Tschüss Wirtschaftswachstum

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Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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    MaXx.Grr
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folder Do 27. Jun 2019, 20:41
Das ist so wie: ich gebe die Kinder für 500 Euro in die Kita damit die Frau 500 Euro dazuverdienen kann.

Und es wurde ja bereits weiter oben geschrieben daß die Leute weniger arbeiten sollen. Das beinhaltet dann daß die Produktivität im besten Fall gleich bleibt oder aber sogar sinkt.

Grüazi MaXx
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Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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folder Do 27. Jun 2019, 20:49
Nee: .....damit der Partner 2000 Euro dazuverdient.

Und nun ?

Gruss SRAM
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Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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folder Do 27. Jun 2019, 20:51
SRAM hat geschrieben:Solange die Produktivität wächst, muss auch die Wirtschaft wachsen, damit alle teilhaben können.

Gruss SRAM
Warum?
Wenn einer alleine so Produktiv wäre, daß er genügend erwirtschaften kann für alle anderen - dann ist es nur eine Frage des Teilens.

Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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folder Do 27. Jun 2019, 21:02
Klar...
....und der Wolf legt sich mit den Schafen nieder......

Gruss SRAM
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Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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folder Do 27. Jun 2019, 22:17
SRAM hat geschrieben:Klar...
....und der Wolf legt sich mit den Schafen nieder......

Gruss SRAM
Nur weil Du nicht in der Lage bist, Dir das vorzustellen, heißt das nicht, daß es undenkbar ist.
Kein Mensch lebt von seiner Leistung, alle brauchen die Leistung anderer. Und die ist meist nicht direkt bezahlt.

Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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PV7KWp
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folder Fr 28. Jun 2019, 14:42
MaXx.Grr hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 14:04
Oder ein ähnliches Beispiel: wenn ich mehr mit meinem eAuto fahre brauche ich mehr Strom - aber gleichzeitig weniger Erdöl. (Sogar fast um den Faktor 3!
Wenn ich mit meinem 35k Biomethanverbrenner fahre, brauche ich keinen aus 8256 Einzelzellen zusammengesetzen 700kg schweren, von Degradationsmechanismen im 2stelligen Bereich geplagten Akku in einem 100k BEV spazierenzufahren, spare das Genset zum Verstromen des Biogases, spare Ladesäulen und Infrastrukturverbesserungsmaßnahmen und spare den Strom für die Server mehrerer (rot gefärbter) Foren weltweit, die sich vor allem mit den Problemen dieser 100k BEVs beschäftigen!

Ich glaube, ich beuge mal so richtig dem Wirtschaftswachtstum vor?

Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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Elektrivirus
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folder Sa 29. Jun 2019, 10:48
Ich habe hier viele sinnvolle, und kluge Ideen gelesen, Danke dafür.

Leider scheint sich keiner mit dem eigentlichen Problem bzw. der Ursache des Wachstumszwanges auseinandergesetzt zu haben.

Nicht die wachsende Bevölkerung bedingt die aktuellen Wachstumszahlen (einige haben es ja erkannt, allein die Lebensmittelüberproduktion, die derzeit schon herrscht, reicht eigentlich locker, um den Hunger zu besiegen, aber es ist ökonomischer, den Überschuss zu vernichten, als zu verschenken)

Die Wurzel des Wachstumszwanges ist unser Geldsystem, dass ausschließlich auf Schulden basiert, und dem daran gekoppelten Zinseszins. Jeder Euro, jeder Dollar, jede Währung, die in Umlauf ist, ist nur in Umlauf, weil irgendwer diese Gelder in Form von Krediten aufgenommen hat. Diese muss er aber nicht nur zurückzahlen, nein, er muss auch den Zins zahlen. Diese zusätzlichen Gelder können nur durch Wachstum erwirtschaftet werden. Ein tolles Jahr heute, und nächstes Jahr nicht noch eins draufgesetzt... schon brechen die ersten Kredite ein. Das ist das Problem. Darum wird ins BIP inzwischen sogar Prostitution und kriminelle Sachen mit eingerechnet, nur, um Deckung für die neu zu vergebenden Euros zu schaffen.

All die Anderen Probleme resultieren genau aus dieser Zwangslage. Stellt euch einmal vor, was passieren würde, wenn alles Schuldner der Eurozone morgen alle ihre Kredite tilgen würden, ohne dass sie neue aufnehmen...kleiner Tip: Schulden und Guthaben sind die beiden Seiten der Medailie "Euro"

Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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folder Sa 29. Jun 2019, 11:41
Kennst du ein besseres Geldsystem? Die großen Weltwährungen existieren seit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Noch nie in der Geschichte vorher gab es eine solche Stabilität.
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Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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Elektrivirus
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folder Sa 29. Jun 2019, 13:20
kriton hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 11:41
Kennst du ein besseres Geldsystem?
Ja, mehrere Ansätze. Funktioniert hat z.B. schon Freigeld in Wörgl. Oder auch Währungen mit inhärentem Wert wie Gold- oder Silbermünzen... die haben selbst nch Jahrhunderten ihre Kaufkraft nicht eingebüßt, sie sind immer noch ihr Gewicht in Edelmetall wert.
Die großen Weltwährungen existieren seit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Noch nie in der Geschichte vorher gab es eine solche Stabilität.
Das ist leider so nicht richtig. Das Pfund Sterling ist ja wohl auch groß, und existiert schon Jarhunderte, auch der Franc (bis zur Euroeinführung) hatte mehrere 100 Jahre Bestand. Beide aber nur dank massiver Inflation und Kaufkraftverluste.
Ebenso die derzeitigen Währungen... der Dollar war bis zu den 1970er Jahren auf unter 30 pro Feinunze Gold gekoppelt.... heute liegt der Goldpreis nahe 1000$ ...tolle Stabilität. Der Euro macht keine bessere Figur, und selbst die "gute, alte,harte" DMark hat allein während ihrer Existenz einen Wertverlust (Kaufkraftverlust) von über 80% erfahren (Sprich, was du 1999 für 1 DM bekommen hast, das bekamst du in den 50er Jahren für unter 20 Pfennig) und das nennst du stabil? Das ist reine Wertvernichtung

Re: Tschüss Wirtschaftswachstum

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folder Sa 29. Jun 2019, 15:45
Weißt du eigentlich, wie massiv Silber im Wert gefallen ist? Im Hochmittelalter waren Silbermünzen ganz dünn, weil die Förderung für damalige Verhältnisse sehr aufwändig war. Heute bekäme man für diese geringen Silbermengen nicht ein Brot.
Hier findest du eine Tabelle dazu, wie wertvoll Silber damals war. Für ein Gramm Silber, bekam man 10 Hühner. Heute kostet ein Gramm Silber 43€-Cent.
http://www.mittelalter-server.de/Mittel ... reise.html
Zusätzlich kann Edelmetall nicht beliebig vermehrt werden. Wenn die Bevölkerung schneller wächst, als das Edelmetall vermehrt werden kann, kommt es zur Verknappung. Daher wurde früh damit begonnen, die Münzen immer unedler herzustellen. Es kam bereits in der Antike zu enormen Edelmetallmangel.
Das ist den Laien häufig gar nicht bewusst, dass Edelmetalle keine Lösung sein können.

Die Goldpreisparität von Bretton-Wood konnte nicht mehr gehalten werden. Das System war überfällig. Dahin will auch niemand zurück. Immerhin Deutschland verdankt dem System und dieser kurzen Zeit seine enormen Goldreserven. Clever gemacht. Lies dich mal in die Thematik rein, das ist interessant.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bretton-Woods-System
Die heutigen Währungen können nicht mit den alten Währungen verglichen werden, auch wenn der Name der gleiche blieb.
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