Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwirft

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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Schneemann hat geschrieben:Und ich sage es jetzt mal ganz böse: wenn bei einem Terroranschlag oder sonstigem Unglück mehrere Menschen sterben, quillt Facebook über vor Betroffenheit. Aber die zig Toten aufgrund von Feinstaub, Lärm und ähnlichem interessieren keinen. Die sind ja hübsch verteilt und die Ursache ist ja eh nicht erwiesen.
Korrekt. Da höngt ja dann kein zettel dran "Gestorben durch Dieselmotroen der Marken X,Y,Z"

Die unbeschränkte Geschwindigkeit auf der Autobahn ist ausser bei Tesla Aktuell aber eh noch kein Thema, da man ja selbst die 130 Km/h für viele Fahrzeuge nicht sinnvoll als Reisgeschwindigkeit nutzen kann. Der IONIQ ist da eine löbliche Ausnahme, aber der Akku noch etwas klein für die Masse.

Aktuell muss man ja auch noch nicht die Menschen begeistern, die 800 km mit 200 km/h fahren möchten.
Es gibt ja genug Fahrzeuge die nie weiter als 200km vom Wohnsitz des Halters entfernt gesehen wurden :lol:

Die Anschaffungskosten sind wohl der größe Hinderungsgrund, der sich nich so schnell beseitigen läßt.
Bei gleichen Anschaffungskosten würde doch niemand im gewerblichen Bereich noch Verbrenner kaufen, wenn die tägliche Fahrstrecke 50km nicht übersteigt.
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Nordstromer
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Langsam aber stetig hat geschrieben:Ich war etwas desillusioniert, als ich mit Freunden über E-Autos gesprochen habe (die Elektroautos gut finden, aber eigentlich nichts wissen). Da ich sie nicht verschrecken wollte, habe ich erklärt, wie gut man mit einem Tesla Model S 100D schon fahren kann und man keine Abstriche machen muss (sichere 300 km bei 150 km/h, schnelle Ladungen).

Antwort: Gut, dann müssen wir noch etwas warten, da wir regelmäßig 800 km fahren bei Tempo 200 und mit nur einer Pause.

Ich frage mich, ob die unbeschränkte Geschwindigkeit auf der Autobahn in Deutschland nicht doch ein größeres Hemmnis ist. Wenn meine Freunde nur 130 fahren könnten, würden sie wahrscheinlich zwei Pausen machen. Und schon könnte ein Tesla ohne Einschränkungen mithalten.
Das ist sicher nicht so. Ich kenne niemanden der 800km am Stück mit 200km/h fährt. Der würde das einstellen wenn er realisiert wie oft er tankt. Auf unserer viel befahrenen Route sind alle mit maximal 40km/h im Schnitt unterwegs und manche weniger als die 60km die wir zurücklegen.
Meine Erfahrung war bisher immer das der Preis zur Zurückhaltung geführt hat.
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Grüße aus dem DC-Paradies HH&Umland :D P.S. 3 Phasen werden überbewertet und verschwinden konsequenterweise bereits aus dem BEV :D

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Tengri_Lethos hat geschrieben:>>es gibt noch Punkt 5) Die Anforderungen sind einfach noch zu hoch an die E-Autos als Alleinauto; als Zweitwagen alles kein Problem mehr!
Das hatte ich eigentlich mit den 10% ausdrücken wollen. Das sind diejenigen mit idealen Voraussetzungen. Steckdose zu Hause, überwiegend Fahrten innerhalb der einfachen Reichweite und eine AHK wird auch nicht benötigt.

Punkt 5 trifft auf diese 10% nicht zu, sondern nur auf die anderen 90%. ;)
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Nordstromer hat geschrieben:Das ist sicher nicht so. Ich kenne niemanden der 800km am Stück mit 200km/h fährt. Der würde das einstellen wenn er realisiert wie oft er tankt.
Na, dann nimm mich mal in Deine Liste auf - einen kennst Du jetzt. Ich tanke da nach ca. 650 Kilometern etwa 75 Liter Diesel. ;-)

Mit Tempomat 190 (statt 220) reicht es, wenn ich am Zielort tanke. Und ja, zeitlich macht es keinen Unterschied, aber ich fahre gern schnell. Und ja, auch ich bin mittlerweile soweit, dass ich ein Tempolimit akzeptieren und irgendwie auch gutheissen würde. Aber ich würde es nicht aktiv fordern.
Schneemann hat geschrieben:Grundsätzlich und in den meisten Bereichen des Lebens gebe ich dir da recht. Aber die eigene Freiheit hört nunmal da auf, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird. Und da muss man dann einen Kompromiss finden.
Schneemann hat geschrieben:Einfaches Beispiel: Wenn ich gerade jetzt im Winter mit dem Rad zur Arbeit fahre und an einer vielbefahrenen Kreuzung bei Rot stehe, atme ich all die Abgase ...
Hmmm... Aber warum erwartest Du jetzt, dass die Freiheit der Mehrheit für die Freiheit der Minderheit eingeschränkt wird? Und ja, die Frage ist rhetorisch. ;-)
PowerTower hat geschrieben:2) Man schätzt sein eigenes Fahrprofil falsch ein und denkt, dass ein Elektroauto den Anforderungen nicht gewachsen ist.
Das ist ein wichtiger Punkt. Dank Fahrtenbuch weiß ich z.B., dass mir zu 99% eine tägliche Reichweite von 186 km reicht. Aus dem Bauch raus habe ich vor ziemlich genau einem Jahr gesagt, dass es mindestens 400 km sein müssen.
PowerTower hat geschrieben:4) Der Anschaffungspreis ist zu hoch.
Hier kann ich vom Ioniq sagen, dass ab einer Jahresfahrleistung von 25 kkm der Electric die günstigere Wahl ist. Darunter wäre rein finanziell der Hybrid die Anschaffung der Wahl.
IONIQ electric Premium Phantom Black seit 18.05.2017. Bestellt am 18.01.2017 (Sangl #94).
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Rudi L
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Schnell fahren und Elektroauto geht noch lange nicht. Wenn wir den Masstab anlegen können wir es gleich vergessen :)

Die K.O. Kriterien sind ja der Preis, Reichweite und die Ladedauer. Ich schätze wenn es ein elektrisches Mittelklasseauto gibt mit dem ich bei 130-150km/h eine reale Reichweite von mind 300km, auch im Winter, habe erreiche ich die meisten Autofahrer. Wenn der Preis sich im Bereich der heutigen Mittelklasse bewegt habe ich einen adäquaten Konkurrenten.

Mir fällt da spontan der Model S mit der 100kWh Batterie ein. Der trifft bis auf den Preis all diese Kriterien.

Jetzt machen wir das bisschen kleiner auf 60kWh dann landen wir beim Ampera-e. Ob der die Reichweite bei dem o.g. Tempo noch hat zweifle ich an. Beim Preis liegt dieser Minivan allerdings für das Gebotene sehr hoch.

Meine Schlussfolgerung, solange die Akkus nicht leistungsfähiger werden und gleichzeitig deutlich billiger bleibt das BEV eine Randerscheinung.

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Rudi L hat geschrieben:Jetzt machen wir das bisschen kleiner auf 60kWh dann landen wir beim Ampera-e. Ob der die Reichweite bei dem o.g. Tempo noch hat zweifle ich an. Beim Preis liegt dieser Minivan allerdings für das Gebotene sehr hoch.
Und ist dabei noch nicht einmal rentabel :twisted:

Ampera-e würde ich noch nicht mal als Mini-Va einstufen. Ist etwas größer als der kleinwagen ZOE.

Wenn man in den IONIQ den Akku verdoppelt (und auch die Ladeleistung), dürfte das für viele schon recht gut passen.
Da schafft man 300km Autobahn im Winter und mit der ~150 KW Ladung dauert der Stopp für weitere sichere 250 km dann nur 20 min
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Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

Rudi L
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Vermutlich kostet der Ioniq dann nahezu das doppelte. Aber Du hast recht, abgesehen davon kommt der dem beschriebenen Ideal näher.

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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eDEVIL hat geschrieben:Wenn man in den IONIQ den Akku verdoppelt (und auch die Ladeleistung), dürfte das für viele schon recht gut passen.
Da schafft man 300km Autobahn im Winter und mit der ~150 KW Ladung dauert der Stopp für weitere sichere 250 km dann nur 20 min
Ich würde den auch mit der heutigen Ladeleistung und doppeltem Akku als Erstwagen nehmen (wenn sie am Kofferraum noch was machen und eine AHK und Dachgepäck zulassen würden).
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

nr.21
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noch mal zu Power Towers sehr gelungener Zusammenfassung:
zu Punkt 3: die größte Beeinflussung geschieht meiner Meinung nach durch die sich ständig widersprechenden Berichte in den Medien. Hier im Forum wurden ja verschiedene Beispiele genannt. Die neueste Taktik der Besitzstandswahrer scheint folgende zu sein:
Man beruft sich auf eine Studie, auf die sogar verlinkt wird, und liefert eine Zusammenfassung mit griffiger Überschrift, die die Kernaussagen der Studie völlig verzerrt oder sogar ins Gegenteil verdreht. Da die verlinkten Studien wissenschaftlichen Ansprüchen genügen müssen und in der Regel auf englisch sind, kann man darauf vertrauen, dass sich kaum jemand die Mühe macht die selber zu lesen. Mit dieser Strategie kann man Seriosität vorgaukeln und diejenigen, die den Betrug am Leser mühsam widerlegen, im Schwall der Kommentare -Marke "seht ihr, ich hab´s ja schon immer gewusst"- sang-und klanglos untergehen lassen

Re: Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwi

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Karlsson hat geschrieben:
eDEVIL hat geschrieben:Wenn man in den IONIQ den Akku verdoppelt (und auch die Ladeleistung), dürfte das für viele schon recht gut passen.
Da schafft man 300km Autobahn im Winter und mit der ~150 KW Ladung dauert der Stopp für weitere sichere 250 km dann nur 20 min
Ich würde den auch mit der heutigen Ladeleistung und doppeltem Akku als Erstwagen nehmen (wenn sie am Kofferraum noch was machen und eine AHK und Dachgepäck zulassen würden).
So geht es mir mit dem Opel Ampera-e : Bitte doppelte AkkuKapazität, Ladeleistung erstmal egal! Selbst auf den "Langstrecken" (200-400 km) hab AM Ziel genug Zeit zum nachladen (meist sogar mit Schuko ausreichend), nur halt auf Strecke nicht!
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