Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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  • twizyfan
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Obwohl es nur 21 H2-Tankstellen in Deutschland gibt ist auf einmal das Thema in den Medien aufgekommen. Zunächst wusste ich gar nicht, das es den IX35 FCEV schon seit einiger Zeit zu kaufen gibt... immerhin ab 42.000€ gebraucht und knapp 600km Reichweite. Das befüllen mit Wasserstoff dauert nur 3 Min. bei 700 bar Druck und -40 C Grad. Elektrisches fahren mit hoher Reichweite und schneller Auftankung klingt für mich unschlagbar...Wasserstoff läßt auch aus Wasser+Ökostom erzeugen, im Labor braucht man Schwefelsäure oder man gewinnt es aus der Erdölförderung.

Wasserstoff+BEV statt Benzin, Diesel und Gas?

oder nur BEV?

Einen H2-Verbrenner wird es nicht geben!!! Ob H2 oder Akku, es ist ein E-Auto
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Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Das Thema wird ja auch hier immer wieder heiß diskutiert. Ich glaube aber, dass in naher Zukunft die reinen Batteriefahrzeuge am ehesten das Potenzial haben, die klassischen Verbrenner mit fossilen Brennstoffen zu ersetzen.
Meiner Ansicht nach darum:
1. Auch ein H2-Fahrzeug mit Brennstoffzelle braucht einen Akku, wenn auch nur einen kleineren, denn die Brennstoffzelle liefert nicht genug Spitzenleistung. Darum steigt gegenüber einem reinen Batteriefahrzeug die Komplexität in ähnlicher Weise wie bei den PHEVs mit Verbrennungsmotor.

2. Die Erzeugungs- und Verteilungsinfrastruktur für den Wasserstoff erfordert hohe Vorinvestitionen. Ladesäulen dagegen sind für wenig Geld aufgestellt.

3. Es stimmt, dass H2 aus erneuerbarer Energie hergestellt werden kann, der Wirkungsgrad ist aber schlechter als die Verteilung elektrischer Energie über dass Stromnetz und Speicherung im Akku.

4. Zudem kann die Brennstoffzelle ja auch nur einen im Fahrzeug vorhandenen Akku laden und nicht direkt den Motor antreiben, darum ist der Wirkungsgrad schon theoretisch geringer als beim reinen Batteriefahrzeug.

5. Die Brennstoffzelle an sich und die damit verbundene Infrastruktur sind teuer, und man erkauft sich für diesen hohen Preis einzig und allein den Vorteil höherer Reichweite bzw. schnelleres Nachtanken. BEVs sind aber bereits jetzt mit der Reichweite und den Ladegeschwindigkeiten so weit, dass die meisten Einsatzanforderungen damit erfüllt werden. Das Problem ist heute eher der Preis der Akkutechnik, und hier findet zur Zeit eine schnelle Entwicklung hin zu preiswerteren Akkus statt. Die Preise für die Brennstoffzellentechnik und die H2-Infrastruktur werden so bald aber nicht sinken, da hier andere Variablen zugrunde liegen (Logistik, Mechanik, Material).
Zuletzt geändert von phonehoppy am So 18. Jun 2017, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Nordstromer
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Das Wasserstoff Auto ist die Möhre, die dem Autofahrer immer dann vorgehalten wird wenn es für den Verbrenner enger wird. Sie mal alles wird gut. Bald gibt es das Wasserstoff Auto. Ein BEV brauchst du jetzt noch nicht. Gedulde dich nur noch ein paar Jahrzehnte. Und bis dahin brav Verbrenner fahren.

Also so kommt es mir bis heute vor und die Medien spielen natürlich mit. Es geht ja neben Informationen auch um Werbung :mrgreen:
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

just_cruise
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Wenn alle Pkw und Lkw in D rein batterieelektrisch fahren, muss etwa 20 bis 25% mehr Strom als heute erzeugt werden. Bei Brennstoffzellen wären es ca. 40 bis 50% mehr. Unter anderem aus diesem Grund hat das Konzept FCEV / H2-Wirtschaft (in großem Stil) keine Chance. Der auf Dauer einzige Vorteil von FCEV - schnelleres Auffüllen des Speichers - kann diesen systembedingten Nachteil nicht ausgleichen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Nordstromer
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Aber du musst zugeben als Möhre taugt es für die Masse ganz gut. Bei SPON z.B. wird immer ganz oft das Wasserstoffauto raus geholt wenn zu viele nach einem BEV quängeln. Ein bisschen wie der Lolli wenn der Kleine an der Kasse droht auszuflippen. ;)

Nur der Lollinist real :roll: :lol:
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

panoptikum
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Eine H2-Tankstelle kostet ungefähr 1 Mio €, ein Schnelllader zwischen 20.000 und 50.000 €.
Die Effizienz der Brennstoffzelle liegt bei unter 50%. Die H2-Herstellung ist auch problematisch. Das Kofferraumvolumen sinkt drastisch. Und ich möchte nicht mit 700 bar hoch entzündlichem Brennstoff unter meinem Hintern bzw. im Rücken herumfahren.

In Ö gibt es derzeit 4 (in Worten vier) H2-Tankstellen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Irgend ein H2-Auto wurde doch jetzt eingestampft? Aber nicht der Mirai?

H2-Autos sind eine Totgeburt. H2 oder CH4 aus überschüssigem Ökostrom ist sinnvoll, wenn es um Monate zu überbrücken geht. Für Tage oder Wochen sind die fahrenden und auch die abgelegten Akkus der eAutos unschlagbar in Preis, Verfügbarkeit, Sicherheit und Schnelligkeit.

Früher dachte ich, ein Akku im Auto wäre zu schade, V2G zu machen, da dann eine eingespeiste (und vergütete!) kWh zu teuer wird (Alterung durch viele Zyklen). Aber es scheint sich herausgestellt zu haben, dass die kalendarische Alterung bei Weitem überwiegt.
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Alex

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Nordstromer
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Für überschüssigen Ökostrom würde ich 40 Millionen BEV, die dann auch bidirektional laden können bevorzugen. Spricht im Moment zumindest für mich alles fürs BEV. :D
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

panoptikum
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Alex1 hat geschrieben:Früher dachte ich, ein Akku im Auto wäre zu schade, V2G zu machen, da dann eine eingespeiste (und vergütete!) kWh zu teuer wird (Alterung durch viele Zyklen).
Mit V2G würden sich viele neue Preismodelle anbieten.
Derjenige der V2G zulässt erhält z.B. einen niedrigeren Ladetarif und/oder keinen Zeittarif.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Nordstromer hat geschrieben:Für überschüssigen Ökostrom würde ich 40 Millionen BEV, die dann auch bidirektional laden können bevorzugen. Spricht im Moment zumindest für mich alles fürs BEV. :D
Das funzt für Tage oder Wochen, aber nicht für den Saisonausgleich.
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