ID.3 - leasen oder kaufen?

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ID.3 - leasen oder kaufen?

Ich werde voraussichtlich leasen
36%
86
Ich werde voraussichtlich kaufen (Barkauf)
47%
113
Ich weiß es noch nicht / kommt auf die Konditionen an
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41
Insgesamt abgegebene Stimmen: 240

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

MEB
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@Soordhin was soll ich sagen mein Auto fährt wunderbar seit 15 Jahren die Arbeitsstrecke ohne jegliche Probleme.
Wenn die Eautopreise weiter in dieser astronomischen Höhe bleiben fahre ich meine Auto noch weitere 10 Jahre. Problemfrei versteht sich :)
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Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

Soordhin
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Das ist ja auch absolut OK. Jeder muss immer für sich selbst entscheiden was er tut. Bin die letzten 20 Jahre ohne eigenes Auto ausgekommen, hab jeden Monat €500 in meinen Autofonds gespart und mir daraus hin und wieder nette Sachen geleistet, allein für Fahrräder hab ich letztes Jahr €20.000 investiert, dieses Jahr ca. die Hälfte davon für einen ID.3 MAX. Klar, das hat dann Folgekosten im Leasingzeitraum, aber das ist auch locker abgedeckt, das Geld das ich nicht direkt investieren muss weil ich eben nicht kaufe macht eh als genug Gewinn in der Zwischenzeit.
Bestellt: VW ID.3 1st Max Makena-Türkis

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

lansester
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burgerman hat geschrieben:
MEB hat geschrieben: @al:ex der ID3 ist ja extrem teuer :( 22000€ in 4 Jahren bezahlt und danach hat man nix und steht ohne Auto da. Oder gehört das Auto dann mir?
„Nix“... hallo? Du hast für das Geld dann 4 Jahre lang ein neues Auto gefahren. Nennt sich „Leasing“ :klugs:

Falls du möchtest, dass dir das Auto gehört, kommst du mit 22.000€ nicht hin. Nennt sich „Kauf“ :thumb:
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass beim Vergleich Leasing zu Kauf manchmal das Leasing etwas zu schön gerechnet wird.
Der rein finanzielle Vergleich macht irgendwie wenig Sinn, weil es völlig unterschiedliche Modelle sind, deren entscheidende Vor-/Nachteile woanders liegen.
Finanziell habe ich noch keinen Vergleich gesehen, der realistisch gesehen zu Gunsten von Leasing aus geht (insofern der Leasingfaktor >0,8 liegt).

Leasing hat meiner Meinung nach genau zwei Vorteile
1. keine Kapitalbindung bzgl. einer größeren Summe.
Die Raten für das Leasing muss ich aber auch zwingend bezahlen und das Kapital über mehrere Jahre gesehen einplanen und kann die nicht einfach mal pausieren. Ist also das gleiche als wenn ich eine Finanzierung mache für den Kauf-Betrag.
2. Man gibt das Fahrzeug ab und braucht sich nicht selbst um den Verkauf zu kümmern.
Auf der anderen Seite kann es dann auch bei leichten Beschädigungen die über normalen Verschleiß hinaus gehen, noch teuer werden.

Wem es also mehr liegt, dass sie/er einfach eine monatliche Rate zahlt, dafür keinen Kreditvertrag eingehen muss und das Auto normalerweise in den z.B. 4 Leasing-Jahren nie irgendwelche Beschädigungen bekommt und damit am Ende ohne Probleme wieder abgegeben werden kann und sie/er sich eben nicht selbst um einen Verkauf zu kümmern braucht

Oft wird das Argument "Wertverlust in den ersten Jahren" angeführt.
Das teile ich nur sehr bedingt.
Denn oft wird dabei der Wertverlust gegenüber dem Listenpreis angegeben. Der ist aber oft meilenweit von dem realen Wertverlust entfernt den ich persönlich beim Kauf/Verkauf tragen muss.
Ein reeller Wertverlust ist doch ausschließlich die Differenz von meinem persönlichen Kaufpreis und dem späteren Verkaufspreis.
Und da in der Verbrenner-Welt Neuwagen-Rabatte von 15-20% üblich sind, beginnt doch meine Rechnung nicht bei 100% Listenpreis sondern bei dem tatsächlichen Kaufpreis. Deshalb habe ich auch nie einen Jahreswagen gekauft. Die wären erst dann interessant, wenn der Kaufpreis mehr als 30% (eher 35%) unter Listenpreis läge. Findet man aber bei den deutschen Herstellern nicht so wirklich oft.

Meine letzten 3 Neuwagen (Octavia Combi und Golf Variant) habe ich immer ca. 4 Jahre gefahren und hatte in der Zeit einen echten Wertverlust von 50-55%.
Sprich z.B. für 30.000 € gekauft und nach 4 Jahren und 80tkm für 14.000 wieder verkauft.
Echter durchschnittlicher Wertverlust also bei 13-14% pro Jahr.
Das hat jedes Mal geklappt über Privatverkauf. Die Fahrzeuge waren in einem guten Zustand (unfallfrei, Inspektion in Hersteller-Werkstatt), aber nicht pingelig behandelt worden.
Einen Octavia Combi habe ich mal als Neuwagen knapp 7 Jahre gefahren. Gekauft für 28t€ und nach knapp 7 Jahren für 10.500 €.
Also echter Wertverlust von ca. 63% nach 7 Jahren und ca. 110tkm Laufleistung.
Durchschnittlicher echter Wertverlust lag also bei 9% pro Jahr.
Das funktioniert natürlich nur mit recht beliebten Fahrzeugen die auch gerne als Gebrauchtwagen gekauft werden und es damit viele Interessenten gibt und der private Verkauf immer gut möglich ist. Ist aber bei VW Konzernfahrzeugen in den meisten Fällen bisher der Fall.

Für das Leasing vom ID.3 und dem Beispiel einige Beiträge weiter oben ergibt sich doch:
Finanzierung:
Reeller Kaufpreis des 1st Linie 1 ist ca. 29.400 € (nach Abzug der Förderung)
Annahme: Der kompletten Betrag wird mit einem Autokredit finanziert, z.B. , 8 Jahre Laufzeit, 350€ pro Monat, jederzeit ablösbar (also kann ich nach 4 Jahren den Restbetrag einfach auf einen Schlag zurück zahlen).
Rechnen wir mal einfach großzügig 2.000 € Zinsen für die 4 Jahre.
Dann hätten wir eine Gesamtinvestition von 31.400 Euro für die 4 Jahre.

Beim Leasing fallen in der Zeit wie oben von al.ex berechnet 372 € x 45 + 6.000 € Anzahlung = 22.740 € an Gesamtinvestition an.

Die reale Differenz der Investitions-Summe (Leasing gegenüber finanzierter Kauf) sind also 8.660 Euro (inkl. 2000 Euro Zinsen über 4 Jahre für die Finanzierung). Bei einem Barkauf ohne Autokredit wären es sogar nur 6.660 Euro.
Beim Leasing muss ich das Auto nach genau 4 Jahren abgeben, bei der Finanzierung gehört es mir und ich kann es jederzeit, auch schon früher als nach 4 Jahren oder erst später verkaufen und mit dem Erlös auch den Kredit wieder sofort ablösen.

Und es will doch wohl hoffentlich niemand behaupten oder auch nur worst-case annehmen, dass der ID.3 1st nach 4 Jahren und einer Laufleistung von nur 50tkm nur noch einen Restwert von <9.000 Euro hat, oder?
Das wäre ja ein realer Wertverlust von 70% und bezogen auf den 40t€ Listenpreis sogar ein Wertverlust von fast 80%.
Damit würde eines der Argumente für BEVs völlig zu nichte gemacht, die doch angeblich durch eine höhere "Lebenserwartung" als Verbrenner einen im direkten Vergleich besseren Wiederverkaufswert aufweisen sollen.
So ein schlechter Restwert würde das ganze Thema BEV völlig in Schieflage bringen, da ganz sicher Großteil der Menschen kaum bereit ist unter solchen Aussichten auf einen BEV umzusteigen.
Mind. 50% Restwert (gegenüber dem realen Kaufpreis!), also ca. 15t€ muss der ID.3 ja wohl noch haben (Wertverlust gegenüber Listenpreis wären dann ja schon > 60%). Dann würden auch alle anderen finanziellen Vorteile eines BEV bei den Betriebskosten völlig aufgefressen und BEV fahren wäre viel teurer als Verbrenner. Und das wollen wir doch alle mal nicht hoffen :-)

Meine Überlegungen/Rechnungen sollen nicht "gegen Leasing" sein, ich möchte nur sagen, dass die positiven Gründe für ein Leasing (beim ID.3) aus meiner Sicht ausschließlich beim "organisatorischen Ablauf", sprich einfaches abgeben am Ende und kein persönlicher Kreditvertrag, liegen.

Ciao!
ID.3 Tech in weiß mit WP, AHK und Andoya Felgen: Bestellt: 28.07.20 / FIN: 30.10.20 / Auslieferung 30.12.20 in WOB

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

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Hallo @lansester, Interessante Aufstellung, allerdings finde ich die Berechnung der Leasing ggü. Kauf/Finanzierung Kostendifferenz so nicht ganz richtig.
Beim Leasing hast du die 6.000€ Förderung mit eingerechnet als "Investitionssumme", dies ist jedoch nicht korrekt, da man die Summe von der BAFA "geschenkt" bekommt, wie bei Finanzierung/Kauf ja auch.

Damit beträgt die Differenz ca. 15.000€, was schon realistischer ist.
Dies entspräche etwa 50% Wertverlust in 4 Jahren, der durch die Leasingrate bezahlt wird.
Man müsste bei der Finanzierung also >15.000€ beim Wiederverkauf bekommen, damit es günstiger ist als Leasing.

Ich schätze mal, dass man nach 4 Jahren bestimmt noch 15.000€ für einen 4 Jahre altes E-Auto bekommen wird aber man weiß ja nie wie schnell sich die Thematik mit größeren, günstigeren Akkus und anderen Technologien entwickelt...
Mit Leasing hat man den Stress und das Risiko mit dem Wiederverkauf nicht und kann das Auto nach 4 Jahren entspannt abgeben und den nächsten ID.X mit vielleicht 500-600 km Reichweite für ähnliches Geld leasen.


Gruß Steffen

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

MEB
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@Steffen S. ENTSPANNT wird das ganze ausschließlich mit einem geschenkten Firmenwagen.
Als Privater wird kaum jemand 45000€ in 8 Jahren aus geben um von A nach B zur Arbeit zu fahren :)
Schließlich will man nicht zu 100% nur für das Auto auf Arbeit gehen.

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

Soordhin
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Kommt immer drauf an wie man finanziell aufgestellt ist. Die genannte Summe in 8 Jahren wäre kein Problem, das ist weniger als 8 Monate Arbeiten gehen für mich. Im Augenblick, die nächste Beförderung wird das auf ca. 5 Monate drücken.
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Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

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MEB hat geschrieben: @Steffen S. ENTSPANNT wird das ganze ausschließlich mit einem geschenkten Firmenwagen.
Als Privater wird kaum jemand 45000€ in 8 Jahren aus geben um von A nach B zur Arbeit zu fahren :)
Schließlich will man nicht zu 100% nur für das Auto auf Arbeit gehen.
Im passenden Alter, wenn man sonst keine Kredite mehr hat und der Kredit nur einen vertretbaren Teil des Einkommens schluckt, kann man das schon machen.
War aber immer schon so. Als Heranwachsender oder mit junger Familie tut man so etwas üblicherweise nicht.
Ich hätte gerne auch was in Polo Klasse genommen. Bin schon gespannt auf den ID2. Hoffentlich ist der in 3 Jahren greifbar.

Gruß Lumpf
2015-2017 BMW C-Evolution, 2017-2/2020 BMW I3/60AH. Seit 09/20 ID.3 Plus. 4,4 KWp PV Anlage zum Verkauf, 4 KWp PV Anlage zur Eigennutzung, 7 KW/h Akku.

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

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MEB hat geschrieben: @Steffen S. ENTSPANNT wird das ganze ausschließlich mit einem geschenkten Firmenwagen.
Als Privater wird kaum jemand 45000€ in 8 Jahren aus geben um von A nach B zur Arbeit zu fahren :)
Schließlich will man nicht zu 100% nur für das Auto auf Arbeit gehen.
Wie die anderen schon geschrieben haben hängt es natürlich stark von der persönlichen finanziellen Situation ab aber mit entspannt meinte ich eigentlich nur, dass man mit der Abgabe des Fahrzeugs keinen großen Stress hat (außer man hat zu viele Gebrauchsspuren hinterlassen) im Vergleich zum Weiterverkauf bei der Option Finanzierung bzw. Kauf.
Davon ab kann man den ID.3 keine 8 Jahre lang am Stück leasen und es wären auch "nur" 35.000€ (ggü. 45.000€) auf 8 Jahre hochgerechnet...

Mir ist gerade noch aufgefallen, dass du für die Berechnung der Leasingkosten die Rate des 1ST Plus (Linie 2) bei 12.500 km/Jahr angesetzt hast und bei Finanzierung/Kauf bist du von der günstigeren LInie 1 ausgegangen (6.000€ Preisdifferenz!).
Die Leasingrate von Linie 1 liegt für 4 Jahre, 20.000 km/Jahr, 6.000€ Anzahlung nämlich nur bei grob 325€ im Monat, was insgesamt dann 14.625€ sind auf 4 Jahre (45 Monate).
Damit wäre das ID.3 Leasing sogar günstiger, als das von dir genannte 30.000€ Verbrenner Auto.
Der ID hätte auf die 4 Jahre dann eine Ersparnis (ohne weitere Vorteile wie Strom/Sprit, Wartung etc.) von etwa 1325€, ist also günstiger als ein 30.000€ Verbrenner.

Das sind natürlich nur grob angenommene Werte aber es zeigt, dass die E-Mobilität mit dem ID.3 nun finanziell sehr konkurrenzfähig oder sogar besser im Vergleich zu Verbrennern ist, was sehr erfreulich ist.



Gruß Steffen

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

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Soordhin hat geschrieben: Kommt immer drauf an wie man finanziell aufgestellt ist. Die genannte Summe in 8 Jahren wäre kein Problem, das ist weniger als 8 Monate Arbeiten gehen für mich. Im Augenblick, die nächste Beförderung wird das auf ca. 5 Monate drücken.
Hey, was machst du denn beruflich?
5600€ netto ist ja schon mal nicht schlecht, aber mit der nächsten Beförderung gleich auf Netto 9000€. Da wechsle ich gleich die Branche. :o
i3 BEV 60Ah, 9/2015, 110tkm, Leasingrückgabe 10.9.20 20
ID3 1st Line3 Max seit 11.9.2020, SW 2.1, türkis >14.000km

Re: ID.3 - leasen oder kaufen?

MEB
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@Soordhin jo mit 100000€ Verdienst im Jahr ist der id3 überhaupt kein Problem. Derkann dann auch locker als 2. oder 3. Wagen herhalten.
Bei dem Verdienst würde ich Richtung Tesla oder Porsche gehen.
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