Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

Blesse
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Hallo,

beim Basis ist ja keine Schuko Lösung im Innenraum verbaut. Hat jemand eine Idee, ob sich das nachrüsten lässt und wie man da am besten vorgeht?

Fremdfabrikat Lösung oder lieber das Originalssystem (wegen Garantie)? Preislage? Habe mir schon angelesen dass es ohne Original Technik schwierig wird die volle Leistung zu erreichen, und das relativiert eventuelle Ersparnis ja wieder.

Eine erste Anfrage ergab übrigens eine recht zurückhaltende Antwort, also will da möglicherweise gar nicht jeder Freundliche bei gehen. Daher hier die Frage in die erfahrene Runde.
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Re: Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

miresc
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Blesse hat geschrieben: Hallo,
beim Basis ist ja keine Schuko Lösung im Innenraum verbaut. Hat jemand eine Idee, ob sich das nachrüsten lässt und wie man da am besten vorgeht?
Die Frage ist zuerst einmal: Welche Verbraucher mit welcher Leistung sollen an 230V angeschlossen und wie lange betrieben werden? Mir ist kein Fall bekannt, dass jemand die Originallösung, welche ja auf die 300V-Fahrbatterie zurückgreift, hat nachrüsten lassen. Das dürfte, falls es technisch überhaupt geht, sehr teuer kommen.
Der Anschluss eines (am besten reinen Sinus-)Wechselrichters mit 230V-Schukodosen an die 12V-Batterie ist zwar möglich, wegen deren kleiner Kapazität aber nur sehr begrenzt. Man sollte nicht über die Leistungsgröße 300W Dauerleistung gehen.

Dann ist es m. E. sinnvoller - und viel billiger - als Dauerstrom direkt an die 12V-Batterie unter dem Laderaum mit 2,5mm-Kabeln, Flugsicherung und ggf. Niedrigspannungs-Abschalter eine "Zigarettenanzünder"-Dose mit 20 Ampere Belastbarkeit anzuschließen und im Laderaum seitlich einzubauen. Das kann man mit ein wenig Geschick selbst erledigen.
Dort kann man dann über einen mobilen Gleichrichter Geräte bis etwa 200 Watt Leistung mit 230V betreiben, was für das meiste Elektronische bequem reicht. Für schwerere Elektrowerkzeuge werden heutzutage ja sowieso Akku-Geräte bevorzugt. Was damit nicht geht, ist der Betrieb elektrischer Heizungen (Fön, Heizlüfter, Kochgeräte).

Re: Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

sko
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Möglich vermutlich schon, aber Kosten allein für den DC/DC-Wandler und alle weiteren benötigten Teile sowie Arbeitszeit (das halbe Fahrzeug muss zerlegt werden um Kabelbäume zu ersetzen...) und evtl noch etliche Serviceanfragen bei MMC bezüglich umcodierung ETACS und EV-Steuergerät (wenn überhaupt möglich) dürften weit mehr kosten als der Aufpreis zum BASIS DIAMANT der die Steckdosen bereits hat (und vor allem die E-Heizung...). Ist wie früher bei den Kleinwagen in Billigausstattung und Nachrüstung einer Funk-ZV: Nachrüstung der ZV/FB kostet unterm Strich mehr als die nächsthöhere Ausstattungslinie die zusätzlich zur ZV schon _deutlich_ mehr Ausstattung hat...

Der BASIS ist ein Preislistenmodell wie auch bei jedem anderen Hersteller und Modell die Grundausstattungen - entweder man muss sich mit der spartanischen (und oft eher unsinnigen) Ausstattung abfinden, ober mindestens das unterste Sondermodell (aktuell der BASIS DIAMANT) nehmen. Selbes z.B. beim Space Star BASIS - da geht es nur darum ein Fahrzeug unter 8000EUR anbieten zu können, aber ohne Radio ist sowas höchstens für billige Firmenfuhrparks interessant, nicht als Privatwagen. Beim PHEV ist hier eben das Ziel mit dem BASIS als einziger Hersteller einen Hybrid-SUV für unter 30t EUR anbieten zu können...
2019 Outlander PHEV Top, 1991 Sigma 3.0-24V, 1989 Galant GLS, 1988 Galant VR4, 1970 DKW 502 Extra

Re: Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

miresc
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Dieser pauschalen Aufpreismodell-Werbung widerspreche ich für den PHEV deutlich. Immerhin haben im MJ 2019, als es keinen Basis Diamant gab, sich fast 25% aller Käufer in D für den Basis entschieden. Mein Händler sagte zu Recht: “Vor wenigen Jahren hätte man den Basis noch als Komplettausstattung definiert.“
Als die 2020er-Daten erschienen, habe ich die Ausstattungen genau verglichen und kurz überlegt, ob die Mehrausstattung des Basis Diamant die 3000 Euro Aufpreis wert ist.
Für mich(!) war das Ergebnis negativ, denn der Wagen steht in einer immer teilwarmen Garage im Haus und kann viel günstiger mit einem DEFA-Lüfter vorgewärmt werden.
Und ich brauche weder 230V-Steckdosen noch Tomtom-Navi, weder elektrische Fahrersitzverstellung noch das viel kritisierte WLAN-Remotesystem.
Laut Schwacke-Liste hat der Basis auch den prozentual höchsten Wiederverkaufswert und bietet damit das beste Preis-Leistungsverhältnis. Bei anderen Mitsubishi-Fahrzeugtypen mag das ja durchaus anders sein.

Re: Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

Peugeot Ion
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miresc hat geschrieben: Dieser pauschalen Aufpreismodell-Werbung widerspreche ich für den PHEV deutlich. Immerhin haben im MJ 2019, als es keinen Basis Diamant gab, sich fast 25% aller Käufer in D für den Basis entschieden. Mein Händler sagte zu Recht: “Vor wenigen Jahren hätte man den Basis noch als Komplettausstattung definiert.“
Als die 2020er-Daten erschienen, habe ich die Ausstattungen genau verglichen und kurz überlegt, ob die Mehrausstattung des Basis Diamant die 3000 Euro Aufpreis wert ist.
Für mich(!) war das Ergebnis negativ,
Die Ausstattungspreissprünge waren für mich auch nicht nachvollziehbar. In Österreich für jede Ausstattungsstufe je €7000.- bis € 8000.-.

Re: Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

muinasepp
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Welche Maximalspannung hat eigentlich die Outlander-Fahrbatterie? Wechselrichter aus dem Photovoltaikbereich sind üblich bis 600 V DC eingangsseitig, und da ist man im Preisbereich deutlich über 500.- EUR nur für das Gerät. Ansonsten muss man wie von miresc vorgeschlagen auf einen 12 V Wechselrichter an die Bordbatterie. Da ist man von der Leistung her abhängig von der Leistung des fahrzeugeigenen DC/DC-Wandlers (welche Leistung hat der?). Also weniger Leistung, dafür aber auch deutlich günstiger, unter 100.- EUR, und außerdem nur länger verfügbar wenn die Zündung an ist und somit der fahrzeugeigene DC/DC-Wandler aktiv ist, weil man sonst die kleine Bordbatterie leer saugt.

@sko
Die Ausstattungspolitik von Mitsubishi bzw. der Importeure hab ich noch nie verstanden und werde sie nie verstehen. Alleine mit dem Preisunterbietungswettbewerb kann man sie jedenfalls nicht begründen.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV

Re: Steckdose beim Basis nachrüsten. Möglich/lohnend?

Katzeintouch
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Der originale WR leistet 1500 Watt reiner Sinus und ist eine Konstantleistungsquelle. Die Spannung der Fahrbatterie liegt bei 330 V, je nach Ladezustand.
Fronius SYMO-HYBRID-5.0-3-S mit 5kWp nach West, Fronius Batterie 9,6kWh,
Fronius SYMO-3.0-3-S mit 3kWp nach Süd
Notstrombetrieb mit ENS Bender VMD 460 mit beiden WR bei 53Hz
Mitsubishi Outlander mit Solarladung
Steuerungen über S7 SPS, Wemos, Arduino
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