Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

Helfried
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tomas-b hat geschrieben:da GPS an sich (mangels Genauigkeit) nur zur groben Orientierung dienen kann.
Es gibt ja jetzt Galileo, das ist (zumindest gegen Geld) hochgenau. Auch gibt es hochgenaue GPS-Geräte, die könnten aber eventuell noch zu teuer sein für Autos. Zusammen mit den Sensoren des Autos und Galileo/Glonass/GPS ist die Position schon sehr präzise feststellbar.

Dennoch geht es ohne KI nicht, da Hindernisse und Gefahren aller Art nicht einfach so stur programmierbar sind. Und deswegen dauert es auch noch 30 Jahre.
Man muss den Herstellern schon eine fünfmal so lange Zeit zugestehen wie sie gebraucht haben, einer weißen Linie auf der Autobahn zu folgen. :lol:
Manche schaffen es ja nicht einmal, einen Akku lautlos zu laden. Aber das ist ein anderes Thema.
Zuletzt geändert von Helfried am So 25. Mär 2018, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

150kW
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tomas-b hat geschrieben:Also, wie gesagt, keine hochentwickelte KI sondern ausschließlich eine extrem breite Datengrundlage ist notwendig, um das System sicher zu bekommen. Natürlich mit entsprechenden lernfähigen Grundroutinen...
Da unterschlägst du das man nicht nur von A nach B kommen muss, sondern auch mit der Umwelt interagieren muss.

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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tomas-b hat geschrieben:Also, wie gesagt, keine hochentwickelte KI sondern ausschließlich eine extrem breite Datengrundlage ist notwendig, um das System sicher zu bekommen.
Wie bitte? In der Stadt dürfen dann Fußgänger, Radfahrer, unaufmerksame Kinder, nach Belieben überfahren werden? Das wäre geisteskrank bzw. der absolute Auto-Faschismus.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Hier nochmal zu dem auf dem ersten Blick höchst verwunderlichen Aspekt, dass die Mainstreammedien weiterhin das von Uber gelieferte dunkle Dashcam-Video für bare Münze nehmen und daraus ableiten, dass sich die Sichtbedingungen auch für einen menschlichen Fahrer so dargestellt hätten - um eilig die Uber-Katastrophe als "unvermeidbar" zu relativieren.

Daher hier mal der Versuch einer "Sicherheitskopie" eines Diskussionsthreads auf https://tech.slashdot.org/story/18/03/2 ... zona-crash bevor das wieder "verschwindet"
techslashdot.png
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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drilling hat geschrieben: ...indem sie die Umgebung mit den eigenen Sensoren ausmessen und dann mit den Daten der hochdetaillierten Karten vergleichen.
Das alleine reicht halt nicht immer aus. Die Gefahrensituationen entstehen meist an den Stellen, die auch durch die hochpräzisen Karten nicht immer erkennbar sind. Da ist das autonome Fahrzeug halt auf zusätzlichen Input angewiesen, weil es nur auf Basis der vorhandenen (eigenen) Daten entweder nicht rechtzeitig vorgewarnt und somit zu spät reagiert oder halt grundsätzlich die falsche Entscheidung trifft.
Diese Karten sind natürlich trotzdem nötig. Einerseits, damit alle beteiligten Sensoren ihre Daten auch immer auf denselben geografischen Punkt beziehen und somit alle an der Kommunikation beteiligten Fahrzeuge quasi vom Selben Ereignis sprechen, wenn sich eine Gefahrenstelle anbahnen könnte.
Kia Soul EV mit Komfort-Paket (12/2016)

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Uber halt.

Die richtige Konkurrenz, sprich Google bzw. Waymo kann es halt tausendfach besser.

Und natürlich sind die Systeme auf Redundanz ausgelegt und sind nicht nur auf GPS angewiesen. Mittels der 360° Kamera wird die Umgebung in eine künstliche 3D Welt simuliert.
Und nur zur Erkennung und Steuerung von Objekten braucht es vielmehr als nur Daten, da braucht es hochkomplexe Algorithmen, basierend auf selbst Lernenden Systemen. Google ist da Vorreiter und wird eines Tages, nein, sehr bald, unaufhaltsam mit dem Fortschritt der künstlichen Intelligenz sein.
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Zu dem Uber-Unfall - für Interessierte! Die Polizei, das NTSB and das National Highway Safety Administration haben den Unfall am Donnerstag nachgestellt.

Es handelt sich um das original Volvo Unfallfahrzeug. Es wurde mehrmals auf 61 km/h beschleunigt. Man beachte die einwandfreie Ausleuchtung der Straße (genauer: Mill Ave Richtungsfahrbahn Norden) durch das Abblendlicht des Volvos sowie die durch die Straßenlaternen in nah und fern illuminierte Fahrbahn. Zu beachten ist, dass es für einen Fahrer der rechten Spur keine Blendung durch die Scheinwerfer des Gegenverkehrs von der westlich gelegenen, separierten Richtungsfahrbahn gibt (dieser Effekt im Bild rührt von der Kameraposition des Reporters, der wohl nicht auf den abgesperrten Gehweg rechts durfte).

Der Bremsvorgang erfolgt kurz nach Passieren des oben blauen/unten weißen "Vorsicht Radfahrer"-Schilds (im Frame sieht man es direkt über dem Auto). Das Einleiten des Bremsvorgangs ist im Video erkennbar an den Bremslichtern. Das Fahrzeug kommt noch vor dem weißen Schild zum Stillstand.
NUber.jpg
http://www.azfamily.com/story/37791825/ ... g-uber-car

Der tatsächliche Crash ist ca. 20-25 Meter hinter dem weißen Schild erfolgt.

Man beachte nun den Frame aus dem Uber-Video aus etwa der gleichen Höhe wie das Bild oben. Vom "Achtung Radfahrer" Schild ist nur noch ganz verwaschen der untere weiße Bereich zu sehen. Hier wurde alles abgedunkelt was nicht gezeigt werden sollte.
UberA.jpg
Beim Schwarzziehen ihrer Video-Frames hat sich Uber anscheinend von einschlägigen Hollywood-Horrorfilmen inspirieren lassen:
Insidious.jpg
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

Kermit
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Ein Armutszeugniss für das Uber.

Uber wird sich aber sicher rechtlich abgesichert haben. So richtig in der Scheisse sitzt die Fahrerin, die garantiert einen Schuhkarton voll Dokumente unterschrieben hat bevor Sie in das Auto gestiegen ist.

Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Nicht nur für Uber.

azcentral.com: "Tempe police chief Moir shouldn't have said Uber crash was 'unavoidable'"
Moir’s comments surely gave Uber, and maybe the City Council that welcomed the driverless cars with much fanfare, a good feeling after the person charged with investigating the homicide said what she said.

What happened was a homicide, and the matter should be treated with the utmost care, objectivity and professionalism.

Moir should remain 100 percent objective in her comments and decisions until all of the facts are in. And in this case, that might include facts from the ongoing investigation being conducted by the National Transportation Safety Board and the Maricopa County Attorney’s Office.

Tempe's police information officer [Sgt. Ronald Elcock] was doing an excellent job of fielding questions from global media outlets. There was no need for the police chief to step into the limelight.


https://www.azcentral.com/story/opinion ... 454237002/
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Re: Autonomes Fahren endet wieder mal tödlich

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Mein Fazit:
- Entweder war das Auto viel zu schnell für den Lichtkegel
- Oder der Lichtkegel war viel zu kurz für das Tempo
o Und das Lidar(?) hat versagt
o Und die sonstige Objekterkennung hat versagt
o Und die Sicherheitsfahrerin hat versagt (die sicher nicht mehr gut schlafen kann)

Das Schild „Achtung, Radler“, an dem sich Einige aufgehängt haben, ist m.E. völlig irrelevant, es können auch ohne solche Schilder Radler auf der Fahrbahn sein. Oder sonstige Gegenstände/Personen.

Die Einschätzung der Polizei, ein Mensch hätte diesen Unfall auch nicht verhindern können, teile ich – jedenfalls aufgrund der mir bekannten Versionen des Videos – überhaupt nicht.

BTW: Wem es nicht auffiel, "homicide" ist sowohl Mord als auch Totschlag.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard
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