Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Rita hat geschrieben:[wenn ich mir die vielen Idioten auf der Straße angucke....ist der schlechteste Computer deutlich intelligenter als 90% der Fahrer
Dass der Computer-Fahrer irgendwie "intelligenter" ist als ein menschlicher Fahrer, ist eine reine Behauptung, die nicht zu belegen ist, da es nicht ein einziges vollautonomes Auto auf den Straßen gibt.

Selbst bei den "vielen Idioten" gibt es z.B. in Deutschland trotzdem gerade mal 1 Verkehrstoten auf 290 Mio PKW-Kilometer. Und 3/4 davon sind Insassen von Kraftfahrzeugen. D.h., bevor die durchschnittlichen "vielen Idioten" einen Fußgänger oder Radfahrer totfahren, werden ca. 1 Milliarde PKW-Kilometer zurückgelegt.

Offensichtlich können nicht einmal die einfachsten alltäglichen Verkehrssituationen vom "Computer" zuverlässig genug erkannt werden (einen totgefahrenen schwächeren Verkehrsteilnehmer darf es nicht auf 10.000 Kilometern, sondern frühestens auf 2 Milliarden PKW-Kilometern geben), denn sonst bräuchte es nicht alle paar Dutzend oder tausend Auto-Meilen Eingriffe durch die "Sicherheitsfahrer" bei Uber, Waymo & Co.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Hier ein weiteres Beispiel zur Unfallvermeidung durch Technik (Ultraschallsensoren).

Auslöser: Funktionsausfall Mensch. (Shit happens.)


Am 24.04.2018 veröffentlicht
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Stopp! Ein Blatt! - Wie wenig selbstständig autonome Busse noch sind:
https://www.heise.de/ct/ausgabe/2018-10 ... 31063.html

Laut c't-Recherchen in Berlin, Bad Birnbach und Las Vegas ist keine der Strecken länger als 1,5 Kilometer und die Fahrtgeschwindigkeit nie höher als 15 km/h. Es muss immer eine Begleitperson im Bus sitzen, die manuell Hindernisse umfährt oder nach einem Stopp die Fahrt wieder freigibt.

Probleme gibt es mit der LIDAR-Ausstattung bei starkem Regen. Weil die Systeme manchmal große Tropfen als Objekte erkennen, müssen die Busse bei allzu schlechtem Wetter den Betrieb einstellen; also dummerweise dann, wenn man sie am nötigsten braucht.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

Helfried
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In manchen Städten pinseln sie noch gelbe Leitlinien auf die Straße, an denen sich der Bus orientieren soll.
Alter, das ist die gleiche Technik, mit der ich als Kind Lego-Fahrroboter nachgebaut hab. :)

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Ja, LIDAR ist auch im normalen Gebrauch ein Problemfall. Und deshalb kommt es z.B. bei Tesla *nicht* zum Einsatz :D

"Just to make it clear, lidar essentially is active photon generator in the visible spectrum – radar is active photon generation in essentially the radio spectrum. But lidar doesn’t penetrate intrusions so it does not penetrate rain, fog, dust and snow, whereas a radar does. Radar also bounces and lidar doesn’t bounce very well. You can’t do the “look in front of the car in front of you” thing. So I think the obvious thing is to use radar and not use lidar." (Elon Musk)

Deshalb setzt Tesla auf Ultraschall, Kamera und Radar.
Es hängt (bei Tesla), denke ich, alles von computer vision ab. CV macht den Weg frei für L4, L5. Wann steht in den Sternen.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Ich glaube, wie gesagt, auch nicht, dass Lidar die Lösung ist. Prinzipiell ist es eine gute Idee, aber es durchdringt weder Regen noch Nebel, noch ist es vor Interferenzstörungen gefeit. Außerdem ist die erzielbare Reichweite überraschend niedrig.

Bei Radar ist hingegen das Problem, dass sich die Strahlung anders verhält als das menschliche Gehirn es sich vorstellt. Man kann sich das nicht wie ein Bild vorstellen, was da entsteht. Ein winziger Gegenstand kann im Radarbild riesig erscheinen, wenn er die Wellen entsprechend reflektiert.

Daher halte ich den Ansatz von Tesla für nicht schlecht, jedoch ausbaufähig: Ein optisches System, welches die Umgebung mit Kameras abtastet, Radar zur zusätzlichen Entfernungsmessung und als Plausibilitätsprüfung, sowie Ultraschall für den Nahbereich um das Fahrzeug herum.

Allerdings ließe sich das System sicher noch verbessern, wenn auch hinten und zu den Seiten Radar als Backup angebracht wurde. Insbesondere auch nach schräg vorne, um Querverkehr besser zu erkennen. Womöglich wäre sogar ein Schwenkradar sinnvoll, welches auf durch die Kameras als Gefahrenquelle identifizierten Stellen fokusiert werden kann. Desweiteren wird man wohl noch zusätzliche Kameras in anderen Lichtspektren (z.B. IR) benötigen, um auch bei Neben fahren zu können.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

Mei
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AndreR hat geschrieben:.... um auch bei Neben fahren zu können.
was ist bei frisch vollständig mit Schnee bedeckter Fahrbahn wo auch die Leitpfosten komplet eingeschneit sind?

Bleibt der Tesls stehn?

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Habe ich nicht ausprobiert. Wird derzeit aber wohl so sein.

Was macht der Mensch? Erfahrungsgemäß geht es mit 20–30 Sachen auf Sicht in der Kolonne voran. Die Meisten fahren bei solchen Konstellationen übervorsichtig.

Und was kann das autonome Auto tun? Das gleiche, wie der Mensch: Entweder auf die Erfahrung verlassen oder sich langsam „auf Sicht“ vorantasten. Die Kameras sehen das gleiche, wie das Auge. Warum sollte so ein Auto dann trotzdem schlechter fahren als der menschliche Fahrer?
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

Mei
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AndreR hat geschrieben:.... Entweder auf die Erfahrung verlassen ...
Da haben wir es ja.
Für Erfahrung muss Intelligenz vorhanden sein.
Was es bisher gibt, sind programmierte Abläufe.

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

Helfried
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AndreR hat geschrieben: Warum sollte so ein Auto dann trotzdem schlechter fahren als der menschliche Fahrer?
Die Software möchte ich sehen, die eine Schneefahrbahn ohne Begrenzungsstangen erkennen kann. Das hat nichts mit "einfach bloß langsamer fahren" zu tun!
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