Das Thema Langstrecke...

Alles über den Elektroauto-Kauf

Das Thema Langstrecke...

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Der Herbst rückt langsam näher, mit ihm die vom Frühjahr aufgeschobene Entscheidung: Wie geht es weiter mit dem Diesel?

Folgende Ausgangslage: Im Frühjahr letzten Jahres hatte ich einen Polo TDI, der zu meinen Zeiten als Wochend-Pendler und zu Zeiten von Fernbeziehungen und "meine Freunde sind in Deutschland verstreut" beste Dienste geleistet hat. Zu dem Zeitpunkt war absehbar, dass sich das ganze dem Ende neigt - Eigene Hochzeit geplant, im Freundeskreis werden alle der Reihe nach "sesshaft" und die Urlaube haben sich zu Flug- und Bahnreisen verschoben - meine Frau hatte beruflich eine Bahncard 100. Im Prinzip wäre als Ersatz ein Plugin-Hybrid des Kalibers Golf GTE in Frage gekommen - nur blöd, dass VW den "ausverkauft" hat, noch bevor eine Probefahrt möglich war.
Nach der Hochzeit wollte ich meiner Frau die Angst vor der "Automatik" nehmen. Ein paar Probefahrten später war klar, dass ein i3 angeschafft werden sollte. Rein elektrisch, nicht Plug-In - und als einziges Fahrzeug.
Eine Reihe von Faktoren spielten zusammen, dass wir den Diesel dennoch erstmal behalten haben: Dass wir zum i3s gegriffen haben (günstigeres Angebot aber kleinere Reichweite), dass meine Frau von BC100 auf eine Monats/Jahreskarte wechseln sollte und einer emotionalen Verärgerung über den geschätzten Preis für den Polo.
Im Winter und Frühjahr stellte sich heraus, dass wir so ziemlich alle Strecken problemlos mit dem i3s bewältigen können - Der Polo sollte verkauft werden. Statt den Verkauf vorzubereiten lag ich aber erstmal mit gebrochenem Sprunggelenk im Krankenhaus und dann für gefühlte Ewigkeiten auf dem Sofa. Jetzt ist ein halbes Jahr rum und es wird immer klarer, dass wir zwar vom Diesel weg wollen, aber dennoch ein Fahrzeug mit absoluter Langstreckentauglichkeit brauchen werden, die uns auch der Polo trotz TDI nicht bietet:
Mehr Kofferraum (idealerweise gehen 2m-Ikeapakete rein), die Möglichkeit Fahrräder mitzunehmen, Assistenzsysteme zum Spurhalten, adaptivem Tempomat, Spurwechselwarnung und adaptives Fernlicht (...) und an elektromobilen Talenten: Hohe Ladeleistung und idealerweise die Möglichkeit 300 km auf der Autobahn zu fahren ohne nachladen.

Die Frage, die da mit im Raum steht ist: Welches Fahrzeug passt zu uns, gibt es denn was, auf welches Modell sollten wir warten?

Der e-Golf ist an sich interessant, hat aber kein Thermomanagment und #Rapidgate - und ohnehin nur 40kW Ladeleistung
Der Leaf ist raus wegen ChaDeMo und Rapidgate
Das Ioniq-Facelift versagt beim Laden
e-Kona und e-Niro sind SUVs
Der ID.3 kommt erst nächstes Jahr auf den Markt, ist dann als "First Edition" erstmal ausverkauft.
Und dann bleibt noch das Tesla Model 3 über...

... und dann stellt sich die Frage, ob das nicht alles irgendwie zu kurz gedacht ist und es eine sinnvolle Variante gibt, an die ich noch nicht gedacht habe?
BMW i3s 120Ah || Tesla Model 3 LR AWD
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Re: Das Thema Langstrecke...

Helfried
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Ich denke, du überbewertest die Ladegeschwindigkeit. Wie viele Kilometer fährst du denn im Jahr?

Re: Das Thema Langstrecke...

Rangarid
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Der Ioniq hat eine AHK für Fahrräder, der Transport damit geht also auch. Generell von Versagen beim Laden sprechen würde ich nicht. Du kannst bei Abetterrouteplanner mal beide Varianten ausprobieren. Ab 500km ist der Facelift zwar etwas im Nachteil, aber so enorm wie das immer dargestellt wird ist das nicht. Bei 1000km war der Unterschied zum 28er Ioniq glaub 30-60min. 300km schaffst du damit aber sicherlich.

Ansonsten kommt nächstes Jahr irgendwann angeblich noch der Skoda Vision iV , soll wohl 35k kosten und ist laut Specs sehr interessant. Dürfte aber wenn er tatsächlich kommt eher gegen Ende 2020 sein.

Wenn Geld keine Rolle spielt gibt es noch den e-Tron und den EQC.

Re: Das Thema Langstrecke...

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Helfried hat geschrieben: Ich denke, du überbewertest die Ladegeschwindigkeit. Wie viele Kilometer fährst du denn im Jahr?
Das mit den Kilometern im Jahr ist glaube ich die falsche Frage: Ich fahre im Alltag schon ein Minimum von 15.000km - ohne Urlaube. In den letzten Jahren hat sich das von mittleren Strecken (je 100km) in häufige Kurzstrecken (10-20 km) gewandelt. Was da "on Top" kommt ist von der jeweiligen Urlaubsplanung und sonstigen "Events" abhängig. Die letzten beiden Jahre haben wir den Haupt-Jahresurlaub in Japan verbracht => Wenig Autokilometer, dafür waren wir auf Hochzeiten oder zu Besuch bei Freunden oder zum Wandern, was halt auf einen Schlag dann jeweils mal gute 500-1000km ergibt. Und das ist wenig planbar.
Unser TDI stand jetzt aufgrund meiner Verletzung jetzt beispielsweise in der ersten Jahreshälfte gefühlt nur herum, allein im September kommen dafür 5000km drauf.
Und es sieht derzeit ganz so aus, als würden in den nächsten Jahren sich solche eher kurzfristigen Langstreckenfahrten häufen, da wir auf das Fliegen möglichst verzichten wollen.

€dit: EQC und e-Tron sind schon aufgrund der Preisgestaltung und der Tatsache, dass es SUV sind raus.
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Re: Das Thema Langstrecke...

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Hallo,

die neue Zoe mit CCS. AHK geht auch.

Gruß
Jürgen
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Peugeot Ion BJ 2013
Twike BJ 2009

Re: Das Thema Langstrecke...

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Wenn dir eine exotische Form egal ist: Kia E-Soul.

Re: Das Thema Langstrecke...

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insti hat geschrieben: Hallo,

die neue Zoe mit CCS. AHK geht auch.

Gruß
Jürgen
Jetzt bei CCS einsteigen und dann nur 50kW ab zu liefern fällt für mich unter
B.XP hat geschrieben: Das Ioniq-Facelift versagt beim Laden
Die Pioniere aus 2012 haben mit ihrer Erweiterung allesamt versagt. Finde ich.
Ich selber fahre die ZOE auf der Langstrecke, kenne das Teil nun wirklich gut. Wenn ich aber Berichte meines Schwagers höre, mit seinem M3... der blanke Neid könnte einem Fressen. Das ist Langstrecke in Reinkultur. Alles andere geht, aber eben nicht perfekt.

Wenn man sich auf die Elektromobilität einlässt muss man entweder ein Quäntchen Leidensfähigkeit mit nehmen oder den M3 wählen.

Sicher, wenn ich die ZOE von ihrer hinteren Sitzbank befreie (was ich in zwischen in wenig in Minuten beherrsche, zum Beispiel um gestern einen Pizzaofen aus Wien ab zu holen) kann man wirklich viel transportieren. Zum Camping fahre ich zu zweit mit Zimmer/Küche/Kabinett. Aber wenn die Sitzbank in der ZOE verbaut ist, belibt nicht mal Platz für den Kinderwagen meiner Enkel, echt deprimierend. Da merkt man dann doch, dass die ZOE um die paar Zentimeter ein Kleinwagen ist, zwar dort fest im Sattel, weil eben dieses Segment der obersten Kleinwagenklasse ist frei von Konkurrenz. Die, welche eben um ein paar Zentimeter größer sind, haben eben dann den Mittelklasse Preis.
Wir reden hier aber von Langstrecke, und da ist eben ein Kleinwagen wie die ZOE zwar verwendbar, da könnte es aber dann auch der Polo bleiben, da wäre dann kein Unterschied vorhanden. Polo ist aber geschrieben worden, geht auch nicht.

Auf der Langstrecke gilt:
1. Reichweite,
2. Ladegeschwindigkeit,
3. Assistenzsysteme,
4. (Für einige: AHK),
5. Kofferraum Volumen,

Dann kommen noch so Kleinigkeiten dazu wie, unabhängig von der Langstrecke:
1. Service
2. Verfügbarkeit beim Händler
3. Preis

Und dann stellt sich halt die Frage, wo ist man bereit Abstriche zu machen. Bei jedem der verfügbaren Fahrzeuge gibt es Punkte wo man Abstriche machen muss:

ZOE: Ladegeschwindigkeit, Kofferraumvolumen (Service.. je nach Geografischer Lage.), dafür relativ billig (32.000€ vor Förderung)

Und der M3 im Vergleich? Service, kann man auch Pech oder Glück haben, und der Preis: 55.000€ vor Förderung, und bei allen anderen Punkten eben voll Langstreckentauglich.

Wer sparen will hat zwei Möglichkeiten: Verbrenner oder Abstriche in einem der Punkte, welcher Punkt ist dabei gleich, man wird auf der Langstrecke benachteiligt sein, dafür hat man über 20.000€ gespart. Ich rechne mir das dann so: Die Überstunden die ich nicht machen muss, sitze ich bei der Langstrecke an der LAdesäule herum. Sogesehen Geld gespart. Wer aber ein zwei Stunden Später am Urlaubsort ankommen absolut nicht akzeptieren kann, weil diese Urlaubszeit so wertvoll ist, das diese mit Geld nicht auf zu wiegen ist, benötigt entweder M3 oder Verbrenner.

Das ist die Unverblümte Wahrheit. heute, 2019, mal sehen.
ZOE Live Q210 6/2013 * Ladegerät @60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor @71.250km
40kWh Batterie 12.03.2019 @85100
Aktuell: 100.000 km

Re: Das Thema Langstrecke...

Rangarid
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Was spricht denn gegen SUVs? Generell der höhere Verbrauch und ist unnütz, klar, aber der Kia e-Niro z.B. kommt aktuell einem Kombi am nächsten und so gigantisch hoch ist der Verbrauch nicht. E-tron bei 120 schluckt ca 30kwh/100km, der e-Niro so an die 18-20 glaub ich. Ich glaube nicht, dass in Zukunft die 20kwh/100km bei angenehmer Reisegeschwindigkeit stark unterboten werden... Der Hyundai Kona ist für seine Bauweise auch recht sparsam obwohl SUV...

Sowohl e-Niro als auch Kona schaffen jedenfalls locker 350-400km. Ladegeschwindigkeit kommt nicht an e-tron oder EQC oder Tesla ran, ist aber in Ordnung.

Re: Das Thema Langstrecke...

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Rangarid hat geschrieben: Was spricht denn gegen SUVs? Generell der höhere Verbrauch und ist unnütz, klar, aber der Kia e-Niro z.B. kommt aktuell einem Kombi am nächsten und so gigantisch hoch ist der Verbrauch nicht.
Kurz: Übergröße. Das Problem ist, dass mittlerweile hauptsächlich "Kleinwagen" oder "SUVs" bzw. "Crossover" angeboten werden. Der e-Niro geht vielleicht noch, als "höhergelegter Kombi". Sowas wie der Kona oder der e-Soul bieten aber keinen bauartbedingten Mehrwert gegenüber i3 oder Polo. Kia gibt selbst einen Bestellzeitraum von über 12 Monaten an. Wie läuft das denn dann bitteschön ab, wenn ich sowas bestellen will, wie lange kann ich stornieren, wenn ich meinen Verbrenner in Zahlung gebe - wer trägt den Wertverlust in der Zeit zwischen Bestellung und Auslieferung?

Preislich gibt sich der e-Niro mit dem Tesla M3 SR+ ja relativ wenig...
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Re: Das Thema Langstrecke...

Rangarid
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Naja man muss halt kucken was da ist und wie eilig man es hat. Ich hätte auch lieber nen Kombi aber der wird in den nächsten 1,5 Jahren nicht kommen. Haben deshalb übergangsweise den alten Ioniq genommen und warten entweder auf den Skoda Vision oder den ID3 als Kombi... Mal sehen was da noch so kommt.

Bei Hyundai darfst du nicht die Rabatte vergessen, die bekommst du bei Tesla nicht, von daher ist der Preis schon noch n Stückchen auseinander.

Bei den langen Wartezeiten glaube ich bekommen die Händler ein Auto schnell an den Mann falls du später wieder abspringen willst.
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