Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

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Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

Franzl
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Mein Vater (82) meint er braucht noch mal ein neues Auto. Sowohl er als auch ich sind eigentlich Skeptiker der EVs, aber derzeit gibt es ja wirklich ein paar gute Angebote. Er meinte Mitsubishi hätte einen Plug - In, ich fragte ob er den Outlander , also einen SUV meint, da meinte er : Nein, kein SUV. Gut, vielleicht war es der Outlander und er hat den nicht als SUV angesehen.
Meinem Vater geht es nur um die Kosten, aber ich sagte zu ihm, das was er da spart steckt er an anderer Stelle wieder rein.

Vom Fahrprofil wäre der Plug - In im Grunde nicht schlecht, da 90% am Tag nicht mehr als 30 km gefahren werden und die anderen 10% meist Fahrten um die 250 Kilometer zu Enkelkindern usw sind...

Was ich aber für hoch einschätze sind die Wartungskosten, da er dann nicht mehr zu einer freien Werkstatt gehen kann.

Pluspunkt wiederum ist das Parken im Raum Stuttgart, wo es viele Gratis - Plätze für E - Autos gibt.

Frage: Gibt es irgendwo vernünftige Abhandlungen zu dem Thema, insbesondere: Altes Auto behalten VS jetzt noch schnell die Förderungen nutzen und einen Hybrid kaufen?
Sagen wir mein Vater bleibt fit und kann noch bis 90 fahren: Wird ein Hybrid sich dann noch verkaufen lassen oder sind die kleinen Akkus dann abgenudelt?

Wer wartet eigentlich die Mitsubishi, haben die Partner, Autohäuser von denen gibt es ja kaum noch...
Sind Plug - Ins eigentlich grundsätzlich Automatik - Autos?
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Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

fabian_crl
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Plug-ins kenne ich nur als Automatik-Autos. Plug-in Hybride gibt es inzwischen ziemlich viel, da wäre Mal interessant, was das Auto so können soll und wie groß das Budget ist. Wie man die Autos in 10 Jahren wieder verkaufen kann, ist schwierig bis unmöglich zu sagen. Wie schnell soll es denn gehen, möglichst noch die niedrige Mehrwertsteuer mitnehmen (da wird es mit den Liegezeiten evtl. schon schwierig), oder nur den Umweltbonus?

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

UliK-51
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Hatte erst auch an einen plug-in Hybrid gedacht, aber mein Sohn meinte: Willst Du jetzt einen Verbrenner und ein EV in einer Karosserie? Welch ein Aufwand, (also teuer, auch in der Wartung) und die EV Reichweite reicht mal gerade (50km), um in Umweltzonen elektrisch fahren zu können.

Hm-ja. Also vollelektrisch. Nun fahre ich seit zweieinhalb Jahren einen Hyundai Ioniq28 Premium (der Style ginge ja auch, der Trend nicht).
Die Inspektionskosten liegen bei 80€ alle 15TKM, der Stromverbrauch bei 13,2 kWh. Das entspricht etwa 1,5L Benzin.
Auf der Autobahn lade ich alle 120- 150 km 15- 20 Minuten an Hochleistungsschnelladern bis 70kW. Da brauche auch ich jeweils ein (Pi-)päuschen...

Bin also hoch zufrieden- aber Achtung: Das Nachfolgemodell Ioniq38 ist ein lahmer Langsamlader.
Ioniq28
Der Mensch. Die Krone der Schöpfung, des Denkens nicht fähig, zum handeln geboren.

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

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Die Überlegung für deinen Vater sollte sein ob nicht auch rein elektrisch geht, das verringert dann wieder den Serviceaufwand, da keine zwei Techniken in einem Auto verbaut sind. Sonst, falls es unbedingt ein Plugin-Hybrid werden soll und er auch etwas mehr an elektrischer Reichweite möchte, ist jetzt noch nicht lange der Mercedes A250e herausgekommen. Vielleicht wäre das ja etwas. Zu den Betriebskosten inklusive dem Wiederverkaufswert in ein paar Jahren wird dir wohl niemand hier exakte Kalkulationen vorlegen können.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

Franzl
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Mein Vater macht natürlich eh was er will bzw dann wenn seine Frau nichts dagegen hat, aber vollelektrisch kommt auf keinen Fall in Frage, das tut er sich nicht an. Da auch zwischendurch immer mal wieder längere Strecken gefahren werden.

Ich persönlich rate das bisherige Auto ( 5 Jahre, ca 120 000 km) weiter zu fahren, was auch meine Mutter meint. Die fährt aber sowieso nur noch sehr selten Auto.

Wenn es aber partout ein neues Auto sein muss halte ich einen Plug-In bei den derzeitigen Förderprogrammen für vernünftig.
Wir hatten bis vor etwa 15 Jahren viele Mitsubishis in der Familie (inkl.mir) und ich erinnere mich noch dass die Autos damals sehr zuverlässig waern.
Ob man das auf so ein Fahrzeug wie den Outlander noch sagen kann weiß ich nicht.

Ich denke das letzte Auto von meinem Vater hat 40 000 (mit Vollausstattung, Diesel) gekostet und das würde er wohl ausgeben.
Also bitte jetzt nicht mit Model3 kommen, in so etwas zwängt er sich nicht hinein.

Braucht es eigentlich für Plug - Ins eine Wahlbox oder laden die über Nacht passabel an der Schuko - Dose?

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

Franzl
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UliK-51 hat geschrieben: Hatte erst auch an einen plug-in Hybrid gedacht, aber mein Sohn meinte: Willst Du jetzt einen Verbrenner und ein EV in einer Karosserie? Welch ein Aufwand, (also teuer, auch in der Wartung) und die EV Reichweite reicht mal gerade (50km), um in Umweltzonen elektrisch fahren zu können.
Genau das mit der Wartung habe ich meinem Vater gesagt, die Frage ist konkret: Wie teuer ist der Outlander in der Wartung?
Die 50 km Reichweite, selbst wenn es real nur 35 sind reichen total aus, mehr fahren meine Eltern eh nur selten. Die langen Strecken werden eh seltener und es wird mehr Bahn gefahren, außer momentan wo der Maskenzirkus läuft...
UliK-51 hat geschrieben: Hm-ja. Also vollelektrisch. Nun fahre ich seit zweieinhalb Jahren einen Hyundai Ioniq28 Premium (der Style ginge ja auch, der Trend nicht).
Die Inspektionskosten liegen bei 80€ alle 15TKM, der Stromverbrauch bei 13,2 kWh. Das entspricht etwa 1,5L Benzin.
Auf der Autobahn lade ich alle 120- 150 km 15- 20 Minuten an Hochleistungsschnelladern bis 70kW. Da brauche auch ich jeweils ein (Pi-)päuschen...

Bin also hoch zufrieden- aber Achtung: Das Nachfolgemodell Ioniq38 ist ein lahmer Langsamlader.
Vollelektrisch lohnt sich nie, alleine schon mit den Ladekarten, Smartphone usw, so etwas wollen meine Eltern nicht, kann ich verstehen.
Altes Auto behalten (mein Voschlag, auch wenn sie keine Kilometerleistung mehr haben die einen Diesel rechtfertigt), neuer Benziner oder Plug - In Hybrid. Das sind die Optionen.

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

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Schreib dochmal bitte was das für ein altes Auto ist,damit wir wenigstens mal eine Vorstellung von dem haben in welche Richtung gesucht wird. Oder nur fixiert auf den Outlander ? Vollelektrisch lohnt sich immer,wenn nicht finanziell dann zumindest für die Umwelt.Und das Schnellladen auf langen Strecken ist heute auch kein Thema mehr.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

JuGoing
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Bitte, doch nicht für einen 82 jährigen, der im Moment nicht mal ein Smartphone hat.
Bei allem Verständnis wenn man für das Thema e-Mobilität brennt, aber da ist der Rat zum vollelektrischen Fahrzeug aus meiner Sicht falsch.
10/13 PV 9,75 kWp (Ost / West) & Pelletsheizung ÖkoFen 25 kW mit 15 qm Solarthermie
02/17 Hauskraftwerk E3/DC S10E12 mit 13,8 kWh Batteriekapazität und Notstromversorgung
05/17 ZOE R90 ZE 40 22 kW
11/17 Sion reserviert

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

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Nun, mein Vater wird im September 83 und denkt auch über das elektrische Fahren nach.Er hat auch ein Smartphone welches auch gut genutzt wird.Soziale Netzwerke etc. . Manche Dinge sollte man lieber nicht am reinen Lebensalter festmachen, das wirst du spätestens merken wenn du noch ein Stück älter wirst.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Kaufberatung: Mein Vater will plötzlich ein Elektroauto...

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Hallo Franzl!

Bevor ich meinen Senf dazugebe, noch eine Frage: Wie sieht es mit einer Lademöglichkeit bei deinem Vater zu Hause aus? Eigene Garage/Carport/Abstellplatz, wo eine Steckdose schon existiert oder leicht nachgerüstet werden kann?

An öffentlichen Ladesäulen zu laden ist zwar je nach Umfeld und Leidensfähigkeit prinzipiell möglich, einem 80-Jährigen würde ich das aber nicht mehr empfehlen bzw. zumuten. Zuhause genügt dagegen auch schon eine Schuko-Steckdose (Ladedauer meist so 3-5 h). Wenn der Ladestecker dann noch einladend an der Wand hängt, wird er auch genutzt, sonst eher nicht...

Ein Auto nur wegen der aktuellen Förderung zu kaufen, finde auch ich nicht sinnvoll.
Eigentlich würde ich gleich beim alten Auto bleiben, nach 5 Jahren ist ja gerade der letzte Zylinder eingefahren. Sagt zumindest einer, dessen alter PKW 21 Jahre alt ist. :D


Roland
Volvo XC40 T5 Recharge PHEV (seit 07.2020)
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