Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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folder Fr 28. Sep 2018, 12:56
Wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, belehrt uns unsere Regierung immer wieder eines besseren:
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... e-vor.html

Edit: außerdem wäre die Einhaltung der Klimaziele bis 2020 noch möglich und ebenso ein Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle bis 2030:
https://www.lr-online.de/lausitz/cottbu ... d-33358025
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Werner
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Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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folder Fr 28. Sep 2018, 13:19
In Deutschland werden ja auch Bischöfe, Psychologen, Pädagogen und Vertreter von NGOs statt Ingenieure, Techniker, Naturwissenschaftler und Ökonomen in entsprechende Kommissionen berufen. Von Politikern, die jedes Augenmaß verloren haben. Daß dabei nur Mist (und die größte Kugel Eis aller Zeiten ;) ) Rauskommt, war jedem vernünftig handelndem Menschen klar......

Gruß SRAM
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Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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Odanez
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folder Fr 28. Sep 2018, 13:23
und wenn Politiker einen Flughafen bauen sollen, sieht man ja was daraus wird (BER)
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 89%, 65.000km

Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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Odanez hat geschrieben:und wenn Politiker einen Flughafen bauen sollen, sieht man ja was daraus wird (BER)
Wenn DEUTSCHE Politiker einen Flughafen bauen. Beijing Airport wurde in Zeit und Geld fertiggestellt. Ich wünsche mir Chinesische Politiker und die Vergabe von Großprojekten in Deutschland an Chinesische Konzerne mit straffer Führung.

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Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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folder Fr 28. Sep 2018, 13:26
iOnier hat geschrieben:Wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, belehrt uns unsere Regierung immer wieder eines besseren:
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... e-vor.html

Edit: außerdem wäre die Einhaltung der Klimaziele bis 2020 noch möglich und ebenso ein Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle bis 2030:
https://www.lr-online.de/lausitz/cottbu ... d-33358025
Die Kritik an der Elektroautoförderung ist gerechtfertigt. 2000 Euro ist eindeutig zu wenig und die 2000 Euro vom Hersteller sind heiße Luft. Das sollten 8000 Euro sein, 100% finanziert durch eine Steuer auf Verbrenner.

Inzwischen halte auch ich höhere CO2 Preise für sinnvoll.

Das EEG war mal sinnvoll, ist es aber meiner Meinung nach nicht mehr.

Wo ich zur Zeit das größte Versagen sehe ist beim Netzausbau und der Nichteinführung von flexiblen Preisen.

Der PV Deckel von 52 GW macht absolut Sinn im bisherigen System. Wir brauchen ein neues System, und da kann man 40 Millionen E-Autos und 400 GW PV unterbringen, ohne dass da ein Ausbau der Verteilnetze nötig wäre.

Dazu müssen die Kosten aber auch bei den Entscheidungsträgern ankommen, sprich die kWh PV Strom Mittags darf nicht einfach für lau abtransportiert werden, wenn dafür mega teurer Netzausbau erforderlich wäre, und im Winter in der Dunkelflaute muss Strom teuer sein, auch für Aluminiumwerke, die dann ruhig mal 2 Wochen abschalten können.

Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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folder Fr 28. Sep 2018, 13:27
Respekt lieber Rechnungshof...

was bitte hat an dieser Erkenntnis so lange gedauert? War der eigene Internetanschluss überlastet, und man konnte sich in einschlägigen Foren erst jetzt "informieren"?

Aber sind bestimmt nur böse Bremser im BRH, die können gar nicht recht haben, sie hätten vor Veröffentlichung mal die Fundifraktion der Grünen fragen sollen, dann hätten sie erfahren, dass die Ziele alle erreicht werden, das Ganze ne Kugel Eis kostet, und man als Land ganz, ganz vorn ist, sozusagen die Premiumumweltschützer.

Danke, BRH, dass nun mal offiziell belegt wurde, was viele schon lange sagen, und dafür verbal immer wieder eins auf den Rüssel bekommen haben.

Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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folder Fr 28. Sep 2018, 13:32
hgerhauser hat geschrieben:
Die Kritik an der Elektroautoförderung ist gerechtfertigt. 2000 Euro ist eindeutig zu wenig und die 2000 Euro vom Hersteller sind heiße Luft. Das sollten 8000 Euro sein, 100% finanziert durch eine Steuer auf Verbrenner.

Inzwischen halte auch ich höhere CO2 Preise für sinnvoll.

Das EEG war mal sinnvoll, ist es aber meiner Meinung nach nicht mehr.

Wo ich zur Zeit das größte Versagen sehe ist beim Netzausbau und der Nichteinführung von flexiblen Preisen.

Der PV Deckel von 52 GW macht absolut Sinn im bisherigen System. Wir brauchen ein neues System, und da kann man 40 Millionen E-Autos und 400 GW PV unterbringen, ohne dass da ein Ausbau der Verteilnetze nötig wäre.

Dazu müssen die Kosten aber auch bei den Entscheidungsträgern ankommen, sprich die kWh PV Strom Mittags darf nicht einfach für lau abtransportiert werden, wenn dafür mega teurer Netzausbau erforderlich wäre, und im Winter in der Dunkelflaute muss Strom teuer sein, auch für Aluminiumwerke, die dann ruhig mal 2 Wochen abschalten können.
Genau: am besten werfen wir dem schlechten Geld noch Gutes Geld hinterher und machen alles noch teurer.

Und wenn die Industrie Strom braucht, sagen wir Ihr: "Dann esst doch Kuchen!"

........Und wundern uns, wenn diese (die Aluminiumproduktion z.B.) gleich ins freundlichere Ausland abwandert.

"Deutschland ein Kartoffelacker !" .......Morgenthau wäre stolz auf Euch !


Gruß SRAM
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Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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hgerhauser
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SRAM hat geschrieben:
........Und wundern uns, wenn diese (die Aluminiumproduktion z.B.) gleich ins freundlichere Ausland abwandert.
Die Aluminiumproduktion ist absolut sinnvoll in Deutschland. Seh das doch einfach mal als eine billige Speichertechnologie mit 100% Wirkungsgrad und minimalen Kapitalkosten.

Mich wundert es immer wieder wie reflexartig dieses "Industrie wandert ab, wenn sie auch nur eine Stunde eine Anlage abschalten soll" Argument kommt, und dann nicht gezuckt wird, wenn jemand 400 GW an Elektrolyseuren vorschlägt, die im Schnitt 8000 Stunden oder mehr im Jahr ungenutzt herumstehen würden, um dann Strom erst mit 70% Wirkungsgrad in H2 umzuwandeln, den mit 70% Wirkungsgrad in Erdgas, welches wieder in GuD Kraftwerken mit 60% Wirkungsgrad und 8000 Stunden oder mehr Stillstandzeit verfeuert wird. Stattdessen kann man auch die Aluminiumhütte 4% größer auslegen und man hat zu einem Bruchteil der Kosten und ohne jedwede Speicherverluste die gleiche Menge Aluminium produziert und kann sich die Kraftwerke für zwei Wochen Dunkelflaute sparen.

Da die Lösung ingesamt so billiger ist, kann man auch mit viel geringeren Subventionen (oder Null Subventionen) die Aluminiumindustrie im Land halten.

Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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folder Fr 28. Sep 2018, 13:55
hgerhauser hat geschrieben:
SRAM hat geschrieben:
........Und wundern uns, wenn diese (die Aluminiumproduktion z.B.) gleich ins freundlichere Ausland abwandert.
Die Aluminiumproduktion ist absolut sinnvoll in Deutschland. Seh das doch einfach mal als eine billige Speichertechnologie mit 100% Wirkungsgrad und minimalen Kapitalkosten.

Mich wundert es immer wieder wie reflexartig dieses "Industrie wandert ab, wenn sie auch nur eine Stunde eine Anlage abschalten soll" Argument kommt, und dann nicht gezuckt wird, wenn jemand 400 GW an Elektrolyseuren vorschlägt, die im Schnitt 8000 Stunden oder mehr im Jahr ungenutzt herumstehen würden, um dann Strom erst mit 70% Wirkungsgrad in H2 umzuwandeln, den mit 70% Wirkungsgrad in Erdgas, welches wieder in GuD Kraftwerken mit 60% Wirkungsgrad und 8000 Stunden oder mehr Stillstandzeit verfeuert wird. Stattdessen kann man auch die Aluminiumhütte 4% größer auslegen und man hat zu einem Bruchteil der Kosten und ohne jedwede Speicherverluste die gleiche Menge Aluminium produziert und kann sich die Kraftwerke für zwei Wochen Dunkelflaute sparen.

Da die Lösung ingesamt so billiger ist, kann man auch mit viel geringeren Subventionen (oder Null Subventionen) die Aluminiumindustrie im Land halten.
a) IST diese schon weitgehend abgewandert....

b) laufen bidirektionale (also Elektrolyse / Feststoffzelle in einer Zelle) als Netzausgleich (Speicherung und Rückwandlung) annähernd 100% der Zeit und selbst getrennte Aggregate zu jeweils ca. 40% der Zeit, wenn der EE Anteil auf 80% oder darüber steigt.

Ich bin sehr glücklich darüber, daß die jungen Menschen, die MIR etwas bedeuten alle, nicht zuletzt auf mein Anraten, weltweit tätig sind und Projekte da ausführen, wo das noch möglich ist (Canada, Malaysia, China, Thailand, USA, Brasilien, Japan, Russland, ....) und garnicht in dieses muffige, kleinkarierte, dekadente und von Sozialneid und Ökologismus zerfressene Deutschland zurückwollen.

Gruß SRAM
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Re: Energiewende - gut gedacht, scheiße gemacht (plakativ)

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hgerhauser
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folder Fr 28. Sep 2018, 16:12
SRAM hat geschrieben: b) laufen bidirektionale (also Elektrolyse / Feststoffzelle in einer Zelle) als Netzausgleich (Speicherung und Rückwandlung) annähernd 100% der Zeit und selbst getrennte Aggregate zu jeweils ca. 40% der Zeit, wenn der EE Anteil auf 80% oder darüber steigt.
zu a) Es ist noch eine ganze Menge energieintensive Industrie da.
http://www.energieintensive.de/startseite.html

zu b) Da hast Du für das erste GW recht, wenn keine anderen Speicher genutzt werden. Dann ist immer entweder Überschuss da, oder Mangel und die Auslastung ist (nahezu) 100%. Nur sind halt andere Speicher da mit deutlich höherem Wirkungsgrad.
1. Speicherwasser, Wirkungsgrad nahe 100%, Größenordnung 15 GW anteilig für Deutschland. Wenn Wind weht, fließt der Strom nach Norwegen und Schweden (oder in die Alpenländer) und die Speicherwasserkraftwerke dort werden abgeschaltet. Es muss kein Wasser hochgepumpt werden. In der Dunkelflaute fließen die 15 GW in die umgekehrte Richtung. Der Speicherverlust ist nur der Übertragungsverlust in den Leitungen.
2. Smart charging von Elektroautos. Hier sind bei 40 Millionen Elektroautos 100 GW+ drin, die in der Mittagsspitze am Wochenende gezogen werden. Effektiver Wirkungsgrad 100%, denn es muss sowieso geladen werden.
3. Pumpspeicher
4. Batteriespeicher
5. Biogas KWK + Wärmepumpe + Wärmespeicher

Dadurch sinkt der Speicherbedarf deutlich, und dann haben Aluminiumwerke ähnliche Kapitalkosten wie Elektrolyseure und auch Wasserstoff hat eine stoffliche Nutzung (Düngemittel zum Beispiel, Haber Bosch NH3). Die Rückverstromung kostet Wirkungsgrad gegenüber der virtuellen Rückverstromung (Abschaltung des Elektrolyseurs, des Aluminiumwerks).

Interessanterweise gibt es sogar ernsthafte Vorschläge Aluminium als Energiespeicher einzusetzen:
http://www.sonnenseite.com/de/wissensch ... rsatz.html

zu c) Tolle Sache, ich bin auch Weltbürger.
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