Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Hallo zusammen,

was ihr hier zu lesen bekommt, begann ursprünglich am Mittwoch der vergangenen Woche. Oder eigentlich schon viel, viel eher. Denn seit Januar sind wir, das beschreibt einen 2-Personen Haushalt bestehend aus meiner Freundin (35 J.) und mir (35 J.), ohne eigenem Auto unterwegs. Bis 2018 hatten wir privat einen VW e-up! mit dem kleinen Akku in Besitz, mit dem wir sehr zufrieden waren, bis auf den Umstand, dass der Akku nicht gekühlt war und es somit bei längeren Strecken die Hauptaufgabe des Fahrers war, die Temperatur des Akkus in den Griff zu bekommen, was insbesondere im Sommer eine unlösbare Herausforderung darstellte. Die Jahresfahrleistung lag auch damals schon bei etwa 25.000 km

In den letzten zwei Jahren stellte mir mein Arbeitgeber Fahrzeuge wie den Opel Ampera-e oder den Hyundai IONIQ zur Seite, die natürlich in jeder Hinsicht ein ganz anderes Kaliber sind und mit denen auch geschäftliche Termine in größeren Entfernungen problemlos bewältigt werden konnten. Doch inzwischen hat sich das Fahrprofil geändert und die Fahrzeuge stehen leider nicht mehr zur Verfügung.

So galt es nun, seit Jahreswechsel nach einer Lösung zu suchen, wie wir wieder mobil werden können, und das möglichst mit einem Fahrzeug, welches uns gut gefällt, das aber auch preislich nicht den Rahmen sprengt. Ich habe eigentlich nicht viele Ansprüche, aber ein paar davon schließen eben bestimmte Fahrzeuge aus. Die Erfahrung mit dem IONIQ hat mir gezeigt: der ist zu groß. Vielleicht eine ZOE? Die ist zu laut. Doch ein VW e-up! oder e-Golf? Nicht ohne Akkukühlung. Gebrauchter BMW i3? Wäre eine Option, aber als 94er ist er noch zu teuer und der 60er hat Mängel bei der Akkuhaltbarkeit. Und die Unterhaltskosten mit den Spezialreifen sollte man auch nicht vernachlässigen. Fiat 500? Schick, aber im Innenraum zu unpraktisch. VW ID.3? Toller Wagen, aber leider in der Grundausstattung nicht mit Kamera und Sitzheizung erhältlich.

Schon im Herbst letzten Jahres fiel mir der Twingo positiv auf. Er hat wenig Eigenschaften, mit denen er auf dem Papier besonders gut glänzen kann. Aber ich mag Autos, die sich selbst nicht so ernst nehmen, und außerdem verfügt er über ein sehr ausgewogenes Gesamtkonzept, das mich durchaus überzeugt hat. Ein ansprechend gestalteter Kleinstwagen mit Heckantrieb, wassergekühltem 22 kWh Akku, 22 kW AC Lader und ordentlich nutzbarem Kofferraum? Modernes Infotainment und möglichst wenig tonangebende Assistenzsysteme? Ja, das will ich gern mal testen. Und so sind wir wieder beim Mittwoch der vergangenen Woche. Ich wusste, dass das Autohaus @Peschel in Meißen diverse Elektrofahrzeuge vermietet, also hatte ich angefragt, ob es denn wohl möglich wäre einen Twingo zu Ostern zum Testen zu bekommen und durfte ihn am nächsten Tag für zwei Wochen entgegen nehmen. Vielen Dank für diesen unkomplizierten Service. ;)

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Twingo Electric Vibes in schwarz auf seiner ersten Fahrt vom Autohaus nach Hause.

Seit Gründonnerstag stromern wir also mit einem schwarzen Vibes mit Rennstreifen im 80er Jahre Look durch die Gegend und haben sichtlich Gefallen daran gefunden, unseren Urlaub mit ihm zu verbringen. Wir haben aber auch das Glück, dass wir uns nicht untrennbar mit 60+ kWh Akkus verbunden fühlen und es kein zurück mehr gibt. Hier im Forum ist oft schneller, höher, weiter die Devise und wenn ein Auto nicht 400 km weit kommt und mit mindestens 150 kW laden kann, dann ist es schon nicht mehr zeitgemäß. Ein Glück muss man nicht jeden Trend mitgehen. Wichtig ist, dass das Auto zum eigenen Mobilitätsbedürfnis passt und diesen Anspruch erfüllt der Twingo. Wir haben Lust, Tag für Tag neue Ausflüge mit ihm zu unternehmen. Daran könnte ich mich gewöhnen. Außerdem mag ich persönlich effiziente Autos und das ist mit dem kleinen Renault gegeben, obwohl es die Werksangabe nicht vermuten lässt. Diverse Berichte auf Youtube und Co. bescheinigten Fahrverbräuche von 16-20 kWh/100 km. Ich konnte das einfach nicht glauben, also habe ich es selbst getestet und bin mit dem erzielten Ergebnis doch deutlich mehr zufrieden. Man muss aber dazu sagen, dass ich mit dem Auto bislang auch noch keine 100 km/h gefahren bin. Grund dafür ist das Wesen des Twingo. Ich habe einfach kein Bedürfnis, mit ihm schnell fahren zu wollen. Wenn es der Verkehr zulässt, rolle ich auf der Landstraße mit 88-94 km/h bei eingeschaltetem Tempomat dahin. Mit dem e-up! habe ich das früher auch so gemacht, mit dem Ampera-e wäre das undenkbar gewesen. Wohl dem, der sich darauf anpassen kann.

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Der Stadtverbrauch unter frühlingshaften Bedingungen (links) liegt unter 10 kWh/100 km. Der Verbrauch der letzten 8 Tage (600 km, rechts) bei voll verrücktem Aprilwetter inkl. Regenschauern und Schneetreiben ist ebenfalls respektabel. Frieren musste niemand. Wir haben es uns gemütlich gemacht, wenn uns danach war. Das Testfahrzeug ist mit 16" Rädern und Sommerbereifung ausgestattet, mit den 15" Rädern könnte es noch sparsamer gehen.

Don't call it Stadtauto! Wenn ihr mal irgendwann einen Bericht lest oder ein Video seht, in dem nicht sinngemäß gesagt wird "ein Auto für die Stadt" oder "mehr als Zweitwagen ist das eher nicht", dann lasst es mich gern wissen. Diese Aussagen zeigen, wie abgehoben unsere Gesellschaft inzwischen geworden ist. Es wird impliziert, dass deine persönliche Mobilität mit diesem Auto am Ortsausgangsschild aufhören sollte. Ich sag euch was... wenn ich am Ortsausgang bin, dann habe ich noch 97 % im Akku. Meine Mobilität fängt da gerade erst an und "Twinge" ist mit dabei. Nicht selten wird bei dieser Betrachtung auch übersehen, dass es Haushalte gibt die nur ein Auto haben, denen die Größe des Fahrzeugs vollkommen ausreicht und die sich einfach kein höherwertiges Fahrzeug leisten können oder wollen.

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Don't call it Stadtauto!

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Die Karte zeigt alle Ziele der letzten Tage. Weitere Strecken bis etwa 250 km Tagesausflug oder seltene 550 km Touren für Familienbesuch bzw. Urlaubsfahrt wären problemlos möglich, unter der Voraussetzung dass man sich selbst keinen Stress macht. Bedeutet man fährt morgens einfach los und kommt irgendwann am Nachmittag an. 16 Uhr, 17 Uhr, 18 Uhr, völlig egal. Wer es schafft mit dieser Einstellung seine Reise anzutreten, der kommt auch mit den kleinen Autos gut zurecht und entspannt ans Ziel. Mit dem e-up! haben wir das seinerzeit auch gemacht und waren durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Der aktuellen Situation geschuldet gibt es derzeit leider keine solchen Fahrten. Wir werden aber sicher demnächst mal eine größere Rundfahrt unternehmen, um einfach ein Gefühl für die Eigenschaften auf Langstrecke zu bekommen. Das schöne ist, dass der Twingo zwar nicht besonders schnell lädt, aber aufgrund des gekühlten Akkus der dritte Ladevorgang immer noch so gut läuft wie der erste. Das ist für die Kalkulation der Route und Ladeweile eine durchaus wichtige Eigenschaft. Abgesehen davon haben wir gemerkt, dass wenn doch mal 30 km bis zum Ziel fehlen sollten, man diese einfach an einer der vielen beliebigen 22 kW AC Säulen innerhalb von 12 Minuten zum günstigen Tarif nachladen kann. Das klappt schon echt gut.

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Wenn nichts anderes geht, dann macht man eben Urlaub in der Heimat. Das kann doch auch echt schön sein. Unser elektrischer Reisebegleiter hat uns jederzeit überall zuverlässig hin gebracht. Und er würde noch viel weiter entfernte Ziele ansteuern, wenn wir das möchten.

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Macht auch an der Ladestation eine gute Figur.

Kommen wir nochmal zurück auf die Eigenschaften des Fahrzeugs selbst. Und zwar insbesondere auf die Punkte, die in vielen Berichten und Videos allenfalls angeschnitten, oder gar nicht berücksichtigt werden. Das mag vielleicht daran liegen, dass nicht jeder den gleichen Anspruch an bestimmte Funktionen hat. Per Foto festgehalten einfach mal zwei Punkte, der Rest folgt als Liste. Punkt 1) viele moderne und im Innenraum designtechnisch hochgezüchtete Autos scheitern an einer einfachen Aufgabe, nämlich es mir als Fahrer und meiner Beifahrerin zu ermöglichen, unsere handelsüblichen 1 Liter PET Wasserflaschen in den Türen unterzubringen. Der e-up! konnte das. Und der Twingo kann es zum Glück auch. Man was bin ich erleichtert, dass die Ingenieure einfach mal an so praktische Dinge gedacht haben. Bei Punkt 2) sind sich die Tester uneins. Die einen loben den Kofferraum, die anderen nicht. Oftmals wird bemängelt, dass die Kabel schon sehr viel Fläche einnehmen, doch ich muss sagen, ich habe das Schuko Kabel wie immer im Keller liegen und für das Typ 2 Ladekabel gibt es auf der rechten Seite eine eigene Haltevorrichtung. Ist doch alles echt aufgeräumt, oder nicht? Zum Kofferraumvolumen kursieren ganz verschiedene Angaben im Internet, also nehme ich einfach die Originalwerte von Renault: 210 Liter mit Sitzbank in Sitzstellung, 240 Liter mit Sitzbank in Transportstellung (aufrecht). Viel entscheidender als diese Zahlen ist jedoch, dass die Grundfläche sehr groß ausfällt, weil es dem Kofferraum dafür an Höhe fehlt. Mir persönlich ist die Grundfläche jedoch wichtiger, so kann ich ganz bequem mehrere Getränkekisten und Einkaufsbeutel verstauen. Beides war im e-up! und auch beim zuletzt getesteten Mini Cooper SE nur durch Umlegen der Rücksitzbank möglich. Demnächst kommen wieder die beiden Falt-E-Bikes zum Einsatz und auch da ist das von Vorteil.

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2x mitgedacht: Fahrer- und Beifahrertür des Twingo vertragen sich mit 1 Liter PET Flaschen. Das Ladekabel im Kofferraum hat eine eigene Halterung, die Grundfläche ist großzügig bemessen und erweist sich im Alltag als äußerst praktisch.

Auch andere Details sind hervorragend gelöst. Kennst du das? Du machst die Fahrertür auf, willst nur fix ein Foto von einer Ladestation machen, den Duplexparker umstellen, das Garagentor öffen oder ähnliche Dinge, steigst ins Auto und musst erstmal wieder die Fahrbereitschaft herstellen? Nicht so im Twingo. Einsteigen, Tür zu, Fahrstufe einlegen und auf geht's. Sehr gut. Und wenn du schon die Tür aufmachst, dann piept der Twingo nur zweimal und dann ist Ruhe. Andere Autos nerven dich so lange, bis du die Tür wieder geschlossen hast. Diese geringe akustische Nervbelästigung empfinde ich in manchen Situationen durchaus als angenehm und sinnvoll. Geht die Reichweite dem Ende entgegen, dann wird man jeweils bei 20 % und bei 10 % Restenergie mit einem dezenten Piepton an das Nachladen erinnert. Und das war es dann auch. Ansonsten hast du vollen Komfort bis zum bitteren Ende. Einfach toll und es gibt dir das Gefühl, dass du dem Auto auch bei geringem Ladestand jederzeit vertrauen kannst. Und das Auto vertraut dir, dass du weißt was du tust. 8-) Die Reichweitenanzeige wird unterhalb von 20 km durch Striche ersetzt, aber die Prozentangabe bleibt.

Weitere Dinge, mit denen ich sehr zufrieden bin:
  • einsteigen, zurechtfinden, keine Fragen
  • übersichtliche und informative Instrumentenanzeige
  • modernes EASY LINK Infotainment System
  • erstaunlich gute Rückfahrkamera
  • Fahrstufe D rekuperiert bereits ausreichend, bis 10 % Gefälle wird die Geschwindigkeit reduziert, die restliche Reku liegt auf dem Bremspedal
  • Praxisverbrauch und zugehörige Reichweite
  • Heckantrieb, somit kein Durchdrehen der Räder und geringer Wendekreis
  • wassergekühlter Akku für lange Haltbarkeit und reproduzierbare Ladevorgänge auf Langstrecke
  • schnelles AC Laden, an öffentlichen Ladestationen meist zu annehmbaren Tarifen
  • keine herunterbaumelnde Ladedosen-Abdeckkappe
  • Licht- und Regensensor reagieren auf den Punkt
Was gefällt mir nicht ganz so?
  • die Ladeleistung wird nicht angezeigt
  • die Einstellung eines Ladelimits ist nicht vorgesehen
  • Starten und Stoppen des Ladevorgangs über die My Renault App funktioniert nicht
  • Aufschließen des Fahrzeugs unterbricht den Ladevorgang
  • das bekannte unangenehme Chameleon-Fiepen ist leider vorhanden, aber zumindest deutlich leiser als noch vor 6 Jahren
  • Vorklimatisieren funktioniert erst ab einem Ladestand von 40 % und nur bei angeschlossenem Ladekabel
  • die Fahrstufen B1 bis B3 unterscheiden sich in ihrer Kennlinie zu wenig von Fahrstufe D, kein One-Pedal Drive
Und hat er auch echte Fails?
Leider ja, zwei Stück an der Zahl.
  • Renault hat es bis heute nicht geschafft, dass man das Auto während des Ladevorgangs ganz normal mit "Zündung an" klimatisieren kann, so wie die meisten anderen Hersteller das können. Der Umweg über ein eingestelltes Klimatisierungsprogramm hat bei mir bislang nicht funktioniert und finde ich ohnehin wenig nutzerorientiert. Frieren an der Ladestation ist einfach Mist. Der Klimatisierungsbutton in der App funktioniert erst ab einem Batterieladestand von 40 % und läuft dann auf Gebläsestufe 12½...
  • Die Sitzheizung feuert zu heftig, geht dafür nach etwa 15 Minuten einfach aus. Hier wäre es mir wesentlich lieber, wenn sie nicht so stark heizen würde, dafür so lange wie man möchte. Bei jeder längeren Fahrt muss meine Freundin mindestens 5-10x aufs Knöpfchen drücken, damit die Sitzheizung wieder an geht. Natürlich könnte man hier mit einer nachgerüsteten PWM die gewünschte Funktion herstellen, trotzdem sollte so etwas bei der Entwicklung des Fahrzeugs einfach besser abgestimmt sein.
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Die My Renault App lässt sich sehr leicht einrichten, kein Vergleich zu früher. Aus mir unbekannten Gründen kann ein aktiver Ladevorgang jedoch nicht beendet werden. Der Button ist vorhanden, aber ausgegraut.

Wie geht es nun weiter? Nun wir haben den Twingo noch für eine ganze Woche und eigentlich sind wir der Meinung, dass das durchaus ein Auto ist, mit dem wir auch längerfristig glücklich werden können. Ich werde mich dazu mit dem Autohaus abstimmen, welche Lösungen in Betracht kommen. Noch sind wir unschlüssig, ob wir das Auto unter Annahme eines drohenden Wertverlustes - das Auto ist nicht schlecht, aber möglicherweise will es irgendwann keiner mehr haben - und aufgrund der genannten negativ aufgefallenen Punkte kaufen sollten. Aber da gibt es ja heute noch andere Möglichkeiten. Unsere Alternativen sind begrenzt, es gibt aktuell kein Fahrzeug am Markt, das unsere Wünsche größtmöglich berücksichtigt. GoingElectric sagt, man soll doch elektrisch fahren. Ich mache das nun schon seit 2012 so, aber mittlerweile hat man ja gelernt auf was man achten sollte und wenn man das berücksichtigt, tja dann bleibt plötzlich nicht mehr viel Auswahl übrig.

Ungeachtet dessen überwiegt die Freude und ich denke ich kann den Roman mit einem Kalenderspruch zu Ende bringen:
"Großes Glück ist manchmal nur einen Twingo Electric entfernt."

In diesem Sinne danke fürs Durchlesen und einen schönen Abend. ;)

Viele Grüße
Micha
Zuletzt geändert von PowerTower am Sa 24. Apr 2021, 22:51, insgesamt 11-mal geändert.
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Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Danke für deinen tollen Bericht, Micha. Und? Welche Farbe wird es ;) ?
Twingo electric Vibes seit 12/2020
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Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

rbee
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Klasse Bericht, vielen Dank😊! Ich kann deine Ausführungen bestätigen und sagen, dass wir mit unserem Twingo electric vibes super zufrieden sind. Wir fahren ihn jedoch nur in der Stadt und Umland und dort ist er perfekt! Insbesondere das 22kW AC Laden.

Ich bin sicher, ihr trefft die für Euch und euer Fahrprofil richtige Entscheidung😉

VG

Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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fischi hat geschrieben: Danke für deinen tollen Bericht, Micha. Und? Welche Farbe wird es ;) ?
Wenn wir einen bestellen würden, wäre es wahrscheinlich ein Intens in Biskaya-Blau und dem zugehörigen Innenlook-Paket in Blau. Das finden wir sehr ansprechend. Aber wie geschrieben, ob das so kommt, ist noch völlig offen.

Heute mal bei Kaufland gewesen und einfach mal ausprobiert, was das denn so bringt sich mit dem Twingo während des Einkaufs an die Ladestation zu hängen. Es sei erwähnt, dass der Einkauf eigentlich nach einer halben Stunde erledigt war, aber heute gab es 15 Bonusminuten an der Kasse. Und da das Auto draußen noch geladen hat, war es auch keine verschwendete Zeit.

Nun was soll ich sagen, die Zahlen sprechen für sich: getestet und für gut befunden. ;) Auf der einen Seite erscheint die nachgeladene Energiemenge von 13,7 kWh zwar nicht super aufregend, aber wenn man weiß, dass man damit weitere 100-120 km bewältigen kann, geht das doch völlig in Ordnung.

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Vergleich von Batterieladestand und Reichweite vor und nach dem Einkauf.

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Und dazu noch ein paar Daten des Ladevorgangs.
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Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Sehr schöner Bericht! Kann echt noch kaum warten bis meiner endlich da ist.. Jedenfalls finde ich das echt doof mit dem klimatisieren dass es nur am Ladekabel geht, ich beispielsweise habe keine eigene Wallbox und kann nur öffentlich laden. Bei EnBW darf man ja max 4h laden und eigentlich will ich ja auch nicht unnötig eine Ladestation besetzen um allzeit klimatisieren zu können.. Ich hoffe das wird irgendwann anders sein oder dass man selbst was umschreiben kann mit DDT4All.

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Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Hallo,

erstmal vielen Dank für den Klasse Bericht, PowerTower!
Ja, der Twingo ist nichts für die Langstrecke, aber sonst weiß er - zumindest bei uns - bislang voll zu überzeugen.
Ich möchte gerne noch auf einige von dir/euch angesprochene Punkte eingehen:
- die Ladeleistung wird nicht angezeigt: Ich habe das ganze über meine Wallbox bzw. mein Notladekabel gelöst. Hier sehe ich jeweils die aktuelle Ladeleistung und kann diese bei der Wallbox auch per App anzeigen lassen - aber ja: Der Twingo selber zeigt diese nicht an
- Ladevorgang steuern: Starten geht leider nur über die Programmierung, allerdings kann man den aktuellen Ladevorgang mit einem kleinen Trick jederzeit beenden (viewtopic.php?f=427&t=66850)
- Das Aufschließen unterbricht den Ladevorgang nur kurz. Das hängt damit zusammen, dass dann auch das Ladekabel freigegeben wird und deshalb die Ladung unterbricht.
- Vorklimatisieren geht erst ab 40%: Ja, bei mir auch. Allerdings kann ich auch Vorklimatisieren, ohne dass ich ein Ladekabel angschlossen habe!
- Rekuperationsstufen: Ich merke erst so ab <80% Akkustand einen richtigen unterschied zwischen den Stufen. Auch habe ich das Gefühl, dass die Rekuperation bei wärmeren Temperaturen besser klappt (er also mehr rekuperiert) als im Moment bei knapp um die 0°C. Ich fahre quasi nur Landstraße und kann meine tägliche Pendelstrecke fast ohne zu bremsen bewältigen.

Deine beiden Fails kann bzw. muss ich leider bestätigen. Bei der Sitzheizung komme ich gar nicht soweit und muss diese immer nach wenigen Minuten von Hand ausschalten :D

(Kannst du mir vielleicht noch verraten, mit welchem Foto/Smartphone du die Bilder gemacht hast? Die sind richtig gut! :) )
Seit 03/21: Renault Twingo Electric Vibes - Valencia Orange & Faltdach - Wallbox: go-e charger fix 11kw

Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Danke für deine Hinweise. Ich merke schon auch den Unterschied bei den Reku Stufen, aber B3 haut mich da eben nicht vom Hocker im Vergleich zu anderen E-Autos. ;) Zumal der Verzögerungseffekt sehr dezent erst etwa 2 Sekunden nach dem Lupfen des Spaßpedals eintritt. Gefällt mir nicht so richtig. Deswegen bleibe ich einfach bei D. Dort wird auch mit bis zu 12 kW rekuperiert und über das Bremspedal entsprechend deutlich mehr.

Der Grund für die Ladeunterbrechung beim Aufschließen des Autos ist mir bekannt, das hat der e-up! ja auch so gemacht. Das heißt aber nicht, dass mir das so gefällt. ;) Zumal es der gezeigte hypercharger als Ladeende definiert hat und ich den Ladevorgang erneut starten musste. Zu Hause geht es nach etwa 30 Sekunden von allein weiter. Finde da die Lösung der ZOE Ph1 oder beim Opel Ampera-e mit der separaten Taste auf der Fernbedienung deutlich besser.

Die Anzeige der Ladeleistung benötige ich vor allem an öffentlichen Ladestationen, zu Hause eher nicht. Es gibt einige Stationen die die Ladeleistung anzeigen, aber auch nicht alle. Und wenn man im Auto sitzt würde man gern direkt prüfen wie es aussieht und ob es sich lohnt, den Ladevorgang zu beenden und weiter zu fahren. Ist aber kein großes Problem, mit dem Produkt meines Arbeitgebers komme ich schon an diesen und weitere Werte (z.B. Akkutemperatur) heran. Aber irgendwie wäre es trotzdem cool, wenn Renault die ohnehin vorhandene Leistungsanzeige einfach dafür verwenden würde.

Die Fotos wurden mit einem Motorola Moto g5 Plus erstellt (Modelljahr 2017).

Viele Grüße
Micha
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Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Sehr schöner und ausführlicher Erfahrungsbericht, den ich so voll und ganz unterschreiben kann.
FelixChristian hat geschrieben: - Das Aufschließen unterbricht den Ladevorgang nur kurz. Das hängt damit zusammen, dass dann auch das Ladekabel freigegeben wird und deshalb die Ladung unterbricht.
Das empfinde ich mittlerweile als großen Mangel gerade an kostenlosen Ladesäulen wie bei Lidl.
Der Ladevorgang wird beim Aufschließen des Twingos unterbrochen und läßt sich an der Lidl-Säule auch nicht sofort wieder starten.
Dabei stellt sich mir die Frage, ob das Laden auch unterbrochen wird, wenn man nur die Heckklappe öffnet, um wenigstens seine Einkäufe zu verstauen?
Renault Twingo Electric Vibes, TZ aus 12/20

Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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- Aufschließen des Fahrzeugs unterbricht den Ladevorgang
- Vorklimatisieren funktioniert erst ab einem Ladestand von 40 % und nur bei angeschlossenem Ladekabel
- Renault hat es bis heute nicht geschafft, dass man das Auto während des Ladevorgangs ganz normal mit "Zündung an" klimatisieren kann, so wie die meisten anderen Hersteller das können. Der Umweg über ein eingestelltes Klimatisierungsprogramm hat bei mir bislang nicht funktioniert und finde ich ohnehin wenig nutzerorientiert. Frieren an der Ladestation ist einfach Mist. Der Klimatisierungsbutton in der App funktioniert erst ab einem Batterieladestand von 40 % und läuft dann auf Gebläsestufe 12½...
Absolute fails und sogar noch ein Rückschritt zur Zoe 1 - die konnte zwar auch nur bei >40% Vorklimatisieren, aber das auch ohne am Ladekabel zu hängen und die Ladung wurde per Knopf separat beendet. Völlig irrsinnig sich bei jedem Aufschließen an der Ladesäule neu zu authentifizieren (eventuell noch mit Kabel ab- und wieder anstecken) - vom Laden mit den immer noch vorhandenen Pauschaltarifen mal ganz zu schweigen.

Frage mich nur, wer bei Renault meint, dass die Kunden an einer Ladesäule lieber eine 1/2 h frieren als auf 15 km geladene Reichweite zu verzichten. Und danach Vorklimatisieren mit Lüftung Stufe 12+ ...SchwuuuUUUuuu

Ansonsten wohl der bessere Deal als der Smart44 nehme ich an. Schöner Bericht!
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Re: Twingo Electric - Große Mobilität beginnt im Kleinen

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Doctore hat geschrieben: Dabei stellt sich mir die Frage, ob das Laden auch unterbrochen wird, wenn man nur die Heckklappe öffnet, um wenigstens seine Einkäufe zu verstauen?
Wenn du die Heckklappentaste an der Fernbedienung betätigst, lädt das Auto weiter.
eve hat geschrieben: Völlig irrsinnig sich bei jedem Aufschließen an der Ladesäule neu zu authentifizieren (eventuell noch mit Kabel ab- und wieder anstecken) - vom Laden mit den immer noch vorhandenen Pauschaltarifen mal ganz zu schweigen.
Das musst du auch nicht. Es ist nur eine Unterbrechung des Ladevorgangs für etwa 30 Sekunden, kein Abbruch. Dass der hypercharger bei mir den Ladevorgang beendet hatte, kann eben auch an anderen hektischen Aktionen gelegen haben, um die Heizung zum Laufen zu bekommen. Denn wenn du versuchst die Fahrbereitschaft herzustellen (also Schlüssel einmal durchdrehen), dann wird der Ladevorgang tatsächlich beendet. Gruselige Nutzerinteraktion, aber ich mag das Auto trotzdem aufgrund der anderen guten Eigenschaften. Es wäre ja zu einfach, wenn man mal in einem Auto alle Wünsche erfüllt bekommen würde. Vielleicht erlebe ich das noch eines Tages. ;)
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