Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

gekfsns
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Wer schon Mal gesehen hat wie ein Tanklaster flüssigen Wasserstoff in den Erdtank füllt, kann sich sowas nicht im größeren Umfang vorstellen. Viele der jetzigen Tankstellen hätten gar nicht den Platz, der während dem Vorgang abgesperrt wird.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Vanellus hat geschrieben:Für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff im Elektrolyseverfahren (also aus Wasser) werden 55 kWh elektrische Energie benötigt. https://cleanenergypartnership.de/faq/w ... eicherung/
Damit kann das FCEV 100 km weit fahren.

Mit 55 kWh kann ein BEV rund 300 km weit fahren.

Damit ist über die Sinnhaftigkeit des FCEV alles gesagt.
Um der Wahrheit Genüge zu tun, musst du natürlich die Stromverbräuche für die Herstellung der jeweiligen Fahrzeuge noch berücksichtigen. Außerdem könnte der Wasserstoff in Zukunft ja auch noch effizienter hergestellt werden, wie auch die Akkus.

Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Themse
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Der Trend geht wirklich in Richtung Wasserstoff :-)

Aber nicht für die Mobilität, sondern für die Speicherung
der Solaren Überschüsse aus der eigenen PV in den Winter,

Diese Firma will noch in diesem Jahr entsprechende Geräte liefern:
http://www.homepowersolutions.de/

Wenn die sich etablieren, wirds richtig spannend :thumb:
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Interessantes Projekt. So eine Flaschenbatterie, wie auf der Website zu sehen ist, fasst bei 700Bar ca. 14kg Wasserstoff zu rund 33 kWh je kg H2. Macht also 460 kWh je Flaschenbatterie. Reicht das schon als Saisonalspeicher für ein Haus?
Wichtigster Punkt ist, die unvermeidlichen Wärmeverlusste bei den Wandlungssschritten jeweils sinnvoll zu nutzen. Das funktioniert bei großen zentralen Anlagen zur Wasserstoffspeicherung eher schlecht.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Das reicht wohl eher nicht. Mit E-Auto(s) dazu ganz sicher nicht.
Saisonale Speicher würde ich aber auch eher als beim Netzbetreiber sinnvoll ansehen. Die sollten durch den hohen Umweltnutzen und den Beitrag zur Stabilisierung und Unabhängigkeit auch gefördert werden.
Oder es bräuchte Vergütungsmodelle, die diese Vorteile einpreisen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

motion
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Im Schwerlastverkehr (40t) geht der Trend weltweit in eine Richtung zu LNG.

Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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HPS komprimiert auf bis zu 300bar. Ein so ein 12er Flaschengebinde speichert bis zu rund 350 kWh.
Wenn man wirklich im Winter auch autark sein will sollte man ein eigenes Gaslager beim Haus als Nebengebäude einplanen, wenn man 2 E-Autos im Furhpark hat und mit Strom heizt.

Damit ich komplett übern Winter autark wäre müsste ich 15 solche 12er Stacks aufstellen.

Finds aber super dass es das jetzt endlich zu kaufen gibt. Die Preise mit 55k € ohne Steuer und Montage sind etwas schmalzig aber da darf man hoffen dass das in den Jahren deutlich weniger wird.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Themse
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Ich meine, dass die von einem Jahresstromverbrauch von 4.000 kWh ausgehen.
Außerdem soll den Strom eine PV mit 12 KWp erzeugen.
Dies bedeutet, dass natürlich auch im Winter ein gewisser Ertrag vom Dach kommt,
der jedoch den gesamten Bedarf nicht decken kann.
Und da kommt dann der Wasserstoff und die Brennstoffzelle ins Spiel.
Ich hab eine PV mit 6,24 KWp und Süd-West Ausrichtung auf dem Dach und die hat mir
im schlechtesten Monat des letzten Jahres, im Dezember immerhin noch 170 kWh geliefert.
Man sieht, dass die Zahlen schon ziemlich realistisch sind.

Allerdings auch der Preis :-(
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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  • Basslo
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Für den Normalfall ohne E-Auto und ohne E-Heizung wärens bei mir 1500 kWh die ich als Speicher bräuchte. Diese habe ich bis jetzt zukaufen müssen neben der 6,7 kWp Anlage. Da aber der inkludierte 25 kWh Batteriespeicher schon bischen was abfedern wird im Winter, kann es gut sein dass man etwas weniger H2 Speicher braucht. Glaub aber dass ein Flaschengebinde mehr oder weniger beim Preis nicht mehr die Weilt bedeuten.

Ich hoffe dass da paar andere Hersteller bei den Konzept mitziehen um da etwas Wettbewerb rein zu bekommen.
Fronius hatte damals mit der Energiezelle genau sowas schon in der Pipeline, war aber noch zu früh für sowas.
Werde Fronius auf der Energiemesse bei uns Anfang März dazu befragen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

zitic
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Basslo hat geschrieben:Da aber der inkludierte 25 kWh Batteriespeicher schon bischen was abfedern wird im Winter, kann es gut sein dass man etwas weniger H2 Speicher braucht. Glaub aber dass ein Flaschengebinde mehr oder weniger beim Preis nicht mehr die Weilt bedeuten.
Das ist ja eigentlich der Vorteil. Mehr Speicher wird relativ einfach/günstig, wenn die Leistung nicht mit hochskalieren muss. Die Flaschen machen den Kohl nicht fett. Allerdings muss man dann auch die Relation sehen. Man kann natürlich auf Gedeih und Verderb versuchen Netzstrom zu vermeiden, aber dafür geht dann auch einiges an Energie verlustig gerade im Elektrolyse-Modus, was man sonst ja auch vergütet bekommt. Im Winter im Erzeugungsmodus ist das natürlich etwas weniger problematisch, weil die Wärme genutzt werden kann.

Viele Fragen bleiben da allerdings noch offen. Wie sind die genauen Wirkungsgrade? Was fällt an Wartung an? Das ist ja bei Brennstoffzellen auch ein großer Punkt, wenn man sich die sonstige Systeme anschaut. Gerade auch bei so einer Eierlegenden Wollmilchsau. Wie lange hält der FC-Stack? Das ist bis jetzt auch immer ein großes Manko gewesen. Allerdings scheint dieses System anders als die Erdgasbrennstoffzellen mal nicht darauf ausgelegt zu sein durchzulaufen, sodass die dann durchaus länger halten können.

Die Wärmenutzung ist hier ja zentral. Da könnte das System natürlich besser für alte Haussysteme geeignet sein, die noch hohe Vorlauftemperaturen benötigen(Retrofit). Ist da denn auch ein Heizstab dabei für den Fall der Fälle? Wäre ja Wahnsinn da noch eine Brennwerttherme daneben zu stellen.
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