ID.3 Presse- und Fahrberichte

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Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

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  • Nobse
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gekfsns hat geschrieben: Wegen dem 4-Sitzer Thema hätte mich meine Frau die Woche fast gefaltet - wie ich mit einer Familie auf die dumme Idee komme, einen 4-Sitzer zu bestellen. Hätte ich nicht "wir haben natürlich mittleren Akku mit 5-Sitzer bestellt" zur Deeskalation gehabt, wär das noch ein netter Abend geworden :)
Diese Medien-Meldungen haben dem Image nicht wirklich gut getan.....
Tipp: Lies mal den Kommentar von GenXRoad ID.3 Eigner, Plauderecke 176, zu dem Thema. Hätte wahrscheinlich noch zur Erheiterung beigetragen.

Aber es ist doch nicht die Presse, die dem Image schadet, weil sie einen Fakt schildert ! Klar war das Insidern lange bekannt, aber jetzt, wo das Auto verkauft werden soll/muss, wird es relevant.
VW ist, lt. eigener Werbung, angetreten mit dem ID.3 den E-Markt zu revolutionieren. Sie wollen und müssen breite Käuferschichten ansprechen und überzeugen, nicht nur eine paar Leute, die eh fest fixiert auf das Auto sind, komme was wolle.
M.E. haben Leute, die vom Verbrenner umsteigen wollen, klare Vorstellungen, wie ein E-Auto sein muss, das eine Alternative sein könnte.
Irgendwo scheint es eine Schallmauer zu geben, die bei 400 Kilometern ECHTER Reichweite liegt, also nicht nur unter künstlichen Bedingungen und im Winter mit ausgeschalteter Heizung und Wollmütze so um die 300 !
Die Gespräche, die ich mit Bekanntenkreis mit Skeptikern führe, deuten genau das an. Für viele gilt auch, dass ein Auto fünf Sitze haben muss, ob man die immer braucht und nutzt, ist dabei völlig Asche.
Ich glaube, dass der 58 kw/h die Schallmauer, 400 echte Kilometer das Jahr über bei "normaler" Fahrweise nicht schafft, der 77 kw/h wäre in dieser Beziehung ein echter Burner gewesen, aber der kommt nun nur abgespeckt als Viersitzer.

Wenn man die einschlägigen Tests liest, sind das genau die Kritikpunkte die kommen werden.
Der normale Verbraucher hält dem Hersteller ein Stöckchen hin, über das der springen muss, und nicht umgekehrt. Die Eckdaten sind, denke ich, klar, allen Beschwörungen vieler hier zum Trotz, die sich mit den Verhältnissen zu arrangieren bereit sind.
Vom E-Enthusiasten zur E-Normaliät, die VW versprochen hat, ist es ein weiter Weg. Selbst wenn es jetzt demnächst euphorische Tests geben wird, ich glaube nicht, dass es reichen wird, den ID.3 einer breiten Masse schmackhaft zu machen.
Die ersten kritischen Töne, die man hier ziemlich links liegen lässt, deuten das schon an.

Dabei rede ich noch gar nicht von der Preisgestaltung und anderen Krücken.
Zuletzt geändert von Nobse am So 16. Aug 2020, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

Teut
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Evtl wird das ganze 4 Sitzer Thema entschärft sobald der ID4 kommt, und wird eh vergessen sobald VW die gesamte Palette liefert samt Bus, Vizzion etc.
ID3 Life mit WP in Weiß bestellt, Auslieferung kw40, als Zweitwagen. Derzeit Mazda CX5 awd mit 2.5l Benziner

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

Nozuka
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Finde laute Kritik gut. Animiert VW hoffentlich schneller da etwas zu verbessern.

Für mich persönlich ist es aber kein Problem. Hatte noch nie mehr als 3 Personen im Auto.

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

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  • Nobse
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https://www.volkswagen.de/de/e-mobilita ... ahren.html

Solche Rechenkunststückchen sind es, die dem Kunden und wahrscheinlich auch der der Fachpresse sauer aufstoßen werden. "Zuverlässig auf der Mittelstrecke", angegeben die "Kundenpraxisreichweite" von 300 - 420 Kilometer (58 kw/h). Angenommen wird ein Fahrer der 200 km täglich zurücklegt.
Der müsse lediglich alle 2 - 3 Tage in der Nacht aufladen. Also 3 Tage sehe ich schon rein rechnerisch nicht, darüber stolpert jeder Mann/Frau sofort. Schon die 2 Tage funktionieren nur dann, wenn ich die Höchstreichweite bis auf 20 Kilometer ausnutze. Mal schauen, wie das gelingt, dann sind wir wieder bei hypersensibler Schleichfahrt - für Otto Normalverbraucher nicht darstellbar. Bei Autobahn mit 120 durchgängig dürften die 400 nicht drin sein, ebensowenig mit Einsetzen der kühlen Jahreszeit. Der ADAC geht in einem hier schon erwähnten Test davon aus, dass wohl eher 350 Kilometer passend sind. Der ADAC hat zwar in diesem Normtest 20 Kilometer unter Vollast drin, aber selbst wenn ich mir die verkneife.....
Bei dem genannten Beispiel läuft es also eher darauf hinaus, dass unser Beispielfahrer gut beraten ist, täglich ein kleines Schüppchen nachzuladen, und es auch nur um unerwartete Fahrtänderungen am 2. Tag ruhigen Gewissens bewältigen zu können.
Will ich meine Batterie im Bereich 20 - 80 % nutzen, was nicht sinnfrei ist, und worüber wahrscheinlich auch jeder Käufer eines e-Mobils früher oder später stolpert, dann läuft das Beispiel vollends leer. Rechne ich da mit einem spitzen Griffel sind in vielen täglichen Situationen wahrscheinlich nicht mal die 200 Kilometer am Stück drin.
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Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

MKM3
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Presse hin oder her, wenn keine Kritik mehr erlaubt ist wird der ID Bereich ähnlich religiös verteidigt werden wie das in so mancher Tesla Ecke leider der Fall ist.
Produktiv ist das leider nicht.

Vom Erfolg der ID Reihe habe ich persönlich durchaus Vorteile da ich im Umfeld des Konzerns arbeite. Soll ich darum keine Kritik üben? Ganz ehrlich kritisiere ich darum um so mehr, ich wünsche mir einen umwerfenden Erfolg für die MEB Plattform in den darauf laufenden Fahrzeugen. Wenn aber etwas vermurkst / im Schnelldurchlauf entwickelt wirkt darf man das wohl noch - mit Wunsch auf Besserung - sagen...

Etwas skeptisch stimmt mich jedoch das für einen Kompaktwagen unglaublich hohe Gewicht - großer Akku hin oder her.
Weiß nicht wie man dann den ID.4 mit großen Akku unter 2,2 Tonnen Leergewicht halten soll... IMHO ist das einfach viel zu viel.
Ein Model 3 und Y liegen bei knapp unter / um die 2 Tonnen mit dem LR Akku und AWD.
Mein aktuelles Fahrzeug bietet bei 1,6t ~500kg Zuladung und ja, ich fahre durchaus öfters mit 3-4 schweren Passagieren durch die Gegend. Darauf kann und will ich nicht verzichten und daran muss sich für mich ein EV das einen Verbrenner (nicht nur als Zweitwagen) für eine Familie vollumfänglich ersetzen will messen lassen.

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

Helfried
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Nobse hat geschrieben: Irgendwo scheint es eine Schallmauer zu geben, die bei 400 Kilometern ECHTER Reichweite liegt
Komisch, voriges Jahr war sie noch bei 300 km.

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

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Man wird das rein deutsche Problem der Reichweitenangst nicht dadurch lösen, das man immer größere Akkus in die Fahrzeuge packt.
Das ist ein psychologisches Problem von Menschen, die noch nie längere Zeit ein E-Auto gefahren sind.
Ging mir am Anfang auch nicht anders. Nach so ca. 6 Monaten war das überhaupt kein Problem für mich mehr.

Es gibt einfach eine weit verbreitete Ablehnung gegen E-Autos, weil viele denken damit ist eine Einschränkung ihrer Freiheit und eine Veränderung ihres Lebens verbunden.
Und der Mensch ändert sich halt ungern, kommt ungern aus seiner Komfortzone.
Wenn man/frau mal ehrlich ist, reicht eine WLTP-Reichweite von 420 km (58 kWh Akku) kombiniert mit einer CCS-Lademöglichkeit bis 100 kW für mindestens 99% der Menschen vollkommen aus. Ich gehe von real ca. 320-350 km im Sommer und ca. 280 - 300 km im Winter aus.
Als Außendienstler brauche man/frau vielleicht den Tour mit großem Akku, fährt aber so gut wie immer allein.

Ich wundere mich bei einiger Kritik in den Presseberichten und in einigen Foren schon darüber, das das fahren mit 5 übergewichtigen Erwachsenen, heute wohl zur Standardanforderung für einen Mittelklassewagen gilt.
ZOE R90 Intens ZE 40 ------------- ID.3 FAST-Max bestellt ! ;)
& Wallbe ECO 2.0, 11 KW --------- mit WP / East Derry / Makena-Türkis

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

Herbs
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Pst, @Nobse: Die Zukunft der Welt hängt nicht am ID.3, vermutlich auch nicht die der eMobilität. Letztere ist eh schon mit den EU CO2 Flottenwerten von oben gesetzt.

Wenn die angesprochenen „Probleme“ „dem Kunden“ zu groß sind, kaufen sie halt keinen ID.3. Ist dann das Problem von VW, ich vermute persönlich aber, dass sich Volkswagen im Vorfeld was bei der Spez (wer braucht was?) gedacht hat, und nicht erst vor kurzem aufgefallen ist, dass es ach-oh-Schreck ein 4sitzer ist. Ich denke die angedachten Stückzahlen werden sich gut verkaufen und in wenigen Jahren werden wir für jede noch so kleine Nische ein Auto von irgendeinem OEM haben. Hat sich ja in der Vergangenheit auch so ergeben...

Also, wird bestimmt alles gut - Sie wissen ja zumindest, dass der 77er ID3 nix für Sie ist und wenn Sie es Ihren Bekannten noch erzählen wird da auch keiner enttäuscht durch einen Fehlkauf.
e-Golf seit 11/2019.

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

troyan
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Komische Diskussion. Tesla kommt auch keine 500km bei 120km/h im Schnitt auf der Autobahn. Das SR+ liegt hier bei ca. 250km. Der ID.3 mit 77kw kommt dann knapp 100km weiter. Da helfen einen beim SR+ weder die fünf Sitze noch die langsamere Ladezeit. Außer man lädt immer nur bis 50% (also 25kw) und will dann 100km beim nächsten Lader wieder 15 Minuten stehen...

Re: ID.3 Presse- und Fahrberichte

Carsten77
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Helfried hat geschrieben:
Nobse hat geschrieben: Irgendwo scheint es eine Schallmauer zu geben, die bei 400 Kilometern ECHTER Reichweite liegt
Komisch, voriges Jahr war sie noch bei 300 km.
Ist sie für mich auch immer noch, weil ich mein Fahrprofil genau kenne. Ich denke, der entscheidende Punkt ist, dass man zukünftigen Ex-Verbrennerfahrern erst mal beibringen muss, das eigene Nutzungsprofil genau zu analysieren. Beim Verbrenner ist das wenig relevant, weil es den Tank selten in unterschiedlichen Größen gibt und er auch schnell wieder gefüllt ist. Wenn man sich aber erstmal bewusst gemacht hat, dass "ich muss jetzt sofort ohne Vorwarnung 1000km fahren" eben kein realistischer und alltäglicher Anwendungsfall ist und man seine tägliche Durchschnittsstrecke im Regelfall locker über Nacht auch zu Hause wieder laden kann, dann gibt sich auch die Reichweitenangst.
Golf GTE EZ09/16 (MJ17), ID.3 Max bestellt. Wer Interesse am GTE hat, darf sich gerne melden :-P
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