Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

hachriti
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folder Sa 2. Mär 2019, 07:08
Vermutlich wird es in Berlin so sein wie in Wien. Wenn alle Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sind oder 3Fach überfüllt.
Die können gar nicht mehr in der Stoßzeit mehr Passagiere fahren den voller als eine 100% Auslastung geht nicht mehr. Ich bin. 8 Kahre Öffentlich gefahren und habe mich auf die Neue U2 gefreut. Nach einem Jahr im Zubringer zur U2 habe ich meine Jahreskarte abgemeldet und mir ein Elektroauto gekauft. Damit Steheich nicht bis zu einer halben Stunde bei der Station und warte bis ich einen Bus erwische wo ich Platz habe.Und fahre auch noch zwei 35 und 15 min auf der einfachen Strecke schneller. Btw vor der Schließung meines Dienstortes durch den Staat ging ich 2min. Zu Fuß. Nach der Zwangsversetzung fahre ich 26 km in eine Richtung bei einer Fahrzeit von 33-55 min mit dem Auto oder 75-90 min Öffentlich.
Die Grünen in Wien können mich gern haben.
Lg
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Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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    Deef
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folder Sa 2. Mär 2019, 07:45
Als ich in Berlin gewohnt habe - war ich mit Fahrrad und U-Bahn unterwegs und das meistens schneller. Wer ab und zu ein Auto braucht, kann sich eins mieten. Damals gabs noch nicht mal die ganzen Car-Sharing Dienste.
Ich hatte meinen schicken 240er Dieseldaimler damals weggegeben, weil ich es satt war selber Teil des Problems meiner Parkplatzsuche zu sein.
Es gab damals schon Transporter für kleines Geld zu mieten. Und hey, das muss ja auch nicht für alle gelten. Aber wenn alle, die das Auto wirklich nicht brauchen - sich entweder eines teilen, oder es einfach verkaufen. Dann hätten die Städte schon viel gewonnen- Und da geht es nicht nur um Berlin.
Was die Frau meint ist doch - wir wollen es den Leuten ERMÖGLICHEN ihr Auto zu verkaufen. Die Hetze, die jetzt hier im Forum auch einzieht, besorgt mich.
2 x 2.Zero - Mr. and Mrs. Black + VW-T4 California

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

peder
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folder Sa 2. Mär 2019, 09:47
Das Ziel muss doch sein, dass Leute auf ihr Auto verzichten können, ohne in der Mobilität eingeschränkt zu sein. Auch wenn ich gerne Auto fahre, würde ich es begrüßen wenn entsprechende Alternativen geschaffen werden, die es mir ermöglichen mein Auto abzuschaffen. Dazu gehört aber auch, dass diese Alternativen dann günstiger, oder zumindest nicht teurer sind.
Das Auto ist ein großer Posten an fixen Kosten, und bei den Leuten, die wenig fahren, ist alleine der Wertverlust ein erheblicher Anteil.
Natürlich sind aktuell die Kombinationen aus öffentlichem Nahverkehr, Radwegen, Carsharing usw. noch nicht so weit, dass das funktioniert, aber ich finde es legitim eine Vision zu entwickeln wo man hin will. Dann kann man konkret planen, welche Maßnahmen benötigt werden um das Ziel zu erreichen. Wenn gleich jeder gesteinigt wird, der mal laut darüber nachdenkt, werden wir in 20 Jahren sowieso nur noch im Schritttempo in den großen Städten voran kommen.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

Helfried
folder Sa 2. Mär 2019, 09:58
peder hat geschrieben:
Sa 2. Mär 2019, 09:47
Das Ziel muss doch sein, dass Leute auf ihr Auto verzichten können, ohne in der Mobilität eingeschränkt zu sein. Auch wenn ich gerne Auto fahre, würde ich es begrüßen wenn entsprechende Alternativen geschaffen werden, die es mir ermöglichen mein Auto abzuschaffen.
Ihr wisst aber schon, was die Alternativen der Tante sind: Wenn es weniger Autos gibt, wird der gewonnene Platz natürlich nicht in Grünraum zurück verwandelt, sondern für verdichteten Wohnbau genutzt. Ob das so viel besser als breite Parkplatzflächen ist, bezweifle ich aus Erfahrung. In Wien gehen die Polizisten jetzt oft zu viert auf Streife, weil es zu zweit zu gefährlich geworden ist.

Nur Amsterdam hat quasi Bauschutz durch die vielen Grachten, aber sogar dort wurden schon welche zugeschüttet.

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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folder Sa 2. Mär 2019, 10:35
Ich finde das ein legitimes Ziel. Man darf es aber nicht durch Zwang, sondern muss es durch bessere Angebote erreichen. Leider versucht man den ÖPNV zu stärken indem man den privaten Verkehr behindert. Auf Verbindungen mit gutem ÖPNV Angebot sieht man an der Auslastung, dass er erfolgreich sein kann...

Ich pendle mit dem Zug nach München und bin dort ausschließlich öffentlich unterwegs. Mir sind die Einschränkung durchaus bewusst. Vor allem, das bisher wenig getan wurde um die Qualität zu verbessern. Trotzdem ist es brauchbar, wenn die Ziele günstig liegen. (Arbeit direkt an U-Bahn Linie zum Bahnhof)

Ökos denken oft es reicht, wenn man irgendwie hinkommt. Mehrfaches umsteigen oder langsame Verbindungen kosten aber viel Zeit.
Ein schönes Beispiel ist da auch die lange umstrittene ICE Verbindung München- Berlin. Seit dem die Verbindung qualitativ besser wurde, explodieren die Fahrgastzahlen. Das hat aber viel Geld gekostet.

Um eine Stadt mit weniger Autos zu realisieren müsste man viele neue schnelle Verbindungen schaffen. Bei der zweiten Stammstrecke, die eine deutliche Beschleunigung bringen würde sagen die Kritiker, dass man keine neuen Einzugsbereiche schafft und es "nur schneller" geht... Da haben einige das Problem noch nicht kapiert...

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

einfallzel
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folder Sa 2. Mär 2019, 12:21
Ich finde, es ist kein legitimes Ziel und halte es auch nicht für Hetze, wenn ich versuche, diesen Denkansatz (mit meiner Wahrnehmungsverzerrung) zu vertiefen.
Aktuell ist der ÖPNV ist unzureichend und unzuverlässig. Nicht nur in Berlin. Die Unzuverlässigkeit setzt sich fort für alle, die darauf 100% angewiesen sind.
Ein bedarfsgerechter Ausbau ist mit den aktuellen Budgets nicht zu bewältigen (schon gar nicht bei den regelmäßig angestrebten Personalkostensteigerungen von 2-6 %/Jahr). Man müsste also erreichen, dass "die Menschen" das Geld, was sie nicht mehr ins Auto stecken, zu einem entsprechenden Anteil in den ÖPNV investieren.
Da ist eine Menge Überzeugungsarbeit notwendig. Kann ja jeder am Supermarkt in seinen Einkaufswagen gucken und überlegen, wie er das mit Bus und Bahn nach Hause bekommen würde, wenn auch alle anderen statt auf dem Parkplatz an der Haltestelle stehen. Oder es mit dem Fahrrad versuchen. Hier verweise ich dann doch auf die Studierenden und ihre besondere Art, Fahrräder vor der Mensa oder dem Hörsaal abzustellen.
Sicher ist es auch toll, wie man jetzt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von München nach Berlin kommt. Aber von Furtwangen nach Anklam sieht es anders aus.
Der Satz muss heißen: Wir wollen, dass die Menschen auf ihr Auto verzichten. Und vieles von dem, was sie damit tun.
--
Audi A3 1.4 TFSI e-tron sport 01/17

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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folder Sa 2. Mär 2019, 12:46
Interessant. Trotz des konträren Eröffnungssatzes sind wir ansonsten gleicher Meinung...

Abschaffen oder vermeiden ist für das gesellschaftliche Ergebnis das Gleiche. Ob einem die Restmobilität die erheblichen Kosten Wert sind -wie mir- muss dann jeder selber wissen. Wenn ein Auto Mal selbsttätig zu mir fährt, könnte ich das aber in der Stadt auch über Carsharing abdecken...

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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    Axxel
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folder Sa 2. Mär 2019, 12:57
Als Berliner kriege ich hier nur noch das Kotzen. Diese Rot-Rot-Grüne Pest macht alles platt. Vermieter enteignen und damit sicherstellen, dass jeder Investor diese Stadt nicht mal mehr mit der Kneifzange anfasst. Autos verbieten, Kitaplatzchaos, katastrophale Verhältnisse in den öffentlichen Verkehrsmitteln, unbehelligte Dogendealer und alles mit dem Ziel, die letzen Doofen die ihr Geld mit Arbeit verdienen zu vergraulen damit sich Penner und Schmarotzer ungeniert gegenseitig alimentieren können. Vielleicht hätten wir ja die Mauer nicht abreissen, sondern höher bauen sollen.
Mit besten Grüßen vom Axel aus Berlin

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

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    Jan
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folder Sa 2. Mär 2019, 13:09
Die nächste Wahl kommt. :)
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
Der Ioniq wartet schon auf die ersten Sonnenstrahlen. :)

Re: Berliner Verkehrssenatorin „Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“

motion
folder Sa 2. Mär 2019, 13:52
U-Bahn können die anderen fahren, ich mache das nicht.

Feinstaub gilt als viel gesundheitsschädlicher als Stickoxide. Die Sachverständigenorganisation Dekra hat festgestellt: In unterirdischen Bahnhöfen atmen Passagiere eine erhebliche Dosis Feinstaub ein - viel mehr als an einer vielbefahrenen Kreuzung.
https://www.focus.de/auto/news/abgas-sk ... 32224.html

Außerdem möchte ich nicht mit speziellen Personen"gruppen" ausgesetzt sein. Aber jeder wie er will.
Fahrrad fahren macht Spass in der Natur, doch in einer Großstadt werde ich das neben Straßen auch nicht machen, viel zu gefährlich.
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