Ioniq28 vs. ID3

Re: Ioniq28 vs. ID3

Helfried
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gekfsns hat geschrieben:So auf der Kurvenharz im Gebirge
Cooler Name für einen Berg. Wo ist der?
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Re: Ioniq28 vs. ID3

gekfsns
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Der befindet sich nur auf der Autokorrektur von Google :lol:
Ioniq Electric + ID.3

Re: Ioniq28 vs. ID3

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Ich fahre seit ca. 4 Wochen ID.3 (Business mit WP) nach 3 Jahren und 150tkm Ioniq.
Ich wollte vor allem:
- Akzeptable Reichweite im Winter - manche Gegenden hier bei mir sind nach wie vor Wüste, was DC-Laden angeht.
- Besseres Licht - das Fernlicht im Ioniq kommt auch mit Osram Nightbreaker nicht mal ansatzweise an das von meinem Passat CC ran, den er ersetzt hat.
- einen dreiphasigen Onboardlader - mittlerweile werden immer mehr Säulen aufgestellt, die einphasig auf 20A beschränken, was die Ladeleistung auf ca. 60% des Maximums drosselt.

Was mir positiv auffällt:
- Die Wendigkeit. Ich kann an Stellen in einem Zug wenden, wo ich mit dem Ioniq drei Züge gebraucht hab.
- Er ist bis 90 oder 100km/h deutlich leiser im Innenraum als der Ioniq, darüber kommen halt die Windgeräusche.
- Auf kurvigen Landstraßen macht er deutlich mehr Spaß als der Ioniq, vor allem wegen der besseren Gewichtsverteilung (Akku im Unterboden statt auf der Hinterachse) und des Heckantriebs.
- Die Matrix-LED-Scheinwerfer kann ich sehr empfehlen.
- Die Tempomatbedienung, vor allem das Heruntersetzen der eingestellen Geschwindigkeit. Man drückt einfach fest auf den Minus-Knopf und er ist um 10 km/h runter. Beim Ioniq muss man den Schalter immer 1-2 Sekunden halten, bevor etwas passiert. Damit hab ich mir mal einen Punkt in Flensburg eingefangen.
- Der Heckantrieb. Ich hab öfters mal Gelegenheit einen 64er Kona zu fahren, der bekanntlich die selbe Leistung mit Frontantrieb hat. Im Vergleich zum ID.3 hat der Kona deutlich öfter Traktionsprobleme.
- Die hinteren Trommelbremsen. Finde ich gut, dass VW die verbaut. Meine hinteren Bremsscheiben waren beim Ioniq am Ende schon recht rostig. Außerdem läuft bei scharfen Bremsungen der Großteil der Bremsleistung über die Vorderachse, außerdem hat man die Reku an der Hinterachse noch zusätzlich.
- Die günstige Versicherungseinstufung. Der Ioniq war bei mir einige Hundert Euro im Jahr teurer.

Neutral würde ich das Fahrwerk bewerten, das ist spürbar straffer als der Ioniq, der ist eine Senfte dagegen. Auf schlechten Straßen merkt man dann halt auch die Nachteile eines härteren Fahrwerks.
Dass man viele Schalter durch Touch-Flächen ersetzt, ist nicht jedermanns Sache, ich kann mich aber daran gewöhnen. Ich hätte allerdings lieber eine beleuchtete Schalterleiste für die Klimabedienung gehabt, anstatt diese Gestensteuerung.

Negativ bzw. verbesserungswürdig finde ich folgendes:
- Das Infotainmentsystem wirkt irgendwie wie Windows 8 oder dieses Windows Phone OS. Hat sich beides nicht wirklich durchgesetzt, wer mal damit gearbeitet hat, weiß auch warum.
- Das Navigationssystem und v.a. die Zieleingabe. Letztens fand er über die Suche eine Straße nicht - als ich sie dann manuell auf der Karte gesucht hab, hab ich sie gefunden.
- Außerdem wüsste ich schon gerne, mit welchem SoC ich an meinem Ziel bzw. an der nächsten Ladestation ankomme. Kommt hoffentlich noch per Update.
- Die Ladestationen sollten im Navigationssystem besser integriert und z.B. nach Anschluss filterbar sein
- Die mit Version 2.1 hinzugefügte Funktion, Ladestopps automatisch einzuplanen, habe ich deaktiviert. Meistens plant er Säulen ein, die ich nicht mal im Traum anfahren würde.
- Das Thermalmanagement des Akkus. Wie schon von diversen Leuten erwähnt, heizt der ID.3 bei sehr kalten Temperaturen den Akku mit bis zu 6kW sobald man fährt, bis er 12-13°C hat. Unabhängig davon, ob man jetzt nur 5km zum Einkaufen oder so fährt oder eine längere Strecke fährt. Wenn ich hingegen eine Schnellladestation anfahre, heizt er den Akku vor der Ankunft nicht bis zu seiner Wohlfühltemperatur auf, damit man die maximale Ladeleistung bekommt. Ich hoffe, dass hier ebenfalls noch ein Update kommt.
- Die Einheit für die Ladeleistung beim Laden. Je nach Ladestation wird die entweder in km/min oder km/h angezeigt - beides Werte die sich je nach Durchschnittsverbrauch ändern. Wenn man hingegen die Ladeleistung in Kilowatt anzeigen würde, hätte man einen Wert, der immer gleich ist, egal welche Fahrweise man hat.
- Die Tatsache, dass man weder Anhängelast, noch Dachlast hat.

Hab bestimmt noch ein paar Sachen vergessen :D

Grüße,
Markus
2018-2021: Hyundai IONIQ electric Style 28kWh
seit 2021: Volkswagen ID.3 Business 58kWh

Re: Ioniq28 vs. ID3

heatschgern
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gekfsns hat geschrieben: Der größte Nachteil wurde schon genannt: Für einen Ioniq vFL ist der Verbrauch ein heftiger Schock. Auf der verkehrsbedingt langsamen Fahrt zur/von der Arbeit hatte ich auf den 40km einfach bei etwas unter 0°C mit dem Ioniq vFL ca. 15kWh/100km und mit dem ID3 ca. 25kWh/100km. Auf einer 90km Fahrt durch die Stadt, dann 40% Autobahn 130km/h (Tacho) und 40% Bundestraße 100km/h waren es dann im Winter so um die 28kWh/100km. Ich weiß nicht wie es Dir mit dem Ioniq vFL aber Werte über 20kWh/100km hatte ich die letzten 105tkm nie gesehen. Dachte mit 58kWh vs. 28kWh wäre der ID3 ein großer Fortschritt. Im Winter schrumpft der vermeintliche Reichweitenvorteil erschreckend stark.
Da gebe ich dir recht. Im Winter verbraucht er durch die Akkuheizung zu viel. Da muss VW nachbessern und die Heizung entweder reduzieren (auf Kosten der Akkulebensdauer) oder es eben manuell einstellbar machen.
Im Sommer ist der Verbrauch vom ID3 tatsächlich min. gleich gut wie der vom Ioniq (siehe Sommerverbräuche im anderen Thread). Da nehmen sich beide nicht viel. Der Ioniq hat halt keine Akkuheizung deswegen entfällt dort auch im Winter dieser zusätzliche Verbrauch komplett.
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