BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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  • nono
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Bisher habe ich die im Feld befindlichen PHEVs der deutschen Hersteller als Bereicherung der elektrischen Bewegung wahrgenommen. Einzig die Vergabe eines E-Kennzeichens fand ich etwas befremdlich, da der PHEV sicherlich 50-80% der Strecken mit Verbrennungsmotor fährt.

Als wir gestern auf der Rückreise unseres Urlaubs waren (1800 km mit dem i3 quer durch Süddeutschland), habe ich an der Tank&Rast Rhön Ost etwas unglaubliches erlebt.
Auf dem Weg dorthin habe ich einen VW eGolf überholt und dachte mir schon, dass wir den am Triple-Lader wieder sehen werden. Da ich dort mit 70% SOC ankam und etwas Vorsprung hatte, sollte das also passen.
Nun stand am Triple-Lader ein VW Passat PHEV und zog über AC. Störte mich (und den nachfolgenden eGolf) erst mal nicht. Interessehalber habe ich dann nachgesehen, wie schnell der VW Passat PHEV lud und ich war sehr überrascht... 0,9 kW in 17 Minuten. Der Kollege zieht am Triple-Charger mit seinem PHEV leicht über Schuko-Niveau. Respekt.

Zwischenzeitlich kam ein Renault Zoe an (der konnte an AV 43kW laden) und durfte warten. Dann kam ein Mitsubishi-Outlander PHEV und wollte ebenfalls laden. Da ich schon am CCS hing, musste er warten, bis er mit Chademo laden konnte. Dann kam der VW eGolf. Im Gespräch an der Ladesäule kam der VW eGolf Fahrer auf uns zu und fragte, welche Position er in der Warteschlange hätte, denn bis zum nächsten Schnelllader (allego in rund 50km Entfernung) würde er nicht mehr kommen.

Ich teilte ihm mit, dass ich in 3-4 Minuten bei 93% bin, dann würde der Outlander noch schnell seinen PHEV mit Chademo laden, was sehr schnell geht, dann wäre er dran.
Der VW Passat PHEV Fahrer bekam die gesamte Situation und Diskussion voll mit und verabschiedete sich in aller Seelenruhe, zündete sich ein Pfeifchen an und ging spazieren.

Keine Ahnung wie lange der Renault Zoe Fahrer noch warten musste, bis der VW Passat PHEV den Schuko-Missbrauch des Triple-Laders aufgab.

Einige Stunden später in Göttingen hing ein Volvo XC90 am innerstädtischen Triple-Lader und zog analog dem VW Passat PHEV ebenfalls 3.7kW/h.

Ich bin nun wirklich hin und her gerissen. Was bringen die PHEVs wirklich?
Blockieren stundenlang (Schnell-)Lader, nur um einige km elektrisch fahren zu können. Und BEVs, die auf die Ladeinfrastruktur angewiesen sind und nicht Treibstoff alternativ verbrennen können, dürfen sich hinten anstellen.
Wenn schon PHEV, dann mit ordentlichen Ladegeschwindigkeiten (den Outlander mit Chademo als PHEV finde ich schon wieder cool) oder die Säulen für BEV freigeben.
Alles andere ist unanständig.

Meine einzige Hoffnung ist, dass der Markt das Problem sehr schnell regelt. Sobald an den meisten Ladesäule zeitbasierte Tarife fällig werden, sind die meisten PHEVs von den öffentlichen Ladesäulen verschwunden.
17.02.2017 Born Electric BMW i3 94Ah BEV | 72.000 km
14.10.2020: Hyundai Kona EV 64kW, Premium (MY20), Dark Knight | 100 km

Photovoltaik mit einer Nennleistung von 5,650 kWp
Strom für 34.300 km selbst erzeugt

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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Da es sicher eine emotional geladene Diskussion wird, nur soviel von mir, ich durfte mal auf einen Outlander, der am Chademo lud, warten. So richtig schnell geht das auch nicht.
Hätte ich einen Plugin würde ich am Schnelllader, so ich die Situation mitbekomme, für BEV Platz machen.
cu Marco
ab 05/2019 64er e-Soul 8-) 8-)
2015er Kia Soul for sale (beim Händler)

Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Aus diesem Grund sollten neben den Schnellladern auch reine Typ2 Säulen mit 11kW stehen! Wobei natürlich wenn ein zeitabhäniger Tarif an der Säule zu zahlen wäre, sich alles lösen würde.
Mit Plug Ins hatte ich weniger Probleme bisher. Mehr Teslas an kostenlosen 43kW und ein Smart mit Schnarchlader. Immer die gleichen Personen hier im Umkreis. Der Smartfahrer will sich kein Ladekabel kaufen (kostet ja Geld!) und wartet lieber 3h am Tripplelader. Gut, der ist alt und in Pension, aber trotzdem sind die Säulen nicht dafür gedacht.
Evtl. Könnte man dazu auch eine Einstellung an der Säule vornehmen, dass mindestens 22kW geladen werden muss, alles andere wird mit einer Meldung verweigert....
BMW 330e :)

Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

Odanez
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ich verstehe nicht ganz warum der im Passat an der Autobahnraststätte laden wollte - oder wollte der 2 Stunden auf dem Parkplatz verbringen? Soll er doch solange er keinen anderen behindert, ich finde, wenn man a) nicht absolut auf die Ladung angewiesen ist um weiterzukommen und b) man mit viel geringerer Ladeleistung lädt, sollte man sich wenigstens bereit erklären, um den nächsten, der es mit seinem BEV eilig und nötig hat, mal für 15min ranzulassen, um danach wieder selber anzustecken.

Wenn es noch so wenige Ladesäulen gibt, warum macht man die Triplecharger nicht auch mit mehreren 11/22kW Anschlüssen? Das dürfte das Problem lösen, und als einziges Problem das gleichzeitige DC-Laden übrig lassen...
Verkauft: 2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 81%, 86.000km
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
Bestellt: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Hi,

das hört schlagartig auf wenn das Stromverschenken vorbei ist.... es braucht dann keine Ladeedikette mehr. An ENBW Säulen passiert das bestimmt nicht.

VG
Jürgen
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Bitte nicht immer auf die PHEV losgehen, weil das Theme betrifft nicht nur die. Jeder der mit 3,6kW an einem Schnellader steht hat sich vorsichtig zu verhalten. Egal ob i3, eGolf, alte Fahrzeuge oder eben PHEV.

Wenn CCS belegt ist, und ich die Wartezeit mit dem i3 dadurch überbrücke das ich schon mal an die Typ2 gehe bin ich genauso auf dünnem Eis wie die PHEV.

Lösen wird sich dieses Problem leider nur durch Zeittarife und Supportlader wie ELLA das vormacht. Inzwischen gilt: hoffen das alles klappt, weil jeder das Recht für sich beansprucht. Eine Richtlinie bringt nix, weil es inzwischen zu viele ahrzeuge gibt und daher eine Verbreitung unmöglich. Auch gibt es nicht nur gut Menschen, auch Fahrer von EV & Co können Egoisten sein. Ist so.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 100.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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nono hat geschrieben:0,9 kW in 17 Minuten. Der Kollege zieht am Triple-Charger mit seinem PHEV leicht über Schuko-Niveau.
Dann sollte T&R neben der tollen einsamen 30.000 Euro-Säule einfach noch drei Schuko-Dosen für 30 Euro daneben stellen - Problem gelöst. Bis dahin: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Damit in den 30min die man so an einer Autobahnraststädte verbracht werden 1,6kw nachgeladen werden könnnen welche dich 1,20 Euro Kosten (ENBW Tarif Prepaid)?
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Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Odanez hat geschrieben:ich verstehe nicht ganz warum der im Passat an der Autobahnraststätte laden wollte - oder wollte der 2 Stunden auf dem Parkplatz verbringen? Soll er doch solange er keinen anderen behindert, ich finde, wenn man a) nicht absolut auf die Ladung angewiesen ist um weiterzukommen und b) man mit viel geringerer Ladeleistung lädt, sollte man sich wenigstens bereit erklären, um den nächsten, der es mit seinem BEV eilig und nötig hat, mal für 15min ranzulassen, um danach wieder selber anzustecken.

Wenn es noch so wenige Ladesäulen gibt, warum macht man die Triplecharger nicht auch mit mehreren 11/22kW Anschlüssen? Das dürfte das Problem lösen, und als einziges Problem das gleichzeitige DC-Laden übrig lassen...
Man sollte per Software die Schnarchlader an Schnellladern blockieren - fertig
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I3s 94Ah+REX ab Nov'18 -> Ladesäule zu teuer oder kaputt - so what ... :roll:

Re: BEV vs PHEV - Benötigen wir eine Ladeetikette?

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Odanez hat geschrieben:ich verstehe nicht ganz warum der im Passat an der Autobahnraststätte laden wollte - oder wollte der 2 Stunden auf dem Parkplatz verbringen? Soll er doch solange er keinen anderen behindert, ich finde, wenn man a) nicht absolut auf die Ladung angewiesen ist um weiterzukommen und b) man mit viel geringerer Ladeleistung lädt, sollte man sich wenigstens bereit erklären, um den nächsten, der es mit seinem BEV eilig und nötig hat, mal für 15min ranzulassen, um danach wieder selber anzustecken.

Wenn es noch so wenige Ladesäulen gibt, warum macht man die Triplecharger nicht auch mit mehreren 11/22kW Anschlüssen? Das dürfte das Problem lösen, und als einziges Problem das gleichzeitige DC-Laden übrig lassen...
Die PlugIn 3kW Schnelllader werden sich trotzdem den Schnelllader schnappen - weil das Kabel ja schon dran ist, wetten?
Wie ich geschrieben habe - man sollte am Schnelllader die Schnarchlader via Software (mit einem freundlichem Hinweis auf dem LCD) blocken.
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I3s 94Ah+REX ab Nov'18 -> Ladesäule zu teuer oder kaputt - so what ... :roll:
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