Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

Max2495
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...Streiche „versprochen“, setze „beworben“...gleichwohl, wenn ich mit etwas werbe, „verspreche“ ich konkludierend auch damit etwas, vielleicht wird auch nur suggeriert. Wie auch immer, der Verbraucher muss sich ja grundsätzlich erst einmal an etwas halten, was beworben wird.

VW hat auch mit Abgaswerten „geworben“, letztendlich gibt es eine Mehrzahl an gerichtlichen Urteilen, in denen von „Betrug“ geredet wird...es wurde mit etwas geworben, was nicht eingehalten wurde (Täuschung führt zu einem Irrtum, der zu einer Vermögensverfügung verbunden in der Folge mit einem Vermögensnachteil😉)
Was das mit „Kindermentalität“ gemein hat, vermag ich leider nicht nachzuvollziehen.

Gruß
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Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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Bewerben ist nicht versprochen und gesetzlich muss ich da als Hersteller nichts einhalten.

Und VW ist etwas ganz anderes, weil dort ja wirklich betrogen wurde. Aber nicht direkt die Fahrer/Besitzer, sondern der Staat -> Steuern.
Und bei Steuergelder hörst in DE sowieso der Spaß auf.

VW hat absichtlich "falsche" Software benutzt, um Werte zu manipulieren. Wie gesagt, das ist Betrug und hat rein gar nichts damit zu tun, was Mitsubishi mit seiner BMU SW macht.
Gruß
Markus :geek:
Mitsubishi Outlander PHEV Top 2019

You don’t need to baby the battery

https://ts.la/markus34522

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

miresc
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MBj1703 hat geschrieben: Bewerben ist nicht versprochen und gesetzlich muss ich da als Hersteller nichts einhalten.
Ist mir neu, aber aufschlussreich, dass Du Dich offensichtlich mit dem Hersteller (Mitsubishi Motors Japan) identifizierst. Nur so kann ich Dein - von mir als absolut stur empfundenes - Verhalten in dieser Angelegenheit einzuordnen versuchen, das mich doch sehr an die berühmten "drei Affen" erinnert: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen wollen.
Die persönlich empfunden nicht oder kaum nachlassende elektrische Reichweite hat Andy (ja, der angeblich "inkompetente Australier") damit erklärt, dass man als PHEV-Neuling über Monate hinweg sein Fahrverhalten an das Fahrzeug anpasst und optimiert, sodass man eine Zeitlang mit weniger verbrauchter Energie genausoweit kommt.

Objektiv gilt in der Sache zum Vergleich exakt eine einzige Größe: Die von einer festgelegten Kapazitäts-Untergrenze bis zu dem von Fahrzeug ausgelösten Ladeschluss ladbare Netto-Vollladung, wie sie das Fahrzeugdisplay unter "Ladekosten" anzeigt. Die einzige Schwierigkeit ist dabei das gleichmäßige Festlegen bzw. Erreichen der Untergrenze (möglichst unter 30%) - jedenfalls wenn man dabei auf OBD-Dongle und Watchdog verzichten möchte.
MIt einem PLUS/TOP täte man sich insofern leichter, als man über die elektrische Heizung z. B. genau so lange Restenergie entladen kann, bis der letzte Balken in der Akku-Säulengrafik soeben verschwindet.
Eine ganze Reihe von Usern dokumentiert dies seit Monaten und längerfristig über diese Tabelle:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... edit#gid=0
Du bist leider nach zwei glatten, pauschalen und damit wertlosen Einträgen (10 bzw. 11 KWh) ausgestiegen.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

Max2495
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Aber nicht direkt die Fahrer/Besitzer, sondern der Staat -> Steuern.
Das sehe ich nicht ganz so, die gerichtlichen Urteile aus den Einzelklagen sagen etwas anderes. Denn, wäre der Käufer nicht „betrogen“ worden, könnte der auch nicht klagen, weil ihm ja nach deiner Meinung gar kein Schaden entstanden ist😉

Fraglich ist imho dennoch, ob Mitsubishi nicht mit etwas wirbt, von dem sie sehr wohl wissen (spätestens nach Wahrnehmung der zahlreichen Beschwerden), dass es schon nach kurzer Zeit zu einem deutlichen Reichweitenverlust kommt (in vielen Fällen gekommen ist).
Und eins ist imho völlig klar, kann ich nicht, wie beworben, annähernd die beworbene Reichweite aufgrund eines „Akkubugs“ erreichen, ist Mitsubishi dem Kunden schon irgendwo schuldig (zumindest in den Garantiezeiträumen), im Rahmen einer positiven Kundenbetreuung nachzubessern- aber bitte, das ist eben meine Meinung, die mit deiner nicht in Einklang zu bringen ist (und nicht muss und was ja auch gar nicht schlimm ist).
Und vielleicht entschließt sich ja der eine oder andere tatsächlich, im Rahmen rechtlicher Schritte seine Ansprüche geltend zu machen...ein beschwerlicher und langwieriger Weg (was man im VW-Schummeldieselvorgang tagein tagaus erleben kann).

Gruß

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

miresc
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MBj1703 hat geschrieben: Und VW ist etwas ganz anderes, weil dort ja wirklich betrogen wurde. ... VW hat absichtlich "falsche" Software benutzt, um Werte zu manipulieren.
Ist ja alles hier schon wiederholt diskutiert und argumentiert worden. Ich sehe zwischen VW und Mitsubishi sehr wohl ganz deutliche Ähnlichkeiten, wobei ich auf eine juristische Bewertung (Liegt vorsätzlicher Betrug vor, oder eben nicht?) hier verzichten möchte.
Beide setzen eine Software ein (VW zur Abgasregelung, Mitsubishi zum Batteriemanagement), die genau das tut, was der Hersteller möchte ("by design"), was aber weder die Zulassungsbehörden noch die Kunden wollen - und beide Hersteller haben nachträglich eine "Entschuldigung" mitgeliefert. Die VW-Abschaltung eines Abgasreinigungsystems auf der Straße diene angeblich der Motorschonung, die Mitsubishi-BMU-Software der Batterieschonung. Unterschied: Bei VW greift die unerwünschte Funktion gleich beim Verlassen des Prüfstandes, bei Mitsubishi erst progressiv im Laufe des Akku-Lebens. In beiden Fällen wird aber der von der Prüfbehörde ermittelte und die Zulassung ermöglichende Zustand nur ganz am Anfang komplett eingehalten und erfüllt. Ist leider so!

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

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apopesc hat geschrieben: Das stellt weniger ein Problem dar. Ich bin selbst Sachverständiger für Verkehrsmesstechnik und arbeite in einem KFZ-Sachverständigenbüro. Der Fachanwalt für Verkehrsrecht sitzt nur ein Büro weiter.
[/Quote

Das passt doch ganz gut. Vielleicht kannst Du mal mit Deinen Daten überschlagen, welcher Eigennutzungsanteil abgezogen werden würde wenn Du den Wagen wandelst.
Mal sehen wie hoch die Differenz zum sofortigen Verkauf ohne jeden Aufwand ist.
Was noch dazu kommt, es ist kein E.--Auto sondern ein vielseitiges Benzin/Elektroauto dh. die Einschränkung des tatsächlichen Nutzens ist womöglich auch noch zu berücksichtigen.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

MrMaus
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@Back in Black ich schenke dir ne eckige klammer: ]

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

apopesc
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Ob man nun von Betrug sprechen kann, mag ich anhand des aktuellen Stands nicht bewerten.
Fakt ist, dass nicht aktiv auf einen Sachverhalt hingewiesen wurde, der den Zustand beeinflusst. Schlussendlich führt das zu der Frage ob und inwiefern eine Fahrbatterie ein Verbrauchsgegenstand ist. Ge-/Verbrauchsgegenstände wie z.B. ein Traggelenk hat auch eine gewisse zugesicherte Eigenschaft, die auch einer Gewährleistung unterliegt.

Die Rechtsprechung ist sich überdies aber einig, dass der Kunde sich auf die angegebenen Verbrauchswerte verlassen können muss. Ich bin als Käufer nicht verpflichtet mir Fachwissen anzueignen. Mehr als 10% Mehrverbrauch sind dabei ein erheblicher Mangel. (BGH, Urteil v. 18.06.1997, Az.: VIII ZR 52/96 und 08.05.2007, Az.: VIII ZR 19/05)

Ich werde auf jeden Fall mal in mich gehen und überlegen ob eine Wandlung oder der einfache Verkauf für mich persönlich interessanter ist. Aktuell sind die PHEV Preise recht stabil, andererseits finde ich auch keine gleichwerte Alternative auf dem aktuellen Markt.
PHEV TOP MY19 - Perlmutt-Weiß

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

Max2495
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@black in black
Im VW-Verfahren kommt die Formel „Bruttokaufpreis x gefahrene Kilometer ./. Erwartbare Gesamtlaufleistung“ zur Berechnung des Nutzungsausgleichs zur Anwendung.
Dabei ist dem Hersteller natürlich daran gelegen, eine möglichst niedrige erwartbare Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs anzusetzen, dem Kunden eine möglichst hohe😉
Im VW-Verfahren hat sich der Wert bei ca. 250tsd Kilometer eingependelt, den die Gerichte überwiegend auch anerkennen.

Gruß
Zuletzt geändert von Max2495 am Do 24. Okt 2019, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Deutsche Zusammenfassung von Andy Australia zum Thema Batteriedegration

muinasepp
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miresc hat geschrieben: Beide setzen eine Software ein (VW zur Abgasregelung, Mitsubishi zum Batteriemanagement), die genau das tut, was der Hersteller möchte ("by design"), was aber weder die Zulassungsbehörden noch die Kunden wollen - und beide Hersteller haben nachträglich eine "Entschuldigung" mitgeliefert. Die VW-Abschaltung eines Abgasreinigungsystems auf der Straße diene angeblich der Motorschonung, die Mitsubishi-BMU-Software der Batterieschonung. Unterschied: Bei VW greift die unerwünschte Funktion gleich beim Verlassen des Prüfstandes, bei Mitsubishi erst progressiv im Laufe des Akku-Lebens. In beiden Fällen wird aber der von der Prüfbehörde ermittelte und die Zulassung ermöglichende Zustand nur ganz am Anfang komplett eingehalten und erfüllt. Ist leider so!
Wenn man sich schon auf diesen -in meinen Augen unangebrachten- Vergleich zwischen VW und Mitsubishi einlassen möchte, dann möchte ich hier die Frage stellen: Warum wird bei VW -deiner Aussage nach- der zulässige Zustand "ganz am Anfang" komplett eingehalten? Ich sehe das nicht, die Abschalteinrichtungen werden doch nicht erst nach einer gewissen km-Leistung oder Zeit aktiviert?

Bei VW steckt ganz klar eine Betrugsabsicht dahinter, man hätte ohne die Software keine Zulassung für die Fahrzeuge bekommen. Bei Mitsubishi kann ich das aber so nicht erkennen.

Dass Mitsubishi mit einer neuen BMU-Steuerung nachbessern sollte, ja, das finde ich auch. Allerdings ist doch noch nicht mal genau geklärt, was DBCAM eigentlich genau macht, oder konnte das jetzt schon jemand nachvollziehen? Die Frage ist ja, wird bei einem solchen Lauf Batteriekapazität von der 30%-Reserve abgezwackt, oder werden nur die Zellen neu gemessen und die Werte angepasst? Oder beides?
Zuletzt geändert von muinasepp am Do 24. Okt 2019, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
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