Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilität

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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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    Kelomat
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folder Mo 18. Jun 2018, 18:14
Warum sollte die Bahn nicht auch mit Akkus fahren können? In der Lok ein kleiner Akku zum Rangieren und auf Langstrecke ein Akkuwaggon... Ist sicher billiger wie das ganze mit Wasserstoff aufzubauen. Strom ist ja schon vorhanden
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Zweitauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 25kWp mit Speicher
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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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Ecano
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folder Mo 18. Jun 2018, 18:38
BuzzingDanZei hat geschrieben:
Ecano hat geschrieben:Zuerst sollten wir mal mit der Energiewende anfangen.


Und wenn das alles geschafft ist, dann kann man über die Speicherung des dann überflüssigen Stroms mit Wasserstoff philosophieren.
Ok, dein Vorschlag lautet also, solange die Welt noch nicht perfekt ausgebaut/vorbereitet ist, schalten wir halt die Windräder ab und lassen die Windenergie ungenutzt, also 0% Wirkungsgrad statt den schlechten 50%???

Seltsame Argumentation. Ich halte es für fatal nicht an mehreren Stellen gleichzeitig die Systemumstellung zu beginnen. Es würde sonst dreimal so lange dauern und es dauert ja schon zu lange.

Strom in den Süden zu bringen ist nur mäßig sinnvoll. Teure Leitung, ebenfalls mit Verlusten!
Besser wäre, die Bayern bauen ebenfalls große Windparks und in beiden Regionen wird der Strom vor ort hergestellt!
Da hast du ich falsch verstanden. Ich denke, dass die vom Wirkungsgrad grottenschlechte Wasserstoffherstellung das letzte Mittel sein sollte, den kostbaren Ökostrom zu verpulvern.

Vorher sollten alle die Dinge sofort angegangen werden, die bis jetzt sträflich versäumt wurden:
1) Abschaltung der überflüssigen Kohlekraftwerke, Ersatz durch regelbare Gaskraftwerke für Dunkelzeiten
2) Vernünftige Verteilung des Stroms:
2a) Ausbau der Stromtrassen
2b) Bayern dunkel schalten, wenn die keine Windräder und keine Stromtrassen wollen :lol:
2c) Die Schwerindustrie in EE Gebiete locken (z.B. mit günstigen Stromtarifen, dort wo der Strom im Überfluss vorhanden ist)
3) CO2 Erzeuger auf Strom umstellen (Stichwort Wärmepumpen, Verkehrswende). Das kann durch eine CO2 Verursacher-Steuer relativ leicht erreicht werden.
4) Schnellstens intelligente Stromnetze voranbringen mit
4a) BEV-Laden und Stromverbraucher einschalten bei Stromüberschuss (geht relativ einfach mit flexiblen Stromtarifen)
4b) BEV Akkus als Zwischenspeicher nutzen
4c) Hausakkus fördern (oder flexible Stromtarife einführen)

Ich denke, diese Punkte lassen sich in wenigen Jahren umsetzen.

Und für die Zukunft muss natürlich auch Vorsorge gegen die Dunkelzeit getroffen werden:

5) Wirkungsgradstarke Speicherlösungen anfangen im Großmaßstab zu testen (RedoxFlow in Gas-Kavernen etc.), so dass sie in einigen Jahren serienreif ausgebaut werden können. Dabei sollte von Anfang an die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden (wieviel kostet das Speichern einer kWh). Günstige Lösungen bekommen den Vorzug.

Das Günstigere wird sich durchsetzen. Momentan sehe ich die Gefahr, dass viel Geld in irgendwelchen Subventionstöpfen verschwindet für Projekte, die keine Zukunft haben.
Beim Wasserstoff wird schon Dekaden darüber geredet, passiert ist noch nicht viel. Wahrscheinlich weil diese Technik einfach zu teuer ist.

Die Speicherlösungen, die momentan kommerziell betrieben werden sollen, werden sich nicht rechnen, weil der EE-Überschuss noch nicht vorhanden ist. Wir haben leider einen Überschuss an konventionellen Erzeugern.
-
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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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    Alex1
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folder Mo 18. Jun 2018, 20:19
Zustimmung :mrgreen:
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard

Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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folder Mo 18. Jun 2018, 21:18
Ecano hat geschrieben: Vorher sollten alle die Dinge sofort angegangen werden, die bis jetzt sträflich versäumt wurden:
Ok, dann machen bitte alle erst mal gar nix mehr und warten bis die von dir genannten Punkte da sind. Mal sehen wann das soweit ist. Bis dahin fahren die Schiffe weiter mit Schweröl und Züge mit Diesel und Stadtbewohner mit Benzinern.

Sorry, aber ich kann nicht glauben, dass das dein ernst ist. Natürlich würde ich mir die von dir genannten Punkte alle ebenfalls von einer lieben Fee wünschen die gerade Langeweile hat und den Zauberstab schwingen kann. In der Gemengelage aus Politik, Industrie und Verbraucher sehe ich diese Wunder aber nicht.

Daher bin ich froh, dass Menschen auch über Alternativen nachdenken. Wenn das am Ende Unsinn ist und deine Wünsche doch alle zeitnah erfüllt werden, ja dann bauen wir die Handvoll Anlagen halt wieder ab.
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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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harlem24
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folder Mo 18. Jun 2018, 21:31
Schiffe fahren nur auf hoher See mit Schweröl, gibt diverse Initiativen, die Motoren z.B. auf LNG umzustellen. Die nicht nur zu hybridisieren, sondern komplett auf Elektrik umzustellen wird imho noch seehr lange dauern. Kann man aber vergleichsweise gut mit Hafengebühren steuern, je dreckiger umso teurer. Vorbild kann da London mit der Citytax sein, die wird auch immer teurer und der Bereich in der sie gilt immer größer...
Züge sind früher schon mit Akkus gefahren, warum heute nicht wieder?
Stadtbewohner können heute schon elektrisch fahren, wie die meisten hier schon zeigen.
Außerdem, warum sollte man abwarten, man kann die von Ecano vorgeschlagenen Schritte ja angehen und trotzdem im H2 Bereich weiter forschen.
Allerdings fände ich es falsch, alle Hoffnung auf eine Technologie zu setzen, die extrem ineffizient ist und trotz Jahrzehnte langer, milliardenteuren Forschung keinen Fuß auf den Boden bekommen hat...
Gruß

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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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folder Mo 18. Jun 2018, 21:50
Ich bin ja auch dafür, alle - überflüssigen - Kohlekraftwerke abzuschalten. Aber was schlagt ihr, wo z.B. am 16. Juni zwischen 20 Uhr und 5 Uhr morgens der Strom hätte herkommen sollte?
Erläuterung:
gelbe "Mützen": PV-Strom
hellblau: onshore Windkraft
dunkelblau: offshore Windkraft
grau: Kohle- und Atomstrom
grün: Biomasse

gleiches Szenario am 17. Juni und Folgetagen
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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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Ecano
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folder Mo 18. Jun 2018, 22:08
BuzzingDanZei hat geschrieben:
Ecano hat geschrieben: Vorher sollten alle die Dinge sofort angegangen werden, die bis jetzt sträflich versäumt wurden:
Ok, dann machen bitte alle erst mal gar nix mehr und warten bis die von dir genannten Punkte da sind. Mal sehen wann das soweit ist. Bis dahin fahren die Schiffe weiter mit Schweröl und Züge mit Diesel und Stadtbewohner mit Benzinern.

Sorry, aber ich kann nicht glauben, dass das dein ernst ist. Natürlich würde ich mir die von dir genannten Punkte alle ebenfalls von einer lieben Fee wünschen die gerade Langeweile hat und den Zauberstab schwingen kann. In der Gemengelage aus Politik, Industrie und Verbraucher sehe ich diese Wunder aber nicht.

Daher bin ich froh, dass Menschen auch über Alternativen nachdenken. Wenn das am Ende Unsinn ist und deine Wünsche doch alle zeitnah erfüllt werden, ja dann bauen wir die Handvoll Anlagen halt wieder ab.
"Leider" leben wir in einer Demokratie und diese Politik wurde gewählt. Ich würde mir wünschen, dass endlich was bewegt wird.
Aber deswegen jetzt in Aktionismus verfallen und eine Technologie mit Steuergeldern vorantreiben, die, wie harlem24 auch schrieb, es seit 20 Jahren zu nichts gebracht hat, finde ich nicht den richtigen Weg.

Es muss bei den Speichertechnologien auch die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Und die wird leider bei uns wegen des Abschöpfens von Subventionen oft nicht beachtet.

Ich las gerade eben, als ich mal wieder den aktuellen Stand der Speichertechnologien ergoogelt habe:
"RedoxFlow Batterie, Preis pro kWh bald unter 1000€".
. :o

Li-Ion Speicher liegen ja jetzt schon weit darunter. Tesla verkauft ja auch gerne stationäre Speicher, siehe Australien und aktuell Belgien. Ich glaube in GB werden auch einige installiert. Das wäre auch ein guter Anfang hier bei uns. Das könnte sofort umgesetzt werden.

Die Akkutechnik eignet ich auch besser für die kurzfristigen Überkapazität, die momentan benötigt werden, Akkus lassen sich schnell laden und wieder entladen. Langzeitspeicher benötigen wir hingegen momentan noch nicht.

Aber solange die Braunkohle Vorrang hat und die Windfarmer für den Stillstand entschädigt werden, wird das Geld für Speicher keiner in die Hand nehmen. Es sei denn durch Subventionen. Das ist doch ein rein politisches Thema.

Und weiter sehe ich momentan keine Schiffe, die mit Wasserstoff betrieben werden könnten.

Bezeichnend ist dagegen, dass in Schweden Fähren mit Akkus betrieben werden und nicht mit Brennstoffzellen.
Hier würde sich ja gerade der Wasserstoffbetrieb anbieten, aber anscheinend sind sogar bei solch großen Leistungen die Akkus günstiger. Rechnen werden die Schweden ja können.
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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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harlem24
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folder Mo 18. Jun 2018, 22:13
@Vanellus

Interessant ist aber doch, dass trotz starker PV tagsüber deutlich mehr Strom erzeugt wird, als benötigt, wenn die violette Linie der Verbrauch ist.
Ecano hat aber schon die Antwort für die Nachterzeugung gegeben, durch moderne KWK-Gaskraftwerke ersetzen! Damit wäre, was den CO2 Ausstoß angeht, schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan.
Gruß

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folder Mo 18. Jun 2018, 23:42
Ecano hat geschrieben: Und weiter sehe ich momentan keine Schiffe, die mit Wasserstoff betrieben werden könnten.
Die Idee ist ja noch in den Kinderschuhen. Wie gesagt, ich glaube auch nicht an den breiten Siegeszug der Brennstoffzelle.
Aber Akkus in Weltreisenden Schiffen sehe ich auch nicht mittelfristig!

Die elektrischen Fähren schaffen es gerade mal über den Fjord, aber sicher nicht von Hamburg nach Shanghai.
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Re: Chance des Wasserstoff in Energiewende & Elektromobilitä

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folder Mo 18. Jun 2018, 23:43
harlem24 hat geschrieben:Schiffe fahren nur auf hoher See mit Schweröl, gibt diverse Initiativen, die Motoren z.B. auf LNG umzustellen.
Und auf hoher See hat das keinerlei negativen Auswirkungen?
LNG ist schön für das CO2 - fossil bleibt es aber.
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