Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

hgerhauser
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Jupp78 hat einen Plugin Diesel, da kann er die Werte für sein Auto abschätzen.
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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

hgerhauser
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Wobei ich vermute, dass der Diesel Plugin besonders schlechte Effizienz Werte bei Autobahngeschwindigkeit im Elektromodus hat. Kleine Batterie = hohe Ströme = mehr Verluste unter hoher Last, ähnliches für den Elektromotor

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Odanez
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denke ich auch, wenn das die Werte sind, dann ist der im E-Modus ja furchtbar ineffizient. Ich vermute, er ist noch nie einen sparsamen reinen Stromer gefahren. Selbst in meinem Leaf, der im Vergleich zum e-up ein Dickschiff ist, schaffte ich es im Sommer 10kWh/100km bei vorsichtiger Fahrt.
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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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Das kann doch gar nicht sein! Wenn Jupp 20 sagt, fährt jeder 20! Wer das nicht tut, dokumentiert nicht richtig...
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

hgerhauser
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https://www.ecalc.ch/evcalc.php

Die 10 kWh kriege ich auch hin, das liegt aber an der niedrigen Geschwindigkeit und ist für die Frage hier leider nicht sehr aussagekräftig.

Vermute schreibe ich nicht grundlos. Ich habe dazu ein paar Artikel gelesen und das Prinzip klingt einleuchtend (ob Strom in Batterie oder Leitungen zum Elektromotor Verluste steigen bei höherer Stromstärke, wenn sonst alles gleich). Aber ich weiß nicht, wie bedeutend der Effekt ist, ich vermute hier geht es um ca 10%, also von 90 runter auf 80% Wirkungsgrad. Aber genau wissen tue ich das leider nicht.

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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Alex1 hat geschrieben: Du beschleunigst aber nicht alle 2 km von null auf 80? Und mir hat mal jemand gesagt, dass eAutos die Beschleunigungsenergie rekuperieren und zu 80 % wieder nutzen...
...
Also ich kenne das, dass nach einer kalten Nacht die Scheiben von Innen voll beschlagen sind. Manchmal sogar auch von außen.
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Ich hatte einfach Deine Zahlen von 20 und 25 kWh genommen. Stimmen die nicht mehr?
Naja, ich beschleunige auf meinem Arbeitsweg schon etliche Male. Natürlich nicht immer auf 80. Das kostet einen wesentlichen Teil der Energie.
BMW hat übrigens mal Zahlen für den i3 rausgelassen, was das ruperieren angeht. Zwischen 64 und 67% haben die angegeben. Aber es ist ja bei weitem nicht so, dass man die 80km/h wieder komplett rekuperiert. Das meiste lässt man ja in dem Sinn "austrudeln". Aber auch dafür führt man die Leistung eben nicht im Schwachlastbereich zu, sondern im hohen Lastbereich mit gutem Wirkungsgrad.
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Nein, nasse Scheiben von Innen nach einer kalten Nacht kenne ich nur, wenn irgendwo Feuchtigkeit vorhanden ist. Normal ist das nicht. Von außen hingegen kann das natürlich sein. Dafür gibts den Scheibenwischer.
...
Was verstehst du am Wort "gut" nicht? Ich habe immer wieder und nur "gut 20kWh" geschrieben. Es sind etwas mehr als 20kWh. Darum passt deine Rechnung mit den glatten 20kWh nicht.
Odanez hat geschrieben: nie im Leben. Selbst wenn ich wollte hätte ich mit meinem Leaf niemals einen Schnitt von 25kWh/100km erreicht. Und 5 Liter bei einem Diesel bekommt man bei einer recht normalen Fahrweise.
Ich habe nicht behauptet, dass dein Leaf 25kWh verbraucht. Ich habe behauptet meine E-Klasse tut das. Dein Auto wiegt aber auch nicht über 2 Tonnen und hat wohl auch keine 275er Walzen hinten drauf.
Ein Tesla Model S liegt auch bei guten 20kWh/100km beim Spritmonitor und hat noch schmalere Reifen. Es macht keinen Sinn Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Aber ich kann 1a Diesel gegen Elektro vergleichen, denn ich habe beides unter der Haube. Es ist das gleiche Fahrzeug, die gleichen Räder, die gleiche Aerodynamit, es ist der gleiche Fahrer ... alles gleich, nur der Antrieb variiert. Etwas was keiner von euch vorweisen kann. Und bei mir ist es recht genau Faktor 2. Schau dir mein Spritmonitorprofil an. Das ist sauber gepflegt und gibt etliche Einzelverbräuche, insbesondere im elektrischen Bereich wieder. Beim Diesel kann war ich z.B. letzte Woche im Urlaub und hatte zwei Einzelstrecken mit je 600km. Verbrauch 4,3 bzw. 4,5l/100 + jeweils die 10kWh des Akkus. Das sind ca. 5l/100km bei einer Geschwindigkeit von 120-130km/h.
hgerhauser hat geschrieben: Wobei ich vermute, dass der Diesel Plugin besonders schlechte Effizienz Werte bei Autobahngeschwindigkeit im Elektromodus hat. Kleine Batterie = hohe Ströme = mehr Verluste unter hoher Last, ähnliches für den Elektromotor
Autobahn und hohe Geschwindigkeiten spielen bei mir elektrisch praktisch keine Rolle. Ich fahre entweder zur Arbeit rein elektrisch (die höchste Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt 80km/h) oder Langstrecke. Und auf der Langstrecke juckle ich den Akku bei den Zubringerstrecken oder in Baustellen mit niedriger Geschwindkeit leer.

Ich kann es mir nur so erklären, dass der Verbrenner eben doch um die 40% Wirkungsgrad bringt und der E-Antrieb (mit Ladeverlusten) um die 80%.
Alex1 hat geschrieben: Das kann doch gar nicht sein! Wenn Jupp 20 sagt, fährt jeder 20! Wer das nicht tut, dokumentiert nicht richtig...
Diese fehlende Sachlichkeit ist ärmlich!

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Odanez
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@Jupp78 Der Vergleich 25kWh bei meinem Leaf war dem mit einem etwa gleich großen Diesel. Nehmen wir mal einen Golf Plus/Sportsvan Diesel. Wenn ich mit den einen 5l/100km Verbrauch hinbekommen will, dann muss ich mich da nicht sonderlich anstrengen, das wäre mit einer relativ normalen Fahrweise machbar. Mit dem Leaf, der sogar mehr wiegt, werde ich die 25kWh einfach nicht hinbekommen, es sei denn ich fahre wie ein Rallyfahrer auf der Straße.

Dein Vergleich im gleichen Auto zeigt nur eins, wenn die Zahlen wirklich so stimmen: Der ist im elektrischen Modus extrem ineffizient, im Verbrennermodus dafür schon effizient. Irgendwas muss Mercedes da verbockt haben, um bei so einem Auto so einen hohen elektrischen Verbrauch hinzumbekomen. Der ist doch flach oder? Also vergleichbar mit einem Model S vielleicht, aber wenn du ein Model S mit 25kWh/100km bewegst, wirst du garantiert ein vergleichbar großen Diesel mit gleicher Fahrweise deutlich mehr als 5l/100km verbrauchen, denn das tut er ja schon wenn man ein vergleichbares Modell wie meinem alten Leaf vergleicht.

Ich rate dir mal, da du es scheinbar noch nie getan hast: Fahr mal einen Ioniq, einen Kona, einen e-Up, und staune was da an Verbräuche zustande kommen. Da kann kein Diesel mithalten, nicht mal ansatzweise.

Du machst nämlich den Fehler, dass du deine persönliche Erfahrung an einem bestimmten Auto hernimmst, und eine Formel herleitest, die dann für alle gilt. Andere haben da nämlich ganz andere Erfahrungen gemacht, und zwar fast alle E-Auto Fahrer. Das PHEV verzerrt die Wahrnehmung scheinbar sehr, da die elektrischen Verbräuche wohl extrem stark schwanken können.
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Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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Der ist im elektrischen Modus extrem ineffizient, im Verbrennermodus dafür schon effizient. Irgendwas muss Mercedes da verbockt haben, um bei so einem Auto so einen hohen elektrischen Verbrauch hinzumbekomen. Der ist doch flach oder? Also vergleichbar mit einem Model S vielleicht
Ja, der Vergleich zum Model S passt doch. Der liegt im Schnitt beim Spritmonitor bei guten 20kWh (für den nicht lesebereiten Alex, auch da ist das Wort "gut" davor!)... wie auch ich, wenn man unterstellt, dass die meisten keine Ladeverluste eintragen. Dabei gebe ich dem Model S gerne noch 1-2kWh an Vorteil (5-10%), denn eine konsequente Lösung ist immer effizienter als eine Mischlösung. Insgesamt kann ich hier keine extrem ineffiziente Lösung erkennen.

Und natürlich brauchen auf brutale Sparsamkeit getrimmte Kisten weniger, deutlich weniger. Das möchte ich nicht bestreiten.
Und von Diesel mithalten war ja auch nie die Rede. Wenn ich Faktor 2 schreibe, dann hat das nichts mit mithalten zu tun.
Aber es ist trotzdem nicht Faktor 3 oder 4. Und das liegt meiner Meinung vor allem daran, dass deine postulierten 15% Wirkungsgrad des Verbrenners einfach voll daneben sind. Zumindest in meinem Fall. Dass es diese Fälle am anderen Extrem auch gibt, auch das will ich nicht bestreiten. Aber das ist die extrem große Range, die Alex z.B. einfach leugnet.

Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

Odanez
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Erklär mir mal wie man im Spritmonitor keine Ladeverluste eintragen kann? Soweit ich weiß geht das nur mit Ladeverlusten. Wie dem auch sei, mit den 20kWh, die es benötigt ein Model S zu bewegen, wirst du es niemals schaffen einen vergleichbar großen Diesel mit 4l/100km zu bewegen.

Der Faktor 2 trifft aber nur für dein Auto zu. Faktor 3-4 für alle anderen Autos. Und bei einem Wirkungsgrad von 90% beim E-Antrieb ist der Faktor 4 immernoch 22,5%, also da müssen ja nicht einmal 15% Wirkungsgrad im Schnitt dabei herauskommen. Das wäre ja dann sogar ein Faktor von 6.

Wir könnten ja mal das Expermient wagen wieviel ein Diesel im Stop&Go im Stadtverkehr verbraucht, und dann dieselbe Fahrt mit einem E-Auto machen. Das ist das worst-case Szenario, wo das E-Auto weit überlegen ist, und wenn da Faktoren 4-6 dabei herauskommen würde es mich nicht wundern. Anders ist es natürlich auf der Autobahn, da schafft man es vielleicht auf einen Faktor von 2,5 wenn man Glück hat. Im Vergleich zum Diesel wohlgemerkt - das bedeutet bei 5l/100km auf der Autobahn sollten es 22kWh/100km sein. Das dürfe in etwa hinkommen, von daher ist der Faktor 2,5 der absolut beste Fall für den Diesel.
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Re: Wieviel Strom braucht Sprit wirklich?

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Jupp78 hat geschrieben: Auf meinem Arbeitsweg brauche ich für die 15km eine knappe halbe Stunde, also ca. 3h für 100km. Bei 2kW Heizleistung sind das 6kWh auf 100km, die die Heizung zusätzlich verbraucht. Das sind wie viel Prozent vom Gesamtverbrauch?
Köstlich, dieser Realitätsverlust.
Wenn wir von Winterverbräuchen /Heizung schreiben, müssen wir beim Verbrenner doch auch die Kaltstartphase erwähnen - oder? 3-5km braucht der Verbrenner um auf Betriebstemperatur zu kommen (Diesel eher länger). Deswegen haben auch viele Verbrenner eine elektrische Zuheizung, damit es innen schneller warm wird ...
Auch diese Energie kommt über die Lichtmaschine letztlich aus dem Sprit - oder aus dem "Plug-In-Akku" - zusätzlich ...

Jupp78 hat geschrieben: Aber ich kann 1a Diesel gegen Elektro vergleichen, denn ich habe beides unter der Haube. Es ist das gleiche Fahrzeug, die gleichen Räder, die gleiche Aerodynamit, es ist der gleiche Fahrer ... alles gleich, nur der Antrieb variiert.
Evtl. liegt Dein Denkfehler genau darin, dass Du E-Antrieb mit Vollhybrid vergleichst?
Einen reinen Verbrennermodus gibt es bei einem Hybridauto nicht!
Du schönst Deine Werte im Verbrennermodus immer durch die Hybridisierung /Elektrifizierung - deshalb macht man es ja.
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!
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