CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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    Alex1
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folder Mo 7. Jan 2019, 22:15
@Berndte: Eine Tonne (nicht ein kg...) CO2 zu kompensieren kostet bei www.atmosfair.de aktuell 23 Euro.
Zuletzt geändert von Alex1 am Mo 7. Jan 2019, 22:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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folder Mo 7. Jan 2019, 22:15
Also ich halte das überhaupt nicht für sinnvoll.

Wenn, dann sollte man CO2 vermeiden oder was gegen Ausstoß tun. Gibt schließlich genug Möglichkeiten

Aber dafür bezahlen, damit genau was getan wird?

Wenn ich fliege, fliege ich eben. Wenn nicht, umso besser.

Wenn ich Auto fahre, dann fahre ich entweder sparsam um CO2 zu vermeiden oder mache das wie viele hier mit einem Elektroauto.
Gekauft! Ab 08/2017 unterwegs mit einem e-Golf (190)

Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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Nozuka
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folder Mo 7. Jan 2019, 22:21
Warum muss es denn entweder oder sein? Man kann ja soweit möglich vermeiden und das nicht vermeidbare kompensieren.

Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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Odanez hat geschrieben:Frage: Ist es für das Klima (sprich CO2 in der Atmosphäre) gut, wenn du einen Baum pflanzt? Also Vergleich Baum pflanzen vs kein Baum pflanzen? Jemanden Geld zu zahlen, dass der für dich einen Baum pflanzt, ist doch nichts anderes, im Endeffekt. Wenn die Antwort auf die erste Frage also "ja" lautet, dann ist so ein Programm wie Atmosfair eine 100%ige Kompensation, vorausgesetzt die tun auch genau das was sie versprechen.
Das ist doch gar nicht die Frage.

Lies mal bei https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosfair nach, was die tun. Sofort wirst Du erkennen, dass sie eben nicht Bäume pflanzen, sondern andere Projekte, die eben dauerhaft CO2 aus der Luft halten. Z.B. verbesserte Kochstellen, die nur noch 1/3 des Brennstoffs brauchen.

Du könntest genauso gut bei uns Solar- oder Windkraft subventionieren, das ist eben nur teurer pro dadurch eingesparter Tonne CO2.

Bäume zu pflanzen hilft, wie ich schon schrub, kurzfristig schon gar nicht (so ein Setzling setzt nicht gerade viel CO2 um). Dann hilft es mittelfristig, wenn der Baum richtig wächst. Sobald er aber - aus welchen Gründen auch immer - stirbt, ist das gesamte CO2 wieder in der Luft.

Trotzdem ist - wie ich schon schrub - das Pflanzen von Bäumen eine gute Idee. Die Welt ist halt kompliziert... ;)
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Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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HW120
folder Mo 7. Jan 2019, 22:26
Theoretisch kann man mit der entsprechenden Zahlung seinen CO2 Ausstoss rechnerisch auf Null setzen, ohne was selber zu verändern. Man muss nur genügend zahlen.

Sowas gab es zuletzt im Mittelalter.
Zuletzt geändert von HW120 am Mo 7. Jan 2019, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.

Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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Nozuka
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folder Mo 7. Jan 2019, 22:30
HW120 hat geschrieben:Theoretisch kann man mit der entsprechenden Zahlung seine CO2 Ausstoss rechnerisch auf Null setzen, ohne was selber zu verändern. Man muss nur genügend zahlen.

Sowas gab es zuletzt im Mittelalter.

Und es ist dann trotzdem besser für die Umwelt, als wenn man gar nichts macht.

Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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folder Mo 7. Jan 2019, 22:41
HW120 hat geschrieben: ...Sowas gab es zuletzt im Mittelalter.
nö, damals hat die CO2 Emissionen keine Socke interessiert.
Ich habe eine PV- Anlage, einen PHEV, der zumindest regional CO2 etc. vermeidet und versuche mich auch sonst umweltbewusst zu verhalten...allerdings fliege ich ab und zu...ist doch toll, wenn ich da auch "gegensteuern" kann :)
BMW 530e PHEV seit August 2017

Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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folder Mo 7. Jan 2019, 22:51
Wiese hat geschrieben:Ich kann mich mit den CO2-Rechnern und der Kompensation nicht anfreunden. Es ist kaum möglich, die eigenen CO2-Werte wirklich genau zu berechnen.
Wo ist Dein Problem? Nimm den CO2-Rechner des Unweltbundesamts und Du weißt es. Nicht genau genug? Dann zahl halt in Gottes Namen für eine Tonne mehr. Wäre das so schlimm?
Was ist zum Beispiel mit meinem Strom? Ich kann in einem CO2-Rechner angeben, dass ich Ökostrom nutze.
Dann wird er auch mit 0 kg CO2 rechnen.
Naturstrom bestätigt mir jedes Jahr, dass ich 1,5 to CO2 einspare.
Wenn Du 3.000 kWh verbrauchst, hört sich das korrekt an.
Was ist aber mit meiner PV-Anlage? Darf ich mir die anrechnen? Die spart auch rund 3,5 to CO2 im Jahr. Dieses CO2 geht aber aufs Konto des EE-Stroms
Du musst das CO2 für Bau, Installation und späteres Recycling abrechnen, dann stehen die restlichen Tonnen CO2 auf Deiner "Haben"-Seite. Aber das schrub ich ja schon des Öfteren...
die Anlage gehört aber mir, und die Hälfte des Stroms nutze ich im Prinzip selbst, und das kommende E-Auto wird bald die andere Hälfte nutzen.
Genau. DU hast die Anlage bezahlt. Die CO2-Minderung darfst Du also Dir zuschreiben. Wer zahlt, schafft an.
Soeben in Nano: Jeder Deutsche verursacht 0,7 to CO2 jährlich alleine deshalb weil er in De lebt, und die Infrastruktur nutzt.
Richtig. Das wundert Dich doch nicht wirklich? Ich hatte ja schon irrtümlich von 3 Tonnen geschrieben, das hat wohl niemand gelesen. Der Shitstorm wäre immens gewesen. Folglich schreiben Viele hier wohl nur aus dem Bauch, ohne irgendwelche Quellen nachzuschauen.
Da wird auch gerade der e-Go Life vorgestellt. Ökobilanz: Er ist das umweltfreundlichste Auto in De. Ich meine, dass er super aussieht.
So ist es :mrgreen: :D Aber vergiss den Sion nicht! Leider haben beide für mich eine zu geringe Reichweite. Außerdem wollte ich nicht schon wieder ein neues Auto kaufen ;)
Nachtrag: Atmosfair schreibt, dass im Prinzip nur Flugreisen kompensiert werden können. Warum sie auch Schiffsreisen kompensieren steht nirgends.
Falsch. Atmosfair schreibt nicht, dass im Prinzip nur Flugreisen kompensiert werden können. Wie kommst Du darauf? Auf der ersten Seite findest Du die drei Kategorien

- Flug
- Kreuzfahrt
- Wunschmenge CO2

Ich würde auch einen Screenshot hochladen, wenn ich wüsste, wie ;)
Das heißt für mich: Ich kann gar nichts kompensieren, weil ich weder fliege noch mit Kreuzfahrtschiffen verreise. Das was ich sonst tun kann tue ich zumindest teilweise.
Hier kannst Du Deine "Wunschmenge" kompensieren: https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/wunschmenge

Und dabei ist es egal, woher das CO2 kommt, das Du emittierst bzw. verursachst.

Die Hälfte der 10 Tonnen, die ein Durchschnittsdeutscher verursacht, kommt rein aus dem Konsum von Gegenständen. Also all dem Kram, den man so kauft. Bei Elektronikartikeln ist das ja besonders kritisch, aber auch z.B. bei Papier (5 g CO2 pro üblichem A-4-Blatt).

Zu den 10 Tonnen direkter Emissionen eines Durchschnittsdeutschen kommen noch ungefähr 8 Tonnen ausgelagerte Emissionen durch importierte Produkte. Wobei da die aus Deutschland exportierten Produkte schon abgezogen sind: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... und_Import
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Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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Nozuka hat geschrieben:Auch wenn man zu wenig kompensiert, ist es immernoch besser als wenn man gar nichts kompensiert.

Und wenn man zuviel kompensiert, ist es ja auch kein Problem... ;)

Atmosfair kenn ich nicht im Detail, aber andere Anbieter (siehe oben) bieten nicht nur Kompensation für Flug oder Schiffsreisen an.
Atmosfair kompensiert alles. Steht schon auf der ersten Seite :mrgreen:
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Re: CO2 Kompensation. Sinnvoll?

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0cool1 hat geschrieben:Also ich halte das überhaupt nicht für sinnvoll.

Wenn, dann sollte man CO2 vermeiden oder was gegen Ausstoß tun. Gibt schließlich genug Möglichkeiten

Aber dafür bezahlen, damit genau was getan wird?

Wenn ich fliege, fliege ich eben. Wenn nicht, umso besser.

Wenn ich Auto fahre, dann fahre ich entweder sparsam um CO2 zu vermeiden oder mache das wie viele hier mit einem Elektroauto.
Hältst Du es also auch nicht für sinnvoll, Abwässer zu klären oder Abgase zu filtern?

Du fliegst ja schließlich auch nicht das Flugzeug selbst, sondern bezahlst dafür.
Du baust ja schließlich auch nicht das Auto selbst, sondern bezahlst dafür.

Und Du konsumierst jede Menge Produkte, die CO2 verursacht haben. Genau das gilt es zu kompensieren.

Ich wiederhole mich gerne: Der Atmosphäre ist es egal, wo auf diesem Planeten CO2 emittiert oder kompensiert wird. CO2 kennt wie Radioaktivität keine Grenzen.
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