Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

MBCeptor
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Hallo zusammen, gibt es eine Möglichkeit einen Tesla Model S P85 irgendwie als Homespeicher zu nutzen.

Ein Bekannter mt P85 Bj.2014 hat ein Ferienhaus ohne Stromanschluss im Wald (sehr hohe Bäume) und da bringen Solarzellen oder Windrad nichts.

Ein Benzin-Stromgenerator scheidet wegen dem Ökogedankenansatz aus.

Gäbe es eine Möglichkeit über die Ladebuchse des Tesla und einem Solarwechselrichter (gibt welche mit 600V DC am Eingang) vom Akku abzugreifen ?

Oder ist ein kleiner Wechselrichter im Tesla schon integriert ?

Über den Zigarettenanzünder mit 12V wird wohl kein großer Fernseher plus weitere Verbraucher etc. laufen.
Tags: Bidirektionales-Laden
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Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

egn
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Die Frage ist wie viele Energie er tatsächlich in welcher Zeit braucht.

Er könnte eine Lithium Power Station als Speicher verwenden und diese mit 12 V vom Auto laden. Wenn nicht über den Zigarettenanzünder geht das auch durch direkten Anschluss an die 12 V Batterie. Da kann man pro Tag auch 1-2 kWh abzapfen. Die 12 V Batterie wird immer wieder aus der Fahrzeugbatterie nachgeladen. Das reicht dann sicher für Licht und andere sparsame Verbraucher.

Ich habe das teilweise bei meinem Model X mit Wohnwagen genutzt.

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

MBCeptor
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Hallo, er möchte sämtliche Energie die im Ferienhaus benötigt wird aus dem Tesla ziehen.

Den 12V-Anschluß möchten man nicht nutzen da der benötigte Stromverbrauch viel zu hoch ist, bei 1kW Verbrauch wären wir bei 84A die durch den Zigarettenanzünder fließen müssten, bei meinem Auto (Mercedes) wäre das interne Anschlußkabel zur Buchse dabei längst geschmolzen, wenn da nicht die Sicherung (5-15A) wäre.
Bei Kontaktproblemen in der Zigarettenanzünderbuchse kann es schon bei 10A zu Überhitzungen in der Buchse kommen.

Es war die Rede von einem großen Fernseher (min. 200W), Küchenmaschinen (z.B. Mikrowelle oder Herd 2000-2500W), Beleuchtung (200W), Infrarotstrahler (4x 900W) oder Luftwärmepumpe mit min. 3000W.
Die genannten Verbräuche sind pro Stunde.

Meine Idee war an einer geeigneten Stelle die 400V DC (z.B. an der Ladebuchse des Tesla) des Akkus anzuzapfen und mittels DC Leitungsschutzschaltern auf einen netzunabhängigen Solarwechselrichter zu geben, am besten 3phasig, wegen einer Wärmepumpe.
Solar scheitet wegen der schattigen Lage aus, man müsste die 10fache Menge an Solarzellen kaufen.
Problem ist der benötigte Solarwechselrichter für DC über 400V, da haben wir

Wir haben gehört das ein Teslafahrer mit einem Model S P85 das bereits getan hat, d.h. AC oder DC Strom aus der Ladebuchse des Tesla ziehen, nicht aus dem Zigarettenanzünder.

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

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Das war ein Hacker und der hat soweit ich das in Erinnerung habe auch noch Modifikationen an der Hardware vorgenommen. Aktuell gibt es keine DIY Lösung für sowas - bei keinem (aktuell verfügbaren) Auto. Wobei ich mal gehört habe dass es bei der Zoe wohl möglich ist an die DC Anschlüsse zu kommen. Gibt jedenfalls keine fertige Bastlerlösung.

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

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Wenn ich ein Haus ohne Stromanschluss hätte, würde ich versuchen, mit dem geringsten Energieverbrauch auszukommen. So wie beim Camping auch. Da kommt man mit einer Gasflasche fürs Kochen und Heizen und 12V für die Elektrik klar. In einem Haus im Wald wäre eher noch eine Feuerstelle für Holz statt Gas denkbar.
Die Aufzählung der Verbraucher riecht mir eher nach einem schon eingerichteten Haus aus, dessen Stromanschluss gespart werden soll.

Ich habe für einen Netzunabhängigen Betrieb größerer Geräte wie Holzspalter, Kettensäge und Kaffeemaschine einen 5kW Inselwechselrichter mit 2kWh Batterie.
Nach ca. 4 Stunden Holzspalten schwächelt die kleine Batterie. Um länger arbeiten zu können, habe ich über einen 800W DC/DC-Wandler eine Nachlademöglichkeit aus dem 12V-Netz meines Elektroautos vorbereitet.(am Sicherungsverteiler im Motorraum)
Das 12V-Netz des Fahrzeugs wird mit deutlich über 1kW mittels Fahrzeuginternem DC/DC-Wandler aus der Hochvoltbatterie nachgeladen.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs -- Skoda Enyaq seit Mai 2021

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

egn
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MBCeptor hat geschrieben: Hallo, er möchte sämtliche Energie die im Ferienhaus benötigt wird aus dem Tesla ziehen.

Den 12V-Anschluß möchten man nicht nutzen da der benötigte Stromverbrauch viel zu hoch ist, bei 1kW Verbrauch wären wir bei 84A die durch den Zigarettenanzünder fließen müssten, bei meinem Auto (Mercedes) wäre das interne Anschlußkabel zur Buchse dabei längst geschmolzen, wenn da nicht die Sicherung (5-15A) wäre.
Deshalb habe ich ja die Powerstation empfohlen. Die kann auf 12 V 24 h lang mit 10 A laden. Und man muss die ja nicht an den Zigarettenanzünder anschließen, sondern kann direkt an der 12 V Batterie des S85 anschließen. Das sind in 24 h mit Verlusten dann etwa 2,5 kWh.

Aber wenn ich folgendes lese, dann wird das Ganze völlig unrealistisch:
Es war die Rede von einem großen Fernseher (min. 200W), Küchenmaschinen (z.B. Mikrowelle oder Herd 2000-2500W), Beleuchtung (200W), Infrarotstrahler (4x 900W) oder Luftwärmepumpe mit min. 3000W.
Die genannten Verbräuche sind pro Stunde.
Das sieht nach einem kompletten Haushalt aus, der nicht auf Stromsparen getrimmt ist. Das kann man nicht mal mit 10 kWp PV ganzjährig autark betreiben.

Natürlich kann man da sparen in dem man auf Einiges verzichtet, und oder alternative Energiequellen nutzt. Da muss man halt auf Mikrowelle und Elektrischen Herd verzichten und stattdessen Flaschengas nehmen. Bei der Beleuchtung kann man mit LED auch Einiges sparen, und Heizen muss man auf Öl/Gas umstellen. Du hast auch noch den Kühlschrank vergessen, der dann auch mit Gas betrieben werden sollte. Im Prinzip entspricht das einer Anlage wie in einem Wohnmobil.
Meine Idee war an einer geeigneten Stelle die 400V DC (z.B. an der Ladebuchse des Tesla) des Akkus anzuzapfen und mittels DC Leitungsschutzschaltern auf einen netzunabhängigen Solarwechselrichter zu geben, am besten 3phasig, wegen einer Wärmepumpe.
An der Ladebuchse des Tesla S85 gibt es normal keine 400 V. Nur nach Abwicklung des Ladeprotokolls wird die Buchse freigeschaltet. Ob Tesla dann eine Entladung zulässt ist offen. Eventuell müsste man die Software dafür rooten und modifizieren, oder zumindest das HV Relais überbrücken.
Wir haben gehört das ein Teslafahrer mit einem Model S P85 das bereits getan hat, d.h. AC oder DC Strom aus der Ladebuchse des Tesla ziehen, nicht aus dem Zigarettenanzünder.
AC wird er sicherlich nicht verfügbar haben, da das Ladegerät kein Wechselrichter hat.

Wenn es tatsächlich jemanden gibt der das schon mal gemacht hast solltest Du ihn kontaktieren. Ich glaube nicht dass Du dafür hier im Forum eine Lösung findest.

Aber selbst wenn es so eine Lösung gibt wäre das bei dem zu erwartenden hohen Verbrauch sehr unbequem zu nutzen. Wahrscheinlich müsste man dann im Winter täglich zum Schnelllader fahren. Und solange man lädt wäre das Haus ohne Strom. Und zum Schluss sind die Tesla Batterien mit ihren NCA Batterien nicht für den ständigen zyklischen Betrieb geeignet. Die verwendeten NCA Zellen schaffen nur etwa 500 Vollzyklen. Bei Nutzung im Bereich von 20 - 80 % irgendwas von 1000 - 1500 Zyklen. Die Zellen würden innerhalb von 1 - 2 Jahren stark degradieren.

Die Betriebskosten für so eine Lösung sind auch immens, insbesondere da es auch einige Verluste gibt. Ich halte das Ganze jedenfalls insgesamt nicht für sinnvoll.

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

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Es passt imo nicht zusammen das man weiß über ziga 12V 10A dauerhaft zuviel sind (vielleicht 5A) deshalb der Hinweis direkt an die 12V...
Dann der Leistungsbedarf fürs Haus...
Nein ich meine der betreffende Tesla Fahrer hat mal eine Kaffeemaschine im Frank betrieben das ging von 12 V ab.
Vielleicht möglich mit einen Tesla der aus der Garantie ist. Und 440V???
Twike 676 seit 2001, EVT4000e seit 2005, Mia electric 12kWh seit 2013, Twizy life 2018 bis Mai 2019, Tesla Model S 85 zusammen mit Familie seit 2018, Mia electric 8kWh seit 2019

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

MBCeptor
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Hallo, der Tesla Model S P85 ist aus der Garantie. Und über 12V werden wir mit Sicherheit keine Geräte (LED-Fernseher mit 12V ??) betreiben, 12V-Geräte sind gemessen an Preis/Leistung teuer und bei den genannten 1kW müssten da 84A durchs Kabel fließen. Bei 16mm² und nur 5m Leitungslänge würden da 84W an Leistung im Kabel verloren gehen. Wenn ich da an meinen 12V-Autostaubsauger denke wo das Kabel nach 45min. Saugen mehr als handwarm wird. Die Wandlungsverluste von 400V runter auf 12V und rauf auf 230V dürften wohl 30% betragen. Da ich Elektroniker/Elektrotechniker bin, beruflich schon Schaltschränke (bis zu 3000A bzw. 4000V DC) mit aufgebaut hatte, ud ab und zu Röhrengeräte mit bis zu 30kV repariere. Da wir nicht Einspeisen (ohne Solar), ist das kein Problem. VDE-Prüfung wird sicher durchgeführt werden. Das Ganze dürfte so bis max. 2400 Euro kosten, amortisieren wird sich das nach ca. 2-5 Jahren. mit insgesamt max. 260 Ladezyklen in 5 Jahren zusätzlich (5x52), an einem Wochenende werden max. 50kWh verbraucht (strenger Winter), der Akku des Model S hat 85kWh angegebene Kapazität und 716 Ladezyklen mit 77kWh derzeitige Rohkapazität, der/die Wechselrichter können auch später mit PV-Modulen und Speicherakkus beschaltet werden.
Falls ihr es nicht bemerkt habt, ich habe noch keinen Tesla technisch von innen gesehen (nur auf Fotos), ich besitze privat einen Mercedes der mit Autogas fährt.

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

Singing-Bard
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Das Ferienhaus eines Freunds im Wald ohne Strom mit allem Luxus-Stromschnicknack war also wie zu erwarten Quatsch.

Vielleicht sollten wir hier einfach die Diskussion beenden ;-)

Re: Bidirektionales Laden mit Tesla Model S bzw. Nutzung als Homespeicher

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Sehe ich glaub genauso.
Sorry, die Diskussion ist glaub ich auch sinnlos.
Wenn noch kein Tesla da ist muss es dann ein Tesla sein?
Was kostet 2400 Euro insgesamt und darauf ne Kalkulation erstellt wann sich das rechnet?
Sollte es also keine inselanlage für ein Ferienhaus sein sondern in einem normalen Haus mit stromanschluss von außen ist es halt in der EU nach wie vor illegal?
Ich bin kein Elektriker eher wissenschaftlich "angehaucht" aber ich denke eine andere "Wortwahl" ist möglich?
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