Lohnt sich ein Elektroauto?

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Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Lebenszauber hat geschrieben:Rechnet bitte sauber und Ihr merkt schnell, dass Ihr sehr lange das E- Auto fahren müsst bis sich das neu gekaufte Elektroauto Umwelt-Bilanz-technisch rechnet.
Denk da doch mal drüber nach, ich hatte es Dir oben schon geschrieben.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.
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Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Karlsson hat geschrieben:Ökonomisch macht es IMO aber noch keinen Sinn. Genau so wie Cabrio fahren.
Ich denke, dass Du für die meisten Anwendungsfälle recht hast. Es gibt aber Ausnahmen.

Das Problem:

Elektroautos sind in der Anschaffung teuer (vielleicht €5.000), dann aber pro km billiger (€4-5 pro 100 km statt €7-8 pro km allein an Energiekosten). Wenn man also eine ausreichend hohe Jahreskilometerleistung hat und das Auto entsprechend lang hält, wird irgendwann das Elektroauto günstiger. Bei den Zahlen oben ab einer Gesamtlaufleistung von 167.000 km, bei 8 Jahren Haltedauer also 21.000 km im Jahr.

Das Problem ist, dass die meisten, die sehr viel fahren, auch viel Langstrecke fahren. Außer dem sehr teuren Tesla (der preislich wohl für 99% der Bevölkerung nicht infrage kommt) ist die Reichweite insbesondere im Winter aber noch nicht ganz groß genug, dass man regelmäßig lange Strecken (500 km+) fahren kann. In Deutschland kommt dann noch das "Problem" hinzu, dass die Autobahnen hohe Geschwindigkeiten erlauben, die die Reichweite eines Elektroautos stark reduzieren, beim Verbrenner aber "nur" mehr Geld kosten.

Wer wenig fährt (oder der Zweitwagen), für den ist ein Elektroauto von der Reichweite her ausreichend. Da aber pro Jahr nicht genug km gefahren werden, kommt das Elektroauto letztlich teurer.

Günstiger ist ein Elektroauto heutzutage insbesondere dann, wenn täglich eine lange, aber nicht zu lange, Strecke gefahren wird. Also der Pendler, der jeden Tag 100 km zur Arbeit fährt, dort lädt und dann wieder 100 km zurück fährt. Diese Reichweite ist von vielen Elektrofahrzeugen auch im Winter machbar, selbst bei relativ hohen Geschwindigkeiten (z.B. 120 km/h) auf der Autobahn. So fallen nur für die Fahrten zur Arbeit schon 44.000 km an, so dass die oben errechnete nötige Jahreslaufleistung deutlich überschritten wird.

Ich denke, dass es wichtig ist, dass es schon heute Anwendungsszenarien gibt, bei denen Elektroautos günstiger sind als Verbrenner. Das Kostenargument fällt dann weg, und es ist dann keine bewusste Entscheidung aufgrund von Umweltschutzgedanken mehr nötig.

Andererseits: Lohnt es sich, bei einem Golf den 150 PS-Motor zu nehmen, wenn es auch einen 86 PS-Motor gibt? Der kostet netto auch fast €4.000, und hat dann soar einen höheren Verbrauch zur Folge. Es kann ja niemand ernsthaft sagen, dass hier außer dem Fahrspaß ein wesentlicher zusätzlicher Nutzen vorliegt. Gekauft wird der trotzdem.

Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Lebenszauber hat geschrieben:Rechne ich das Mitnehmen von Fahrgästen in die Umweltbilanz ein so würde sich das Elektrofahrzeug erst nach 18-19 Jahren rechnen.
Das verstehe ich nicht. Wieso lohnt sich (nach Deiner Rechnung) ein Elektroauto nach vier Jahren, wenn Du allein fährst, aber erst nach 18 Jahren, wenn Du Mitfahrer hast? Die Mitfahrer sind doch im wesentlichen egal, was Kosten und Verbrauch angehen.

Für Dich lohnen sich Elektroautos noch nicht, da Du 220 km insbesondere im Winter nicht auf einen Rutsch durchfahren könntest, und Du diese Strecke häufig fährst. Ganz so utopisch sind aber auch solche Strecken nicht mit einem Elektroauto, selbst im Winter. Bei 110-120 km/h braucht ein Ioniq im Winter realistische 16 kWh/100 km. Reichweite ist also etwa 175 km. Wenn Du dann einen kurzen Ladestopp einlegst, musst Du nur 50 km Reichweite nachladen, also 8 kWh. Bei 50 kW Ladeleistung dauert das keine 10 Minuten. Um etwas Puffer zu haben, lädst Du dann eben eine Viertelstunde. Im Sommer wirst Du bei etwas langsamerer Fahrweise die 220 km vielleicht sogar in einem Rutsch schaffen.

In zwei bis drei Jahren wird es dann einige bezahlbare Elektroautos geben, deren Akku ausreichend groß ist, dass Du die Strecke auf einen Rutsch fahren kannst. Und bei 30.000 km im Jahr werden die insgesamt günstiger sein als ein Verbrenner.

Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Langsam aber stetig hat geschrieben:Elektroautos sind in der Anschaffung teuer (vielleicht €5.000), dann aber pro km billiger (€4-5 pro 100 km statt €7-8 pro km allein an Energiekosten).
Zu den 4 Cent Strom/km kommen bei mir noch mal 7,5 Cent/km Akkumiete. Damit liege ich immer über den Kosten des Verbrenners. Die Anschaffung war auch teurer (auch gebraucht) und entsprechend ist es der Wertverlust.
Billiger wird es bei Wartung und Steuer. Aber ob es das je wieder rausreißt, sei dahingestellt.

Ohne Mietakku muss man auch als Käufer den Verschleiß rechnen. Im Idealfall wäre das zB der günstige Akku eines Leaf mit 5000€ für die Erneuerung. Rechnen wir 200tkm bis zum Tausch, dann sind das 2,5 Cent/km. Das schließt dann schon wieder die Kostenlücke zwischen einem sparsamen Verbrenner und dem E-Auto. Und die Annahme ist ja durchaus optimistisch.

Mag natürlich trotzdem sein, dass man ein Szenario findet, wo das E-Auto auch finziell besser dasteht. Für mich habe ich aber keins finden können.
Langsam aber stetig hat geschrieben: Andererseits: Lohnt es sich, bei einem Golf den 150 PS-Motor zu nehmen, wenn es auch einen 86 PS-Motor gibt? Der kostet netto auch fast €4.000, und hat dann soar einen höheren Verbrauch zur Folge. Es kann ja niemand ernsthaft sagen, dass hier außer dem Fahrspaß ein wesentlicher zusätzlicher Nutzen vorliegt. Gekauft wird der trotzdem.
Genau so wird auch ein Schuh aus dem E-Auto.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

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Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Akku erneuern kann man vergessen. Nach 200.000 km sind sowohl Verbrenner als auch E-Auto nur noch so wenig wert, dass es sich nicht lohnt, noch größerer Reparaturen durchzuführen. Wenn die Reichweite der Batterie nicht mehr reicht, das Auto an jemand verkaufen, der nur ganz kurze Strecken fährt.

Die Akkumiete gibt es bei der Zoe, und die kann auch recht teuer sein. Bei richtig vielen km (also z.B. 40.000) sind es dann aber nur noch 3 Cent pro km. Und dafür ist ja die Zoe ohne Batterie nicht viel teurer als der vergleichbare Clio.

Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

Mei
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Elektro-Tom hat geschrieben:...Kurz: Lohnt sich ein Elektroauto heute schon?
Ein neuer iOn kostet zur Zeit so um die 15k€.
Ein neuer Up BassBeat kostet auch so 15k€. (Samstag noch gesehen)

Wenn man die beiden hernimmt, dann wird der iOn günstiger sein in den laufenden Kosten für die nächsten paar Jahre.

Allerdings ist der Up etwas hochwertiger als der iOn.

Nimmt man den günstigsten Kleinwagen, z.B. Fiat Panda, bekommt man den Panda für 7k€.
Dagegen kann auch der iOn nicht gewinnen.

Bei gleicher Klasse gewinnt der Elektro nicht.
Geht man eine Klasse runter, sodass der Kaufpreis in etwa gleich ist, dann gewinnt der Elektro.

Kurz:
- Der Elektro gewinnt, wenn der Kaufpreis gleich ist (incl. Akku gerechnet, also auch Miete mit umrechnen).
- Der Elektro verliert, wenn es die gleiche Klasse/Größe ist.

Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Langsam aber stetig hat geschrieben:Bei richtig vielen km (also z.B. 40.000) sind es dann aber nur noch 3 Cent pro km. Und dafür ist ja die Zoe ohne Batterie nicht viel teurer als der vergleichbare Clio.
Das wären dann 3,57 Cent/km. Aber auch erst mit den neuen Konditionen. Bei meinem 22kWh Akku ist die Miete leider nicht gedeckelt, sondern es läuft auf minimal ca 5 Cent/km hinaus.
Bei meinen 12tkm/a wird der neue Akku aber sogar noch teurer.
Langsam aber stetig hat geschrieben:Akku erneuern kann man vergessen. Nach 200.000 km sind sowohl Verbrenner als auch E-Auto nur noch so wenig wert, dass es sich nicht lohnt, noch größerer Reparaturen durchzuführen.
Ein Vielfahrerauto nach 200tkm schon wegzuwerfen, ist aber auch nicht zielführend. Ich hab da einige im Bekanntenkreis, die ihre Diesel auf die 400tkm hin bewegen und die bekommen auch noch alle möglichen Reparaturen. Natürlich nicht in der offiziellen VW Werkstatt sondern bei nem kompetenten Schrauber oder es wird auch mal selbst Hand angelegt. Hab früher auch alles selbst gemacht, hab nur jetzt keine Garage mehr, weniger Zeit aber dafür mehr Geld. Daher ist selbst schrauben für mich unattraktiv geworden.
Ich halte einen Akkuwechsel beim E-Auto für sehr wahrscheinlich nach der Hälfte der Lebensdauer. Da ich kein Vielfahrer (mehr) bin, wäre das bei mir so nach vielleicht 150tkm durch den kalendarischen Einfluss.
Ohne lange Nutzung wird es halt auch schwer, auf gute Kilometerkosten zu kommen.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

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Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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:danke:

Bin doch nicht alleine :thumb:

Gruß Marc

Wir sind alle wohlhabend genug um ein paar € in Gesundheit zu investieren :old:

Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Also in Ö lohnt es sich derzeit in jedem Fall. (auch finanziell)

Förderung 4.000,-- bis 5.000,- Euro

Kaufpreis damit ähnlich wie bei Verbrenner.

Im Jahr spart man sich ca. 2.000,-- - 3.000,-- Euro Betriebskosten. (15k / 30k km im Jahr)
Keine KFZ Steuer 700,-- bis 1.000,-- je nach PS
Weniger Wartung 300,00
Weniger Versicherung 500,-
Weniger "Treibstoffkosten" 1.000,-- bis 2.000,- Euro

Das sind nach 8 Jahre wohlfeile 16k bis 24k !
Also ca. 50- 70% des Kaufpreises

PS: Als Firma fällt auch die Umsatzsteuer = 1/6 vom Kaufpreis weg !
Förderung 3.000,--
Tesla S 100 D 7/2018 + Tesla M3P + Tesla Roadster 2020 reserviert
https://www.goingelectric.de/garage/red ... ash2/1710/
ELECTRIC CARS WORLD NEWS
https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... 768868062/

Re: Lohnt sich ein Elektroauto?

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Guten Morgen,

ich finde es lobenswert das Ihr diesen Weg geht und elektrisch fahrt.
In Zukunft wird wohl das elektrische Fahren finanziell günstiger wie auch umweltbewusster.

Viele von Euch habe auch schon verstanden das die Anschaffungskosten und der Wiederverkaufspreis, den Vorteil des günstigeren " Kraftstoffs" günstigere Wartung, keine Steuer usw. fressen.
Gerade in meinen Fall; ich fahre ein Hyundai i 10 Bj. 2010 den ich für 2400 Euro kaufte.
In 5 Jahren kann ich diesen Wagen immer noch für 800 - 900 Euro verkaufen.
Jährlich habe ich nur 190-260 Euro Wertverlust (je nach Haltdauer und Preis) und viele von Euch ganz locker das 10-12 Fache.

Den Vorgänger habe ich bis 300 000 km gefahren 1 Motor, 1 Kupplung und er fährt heute noch!
Ich fahre sehr schonend, auch das liegt wohl daran das ich vorher elektrisch fuhr und sehr bedacht mit Energie umgehe. Zu meiner Zeit waren die Elektroautos nicht ausgereift und unzuverlässig (vor 15 Jahren +).
Ein Diesel schaffte in den 90er ganz locker über 1 500 000 km mit dem ersten Motor und Getriebe. Ich fuhr selbst Taxi und kann das bestätigen (W124 von Mercedes).
Schaue ich mir Eure Elektroautos an weiß ich das Ihr diese Laufleistung nicht schaffen werdet.
Die Teile sind auf Laufleistungen für 150 000 - 200 000 km gebaut wurden.
Man braucht in diesem extrem Beispiel 10 Elektroautos um die Laufleistung eines W124 zu erreichen. Die graue Energie liegt fast bei 500 000 kWh die für die Herstellung des Fahrzeuges und Akkus draufgeht. Tankt Ihr dann nur einmal Atomstrom müssten wir noch eine ganz andere Rechnung aufziehen damit das Elektroauto den Benz in Sachen Umweltfreundlichkeit schlägt.

Es ist schade, denn wenn ein Elektromotor richtig gelagert und gekapselt wird kann er sehr lange halten. Schaut am Beispiel von dieselelektrischen Locks.
Ganz klar sind das extrem Beispiele, denn heute Dieselfahrzeuge sind auch schon nach 300 000 km Schrott. Man baut die Autos bewusst so.

Im Taxibereich gibt es aber auch ein Hybrid der 250 000 km ohne Störung fuhr.
Generell könnte ein Elektromotor länger halten wie ein Ottomotor, aber leider werden sie nicht auf Haltbarkeit gebaut.

Kurz zur Ergänzung weil einer von Euch fragte (glaube stätig und langsam war es); in der ersten Rechnung war das Mitnehmen von Mitfahrern komplett ausgeblendet und in der zweiten mit einberechnet.

Entschuldigt mögliche Fehler ich antwortet Euch vom Handy aus und das Display ist klein und verblendet.
city-el
Riese und Müller Delite E-Bike
http://www.rundfluegemainz.de/
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