Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

Alles über den Elektroauto-Kauf

Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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Hallo liebe E-Auto Gemeinde,

ich habe mich hier mal angemeldet weil mich das Thema seit gut einem Jahr brennend interessiert und ich nach Testfahrten mit diversen E-Autos (Nissan, Hyundai, BMW, Sono) elektrifiziert bin. ;)

Ich fang mal korrekt an zu erzählen was mich belastet.

1) Ich habe mir im Frühjar 2017 einen Neuwagen finanziert (Polo-Klasse, 15000€, 4000€ Anzahlung, 5 Jahre abzahlen mit Monatsraten a´200€, dann ist er meiner) weshalb es aus wirtschaftlicher Sicht totaler Nonsens wäre sich nun schon wieder ein (neues) Auto zu kaufen.

2) Ich war aber doch nachhaltig von der Fahrer mit dem Hyundai Ioniq Elektro beeindruckt und habe nun evtl. die Chance einen nagelneuen bei einem Händler zu ergattern (Kundenbestellung der zurücktrat, steht schon auf dem Hof beim Händler!).
Da ich neulich ein sehr interessantes Video gesehen habe zum Thema Leasing statt Kaufen, fragte ich einen andern Hyundaihändler (gleich bei mir ums Eck) was denn, weil man den Ioniq ja momentan nicht bestellen kann, ein Kona Elektro 39kw in Style Ausstattung im Leasing kosten würde. Als der Händler mir dann sagte "da die Banken noch keine Erfahrungen mit dem Restwert von E-Autos haben, sind die Leasingraten sehr hoch. Für den Kona wären das 520€ monatlich!"

3) Da der Ioniq vermutlich auch nicht viel günstiger zu leasen sein wird und das (mir) viel zu teuer wäre, stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, den Ioniq stattdessen jetzt zu kaufen (siehe u.a. Punkt 1). Ich habe 6000€ Cash die ich mit in die Wagschaale werfen könnte, aber angenommen der Wagen kostet 30000€ und ich zahle 4 Jahre mit 200€ monatl. ab, dann habe ich noch eine riesige Schlussrate (ca. 16000€!) Und ob der (UR-)Ioniq mir dem dann vermutlich (im Vergleich) winzigen 28kw Akku noch den Wert erbringt, den der Händler mal taxiert hatte, steht in den Sternen. Am Ende muss ich dann nach 4 Jahren Nutzung noch kräftig draufzahlen damit der Händler den Wagen zurücknimmt.

4) Also warten und weiter sparen und erst kaufen wenn man 10.000€ zusammengespart hat oder der Wagen unter 1) abbezahlt ist? Es ist nur so das die 4000€ Förderung locken, wenn man die ab Juni nicht mehr bekommt, sind ersparte 10.000€ auch nicht mehr wert als die 6000€ jetzt! Und der "neue" Ioniq, mit größerem Akku vermutlich, wird dadurch ja auch teurer werden. :-? Wie habt ihr das denn alle gemacht? Komplett bar bezahlt, finanziert, geleast? :?:

5) Ich wohne im 5 OG eines Mietshauses mit Tiefgaragenstellplatz darunter. Laden mit Kabel aus dem Fenster fällt ebenso wie Laden auf der Arbeit (Buröparkplatz, rundherum nur Gras und Bäume) aus. Die Tiefgarage wäre prima, aber da ist nur Strom fürs Licht, keine Steckdose weit und breit. Zudem bin ich Mieter von Wohnung und TG-Stellplatz und kann mir sicher nicht einfach ne Wallbox anbauen lassen. Zudem auf eigene Kosten, danke, aber das ist mir ebenfalls zu teuer. Ich müsste also mein E-Auto IMMER an öffentlichen Säulen laden. Zwei 22/50kw Ladesäulen sind in 1km Entfernung, zwei kostenlose 22kw Lader auf einem Rewe Parkplatz in 3,5km Entfernung. Reicht das um ein E-Auto zu halten oder wird man des ladens bald überdrüssig wenn man abends statt vorm Fernseher zu sitzen auf nem Supermarktparkplatz steht und darauf wartet, dass die einphasige Typ2 laderei endlich fertig wird?

Viele viele Fragen, ich bedanke mich im Voraus für eure hilfreichen Antworten! :danke:
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Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

Helfried
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Also deine aufgezählten Lader sollten schon reichen, soferne jene in 1 km Entfernung leistbar sind. Du müsstest halt manchmal mit so einem kleinen Trittroller den Kilometer fahren, weil man nicht zu oft schnellladen soll. Was ist das für ein Kuhdorf?
Sind deine üblichen Fahrziele besser ausgestattet, sodass du weniger daheim als an Fahrtzielen laden könntest?

Der Ioniq macht unglaublich Spaß. Ein bisschen Ladeweile nimmt man da gerne in Kauf, zumindest im Sommer sind die Ladepausen sogar durchaus inspirierend.

Von deinen Zahlen her scheinst du noch sehr jung zu sein. Von daher könnte man freilich auch noch ein bisschen warten, bis man sich so teure Autos kauft, zumal sie nicht ganz ungefährlich sind (schnell und Übermut fördernd).

Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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Helfried hat geschrieben:Also deine aufgezählten Lader sollten schon reichen, soferne jene in 1 km Entfernung leistbar sind. Du müsstest halt manchmal mit so einem kleinen Trittroller den Kilometer fahren, weil man nicht zu oft schnellladen soll. Was ist das für ein Kuhdorf?
Sind deine üblichen Fahrziele besser ausgestattet, sodass du weniger daheim als an Fahrtzielen laden könntest?

Der Ioniq macht unglaublich Spaß. Ein bisschen Ladeweile nimmt man da gerne in Kauf, zumindest im Sommer sind die Ladepausen sogar durchaus inspirierend.

Von deinen Zahlen her scheinst du noch sehr jung zu sein. Von daher könnte man freilich auch noch ein bisschen warten, bis man sich so teure Autos kauft, zumal sie nicht ganz ungefährlich sind (schnell und Übermut fördernd).
Hallo Hellfried,

danke für die Antwort und das Kompliment :D
Nein ich bin nicht mehr so jung (woran machst du das fest? Mietwohnung? Polo-Klasse?), habe schon eine 4 vorm Komma.
Den Kleinwagen habe ich mir aus dem selben Grund gekauft aus dem ich mir auch ein E-Auto kaufen würde - Umweltschutz.
Ich bin vorher eine alte Mercedes E-Klasse gefahren, auch die konnte ich mir, wollte ich mir aber nicht mehr leisten.

Ich wohne in einer Großsstadt, daher ja auch mehrere Lader in 5km Umkreis vorhanden. Der (noch) kostenlose in 3,5km Enfernung lädt halt nur 22KW (also 4.6KW am Ioniq), da müsste ich dann schon mein Klapprad mitnehmen und hoffen das der Wagen am nächsten Morgen noch da steht (weil eigentlich die Supermärkte sagen nur Laden während man einkauft).

Meine üblichen Fahrziele sind zur Arbeit (Kuhdorf, nix laden) oder zu meinen Eltern (laden in der Garage an ner normalen Steckdose möglich) oder mal in den Urlaub (da werden die Ladestops vorher festgelegt). Werktags lege ich ca. 30k-40km zurück, 15tkm im Jahr.
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Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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Hast du dir denn schon mal andere, günstigere Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeschaut? Man muss ja nicht 30.000 Euro investieren, wenn man elektrisch fahren will. Das kommt halt auf deine Anforderungen an. Ja, der Ioniq ist ein tolles Auto, aber eben auch nicht ganz günstig.

Bezüglich Tiefgarage kannst du das Thema nur mal bei der Hausverwaltung ansprechen. Ist immer gut wenn sie merken, dass es da Bedarf gibt.
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Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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PowerTower hat geschrieben:Hast du dir denn schon mal andere, günstigere Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeschaut? Man muss ja nicht 30.000 Euro investieren, wenn man elektrisch fahren will. Das kommt halt auf deine Anforderungen an. Ja, der Ioniq ist ein tolles Auto, aber eben auch nicht ganz günstig.
Bei Mobile & Co. findet man z.B. 5 Jahre alte I3 mit 60tkm und mehr auf der Uhr für um die 20.000€.
Das ist in Anbetracht des Alters und des Aufpreises für einen neuen Ioniq keine Alternative. Und Mitsubishi I-MIEV oder ne alte Zoe, sorry, das sind auch keine Alternativen für mich. Ich will ja auch wieder weg vom Kleinwagen (war ne Fehlentscheidung vor 2 Jahren, leider nicht gut genug bedacht).

Danke für den Tipp mit der Hausverwaltung. Doof ist nur das die einzelnen Plätze unterschiedlichen Eigentümern gehören. Da müsste ich dann wohl auch meine Parpklatzvermieterin fragen.
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Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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Hallo,
für dein Fahrprofil passen doch auch viele gebrauchte E-Fahrzeuge, da muss es doch nicht unbedingt jetzt ein teurer Neuwagen sein, vor allem wo du noch deinen aktuellen Verbrennungsmotor-Kleinwagen abzahlst. Die E-Autos werden in den nächsten Jahren auch noch günstiger in der Anschaffung werden.

VG:

Klaus

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sorry, hatte deinen letzten Beitrag noch nicht gelesen, Nissan Leaf ?
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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Also mein Werdegang zur Wallbox war folgendermaßen:
- Hausverwaltung gefragt
- Mitarbeiterin der Hausverwaltung, Wohnungseigentümer und Elektriker vor Ort
- Vorschlag ausgearbeitet und bei der Eigentümerversammlung zur Genehmigung vorgelegt
- einstimmig angenommen, Bauarbeiten begonnen

Besser ist natürlich, wenn direkt alle Stellplätze mittels Lastmanagement elektrifiziert werden. Das vermeidet jährliche Anträge und unschönen Wildwuchs. Wir arbeiten da gerade an einer kostenoptimierten Lösung, wird aber leider noch eine Weile dauern.
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Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

AgV8DdmU
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Will man sich zum Sklaven eines Autos machen?
Autos kosten verdammt viel Geld... Anschaffung, Versicherung, Kraftstoff, Wartung, Reparaturen, Stellplatz,...

Hier muss jeder für sich entscheiden, ob einem dies wirklich Wert ist.
Vielfach spielt auch das Prestige innerhalb des jeweiligen sozialen Umfelds eine große Rolle.
Ich musste mir immer Kommentare anhören, ob der mittleren zweistelligen PS-Zahl bei meinen Autos der Kompaktklasse ... steh ich drüber :-)

Ich kann hier nur für mich reden mit 35.000 km/a:
In jungen Jahren war das Auto egal und nur Mittel zum Zweck => TCO musste sehr niedrig sein (viel selber gemacht)
In mittleren Jahren kam das erste neue Auto mit Schwerpunkt Komfort und immer noch niedrigen TCO

Und nun wird es ein Kia e-Niro 64 kWh, der folgendes verändert:
* Investion in eigene Ladeinfrastruktur ca. 2.000 Euro (Stromanschluss, Ladeziegel, Typ2-Ladekabel, Diebstahlsicherungen, Smartphone, Ladekarten,...)
* Kaufpreis nach Abzug aller Förderungen ca. 25% höher als ein vergleichbarer Diesel oder Hybrid
* Versicherung ca. 50% teurer (Geringere Kfz-Steuer gleicht dies nicht aus)
* Kosten für Kraftstoff/Strom ca. 20% geringer (aktuell 4,5 ltr/100km für Diesel - e-Niro bei ca. 20 kWh/100km inkl. Ladeverluste)
* Wartungskosten ähnlich hoch (Ersatzteilpreise/Motoröl vom aktuellen Gross-Serien Diesel rel. günstig, bei Kleinserien Autos aus Korea sind die Preise eher höher)
* unklarer Restwert nach Ablauf der Garantie, da die Akku-Technologie sich ständig weiterentwickelt (siehe auch Marktentwicklung PC/Workstation ab 2002 oder SSD ab 2012 bis heute)

Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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bm3 hat geschrieben:Hallo,
für dein Fahrprofil passen doch auch viele gebrauchte E-Fahrzeuge, da muss es doch nicht unbedingt jetzt ein teurer Neuwagen sein, vor allem wo du noch deinen aktuellen Verbrennungsmotor-Kleinwagen abzahlst. Die E-Autos werden in den nächsten Jahren auch noch günstiger in der Anschaffung werden.

VG:

Klaus

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sorry, hatte deinen letzten Beitrag noch nicht gelesen, Nissan Leaf ?
Der Verbrenner Kleinwagen soll dann ja weg gehen wenn das E-Auto kommt. Da Abzahlung/Anzahlung und Werverlust ungefähr gleich sind, kann ich den Wagen "einfach zurückgeben" und gut. Hätte dann also nur ein Auto welches ich auch finanzieren müsste. Ich hatte ja vor 2 Jahen auch noch nicht mit einem E-Auto geliebäugelt, weil a) zu hässlich (I-Miev, Leaf 1) und b) zu teuer in Sachen Reichweite/Ladezeit. Erst der Ioniq hat da sichtbar eine Verbesserung gebracht, aber da die Entwicklung ja momentan rast, war eine meiner Fragen ja auch noch ob es sinnvoll ist jetzt, ein halbes Jahr bevor das Facelift kommt, noch einen alten zu kaufen. Dazu hat noch keiner was gesagt.

Und zum Thema gebrauchte E-Autos generell: Ohne Garantie (BMW2 Jahre, Mitsubishi & Nissan damals 3 Jahre) würde ich kein E-Auto fahren wollen. Zu groß das Risiko das an der noch rel. neuen Technik was teures kaputt geht und dann... muss man zahlen! Neuwagen fahren und einen festen Betrag abzahlen, damit fahre ich nun eigentlich ganz gut. Wenn da nicht der Wertverlust wäre. Daher dacht ich ja ans Leasing, aber das wird auch zu teuer für ein E-Auto. Tja also bleibt nur den Schritt zu wagen oder weiter den Vebrenner zu fahren und zu hoffen, dass es in 2-3 Jahren besser aussieht.
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Re: Genug Kohle / richtigen Wohnort für ein E-Auto??

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Mit einem für 240 EUR zukaufbaren Typ 2 Kabel lädt der Ioniq auch mit 7,x kW an den 22 kW-Säulen. In meiner Wahrnehmung zählt das nicht als Schnellladen.
Mit der ESL+ Karte haben wir knapp 3 Monate lang an einer 500 m entfernten 22kW-Säile geladen und dazu einen Tretroller genutzt. Ist machbar, laden an der Schukosteckdose auf dem Stellplatz ist aber komfortabler, auch weil man im Winter in das vorgeheizte Auto steigen kann.
Sangls Ioniq #237 seit 6.10.17, e-up seit 30.8.18 laden teilweise aus PV mit 6 kWp und PW2
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