Tank&Rast, Geschäftsmodell, LSV

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Pitz
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folder Do 4. Okt 2018, 16:30
tomas-b hat geschrieben:Bei aller Freundschaft und Respekt vor dem Engagement einzelner Mitarbeiter, aber die aktuelle Situation grenzt an Sabotage der E-Mobilität.
Wir hatten ein funktionierendes, zuverlässiges und kostenloses (!!) Schnellladenetz an den T&R Rastplätzen. Man konnte quer durch Deutschland elektrisch fahren, sogar mit Fahrzeugen, die nur knapp über 120 km Reichweite verfügen.
Von dem Zeitpunkt an, wo die Ladung kostenpflichtig und das Abrechnungssystem implementiert wurde, ging es mit der Zuverlässigkeit nur noch in eine Richtung: Bergab.

Der Volksmund sagt scherzhaft: Wat nix kost, taugt auch nix. In diesem Fall ist es aber absolut umgekehrt... Wenn das kein gezieltes Manöver ist...

Glücklicherweise gibt es mit Entega, Allego und co. mittlerweile weitere Big Player am Start. Wir sind, mit gezielter Vermeidung von allen T&R Lademöglichkeiten und somit absolut problemlos, vom südlichen Berlin bis nach Groningen (NL) gefahren.

Meinetwegen könnten EON, EnBW und wie sie alle heißen, ihre Ladesäulen an den T&R-Rastplätzen komplett abreißen. Dann wären die Plätze wenigstens frei für Anbieter, die es auch wirklich ernst nehmen mit der E-Mobilität. Und die es nicht billigend in Kauf nehmen, dass Autofahrer liegen bleiben, weil die Infrastruktur nicht einsatzbereit ist.

Warme Worte hier im Forum helfen nicht weiter, solange das Ergebnis draußen an den Autobahnen nicht stimmt. Und das tut es absolut nicht...
"Kostenlos" war dass Laden nie, zuvor hat es nur jemand anderes bezahlt, z.B. die Alleinerziehende Mutter mit drei Jobs, um ihre Kinder zu ernähren, über ihre übertreuerte Stromrechnung.
(Soll keine Anklage gegen Dich sein, bitte nicht falsch verstehen!)

Tank und Rast ist Eigentümer der Säulen, ein "ehemals staatlicher" Monopolist.
Betreiber der Säulen sind Energieanbieter, die im Grunde halbstaatlich funktionieren, genau wie auch "Tank und Rast"

Aufoktroyiert wurde diesen beiden Partnern dieses Geschäftsmodell von der deutschen Bundesregierung, die sich ihr "Elektromobilitätsmäntelchen" umhängen wollte, und nun einen Handlanger für ihre unausgegorenen Pläne gesucht hat.
Wichtig ist nur, dass es beim "umweltbewussten" Wähler gut aussieht, an jeder Raststätte eine Station, "wir haben verstanden!".

Es geht nicht um EUCH, ihr seid eine winzige Minderheit, es geht um die Show, sowohl T+R, EON als auch vor allem der verlogenen Politikerkaste...
Wenn EON jetzt Geld verlangt fürs Laden, wird sich nicht viel ändern was die Zuverlässigkeit betrifft, denn GELD verdienen werden sie trotzdem nicht mit diesem Stromverkauf.

Wer die E-Mobiität unterstützen will, für den gibt es nur einen Weg:
Kauft einen Tesla.

Alles andere ist kontraproduktiv.
Vielleicht noch der e-Go von Professor Schuh, aber auch da muss man abwarten. Auch sein Unternehmen scheint momentan hauptsächlichen von staatlichen Zuwendungen zu leben. Aber er vertritt einige interessante Standpunkte und verarscht die Leute nicht so, wie es die Merketingfuzzis von VW oder EON derzeit machen.
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Re: Verbund der Tank & Rast Schnellladesäulen (EON)

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    BrabusBB
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folder Do 4. Okt 2018, 17:41
Dein Tag gestern muss echt scheiße gewesen sein ... :roll:
Smart 451 ED Brabus Cabrio seit 28.07.2017 (ca. 12.000km/a)
Audi A3 1.8 TFSI LPG + Porsche 968 - warte auf ID, e-tron, Taycan als Leasingrückläufer

Re: Verbund der Tank & Rast Schnellladesäulen (EON)

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Pitz
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folder Fr 5. Okt 2018, 11:13
BrabusBB hat geschrieben:Dein Tag gestern muss echt scheiße gewesen sein ... :roll:
Nein, wieso?

Aber ihr diskutiert hier meiner Ansicht nach um Symptome, und fragt Euch NIE , was eigentlich die Ursachen sind.

Nehmen wir doch nur mal diese unsägliche LSV, warum gab es da keinen Protest?
Warum habt Ihr das zugelassen als Betroffene?
Das ist doch der grösste Schwachsinn und der grösste Bremsklotz überhaupt für das Elektroauto.

Dafür müsst Ihr Euch aber emanzipieren und raus aus dem warmen Politiker - Schoss, wo es immer so tolle Geldgeschenke gibt, die euch abhängig und gefügig halten sollen.
Direkte Subventionen sind Gift für das E-Auto und deren Lade-Infrastruktur (siehe Trauerspiel um Tank und Rast), so macht Ihr Euch abhängig von Politikern und Apparatschicks in Berlin und Brüssel, die wollen nichts Gutes für Euch! Die kämpfen nicht FÜR Euch, die kämpfen GEGEN Euch. Das sind die Leute, die in den Aufsichtsräten von Unternehmen wie Innogy hocken und fürs Nichtstun viel Kohle kassieren! Das E-Auto ist denen Scheiss egal, denen geht es um eines: SIch die eigenen Taschen füllen, weil sie zu ehrlicher Arbeit nicht in der Lage sind.
Ich habe beruflich zu tun gehabt mit Politikern in Aufsichtsräten lokaler Unternehmen, zum Haare raufen was diese Leute für eine Inkompetenz an den Tag legen. Aber: EIne Hand wäscht die andere, wenn das "Schmiergeld" stimmt, geht alles...

Wenn es in Deutschland alleine 20 000 private E - Autos gibt, dann gibt es wohl so 50 000 Leute die damit regelmässig auch fahren. Die kann man einsetzen und Druck auf die korrupten Politiker machen.

Am Besten natürlich:
Nehmt selber Geld in die Hand, gründet einen Verein, da kann man dann eine Firma "auslagern" und ein Ladenetz an Autobahnen ausbauen. Denn an Autobahnen braucht es jeder E-Fahrer, in der Stadt nicht unbedingt.

Bei so einem Projekt müsste dann von vornherein gesagt werden, dass Ihr KEINE direkte Subventionierung im Betrieb haben wollt (denn dadurch murksen sie mit und es wird eine Totgeburt), sondern nur Unterstützung beim Aufbau: Erleichterte Baugenehmigungen, Bürokratie-Abbau, keine Vorschriften wie "geeichte Säulen" und diesen ganzen Schwachsinn.

Und natürlich müsst ihr dann auch gegen Eure Gegner kämpfen, Politiker - Scharlatane, die völlig hirnlos irgendwelche "Gratis - Ladestationen" hinpflastern, die dann nach einer Weile nicht mehr gewartet werden, Euch aber immer wieder die Kunden wegjagen...

Ich schweif jetzt etwas ab, aber GENAU deswegen gibt es diese ganzen Probleme mit Tank und Rast und anderen Anbietern, die hier auf 100 Seiten beschrieben werden:
Der Staat verteilt per Gieskanne Förderkohle, Unternehmen greifen zu oder werden gar "zwangsverpflichtet" (da sie im Grunde Staatsbetriebe sind wie RWE/Innogy) , haben aber in Wahrheit NULL Interesse an einem dauerhaften, funktionierenden, nachhaltigen Betrieb eurer Ladesäulen.

Was sind denn Eure ECHTEN Lösungsvorschläge, um das Dilemma zu beheben?
Glaubt ihr echt, bei Ionity wird es jetzt besser?

Ich sage Euch, da wird nach einer Weile GENAU das gleiche passieren wie jetzt bei Tank und Rast, das liegt in der Natur der Planwirtschaft...

Re: Verbund der Tank & Rast Schnellladesäulen (EON)

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geko
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folder Fr 5. Okt 2018, 11:17
Danke für diese Balkonrede, und nun wieder zum Thema.
emobly. Das Magazin für Elektroautos. Unabhängig. Authentisch. Elektrisch.

Re: Verbund der Tank & Rast Schnellladesäulen (EON)

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    Anmar
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folder Fr 5. Okt 2018, 11:18
Du hast Recht.
Das hat übrigens auch die NOW GmbH erkannt. Möchte deswegen auch eine staatliche Kontrollinstanz haben. Genauere Infos kriegt Ihr im folgenden Video.
https://www.youtube.com/watch?v=g-Ru_8UiMvA

Re: Verbund der Tank & Rast Schnellladesäulen (EON)

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folder Fr 5. Okt 2018, 11:22
@pitz danke für die die 'wall of Text' was kein mensch liest
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) Andesitsilber - I001-18-11-539 - 10/2015-04/2019
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Re: Verbund der Tank & Rast Schnellladesäulen (EON)

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mobafan
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folder Fr 5. Okt 2018, 11:38
Pitz hat geschrieben:Nehmen wir doch nur mal diese unsägliche LSV, warum gab es da keinen Protest?
Warum habt Ihr das zugelassen als Betroffene?
Das ist doch der grösste Schwachsinn und der grösste Bremsklotz überhaupt für das Elektroauto.
Unsinn. Die LSV ist das Beste, was der Elektromobilität passieren konnte.
Was ein Bremsklotz ist, ist die Tatsache, dass die BNetzA als Aufsichtsbehörde es nicht ahndet, wenn dagegen verstoßen wird. Denn es gibt da einen Anbieter eines Ladenetzes (der gleichzeitig auch Hersteller von Elektrofahrzeugen ist), der seit dem 14.12.2017 vielfach gegen die LSV verstößt, diese Verstöße sind bislang aber nicht geahndet worden. Das gilt sowohl für die DC-Schnelllader (die entgegen der LSV auch bei Neuinstallationen dieses Betreibers kein CCS und Spontanladen bieten), als auch die AC-Normallladepunkte an Hotels/Restaurants (die entgegen der LSV nur für eigene Fahrzeuge funktionieren, nicht für alle Fahrzeuge). Wohlgemerkt rede ich hier nur von Ladepunkten, die nach Wirksamwerden der aktuellen LSV-Version in Betrieb genommen wurden, also dieser eigentlich unterliegen.

Aber das ist hier sowas von OT, weswegen ich schon jetzt die Moderation bitte, diesen Subthread abzutrennen und auszulagern, sofern auf diesen Beitrag geantwortet wird.

Re: Tank&Rast, Geschäftsmodell, LSV

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150kW
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folder Fr 12. Okt 2018, 15:34
Glaubt ihr echt, bei Ionity wird es jetzt besser?
Ich sage Euch, da wird nach einer Weile GENAU das gleiche passieren wie jetzt bei Tank und Rast, das liegt in der Natur der Planwirtschaft...
Ionity muss irgendwie Geld verdienen. Das werden sie mit defekten Säulen nicht tun können, denn die Säulen sind das Geschäftsmodell. Für Stromversorger sind Ladesäulen nur ein Nebengeschäft.
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