Produktionsfahrzeug für Filmemacher

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Produktionsfahrzeug für Filmemacher

Pianist
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Schönen guten Tag!

Auch wenn mein Pseudonym es vermuten lässt, bin ich kein hauptberuflicher Klavierspieler, sondern ich drehe Filme in politischen und technischen Bereichen. Also im Extremfall bin ich vormittags in einem Ministerium und nachmittags in orange auf einer Bahnbaustelle, immer mit viel Technik im Laderaum. Ich bin viel innerhalb Berlins unterwegs, habe meine Drehtermine aber letztendlich überall in Deutschland und den Nachbarländern. Da ich derzeit nicht fliege und nicht mit der Bahn fahre, kommt es sogar mal vor, dass ich nach Norditalien oder Südschweden mit dem Auto fahre, wenn meine Auftraggeber das unbedingt wollen. Seit zweieinhalb Jahren fahre ich mit einem Audi A4 g-tron, weil mir der Erdgasantrieb als das kleinste Übel erschien, als ich weg vom Diesel wollte.

Mein Ziel ist es aber nach wie vor, elektrisch zu fahren. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mit einem vollelektrischen Fahrzeug früher oder später nicht doch mal in eine Problemlage komme, wenn unerwartet doch viel mehr Kilometer als geplant zu fahren sind, Lademöglichkeiten nicht wie geplant funktionieren oder ich schlichtweg keine Zeit zum Laden habe. Für mich sehr passend wäre ein Skoda Enyaq, dann natürlich mit der größten Batterie und Allradantrieb, da ich durch meine Filmthemen praktisch überall unterwegs bin, also auch auf Baustraßen, Feldwegen oder sogar im Wald. Der Enyaq sieht aber zum Glück nicht aus wie ein total böses SUV, so dass ich damit wohl auch in Berlin keinen Ärger bekomme. Leider stehe ich oftmals mitten im Nirgendwo, und kann Standzeiten oft nicht zum Laden nutzen.

Daher denke ich parallel auch in Richtung PHEV. Bisher habe ich die ja für ziemliche Mogelpackungen gehalten, aber wenn ich mir anschaue, dass ich mit einem Octavia wohl realistisch 60 Kilometer weit elektrisch komme, könnte ich damit fast sämtliche innerstädtischen Fahrten elektrisch abdecken. Auf der Langstrecke würde ich aber meine derzeit gute Ökobilanz eindeutig verschlechtern. Mehr Bodenfreiheit würde natürlich der Enyaq bieten. Der ID Buzz ist mir zeitlich noch zu weit weg, als dass ich da schon konkret drüber nachdenken möchte. Wäre aber wohl auch ein potenzieller Kandidat.

Möchtet Ihr mir noch ein paar Denkanstöße geben, wie ich mich zwischen beiden Konzepten entscheiden könnte, und welche Fahrzeuge ggf. noch in Frage kämen?

Danke sagt Matthias!
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Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

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Hast Du Dir schon mal den Ford Tourneo Custom PHEV angesehen?
Etwas größer als ein VW Bus und rein elektrisch unterwegs + Rangeextender mit Benzin.

https://www.ford.de/fahrzeuge/ford-tourneo-custom
Oder hier:
https://youtu.be/-iqPt0PjaH4
Ab Minute 23 wird es spannend.

Also massig Platz. Wenn nur der Preis nicht wäre. Aber vielleicht gibt es ja Rabatt oder Du findest einen günstigen Gebrauchten?
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs -- Skoda Enyaq bestellt(26.9) produziert(KW17) beim Händler(10.5.)

Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

Pianist
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Danke für den Hinweis, aber das passt für mich nicht. Mit realen 40 Kilometern kann ich die allermeisten innerstädtischen Fahrten nicht elektrisch abdecken, dafür ist Berlin zu groß und ich wohne zu weit draußen. Und auf der Langstrecke ist der Benzinverbrauch zu hoch. Da würde ich meine Kosten glatt verdoppeln, das sind mehrere tausend Euro im Jahr. Ich bin kein Schnellfahrer, aber mit der 120-km/h-Begrenzung würde ich wohl auch nicht glücklich werden. Unter dem Strich ist er dann auch zu teuer. Von daher: Nein, das ist wohl keine Lösung für mich. Zu viele Nachteile.

Matthias
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Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

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Der Enyaq hat doch einen großen Akku. Wenn es unerwartet oder erwartet viele Kilometer gibt, fährt man eben kurz am Schnelllader vorbei. Bei 125 kW kein Problem.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

Pianist
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Schon klar, aber die Frage ist ja, ob ich dann in der jeweiligen Situation einen Schnelllader vorfinde. Neulich hatte ich folgende Situation: Ich fuhr von Berlin nach Kassel-Wilhelmshöhe, sollte mich dort mit einem Bautrupp treffen. Ich ging davon aus, dass wir dann irgendwo an der Schnellfahrstrecke nördlich oder südlich von Kassel sein werden. Ich fahre denen also hinterher, und die Fahrt will und will nicht enden. Unser eigentlicher Einsatzpunkt war dann irgendwo an einer ganz anderen Strecke kurz vor Schwalmstadt. Das waren 60 Kilometer pro Strecke, also insgesamt 120 Kilometer. Wenn man 500 km Reichweite hat, und noch 200 km übrig sind, ist das ja kein Problem. Aber was, wenn nicht? Ich fürchte einfach, dass die Realität früher oder später meine Planungen überholt, und dann stehe ich da. Wenn ich das rechtzeitig weiß, gehe ich natürlich schon vorher an einen Schnelllader. Aber in der Bahnbau-Branche ist höchste Flexibilität gefragt, so dass sich Dinge sehr kurzfristig ändern können. Vermutlich muss ich mir dann aus Prinzip angewöhnen, vor Verlassen der Autobahn-Gegend noch mal vollzumachen, um genug Puffer für den ländlichen Raum zu haben.

Oder jemand erfindet mal einen Lade-Adapter, den ich an der Oberleitung und an der Schiene anklemmen kann, mit einem kleinen Wandler von 15.000 V / 16,7 Hz auf 400 Volt DC... :-)

(der neue Akku-"Flirt" von Stadler wird übrigens wirklich so geladen)

Matthias
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Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

murghchanay
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Bei deiner Fahrleistung und Ansprüchen würde ich wenn dann nur einen Tesla holen. Alles andere ist Quatsch und jeder der die erzählen will, wie toll er es mit dem Zoe nach Italien in den Urlaub geschafft hat verkennt die Lage. Mit Tesla hast du immer Zugang zu schnellem Laden. Andere müssten sich auf ausländische Netze verlassen, die Mal besser und Mal schlechter sind. Z.Bm habe ich in Polen nur 40 kW Lader gesehen. In Tschechien nur 50kw. Auch in Italien gibt es nur ein paar HPC. Außerdem hat ein Tesla (Model 3 oder Y) ordentliche Reichweite, ist effizient genug und kann auch Mal schneller fahren.
Ich selbst fahre keinen Tesla, muss aber auch nicht beruflich zu Terminen. Urlaub ins Ausland geht mit Soul/Kona/Niro fantastisch und ohne Probleme, aber mit mehr Planung und längeren Pausen. Das selbe trifft dann auch auf VW/Audi/Skoda/selbst Porsche zu. Da muss man als nicht Tesla Fahrer einfach ehrlich sein.
Ansonsten Plugin Hybrid, aber der Umweltnutzen hält sich halt arg in Grenzen.

Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

Pianist
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Beim PHEV würde ich ja, vom CNG kommend, meine Ökobilanz sogar deutlich verschlechtern. Und teurer wäre der Betrieb obendrein. Daher bin ich da äußerst skeptisch, wobei ein Skoda Octavia oder gar ein Superb vom Laderaumvolumen schon sehr gut wäre und die elektrische Reichweite für meine innerstädtischen Fahrten zum ganz überwiegenden Teil passt. Ein Tesla Model 3 käme für mich aber wohl nicht in Frage, da die Kofferraum-Situation für mich nicht praktisch ist. Und ich habe nach wie vor kein volles Vertrauen zur Langzeitqualität der Fahrzeuge, so rein aus dem Bauch heraus. Warum zum Beispiel wird derzeit bei mobile.de ein Model 3 mit "Batterieschaden" günstig verkauft? Warum wird der Schaden nicht vom Hersteller behoben? Neulich war ich in einem Unternehmen, welches fünf Teslas besitzt, und die haben mir dort gesagt, dass der Service bei Tesla so schlecht ist, dass sie sich von den Fahrzeugen demnächst trennen werden. An sich fand ich es toll, dass Tesla das Werk bei Berlin baut, aber wenn ich sowas höre, dann werde ich doch nachdenklich...

Matthias
Seit Dezember 2020 mit Tesla Model 3 SR+ unterwegs.

Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

murghchanay
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Naja, gibt ja genug Teslas auf den Straßen und auch Leute die den schon seit Jahren fahren. Ehrlich gesagt ist mein Kia Service bisher auch nicht der Hammer - sehr freundlich aber lange um Ersatzteile zu besorgen. Und was der ID3 für Software Macken hat, der führt ein sehr unausgewogenes Eigenleben wie es einem scheint.

Wenn du den Anspruch hast viel Langstrecke in Europa zu fahren gibt es halt nur das Tesla Netz. Klar kann man auch VW fahren, aber da braucht man halt entsprechend länger für die Fahrten und muss sich mit den Ladenetzen rumschlagen. im Urlaub okay, kein Problem, aber für Geschäftsreisen? Außerdem sind die Autos halt einfach schlechter für den gleichen Preis.

Für weniger kannst du dir auch einen E Niro holen. Lange Reichweite, lädt halt aber nicht so schnell und da musst du dann auch die örtlichen Ladenetzen benutzen.

Denke, dessen muss man sich bewusst sein.

Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

Rangarid
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Pianist hat geschrieben: ...dass ich mit einem Octavia wohl realistisch 60 Kilometer weit elektrisch komme, könnte ich damit fast sämtliche innerstädtischen Fahrten elektrisch abdecken.
Soweit ich das gesehen habe steht auf der Skoda Seite 55km nach WLTP. Ich bin mir unsicher ob du da tatsächlich auf 60km innerstädtisch kommst...

Re: Produktionsfahrzeug für Filmemacher

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Pianist hat geschrieben: Warum zum Beispiel wird derzeit bei mobile.de ein Model 3 mit "Batterieschaden" günstig verkauft? Warum wird der Schaden nicht vom Hersteller behoben?
Meinst du diesen Wagen? https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... =295743159

Das ist ein US-Import, der hat in Deutschland also keine Garantie. So richtig nützlich wäre er hier eh nicht, nur 1-phasiger Bordlader, kein Supercharging, kein LTE...

Grüße

Fabian
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