Wasserstoff als eigenes Thema

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Re: Wasserstoff als eigenes Thema

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RiffRaff hat geschrieben: Meines Wissens funktioniert das Transportgewerbe immer noch mit Fahrzeugen.
Wobei das jetzt nicht gemeint war mit Industrie. Wie die Transportindustrie aber weitergeht wird auch spannend, weil da kommt es auf jeden Cent an. Ob gerade da der Wasserstoff seinen Durchbruch beim Transport bekommt wage ich einmal zu bezweifeln. Moderne Logistik hat schon viel möglich gemacht, und aus heutiger Sicht ist die Bahn auch nicht mehr so unmöglich, weil zeitlich Konkurrenzfähig und Billiger. Für die Nah und Mittel Versorgung sind die BEV schon erfolgreich im Einsatz. Ob nur diese mit der Bahn zusammenwachsen oder ob da noch der Wasserstoff dazwischen muss wird sich zeigen, aber auch beim Transport eine Nische. Am Ende des Tages zählt hier der letzte Cent mehr als bei dem Individualverkehr.
Spannend wird aber der Schiffstransport, da ist Wasserstoff schon im Einsatz, da erwarten wir bald Ergebnisse, und nein, dass sind dann auch keine Tankstellen die man mit dem PKW verwenden könnte. (U-Boote laufen schon sehr gut mit Wasserstoff.)
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Re: Wasserstoff als eigenes Thema

MartinG
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Vergleichen wir einfach die Kosten einer Wasserstofftankstelle mit den Kosten von einigen Ladesäulen. Der Unterschied ist gewaltig.

Und vergleichen wir dann noch die Regularien, die einzuhalten sind. Ein Stromanschluss unterliegt nahezu keinen Regeln, die über die elektrische Sicherheit hinausgehen. Eine innerstädtische Wasserstofftankstelle, wie es sie für fossile Kraftstoffe gibt, ist derzeit so gut wie undenkbar.

Es gibt also noch ein paar praktische Themen mit Wasserstoff. Vielleicht gibt es deshalb erst 93 H2-Tankstellen in Deutschland, aber mehr als 55.800 Ladepunkte (mehr als 7000 davon sind Schnelllader)...
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Re: Wasserstoff als eigenes Thema

RiffRaff
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"Eine innerstädtische Wasserstofftankstelle, wie es sie für fossile Kraftstoffe gibt, ist derzeit so gut wie undenkbar."

Allein in Berlin finde ich drei Stück im Stadtgebiet.

Re: Wasserstoff als eigenes Thema

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Das die Abstände zu einer Wasserstofftankstelle zu einem Wohnhaus größer sein muss als bei einer herkömmlichen Tankstelle ist zwar richtig, wie aber RiffRaff richtig anmerkt gibt es dazu auch Lösungen:
2022-04-19_08h35_33.png
Ob es diese Tankstellen in der Innenstadt geben wird, also wie oft üblich im Erdgeschoss der Häuser bleibt ab zu warten, ich denke da muss man noch Erfahrungen sammeln. Wie die Anwohner darauf reagieren, wenn schon Flüssiggas Fahrzeuge nicht in eine Tiefgarage fahren dürfen weil die Angst um geht, wird auch die Zukunft zeigen.

https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... ffnet.html

PS: Das ist schon die fünfte Wasserstofftankstelle für Berlin, gibt es dort schon fünf H2 Autos? Eines hat sicher RiffRaff.
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Re: Wasserstoff als eigenes Thema

RiffRaff
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Da eine dieser Tankstellen der 250 Pkw pro 24 h Klasse zugehört, schätze ich das alle in Summe in Berlin ca. 350.000 km pro Tag "vertanken" könnten.

Das sollte für Berlin ausreichend sein.

Re: Wasserstoff als eigenes Thema

noXan
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Ich hatte die Möglichkeit den Mirai II für 2 Tage zu fahren, und hab es mir natürlich auch nicht nehmen lassen diesen zu befüllen (OMV, Murpark Graz, Österreich) Video sollte ich mal uploaden.

Conclusio:
Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, bzw. noch eher Prototypen Anlagenbau, da muss sich noch etwas tun. Auffällig war sonst der Kompressor, der trotz Positionierung im isolierten Container akustisch stark wahrnehmbar war.
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Re: Wasserstoff als eigenes Thema

Udomann
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RiffRaff hat geschrieben: Udo: rechne Mal die kWh auf kg um.
Dann wirst du merken, was für einen Schwachsinn du Grade verzapfst....
Also wird der momentan an den paar Wasserstofftankstellen verkaufte Wasserstoff gar nicht staatlich subventioniert? Wahrscheinlich verdienen sich die paar Anbieter (oder ist es nur einer?) daran nicht nur dumm, sondern auch noch dämlich?

Diese schöne Tabelle (woher stammt die eigentlich?) betrachtet entweder nur einen Teil der Kosten der Produktion oder ist unseriös.

Rechne doch mal nach, was kostet Strom aus unserem derzeitigen Strommix? Nun ja, das wissen wir alle nur zu gut, wenn wir auf unsere Stromrechnungen schauen, der Standardpreis dürfte so bei 30 Cent liegen, wobei Strom aus erneuerbaren Quellen angeblich ja billiger wäre als Strom aus fossilen Quellen. Das kann ich nicht nachprüfen, glaube das aber mal.

Auf dem Weg zum Antrieb in einem BEV gehen da noch mal ca. 20% verloren (Ladeverluste, Umwandlungsverluste usw.).
Wie sieht es denn bei der Produktion von grünem Wasserstoff aus?

Seriöse Berechnungen gehen von einem Gesamtwirkungsgrad von wesentlich weniger als der Direktverwendung des Stroms aus, wieviel genau, ist relativ je nach Verfahren, fest steht jedoch, dass der Wirkungsgrad nicht hoch ist, siehe hier:

Zitat:
Die resultierenden Gesamtwirkungsgrade innerhalb der jeweiligen Prozessketten sind nicht besonders hoch, da bei jeder weiteren Umwandlungsstufe Energie verloren geht.
Zitat Ende

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Wasserstoff

So, und jetzt willst du mir anhand deiner schönen Tabelle erklären, dass grüner Wasserstoff nicht mehr als 16,5 Cent pro kWh kosten soll, während der Ausgangsstrom mindestens bereits mehr kostet? Um es mal mit einem bekannten Werbespruch zu sagen: "Ich bin doch nicht blöd"

Re: Wasserstoff als eigenes Thema

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Das ist doch ganz einfach, es gibt Tageszeiten da ist der Strompreis negativ. Nur dieser wird selbstredend für die Erzeugung von Wasserstoff heran gezogen und entlastet dann noch den Wasserstoffpreis, nicht wie in Deiner Rechnung Belastung durch Strom. Umso mehr Strom dann für die Elektrolyse verwendet wird, ums billiger wird der dann produzierte Wasserstoff.

Die Frage ist doch bei dieser Rechnung nur, ob die Auslastung der Anlage nur zu diesen Zeiten der negativen Strompreisen ausreichend ist, oder ob sich die Anlage ohne Anschaffungsförderung dann doch nicht rechnet,
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RiffRaff
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noXan hat geschrieben: Ich hatte die Möglichkeit den Mirai II für 2 Tage zu fahren, und hab es mir natürlich auch nicht nehmen lassen diesen zu befüllen (OMV, Murpark Graz, Österreich) Video sollte ich mal uploaden.

Conclusio:
Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, bzw. noch eher Prototypen Anlagenbau, da muss sich noch etwas tun. Auffällig war sonst der Kompressor, der trotz Positionierung im isolierten Container akustisch stark wahrnehmbar war.
Wenn das noch eine Kompressortanke war: ja.
Die Tanken mit der Cryopumpe sind sehr leise.

Re: Wasserstoff als eigenes Thema

RiffRaff
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AbRiNgOi hat geschrieben: Das ist doch ganz einfach, es gibt Tageszeiten da ist der Strompreis negativ. Nur dieser wird selbstredend für die Erzeugung von Wasserstoff heran gezogen und entlastet dann noch den Wasserstoffpreis, nicht wie in Deiner Rechnung Belastung durch Strom. Umso mehr Strom dann für die Elektrolyse verwendet wird, ums billiger wird der dann produzierte Wasserstoff.

Die Frage ist doch bei dieser Rechnung nur, ob die Auslastung der Anlage nur zu diesen Zeiten der negativen Strompreisen ausreichend ist, oder ob sich die Anlage ohne Anschaffungsförderung dann doch nicht rechnet,
Wenn sich die Bemerkung auf den Wasserstoffteil bezieht: Das gilt für dedicated Anlagen, also solche, bei denen eine Windenergieanlage (-Park) direkt gekoppelt wird. Da spielt der Marktpreis Strom keine Rolle, sondern nur die Kosten. Da bei offshore Windanlagen die Volleistungsdauer bei ca. 50% liegt, ist auch die Auslastung entsprechend hoch. Weiterhin steigt bei Minderauslastung eines Elektrolyseurs auch dessen Wirkunsgrad an. Um etwa 10% Punkte bei Lastabsenkung von 100 auf 30% bei Silyzer PEM.
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