafel 50 km/h drauf hast.

Denn besonders im Winter bekommst du nicht viel zurück mit der Reku, und auch sonst wirst du auch auf der geraden wohl mehr verbrauchen, als rekuperieren können. Mit N hast du aber 0 verbrauch. Rollst also dahin, verlierst nur langsam an Geschwindigkeit (im Vergleich zur Reku) und bist trotzdem eine bestimmte Strecke gerollt. Du hast zwar nichts "zurückgeladen" bekommen, aber auch um einiges mehr was es sonst gebraucht hätte, NICHT verbraucht.

Verstehst du?

Ich habe es selbst vorige Woche schon getestet. Es funktioniert gut.
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Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

energieingenieur
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Bei Langstrecken schalte ich auch ab und zu auf N. Der Grund ist ganz einfach:
Das Rollen lassen mit D bedeutet einen größeren Energieverlust, als das Rollen lassen mit N.

Wie stark diese Auswirkung am Ende ist, ist sicherlich schwierig zu beantworten. Vll. sind das auch nur Auswirkungen im Promille-Bereich. Bei mir ist es einfach nur dass physikalische Wissen, dass die Rekuperation einen höheren Energieverlust bedeutet, als das Ausrollen bei N.

Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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Wenn man die Strecke kennt kann man gut hin und her jonglieren zwischen N und D und so das Maximum rausholen und das gibt schon was aus.

Deswegen versuch ich das ja hier schmackhaft zu machen. Denn wenn man von niedriger Geschwindigkeit wieder beschleunigen muss kostet das weit mehr Kraft (also Strom halt) als wenn man nur ein bisschen (kurz) Energie abruft damit man die gewünschte Geschwindigkeit erreicht.

Ich bleibe dabei.

Starkes Gefälle: D + Bremsen
Mittleres Gefälle: D
Leichtes Gefälle: N (und vll ein wenig D falls man zu schnell wird, weil in N bremsen rekuperiert ja nicht)
Geradeaus - Tempomat + D oder eben gut dosiert D
Aufwärts: D und hoffen, dass es bald bergab geht ^^
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Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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energieingenieur hat geschrieben:Wie stark diese Auswirkung am Ende ist, ist sicherlich schwierig zu beantworten. Vll. sind das auch nur Auswirkungen im Promille-Bereich.
Meinen Beobachtungen nach kann man damit zB. beim Fluence ca. 10% mehr Reichweite lukrieren, die Bedienung finde ich persönlich aber ähnlich Lästig wie die antiquierten manuellen Getriebe in vielen Verbrennern. Wenns denn mal not tut aber eine brauchbare Möglichkeit, noch etwas sparsamer zu fahren... ;)

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798

Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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Und immer noch ein Thema...in der Faz. 7 Jahre später. Das war heute der Artikel mit den meisten Regungen.
Weil es so parteisch falsch ist, gebe ich alles als zitat wieder.

https://www.faz.net/aktuell/technik-mot ... 00946.html

ELEKTROAUTO IM WINTER :
Kalt erwischt
EIN KOMMENTAR VON HOLGER APPEL -AKTUALISIERT AM 16.12.2020-08:36
Mit dem Elektroauto im Winter? Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Da sollten auch die Autolobbyisten vom VDA seriös bleiben.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz, weiß jeder Fußballer. Testet mal ein Elektroauto in diesen kalten Tagen, bittet uns ein Kollege. Aber gern. Wie wir lesen, ist mittlerweile sogar der sich nach Anerkennung sehnende Verband der Automobilindustrie der Meinung, Elektroautos seien nicht nur der richtige Weg in die Zukunft, sondern funktionierten schon heute wunderbar. Der Verband bemüht Joko Winterscheidt, der gesagt haben soll, man müsse sich inzwischen auf der Toilette beeilen, wenn man sein Gefährt lade.

Der Moderator ist Autofan mit Humor, und so wissen wir nicht um den Zusammenhang. Die Interessenvertretung der Autoindustrie jedenfalls sollte auf seriösem Boden stehen. Also los bei 4 Grad Außentemperatur mit einem kompakten Elektroauto neuester Generation zu einem 40 Kilometer entfernten Termin. Davon zwei Drittel Autobahn, die wir mit Tacho 140 km/h befahren. Am Ziel sind laut Anzeige 120 Kilometer Reichweite verbraucht. Der Wagen saugt bei diesem Tempo also das Dreifache aus dem Akku. Seine Reichweite sinkt so auf rund 100 Kilometer. Lädt er wenigstens binnen eines Toilettengangs? Am Schnelllader fließen nur 38 kW in der Spitze.

Wir hocken eineinhalb Stunden an der Ladesäule. Wer bei der Realität bleibt, weiß: Kalte Tage sind Gift fürs Elektroauto. Mehr als 110 km/h auch. Es lädt nie so flink wie im Prospekt versprochen. Es taugt eigentlich nur als Zweitwagen für die Stadt. Dafür sind mindestens 35.000 Euro auszugeben. Der Zuwachs der Zulassungszahlen gelingt logischerweise nur mit Subvention. All das muss nicht so bleiben, die Technik macht Fortschritte. Aber Stand heute sollte den Menschen nichts vorgegaukelt werden. Die Wende wird politisch erzwungen, Vorteile in der Nutzung sind bis auf lokale Emissionsfreiheit, Geräusch und Drehmoment bislang nicht erkennbar.
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Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

tm7
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Es ist ja nicht falsch, was dort steht. Aber richtig halt auch nicht.

Mich wundert noch immer, warum Tesla als Langstreckenauto klaglos akzeptiert wurde, andere Autos aber nicht. Der Grund liegt offenbar darin, dass Tesla nie etwas anderes vorhatte, als einen umweltfreundlichen Ersatz für die Verbrennertechnologie auf den Markt zu bringen. Somit gab es nie den Gedanken, dass die Teslas nicht alltagstauglich wären.

Alle anderen haben lange Zeit Kompromisse produziert. Und das wirkt noch immer nach. Und die Medien greifen diese Gedanken halt auf. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das aufhört.
28er Ioniq in mausgrau, staubgrau, aschgrau, bleigrau, zementgrau, ... Bj. 5/2017, seit 31.1.2019
https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 09227.html

Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

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Mich wundert noch immer, warum Tesla als Langstreckenauto klaglos akzeptiert wurde, andere Autos aber nicht.
Ich denke, dass hängt mit der Ladeinfrastruktur und der astreinen Integration der SuC ins Navi zusammen plus laufender Aktualisierung des Ankunfts-SoC. Das sind auf der Langstrecke entscheidende Dinge, die viele Hersteller heute noch nicht auf die Reihe bekommen.
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
Tesla M3 SR+ seit 3.2020 /Hyundai Kona 64kWh seit 10.2020

Re: So kalt erwischt der Winter die Elektroautos

kutscher_tom
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Mei, was alle immer testen und meinen zu wissen....... Meine eigene Erfahrung sagt: ZOE fahren ist praktischer, besser und günstiger als Golf fahren.
Ja, die Reichweite ist im Winter geringer. Bei mir 200km statt im Sommer 300km. Aber damit kann ich gut leben. In jetzt genau 1,5 Jahren hat die ZOE 42 Mm auf dem Tacho und ich hab in dieser Zeit 100 Euo für Strom und nochmal 150 für Service ausgegeben. Rechne ich meinen Stundenlohn und die Zeitersparnis fürs tanken fahren noch dazu, macht die ZOE gegenüber dem Golf sogar noch gewinn.
Zoe Phase 1 R110 EZ 6/2019
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