VW + Software = inkompatibel

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Man kennt es ja leider von seinem PC und seinem Smartphone: die Geräte wollen nicht immer so wie man selbst. Das mag ärgerlich sein, aber selten kritisch. Bei Autos ist es etwas anders. Schon durch viele Berichte vorher gelesen, war ich nciht sehr überrascht, daß das Infotainment - oder besser: die Software für den großen Bildschirm - nicht nur hakelig war sondern auch mal bereits nicht richtig funktionierte, wie z.B. die Anpassung der Bildschirmwidgets oder die Verbindung mit dem Smartphone. Dann diese schlimme We Connect ID App die inzwischen gar nicht mehr auf unseren Smartphones funktioniert (komischerweise auf allen 3 unterschiedlichen Smartphones kommt keine Verbindung mehr zum ID.3 zustande). Ärgerlich ... aber zumindest "nur" die Komforfunktionen.

... jedenfalls bis Gestern. Ich wollte den ID.3 Laden, habe das Auto aufgeschlossen und ... die Ladeklappe ging nicht auf! :evil: Das ist schon deutlich ärgerlicher, gerade wenn man das Auto laden und Mittags damit losfahren will. X mal probiert, Tür auf/zu, überall drücken ... erst das Abschliessen und weder Aufschliessen des Autos hat geholfen! Sicherlich auch nicht sehr kritisch aber doch deutlich ärgerlicher.

Zusammen mit der nicht mehr funktionierenden We Connect ID App hat sich somit bestätigt: VW kann immer noch keine Software bauen.
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Re: VW + Software = inkompatibel

elektrobebo
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So würde ich das nicht ausdrücken.
Bei mir funktioniert eigentlich alles.
Die App ist in der noch Beta Phase aber das wichtigste funktioniert. Und ich wusste vorher das es Probleme gibt.

Aber wer Wert auf Software liegt sollte Tesla fahren. Zumindest aktuell ist das so.

Bei neuen Fahrzeugen gibt es immer Kinderkrankheiten. Wer auf sowas keine Lust hat soll eben noch warten oder ein Produkt kaufen das ausgereift ist.

War dir vor dem Kauf nicht bewusst das es noch Software Probleme gibt?
VW ID 3 Life 204 Ps, 58kwh, Ohne WP bestellt am 29.01, geliefert 17.4 .21 RFK nachgerüstet.

Re: VW + Software = inkompatibel

stevie67
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Persönlich finde ich das auch etwas sehr harsch. Im ID sind sicherlich mehrere Millionen Zeilen Code. Die Komplexität ist sehr hoch wegen der Vielzahl der Komponenten und der Sicherheitsanforderungen. Du hast dich ja in einem anderen Thread sehr positiv über die Assistenten gezeigt. Das ist auch Software, die ich persönlich sehr gelungen finde. Dann von dem Fehler mit der Ladeklappe (habe ich nicht und hatte ich auch noch nicht von anderen gehört, könnte auch ein Hardware Problem sein, z.B. etwas hakt) und dem Problem mit der App (das ist wirklich häufig, hoffentlich macht VW das mit 2.3 stabiler) darauf zu schliessen, dass VW keine Software kann, finde ich wie gesagt etwas harsch. Zumal ja wie mein Vorredner schreibt das Auto auf einer noch sehr jungen, von Grund auf neu entwickelten Plattform aufsetzt. Und mein ID funktionierte von Anfang praktisch problemlos. Mit 2.1 ist es noch besser geworden, jetzt wird gerade 2.3 ausgerollt, von dem ich noch mehr Bugfixes und Verbesserungen erwarte.
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Re: VW + Software = inkompatibel

Helfried
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stevie67 hat geschrieben: Zumal ja ... das Auto auf einer noch sehr jungen, von Grund auf neu entwickelten Plattform aufsetzt.
Da bin ich nicht so sicher. Man sagt, viele Teile der Software seien zugekauft und dann unter gewissen Koordinationsherausforderungen zusammen gebastelt worden. Die richtige, selbst entwickelte Plattform kommt meiner Meinung nach erst zukünftig.

Re: VW + Software = inkompatibel

Michael_Ohl
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Das umdenken wie wichtig die user experience der Software des Autos ist und wie Kunden auf hängende Sceens, klemmende Startsequenzen bis hin zu verschwindende Sender im DAB System reagieren, müssen fast alle Hersteller noch lernen. Tesla macht in den Grundfunktionen vieles richtig, nimmt dafür mit dem Autopilot den Mund wesentlich zu voll so das unter dem Strich kein besseres Erlebnis dabei heraus kommt als bei VW oder Mercedes & Co. Das Touchsceens auch nur ein sinnfreier hype sind hat sich in der IT zumindest schneller herum gesprochen als bei den Autobauern. Sieht die Generation Handy sicher anders aber verschmaddelte Bildschirme sind halt nicht für jeden etwas mit habenwill Faktor.
Leider wird Software nicht besser wenn man mehr Leute darauf ansetzt. Ich habe schon sehr gute und recht umfangreiche Projekte gesehen die von weniger als 10 Mann realisiert wurden und völlige Katastrophen mit vielen Hundert Projektverantwortlichen und Heerscharen von Programmierern.
Ich kenne keine Lösung die Garantiert zu Fehlerfreier Software oder auch nur zu sehr Fehlerarmer Software führt, obwohl ich im Bereich der IT seit über 30 Jahren Beruflich unterwegs bin. Da alle guten Leute auch Jobmäßig gut unterwegs sind kenne ich nicht einmal eine Chance sein Mannschaft mit guten Leuten zu ergänzen. Die Schaumschläger sind halt auch in diesem Bereich sehr viel Erfolgreicher unterwegs als die ruhigen guten Leute.

mfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 120000km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 91500km, E-UP seit 2020, 5000km, C180TD seit 2019 27000km , max G30d seit 2020 350km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 3000km

Re: VW + Software = inkompatibel

stevie67
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Helfried hat geschrieben:
stevie67 hat geschrieben: Zumal ja ... das Auto auf einer noch sehr jungen, von Grund auf neu entwickelten Plattform aufsetzt.
Da bin ich nicht so sicher. Man sagt, viele Teile der Software seien zugekauft und dann unter gewissen Koordinationsherausforderungen zusammen gebastelt worden. Die richtige, selbst entwickelte Plattform kommt meiner Meinung nach erst zukünftig.
Ich habe jetzt auch nicht den Einblick, was alles selbst entwickelt ist. Ich denke das Navi ist es nicht. Das Infotainment wohl schon, ein Kollege kannte jemand, der daran bei VW gearbeitet hat. Aber die grundlegenden Fahrfunktionen sowie die Assistenten würde ich schon bei VW vermuten, die gab es ja schon in vielen VWs und das sieht nach Weiterentwicklung aus. Mag aber auch anders sein.

Das ganze System mit ICAS, virtuellen Maschinen usw. ist aber ganz sicher komplett neu. Vieles davon ist bin Conti.

Die meisten komplexen Systeme bestehen heute auch aus vielen fremden Komponenten. Auch die großen Internetfirmen machen sehr viele Bibliotheken nicht selbst. Und auch wenn etwas zusammengestoppelt ist, ist es trotzdem oder gerade ein hochkomplexe Unterfangen, das alles zusammen zu kriegen.
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Re: VW + Software = inkompatibel

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Das ist nicht "harsch" - wir reden hier nicht von Geräten deren Nicht-Funktionalität relativ harmlose Konsequenzen hat. Sicherlich ist es auch keine Raketentechnik (die Nasa entwickelt Software immer parallel von zwei unabhängigen Teams und lässt diese dann die andere Software testen). Aber ein Auto, welches auch schon seit Jahren in Entwicklung ist und inzwischen schon seit einem Jahr produziert wird, sollte nicht solche "Kinderkrankheiten" haben. Das ist wirklich fehlerhafte Software die einfach zu entdecken und fixen ist ... wenn man denn auch Wert auf ordentliche QA Tests legt. Aber offensichtlich muß diese Bananensoftware leider erst beim Kunden reifen.

Nochmal wir reden hier nicht über ein Smartphone für 300, 500 oder 800 EURO welches halt einfach nicht funktioniert und rumliegt, sondern um 30.000 - 50.000 teure Autos die eine lange Vorbereitungsphase haben bis sie auf dem Markt zu kaufen sind.

Aber bisher sind diese Fehler "nur" (sehr) ärgerlich. Sobald die sicherheitsrelevante Software für die Bewegung und Beschleunigung/Bremsung solche Fehler hat, dann hört der "Spaß" endgültig auf. Aber diesbezüglich habe ich bisher zum Glück nichts festgestellt. VW wird auch so schlau sein, diese beiden Systeme schön getrennt zu halten.

Wenn die 2.3 Firmware dann endlich stabil und flüssig läuft, so ist das schön, kommt aber eigentlich 1 Jahr zu spät.
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Re: VW + Software = inkompatibel

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> Wenn die 2.3 Firmware dann endlich stabil und flüssig läuft, so ist das schön, kommt aber eigentlich 1 Jahr zu spät.

Das ist der Grund, warum manche Leute keine brandneuen Autos kaufen, sondern 1 Jahr bzw. auf das nächste Modelljahr warten.
ID.3 Tech weiß/WP/AHK, ME 2.1 (792). SMA EV Charger, 15 kWp PV

Re: VW + Software = inkompatibel

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Es ist eigentlich seit 1 3/4 Jahren bekannt, dass VW mit der Software 1 Jahr zu spät dran ist. Und deshalb steckt VW viel Geld rein und zentralisiert seine Software-Kompetenz über alle Marken hinweg, weil sie selbst wissen, dass die Software Entwicklung in den letzten Jahren gar nicht rund lief, siehe Golf 8 und ID.3. 2.1 hätte man schon letztes Jahr im Frühsommer gebraucht. Aber wie das bei Software-Entwicklung nun mal so ist, wenn man einmal hinten dran ist, hilft das Draufschmeißen von Ressourcen (Programmierer) auch nichts mehr. Ich gehe von einer stetigen Verbesserung aus, die aber mit der jetzigen MEB Plattform seine baldigen Grenzen haben wird. Erst 2025 mit der SSP Plattform wird VW die meiste Software im Auto selber machen. Ob man 2023 mit PPE schon zu Tesla aufschließen kann, wage ich zu bezweifeln.
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Re: VW + Software = inkompatibel

stevie67
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Samstag hat geschrieben: Das ist nicht "harsch" - wir reden hier nicht von Geräten deren Nicht-Funktionalität relativ harmlose Konsequenzen hat. Sicherlich ist es auch keine Raketentechnik (die Nasa entwickelt Software immer parallel von zwei unabhängigen Teams und lässt diese dann die andere Software testen). Aber ein Auto, welches auch schon seit Jahren in Entwicklung ist und inzwischen schon seit einem Jahr produziert wird, sollte nicht solche "Kinderkrankheiten" haben. Das ist wirklich fehlerhafte Software die einfach zu entdecken und fixen ist ... wenn man denn auch Wert auf ordentliche QA Tests legt. Aber offensichtlich muß diese Bananensoftware leider erst beim Kunden reifen.

Nochmal wir reden hier nicht über ein Smartphone für 300, 500 oder 800 EURO welches halt einfach nicht funktioniert und rumliegt, sondern um 30.000 - 50.000 teure Autos die eine lange Vorbereitungsphase haben bis sie auf dem Markt zu kaufen sind.

Aber bisher sind diese Fehler "nur" (sehr) ärgerlich. Sobald die sicherheitsrelevante Software für die Bewegung und Beschleunigung/Bremsung solche Fehler hat, dann hört der "Spaß" endgültig auf. Aber diesbezüglich habe ich bisher zum Glück nichts festgestellt. VW wird auch so schlau sein, diese beiden Systeme schön getrennt zu halten.

Wenn die 2.3 Firmware dann endlich stabil und flüssig läuft, so ist das schön, kommt aber eigentlich 1 Jahr zu spät.
Sorry, ich stimme nicht überein. Wie du schon sagst, sind sicherheitsrelevante Fehler ein anderes Ding. Die hast du aber, wie du selbst sagst nicht festgestellt. Die App ist wie du selbst schreibst reiner Komfort. Das mit der Ladeklappe kann wie ich schrieb ein Hardware Problem sein. Ich habe es von niemandem anderen gehört bis jetzt. Und selbst wenn es ein Softwareproblem sein sollte, ist es offensichtlich sehr selten. Da sind keine Softwarehersteller vor gefeit.

Ja, das Auto hat eine lange Vorbereitungsphase (du meinst vermutlich Entwicklungszeit). Ich kann dir aber sagen, dass Smartphones auch eine lange Entwicklungszeit haben, bis sie auf dem Markt zu kaufen sind. Trotzdem haben sie Fehler - bei allen Herstellern. Und ich denke, dass ein Auto deutlich komplexer ist. Und lies mal hier in den Foren für andere Hersteller mit, was da für Fehler sind... Sieh einfach mal unten hier auf dieser Seite. Da werden mir Links auf die anderen angeboten wie "Rückrufaktionen/Software-Update Hersteller" für e-208. Oder unter "Honda E - Software" wird über die App gemeckert, die einfach nicht funktioniert. Oder weiter "Aktuelle Software Version 8" Infotainment System (ab Mj2019) & Bugliste". Usw. usw. VW ist da bei weitem nicht allein. Und was Tesla teilweise auch in Software abgeliefert hat, war auch nicht toll. Die ID Familie ist halt auch noch sehr neu, warte lieber das nächste Mal 1-2 Jahre, bis du ein Auto einer brandneuen Familie kaufst.

Du müsstest schreiben, dass Autohersteller einfach keine Software können. Oder, dass es eigentlich niemand kann, weil Microsoft, Apple, Google haben die gleichen Probleme. Ich bin Apple Fan, aber was ich mit iPhone und Mac bisher so an Fehlern erlebt habe ist schon heftig. Beim iPhone 6 konnte ich jeden 5. oder so Anruf nicht entgegennehmen. Mein Mac M1 (auch neue Plattform) stürzt so alle 2-3 Tage einfach ab. Wenn ich ihn aufwecke aus dem Schlafen und er an einem externen Monitor ist, muss ich ihn kurz aufklappen, ansonsten hat er eine Auflösung von 800x600. Ich könnte jetzt diese Fehlerliste auf so ziemlich alle halbwegs komplexen Systeme erweitern. Insofern ist dein Urteil einfach nur platt.

Und ja, die Systeme sind wohl ziemlich gut getrennt. Man kann nachgooglen, wie das funktioniert. Such mal nach ICAS und Conti. Bei mir ist anfangs auch ein paar Mal das Infotainment abgestürzt (noch mit 2.0). Auf das Fahren hatte das keinen Einfluß. Ich habe es auch 1-2 Mal einfach während der Fahrt resetet.
Zuletzt geändert von stevie67 am Mo 19. Jul 2021, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
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