Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

Schwabe1893
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Ich habe dies bei meiner ersten Inspektion vor 2 Wochen durchführen lassen aber nur die Info bekommen dass alles ok ist laut Spezifikation.
Outlander PHEV 2019 PLUS intro, Rubinschwarz
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Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

Zmeister
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Ich habe vor 2 Wochen aus Lageweile diesen reset mit der Abgeklemmten 12v Batterie gemacht....

Da ist auch dann das Foto mit den 51KM entstanden.

Nach dem völligen aufladen sind wir einen Tag später eine Runde Gefahren Stad land Fluss so ungefär.. Also BAB, Land Berg,Flach Tal ect....
Wir haben auch bei entsprechender Fahrweise (Max 100KM/h) genau diese 51Km erreicht....

Was mir jedoch aufgefallen ist die Energiemenge die ich reinlade in den Akku ist meistens die selbe also kaum Abweichungen...

Nur diese Anzeige (Diese Was wäre wenn Anzeige) die ist mittlerweile schon wieder zwischen 36KM usw am anzeigen...

Was mich das Stört garnichts... ich fahre 3 Tage zur Arbeit hin und zurück... ca. 36Km (in den 3 Tagen) Also Stop and Go hoch und runter....

Alles Suboptimal mit dem Ioniq komme ich so auch spielend auf 15,5KW/h verbrauch /100KM oder auf ca. 180Km statt 280KM Reichweite. . :-(

Also ....alles OK
MFG: ZMeister
:D Wer mit Elektronen fährt ist ein LEVEL weiter....
Ioniq Style Mj16 28Kw, Mitsubishi Outlander PHEV Mj2014 TOP-Ausstattung.

Denn ein Baum hat Äste das ist das beste, denn wäre er kahl dann wär es ein Phal!

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

miresc
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User PHEV hat eine offizielle Stellungnahme zu DBCAM (Kapazitätsmessung) von Mitsubishi Deutschland (MMD) erhalten.
Leider hat er sie in einem dafür weniger passenden Thread (Servicekosten) eingestellt, weshalb ich sie hier wiederhole:

"Sehr geehrter Herr ******,
Ihre Anfrage haben wir erhalten. Gerne haben wir uns Ihrem Anliegen angenommen, möchten uns aber vorab für die späte Rückantwort entschuldigen.

Für den Erhalt der 8-Jahres Herstellergarantie auf die Fahrbatterie, ist seitens des Herstellers die Durchführung der Batteriekapazitätsmessung nicht zwingend vorgeschrieben. Voraussetzung zur Erhaltung dieser freiwilligen Garantie ist, dass Reparaturen oder Wartungsarbeiten nach den Vorgaben des Herstellers durchgeführt werden. Hinweise zu den notwendigen Wartungsarbeiten finden Sie im Serviceheft zu Ihrem Fahrzeug.

Für die regelmäßige Durchführung der Batteriekapazitätsmessung sprechen aber u.a. folgende Gründe:

· Es wird gewährleistet, dass die maximale mögliche Batteriekapazität und damit die höchst mögliche elektrische Reichweite zur Verfügung stehen.
· Die dokumentierten Daten über die Batteriekapazitätsmessungen sind ein positives Argument bei einem Wiederverkauf des Fahrzeuges.
· Bei eventuellen Kulanzentscheidungen werden durchgeführte Batteriekapazitätsmessungen berücksichtigt.

Wir hoffen, wir konnten mir unserer Rückmeldung behilflich sein und wünschen Ihnen mit Ihrem Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid viel Freude und eine allzeit gute und sichere Fahrt.

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

i. A. Thomas Merkel, i. A. Frank Hauf
Teamleiter Frontoffice, Frontoffice"

Meine Meinung dazu:
Sachlich enthält die Stellungnahme nichts Neues, keine technischen Informationen, die wir nicht schon längst wüssten. Trotzdem finde ich sie interessant aus folgenden Gründen:
1. MMD gesteht m. E. ganz offiziell ein, dass ohne "regelmäßige Durchführung der Kapazitätsmessung" "die maximale mögliche Batteriekapazität und damit die höchst mögliche elektrische Reichweite" nicht "zur Verfügung stehen". Wie immer man das bezeichnen möchte, ich würde das als faktisches Eingeständnis eines technischen Mangels werten.
Es geht dabei aber bekanntlich nicht um irgendeinen unerheblichen Sachverhalt, vielmehr um einen, der für die Ergebnisse der WLTP-Prüfungen (elektrische Reichweite, Spritverbrauch, Abgaswerte) und damit für die Steuereinstufung und Förderfähigkeit als PHEV relevant ist. Es wird interessant werden, wie die zulassungsrelevanten Grenzwerte - nach neuester WLTP-Norm über einen Zeitraum von fünf Jahren! - gesichert und nachgewiesen werden sollen. Ich tendiere wie manch anderer User dazu, man solle als Kunde beim Händler DBCAM als "Nachbesserung" ohne Zusatzberechnung einfordern.

2. MMD empfiehlt DBCAM zusätzlich als den Wiederverkaufswert steigernde und ggf. erforderlich werdende Kulanzanträge positiv beeinflussende Maßnahme.
Es mag m. E. dahingestellt bleiben, ob man dabei besonders auch an die Umsätze der Markenwerkstätten denkt. Jedenfalls lässt die Stellungnahme in keiner Weise erkennen, dass es von Seiten MMDs eventuelle Bedenken wegen der bei DBCAM erfolgenden Tiefentladung des Fahrakkus gibt.

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

CreytaX
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Verkaufstechnisch hat der DBCAM eig. nur Nachteile.
Die Batterie verliert schließlich mehr Kapazität, als wenn sie Jahre lang viel degressiver berechnet wird.

Dazu bekommt man nicht mal die Messwerte mitgeteilt.


Als Käufer der sich auskennt wurde ich lieber einen kaufen der nie ein DBCAM gesehen hat bzw erst einen kurz vor Kauf.

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

miresc
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Creytax hat geschrieben:
"Verkaufstechnisch hat DBCAM eig. nur Nachteile.
1. Die Batterie verliert schließlich mehr Kapazität, als wenn sie Jahre lang viel degressiver berechnet wird.
2. Dazu bekommt man nicht mal die Messwerte mitgeteilt.
3. Als Käufer, der sich auskennt, wurde ich lieber einen kaufen, der nie ein DBCAM gesehen hat bzw erst kurz vor Kauf."

Weil die Zitier-Funktion leider nicht wie gewollt zur Verfügung steht, musste ich manuell kopieren. Hier meine Einschätzungen:

zu 1. Trotz sorgfältiger Verfolgung der diesbezüglichen Forenbeiträge kenne ich keine Daten, die diese Behauptung belegen. Es ist die bekannte Mitsubishi-Schutzbehauptung, um die fragwürdigen Fehlschätzungen der Akku-Kapazität aufgrund der BMU-Programmierung zu rechtfertigen.

zu 2. Es mag ja Werkstätten geben, die so verfahren. Wer OBD2-Jongle und Watchdog hat (ich nicht!), kann die Werte vor und nach DBCAM selbst auslesen und anzeigen. Ich habe meiner Werkstatt vor der 1 Jahresinspektion schriftlich mitgeteilt, welche Werte ich wissen möchte. Ich bekam zur Rechnung ein Blatt mit den entsprechenden handschriftlichen Einträgen. Das habe ich abgeheftet und werde es beim nächsten DBCAM zur Aktualisierung wieder vorlegen.

zu 3. Zunächst einmal bin ich aber nicht potentieller Käufer eines gebrauchten PHEV, sondern Besitzer und Fahrer. Und da muss ich ich halt abwägen, ob die durch DBCAM erreichbaren Vorteile bei der elektrischen Reichweite die ggf. anfallenden Kosten (oder sonstige befürchtete Nachteile) aufwiegen.

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

muinasepp
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miresc hat geschrieben: 1. Die Batterie verliert schließlich mehr Kapazität, als wenn sie Jahre lang viel degressiver berechnet wird.
miresc hat geschrieben: zu 1. Trotz sorgfältiger Verfolgung der diesbezüglichen Forenbeiträge kenne ich keine Daten, die diese Behauptung belegen. Es ist die bekannte Mitsubishi-Schutzbehauptung, um die fragwürdigen Fehlschätzungen der Akku-Kapazität aufgrund der BMU-Programmierung zu rechtfertigen.
Nun, dass eine Tiefentladung bei einem Li-Ion-Akku auf die Lebensdauer geht, ist eine bekannte technische Gegebenheit. Weiterhin erscheint auch logisch, dass es der Lebensdauer förderlich ist, wenn die Zellenkapazität konservativ berechnet wird, also die voll Kapazität u. U. nicht ausgeschöpft wird. Beides lässt den Schluss zu, dass ein Akku ohne Kapazitätsmessung länger hält als einer mit Kapazitätsmessung. Je öfter diese gemacht wird, desto stärker wird es sich negativ auswirken.

Im Grunde genommen aber bin ich auch der Meinung, dass es ein technischer Mangel am Fahrzeug ist. Die Auswirkungen auf Förderfähigkeit etc., das lass ich mal dahingestellt. Wenn man darauf rumreitet, schadet man sich als Besitzer im Endeffekt doch nur selbst. Aber wenn die BMU in einem solchen Fahrzeug nicht korrekt arbeitet bzw. aus welchem Grund auch immer nicht korrekt arbeiten kann, dann müsste der Hersteller die Kapazitätsmessung optional, aber in jedem Fall kostenlos, anbieten. Die Abwälzung der Kosten eines Mangels auf den Kunden finde ich total daneben. Einen Mangel werden sie niemals zugeben. Aber zumindest könnte man die Kapazitätsmessung kulanzmäßig abwickeln.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

CreytaX
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Jupp schließe mich Sepp in allen Punkten an.

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

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Kommt es denn wirklich beim DBCAM zur Tiefentladung?
Das heisst unterhalb der erlaubten Mindestspannung, also fast Richtung Null Volt?
Outi 2019 PHEV Basis mit AHK
Vollladungen Durchschnittswerte:
05.19=9,46 06.19=9,89 07.19= 9,52

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

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Bei meinem letzten DBCAM war die minimale Gesamtspannung 251,1 Volt. Niedrigste Einzelspannung 2,937 Volt...

Re: Stellungnahme von Mitsubishi zum DBCAM beim Outlander PHEV 2019

miresc
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kawa hat geschrieben: (Di 28. Apr 2020, 20:58)
"Kommt es denn wirklich beim DBCAM zur Tiefentladung?
Das heisst unterhalb der erlaubten Mindestspannung, also fast Richtung null Volt?"


Natürlich nicht! Der zu vollautomatischem Ablauf programmierte DBCAM-Prozess entlädt über die elektrische Heizung und/oder die Klimaanlage den Akku bis zu einem festgelegten - aktuell unschädlichen - Tiefpunkt und lädt dann von dort aus den Akku sofort wieder komplett voll. Es kommt also gar nicht zu einer (schädlichen) Lagerung im Tiefentladungszustand.
Dabei wird der Akku allerdings deutlich tiefer entladen als im normalen Fahrbetrieb, wo spätestens oberhalb von 25% Ladung (oft auch schon bei rund 30%) sich automatisch der Verbrenner zuschaltet. Auch durch Fahren ohne Benzinzufuhr ist eine tiefere Akku-Entladung möglich, unterhalb von 20% kann es aber plötzlich zu Fehlermeldungen und Stillstand kommen.
Dass häufige Tiefentladungen von LiIon-Akkus deren Lebensdauer verkürzen, gilt als Allgemeinwissen. Ob aber eine Teil-Tiefentladung per DBCAM im Jahresabstand sich tatsächlich messbar negativ auf den Outlander-Akku auswirkt, hat m.W. noch niemand mit konkreten Daten belegt.
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