Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

blackcrow
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Thema Kofferraum beim Outi: ich war erst skeptisch, ob der vom Ladevolumen mit meinem früheren Kombi mithalten kann (gerade für Norwegen oder zum Baustofftransport). Was soll ich sagen? Der Outi erfüllt all das, was ich vom Kofferraumvolumen brauche (alles für 3 Wochen Norwegen reinbekommen! Wie beim Kombi war die Dachbox aber drauf). Selbst 3,20m lange Dachbalken wurden unter staunenden Blicken beim Holzfachmarkt „verstaut“ (Heckklappe blieb paar Zentimeter offen, fixiert mit Rödeldraht). Was mich bißchen stört ist das relativ kleine Zuladungsgewicht....

Thema Bremsen: für das Fahrzeuggewicht find ich die gar nicht schlecht (musste auch schon eine Vollbremsung auf der BAB wegen eines Deppen machen). Hatte der Tester beim Bremstest den B5 Modus drin? Gefühlt ist da die Gesamtbremsleistung wesentlich höher als bei B0....

Zu den anderen Vorzügen des Outi für MICH hatte ich ja schon oft was geschrieben: höheres sitzen, AWD, Alltag 100% elektrisch, gute Gesamtreichweite, ausreichende Anhängerlast, super Preis, und und und.... 😃
VG Christoph
Mitsubishi Outlander 2019 Intro Plus
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Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

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  • johjoh66
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Peacock hat geschrieben: Der Bremstest hat mich eher erleichtert. Laut diverser Berichte hat der Outlander vor MJ19 beim Bremsen eine wirkliche Schwachstelle gehabt. Die Bremsanlage wurde von Mitsubishi fürs MJ19 überarbeitet, was anscheinend Früchte getragen hat.

Ja: ohne die Überarbeitung der Bremsen würde er jetzt wahrscheinlich nicht bei uns in der Garage stehen! An der Stelle beachte ich ausnahmsweise mal die Messwerte des ADAC, der zehn Vollbremsungen in Folge durchführt. Und da waren die älteren Outlander III-Varianten z.B. 7 Meter hinter einem Subaru Outback und gar 10 Meter hinter einem Kodiaq (bzw. 30%!!!).
LG, Dieter
Outlander PHEV Plus + FAP, Karmin-Rot, EZ 05/19, 22 tkm, Bild

Allradantrieb ermöglicht es, dort stecken zu bleiben, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt! :lol:

Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

sko
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Der PHEV hatte bis zum Facelift (MY19) vorn die "kleinen" 297mm Bremsscheiben wie auch Benziner/Diesel. Mit dem Facelift wurde auf 320mm Scheibengröße aufgerüstet.

Die 297mm waren im normalen Betrieb eigentlich ausreichend (Die 297mm 2-Kolben Anlage wurde Jahrelang in Evo 1-3 im Rallyesport in der Gruppe N gefahren und war dort "OK"; auf Schotter durften sogar nur die 279mm Scheiben gefahren werden). Der Sigma mit 1.7t Lebendgewicht kommt auch mit den 279mm Scheiben und man muss es schon ziemlich fliegen lassen um die Bremse weich zu bekommen. Bremsungen aus 240 sind da auch kein wirkliches Thema...
Da aber mittlerweile kaum jemand mehr "richtig" bremst sondern schon in den Fahrschulen das ewig lange herumstehen auf dem Pedal mit wenig druck beigebracht wird, ist bei 2t Fahrzeuggewicht einfach zu wenig Masse vorhanden um die Wärme ausreichend zu puffern, erst recht wenn in B0 ohne bzw mit wenig Unterstützung gebremst wird. Die 320mm Scheiben wiegen gut 500g (!) mehr als die 297mm, was die Wärmekapazität deutlich erhöht und damit auch bei wiederholten Vollbremsungen (Realitätsfremd) oder ständigem "Pedal streicheln" (eher "Normal") ausreichend Puffer bietet.
Bei der ersten Bremsung wird man zwischen 297mm und 320mm fast keinen Unterschied messen können - beide Bremsen bringen die Vorderräder problemlos an die Blockiergrenze. Erst beim/nach dem "durchheizen" unterscheiden sich die beiden Scheibengrößen.

Wem das noch nicht reicht: Da die 2-Kolben Bremssättel mit identischer Belagform bei Mitsubishi schon seit Ende der 80er in Galant VR4, Evo 1-3, Sigma, Eclipse GSX, bis heute in ASX, Eclipse Cross und sämtlichen Outlandern verbaut wurde, gibts dank der erstgenannten Fahrzeuge auch (Rennsport-)Beläge mit deutlich höherer Temperaturstabilität z.B. von Pagid oder Ferodo.
Da diese aber je nach Mischung relativ hohe Metallanteile haben sind sie deutlich lauter und verursachen _erheblich_ mehr Bremsstaub als die Serienbeläge. Im Galant stecken bei mir Pagid Blau, welche bei Betriebstemperatur klingen als hätte man Sand in der Bremsanlage, kälter quietschen sie wie eine U-Bahn und die weiße Felgen sind innerhalb einer Saison mit ~5000km komplett vergilbt. Zudem sind nach 5-7000km i.d.R. Scheiben + Beläge platt.
Es gibt natürlich auch mildere Varianten - z.B. Ferodo DS2500 sind sehr gut alltagstauglich (da leise) und verursachen deutlich weniger Staub. Haben wir auch bei einer handvoll (älteren) Outlandern verbaut die regelmäßig mit Hänger in den Bergen unterwegs sind...
2019 Outlander PHEV Top, 1991 Sigma 3.0-24V, 1989 Galant GLS, 1988 Galant VR4, 1970 DKW 502 Extra

Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

muinasepp
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Danke für die Aufklärung.
sko hat geschrieben: Bei der ersten Bremsung wird man zwischen 297mm und 320mm fast keinen Unterschied messen können - beide Bremsen bringen die Vorderräder problemlos an die Blockiergrenze. Erst beim/nach dem "durchheizen" unterscheiden sich die beiden Scheibengrößen.
Mit den Bremsen meines Mj. 2017 hatte ich bisher keine Probleme, auch wenn die natürlich keine Sportwagenqualitäten haben. Deshalb konnte ich die Aussagen hier (ein paar Vollbremsungen hab ich auch schon hinter mir), dass diese so "unterirdisch" sein sollen und dass man deshalb sogar auf den Autokauf verzichtet, auch nicht ganz nachvollziehen. Mehrere Vollbremsungen hintereinander sind sowieso ziemlich praxisfern und wer auch nur ein bisserl mitdenkt, wird bei Paßabfahrten etc. B5 nutzen. Wer sein Hirn einschaltet ist also auch hier wieder mal im Vorteil.

Beim Motorrad hab ich übrigens gute Erfahrungen mit EBC-Bremsbelägen. Für den Outlander III PHEV bis Mj. 2018 sind lt. EBC Beläge in Vorbereitung.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV

Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

pelziger37
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ja das mit dem Hirn einschalten ist zur Zeit leider irgend wie ein Problem
siehe SUV gehetze oder Planloses verteufeln jeglicher Technik ohne wirklichen Alternativen
wer schon einmal aus Unwissendheit oder Naivität eine Bremse Berg ab richtig heiß gefahren hat
und erleben durfte ,was dann beim Bremsen passiert ..nämlich nichts mehr ,
der wird in Zukunft besser überlegen oder kein Auto mehr fahren ( weil Tot ) .
Gerade unsere Outlander biete da die Besten Möglichkeiten zum verzögern mit seiner B -Steuerung ,die
auch eine Vollbremsung super unterstützt . Auch das Mitdenken für andere ( lernt man als Motoradfahrer,wenn man überleben will )
erleichtert einem das Leben in unseren 2 Tonnen Auto und schont die Bremsen.
Leider musste ich schon 2 Mal die hinteren Scheiben wechseln ,weil sie solche Rostringe hatten ,das ich keinen TÜV mehr bekommen hätte .
(bei vorherigen Fahrzeugen )
Das ist wohl der Preis dafür ,wenn man vorrausschauend fährt und die Bremse kaum benutzt.
Die Bremsleistung beim MJ19 finde ich mehr als ausreichend .Auch im Vergleich zu meinen vorherigen SUV.s
Wahres Wissen beruht auf Erfahrung, alles andere ist nur Information.

(Albert Einstein)


denkt an euren CO2 Fußabdruck
lasst das Flugzeug alleine fliegen

Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

4504
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Morgen Forum,
auf einer meiner Probefahrten zog bei 130km/h ein LKW vor mir raus. Die erforderliche Notbremsung brachte meine Frau zum schreien und ich sah mein letztes Stündlein geschlagen. Der Outlander wurde im Heck leicht, fing an zu tänzeln und ich dachte das ich vom Heck überholt werde. Die Erfahrung war extrem unangenehm, und ja, es war fast der Grund das Auto nicht zu kaufen.

Im Endeffekt haben alle Helferlein an Bord geholfen das Auto stabil zu halten. Allerdings hat sich bis heute die Erfahrung tief ins Bewusstsein gebrannt.

Grüße,
4504

Re: Vergleichstest mit Outlander PHEV, Toyota Rav 4 Hybrid und Tiguan TDI

AndreasJ
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4504 hat geschrieben: Morgen Forum,
auf einer meiner Probefahrten zog bei 130km/h ein LKW vor mir raus. Die erforderliche Notbremsung brachte meine Frau zum schreien und ich sah mein letztes Stündlein geschlagen. Der Outlander wurde im Heck leicht, fing an zu tänzeln und ich dachte das ich vom Heck überholt werde. Die Erfahrung war extrem unangenehm, und ja, es war fast der Grund das Auto nicht zu kaufen.

Im Endeffekt haben alle Helferlein an Bord geholfen das Auto stabil zu halten. Allerdings hat sich bis heute die Erfahrung tief ins Bewusstsein gebrannt.

Grüße,
4504
Dieses Erlebnis hatte ich auch mit einem Audi A6 aus 2018, diesen fahre ich gerade als Firmenwagen.

Und genau dafür gibt es eben auch die Herferlein. Und diese sind mitunter auch der Grund warum die Anzahl der Verkehrstoten von 1970 mit ca 25.000 auf heute unter 4000 gefallen ist.

Neue Technik, wiegt mehr, säuft Energie aber rettet auch unser Leben.

Damit ein Danke an die Automobilhersteller für die vielen Helferlein.
BMW i3 60 mit Rex 2015 - 2017
Toyota Auris Hybrid 2017 - 2018
Mitsubishi Outlander PHEV seit 2019
KIA E-Niro 64 Spirit seit 2020
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