Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Das ist eine reine Optimierungsaufgabe. Entweder ALLE Busse mit einer doppelten Batterie ausstatten oder viele Zwischenstationen mit induktiver Ladeplatte oder Oberleitung. Je nach dem wie viel Busse angeschafft werden rechnet sich der deutsche Bus mit vielen Ladestellen, bei nur wenigen Busse am Tag rechnet sich aber eher der große Akku. Daher wäre es notwendig die Auswahl zu haben um die Strecke zu optimieren.

PS: Für die Wiener Linien gilt, die Reichweite zwischen den Endstationen mit Schnellladung darf nur ein viertel der Batteriereichweite sein, um die schnelle Wende nach Stau auf der Strecke durchführen werden kann..
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 110.000 km

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Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Odanez hat geschrieben:Man könnte ja an jeder Haltestelle eine induktive Ladeplatte am Boden anbringen, sodass der Bus bei jedem Halt wieder kurz nachladen kann. Unterm Strich lohnt sich das finanziell aber sicherlich nicht...
Doch lohnt sich ;) und das gibt es auch schon längst.
https://www.rnz.de/nachrichten/mannheim ... 07412.html
Leise, schnell und ohne lange Aufenthalte an den Haltestellen geht die Fahrt vonstatten. Das Aufladen der Batterie geschieht innerhalb einer Minute während des Ein- und Aussteigens an vier extra dafür umgebauten Haltestellen mithilfe der berührungslosen induktiven Ladetechnik sowie an den beiden Endhaltestellen in jeweils vier bis fünf Minuten.
Alle PNs werden ungelesen gelöscht.

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Sowas regt mich auf.
Es gibt haufenweise unterschiedliche technische und organisatorische Lösungen wie man das Ziel erreichen kann und man versteckt sich hinter Ausreden.

Ja. Verkehrsbetriebe sind normalerweise furchtbare Kunden. Das hat man ja an München gesehen, die auch jahrelang gesagt haben E-Busse gehen nicht (weil man sich ja selber anpassen müsste - und das stimmt auch). Und sowas machen die bisher halt ungern. Das ist aber so, als wenn man sagt: Induktionsherd geht nicht, denn ich hab noch zwei alte Töpfe die sind nicht induktionsgeeignet. Stimmt schon irgendwie...

ABER. Wir haben gerade eine Wende im Denken, da es den Druck gibt, dass nun alle etwas tun müssen. Es gab selten so ein Klima, wo man auch grundlegendere Änderungen besser umsetzen könnte. Und die sind möglich. Den Beweis sieht man ja an China. Ggf. kstet das was, aber wir erwarten jetzt, dass der Bürger zig Milliarden ausgeben soll um DIesel Euro x-5 zu ersetzen, man überlegt kostenlosen Nahverkehr, aber bei dem Aufpreis für einen E-Bus bzw. deren Infrastruktur soll es scheitern?

Nur mal so ein paar Gedanken: In Großstädten ist die Taktung am Morgen und am Abend deutlich dichter als Nachts oder Mittags. Demnach stehen immer sehr viele Busse in Reserve. Mit etwas Organisation kann man das also hinbekommen.
In meinem Kaff gibt es so eine dichtere Taktung nicht, aber der Bus fährt eine 20km Strecke in einer dreiviertel Stunde und hat einen Planstop von je einer Viertel Stunde an den Endhaltestellen (Mittags gibt es eine größere Pause). Wenn man die Pausen an den Endhaltestellen auf 20/10 asymetrisch ändert, könnten die Busse jeweils 20 min nachladen. Das müssen sie nichtmals jedes mal tun. Dieses an den Endhaltestellen (und das ggf nur im Winter) nachladen kann man immer einplanen - man muss eben ggf. den Fahrplan anpassen. Die Busse warten bei verkehrsarmen Zeiten sowieso länger an den Haltestellen, da sie den "Berufsverkehrspuffer" nicht brauchen.

Als nächstes gibt es die möglichkeit Induktiv, oder per Oberleitung an den Haltestellen zwischen zu laden. Es gäbe die Möglichkeit einen kleinen Dieselgenerator (10kW) - oder besser eine kleine Methanolbrennstoffzelle für den Winter/Hochsommer einzubauen. Oder einfach optional einen Akku der groß genug ist - auch wenn es teurer ist.

Also - alles blöde Ausreden
Zuletzt geändert von Super-E am Di 6. Mär 2018, 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
05!/2021 VW ID.3 Pro Business: als Firmenwagen bestellt - für Kurz und Mittelstrecken

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

emobicon
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Schüddi hat geschrieben:Ein Linienbus hat eben eine durchschnittliche tägliche KM Strecke von 250-400km zu bewältigen oder ca. 900.000km in der durchschnittlichen Haltedauer von 14 Jahren.
Nicht verwunderlich also, das selbst Daimler von 150km SOMMERREICJWEITE für den Alltag nicht überzeugt ist. Wie lange braucht so ein Bus um zu laden. Ich denke wir reden hier von keinem kleinen PKW Akku. Muss der Bus dann zurück ins HQ?

Ich bin selbst sehr Elektroinfiziert. Aber stand HEUTE ist es eben nicht so einfach umgesetzt wie sich das viele hier wünschen. Worte sind leicht gesagt aber taten sich schwer gemacht. Vielleicht mal ein wenig weiter uns konstruktiver denken als nur Parolen zu schwingen. Auch wirtschaftlich muss das machbar sein.
Wir arbeiten für ein Thüringer Nahverkehrsunternehmen an einem Busprojekt.
Es sieht erstmal kompliziert aus - ist es aber weniger wenn man weiss von was man spricht.
So haben wir verschiedene Szenarien erarbeitet und können praktisch auf jede Situation reagieren.
Jeder Bus fährt zur Endhaltestelle. Je nach Modell per Ladebrücke andocken bevor es weiter geht.
2. Sicherheit war eine Ladebrücke am Busbahnhof. Auch das funktioniert.
Damit das Netz bei 300 kwh Ladeleistung nicht in die Knie geht haben wir Pufferspeicher in der Planung - das heisst: Es steht von der ersten Sekunde volle Leistung zur Verfügung, abgefedert durch den Speicher.
Die Fahrpläne mussten in einem Fall leicht korrigiert werden. Sonst ist alles recht normal.
Nacht läd man im Depot - auch das ist durch eine PV und Speicherlösung gut im Plan.
Die ersten Testmodule sind installiert, der erste Testbus rollt seit 3 Wochen und trotz Minusgraden keine feststellbaren Probleme.
Das ist für uns ein Mamutprojekt, aber es lohnt sich.
Wir konnten beweisen das es dort geht.

Ich denke, nicht in jedem Fall realisierbar aber an viel mehr Strecken und Orten möglich, als man denkt

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

Robert28
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oh Mann! Sind die verzweifelt!

https://www.springerprofessional.de/fah ... g/15496124
Der VDA-Kongress im Schatten von Leipzig
...
Doch Bomba richtete auch mahnende Worte an die Industrievertreter. Kürzlich habe er ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Lima in Peru gehabt. Der möchte seine Busflotte durch 5500 Elektrobusse inklusive Ladeinfrastruktur austauschen. Erfreut sei er zurückgeflogen. "Die Antworten der deutschen OEMs haben mich dann nachdenklich gestimmt. Ob es nicht auch Dieselbusse sein dürften, man wäre erst 2021 so weit". Nun, dieser Milliardenauftrag, über 33 Lose und mehrere Jahre gesteckt, werde nun nicht nach Deutschland gehen.

Noch ein Zitat: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."
1995-1998 MiniEL City
ab 2016 Peugeot iOn

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Schüddi hat geschrieben:Ein Linienbus hat eben eine durchschnittliche tägliche KM Strecke von 250-400km zu bewältigen oder ca. 900.000km in der durchschnittlichen Haltedauer von 14 Jahren.
Den Tatsachen gleich viel näher kommen die Statistiken aus dem VAG Nürnberg-Quiz:

Q: Während seiner Nutzungsdauer legt ein VAG-Bus durchschnittlich 720.000 Kilometer zurück. Das entspricht einer Fahrt zum Mond und zurück. Wie lange wird ein solcher Bus im Durchschnitt eingesetzt? (richtige) Antwort: 13 Jahre

Nur Mo-Sa berücksichtigt (weil So. weniger Fahrten anstehen bzw. der Bus zur Wartung eingerückt bleibt), sind das 177 Kilometer täglich. Und dabei bedienen die VAG-Busse teilweise sogar stadtübergreifende Linien.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Robert28 hat geschrieben:"Die Antworten der deutschen OEMs haben mich dann nachdenklich gestimmt. Ob es nicht auch Dieselbusse sein dürften, man wäre erst 2021 so weit". Nun, dieser Milliardenauftrag, über 33 Lose und mehrere Jahre gesteckt, werde nun nicht nach Deutschland gehen.
Dazu verweise ich höflichst auf meine Signatur.
eMobilität: Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe
eFahrzeuge: Zoe Intens perlweiß 125.000km; Zoe Limited Titanium 1.000km

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

zitic
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Ja, die meisten Busse im Stadtverkehr reißen nicht so viele km ab. Wenn die km nicht reichen sollten, läd man halt nach. In den allermeisten Fällen ist da sogar das Schnellladen an den Zwischenladestationen nicht nötig. emobicon kam ja schon auf die Endhaltestellen. Da steht der Bus in der Regel eine Zeit, sodass die einfache Variante mit Stecker sogar problemlos möglich ist und Stromabnehmer oder Induktion gar nicht nötig sind. Für die wenigen km pro Einzelstrecke wird dann nachgeladen.

Das weiß Daimler auch. Die wollen auch ihren Teil des Kuchens. Das Know-How hat man ja. Die Hybride fahren dieselelektrisch/seriell/REX. Der F-Cell läuft auch schon ewig im Betrieb, was ja letztlich auch nur ein Rex ist. Über Accumotive weiß man auch wie man Akkus baut. Darum weiß man eigentlich auch, dass die Reichweite, wie oben beschrieben, für die Ausschreibungen reicht. Die Konkurrenz von Solaris, VDL, Volvo und Co. packt da auch nicht mehr kWh hinein.

Entsprechend ärgerlich sind solche Kommentare. Natürlich wird es einzelne Szenarien geben, wo es mal nicht reicht. Aber die weite Mehrheit hat man damit schon abgedeckt. Und für die anderen gibt es dann entsprechende Lösungen(mehr Akku, andere Ladekonzepte). Zum Glück lässt sich der E-Bus dadurch nicht mehr aufhalten. Da scheint man ja schon deutlich weiter als im Automarkt. Ist halt alles gut kalkulierbar.

Re: Daimler nutzt eigene E-Bus-Premiere für Diesel-Werbung

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Mehrere Busse namens Emil fahren schon lange Zeit durch Braunschweig. Das ist also technisch in der Praxis schon lange geklärt. Das Daimler jetzt hinterher hinkt ist klar. Da versucht man die Kunden jetzt zu vertrösten.

In Hamburg wird zur Zeit auch ein neues Busdepot errichtet. Wesentliche Komponente ist dabei ein kräftiger Stromanschluß. Der ist sicher nicht für die Beleuchtung gedacht. ;)
Gruß Ingo
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