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Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 01:21
von HW120
Dieter Nuhr hat es im Grunde auf den Punkt gebracht. Erst richten wir Deutschen die Chemieindustrie zugrunde, dann die Energiewirtschaft und zuletzt die Autoindustrie.
Dass ein Grossteil unseres Wohlstandes schwindet wenn wir nur noch Kartoffeln produzieren scheint vielen nicht klar


Sicher ist das Satire und man könnte drüber lachen wenn es einem nicht im Halse stecken bliebe.

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 01:58
von MaXx.Grr
Und heute hat unser Bundespräsi die letzte Steinkohlezeche zugeschlossen... In Deutschland gehen allmählich die Lichter aus... Schlimm... Schlimmschlimm...

Wer sowas sagt hat vergessen daß Deutschland z.B. mal an der Spitze der Solarindustrie stand. Fand Schwarz-Gelb damals nicht so unterstützenswürdig. Nuhr bedient halt auch nur populistische Allgemeinplätze auf der nicht-rechten Seite der Gesellschaft.

Grüazi MaXx

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 02:52
von iOnier
B.XP hat geschrieben: Für mich ist der Eindruck, dass für die DUH ein Luftreinhalteplan erst dann sinnvoll ist, wenn er ein Fahrverbot beinhaltet.
Kann ich nicht nachvollziehen. Nach meinem Eindruck wurden Fahrverbote als letztes wirksames Mittel für notwendig erachtet, da sich die "Maßnahmen" der Regierung als unwirksam erwiesen hatten.
Ich mein, da wurden Luftreinhaltepläne vorgelegt und beklagt, ohne dass die Wirksamkeit bewiesen oder widerlegt werden konnte.
Hier weiß ich leider gerade nicht, wovon Du sprichst.
Das sehe ich anders; Ich mein ich bin in der Hinsicht eigentlich mehrfach betroffen. Zum einen besitze ich einen Diesel, der in Zukunft dann deutlich weniger Bewegung bekommen wird,
Das wäre ja an sich auch erstrebenswert ;-)
Dennoch: Wenn ich mir die Größenordnungen, gerade in Sachen Raucher und Passivrauch ansehe, dann komme ich relativ schnell zum Schluss, dass die NOx-Grenzwerte wohl wirklich recht willkürlich gesetzt sind.
Meines Wissens hat man sich da an studienbasierten Empfehlungen der WHO orientiert. Natürlich kann man wissenschaftliche Erkenntnisse anzweifeln (das ist ein wesentlicher Aspekt freier Wissenschaft), sollte dann aber mit eigenen fundierten Studien- oder Forschungsergebnissen aufwarten können.
Ich meine jetzt nicht Umweltzonen, sondern speziell Madrid als Fahrverbotszone für Diesel. Die machen das schon ein paar Jahre. Der bisherige Verlauf der Werte am hamburger Messpunkt bestätigen das leider.
Dann würde ein wissenschaftliches Vorgehen darin bestehen, sich die lokalen Gegebenheiten anzusehen und die Ursachen zu ermitteln. Aber nicht darin, eine an sich plausible These (weniger Emittenten => weniger Emissionen => weniger Immissionen) aufgrund weniger Einzelergebnisse ohne Weiteres(!) zu verwerfen.
Die Frage ist halt immer eine der Verhältnismäßigkeit.
Genau: was ist das höherwertige Rechtsgut: "Gesundheitsschutz" oder "freie Fahrt für freie Bürger"?
Und das ist genau der Punkt: Ist es Verhältnismäßig, eine Massenüberwachtung zu starten,
OK, anderer Aspekt, aber ich glaube, in diesem Punkt sind wir uns eh im Grundsatz einig. Nur:
um Anwohner vor Schadstoffwerten zu schützen,
... solange der Gesetzgeber da pennt muss mit den legal verfügbaren Mitteln gearbeitet werden. "Massenüberwachung" - wo siehst Du die derzeit? Bislang weiß ich von Verbotsschildern. Ja, irgendwelche Schwachköpfe haben da so Vorstellungen ...
bei denen unbekannt ist ob sie überhaupt eine Gefährdung darstellen?
Ist das tatsächlich unbekannt oder äußerst Du hier schlicht Deine (wie auch immer begründeten) Zweifel?

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 08:14
von Elektrolurch
Oha, kaum gucke ich mal ein paar Tage nicht in den Stammtisch, schon kommen 14 Seiten auf die Stichworte DUH, Sippenhaft und natürlich Tempolimit zusammen... Nicht, dass wir das hier alles nicht schon in mehreren Threads erschöpfend durchgekaut hätten. Aber hey, wenn das das Spiel ist, steige ich auch gern wieder mit ein:

Unbegrenzte Raserei ohne Tempolimit hat nichts, aber auch gar nichts mit Freiheit zu tun. Das ist einfach nur „me first“-Mentalität und sonst nichts. Sie basiert auf der Grundhaltung „Ich nehme mir das heraus.“ / „Das steht mir zu.“ Gute Güte. Besonders amüsant finde ich Argumentationen nach dem Muster „warum lässt du mich nicht schnell fahren, ich lasse dich ja auch langsam fahren“. :lol:

Freiheit... Ich bin in einer Diktatur aufgewachsen. Aus dieser Erfahrung und Perspektive heraus kann ich berichten: Freiheit ist nicht, vor einem 10m Ketchup-Regal zu stehen und da eine Auswahl treffen zu können. Freiheit ist auch nicht, ein 2t-Geschoss mit >200km/h im öffentlichen Verkehrsraum zu bewegen.

Freiheit beginnt vielleicht dort, wo wir Verantwortung für unser Tun und Lassen übernehmen. Sie beginnt mit der schlichten Erkenntnis „Ich bin hier nicht allein auf der Welt.“, ergänzt um „Alle meine Handlungen haben Konsequenzen.“

Da kann man natürlich drauf pfeifen. Aber das ist dann halt hochgradig asozial.

DUH: Großartig, weiter so!

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 08:44
von Karlsson
HW120 hat geschrieben:Dieter Nuhr hat es im Grunde auf den Punkt gebracht. Erst richten wir Deutschen die Chemieindustrie zugrunde, dann die Energiewirtschaft und zuletzt die Autoindustrie.
Dass ein Grossteil unseres Wohlstandes schwindet wenn wir nur noch Kartoffeln produzieren scheint vielen nicht klar
Sicher ist das Satire und man könnte drüber lachen wenn es einem nicht im Halse stecken bliebe.
Man könnte auch über die Dummheit lachen. Als ob Erfolg mit Umweltverschmutzung automatisch verbunden sei. Durch den Energiewandel entstehen letztlich noch mehr Jobs und zwar nachhaltig im Gegensatz Kohleabbau, der sich doch ohnehin nicht mehr rechnet.
Deutschland ist mit Innovationen groß geworden, es war nicht allein Malocherei. Und wir brauchen weiter Innovationen, um nicht stehen zu bleiben.

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 09:17
von win_mobil
HW120 hat geschrieben:Dieter Nuhr hat es im Grunde auf den Punkt gebracht. Erst richten wir Deutschen die Chemieindustrie zugrunde, dann die Energiewirtschaft und zuletzt die Autoindustrie.
Dass ein Grossteil unseres Wohlstandes schwindet wenn wir nur noch Kartoffeln produzieren scheint vielen nicht klar
Hallo,
als ich das gehört hab konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. :o
Ich sehe das auch so wie @Karlsson, genau anders herum.
Ich würde es als Glücksfall bezeichnen, dass dieses Thema seit 2015 nicht mehr abebbt.
Es heißt doch "Not macht erfinderisch" und eines bewirken diese Fahrverbote sicherlich:
Es werden mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge entwickelt und gekauft. Und meines Erachtens kann diese deutsche Schlüsselindustrie nur so überleben.
Von daher müsste die Industrie und die Politik der DUH dankbar sein, dass sie darauf pocht, dass Gesetze auch eingehalten werden.

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 10:08
von nr.21
unser schöner deutscher Wohlstand gründet sich nicht nur auf Spritfressern und Ausbeutung fossiler Energie, sondern schon lange auf der Innovationskraft und Flexibilität des Mittelstandes.
Wer den Wandel zur nachfossilen Industrie verschläft, sollte sich erst mal an die eigene Nase fassen. Das ist aber nicht gerade die Lieblingstätigkeit selbstverliebter Konzernchefs.
Wenn die mit ihrem Latein am Ende sind, schwadronieren sie von Arbeitsplätzen, die ihnen ja sonst herzlich egal sind.

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 10:23
von HW120
Dieter Nuhr beschreibt es in seiner Satire ohne Wertung.

Jeder kann sich seinen eigenen Reim drauf machen.

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 10:59
von MaXx.Grr
HW120 hat geschrieben:Dieter Nuhr beschreibt es in seiner Satire ohne Wertung.

Jeder kann sich seinen eigenen Reim drauf machen.
War der Kartoffelteil dann von Dir drangereimt oder hat der noch zum Nuhr-Zitat gehört?

Re: Der E-Autofahrer in der Sippenhaft der DUH

Verfasst: Sa 22. Dez 2018, 11:01
von bm3
:back to topic: :danke: