Der EQC, ein Desaster?

Re: Der EQC, ein Desaster?

Naheris
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Blue shadow hat geschrieben: Also option 22 kW AC anbieten und alles wird gut?
Dann würde er von meiner Kandidatenliste auf meine Wunschliste wandern und eine höhere Chance haben als der e-Tron Sportback. Solange ich die absolute Ausnahme bin, hat Mercedes daher nichts falsch gemacht. Dumm wäre es nur, wenn meine persönlichen Anforderungen der Standard währen. Das werden sie aber ganz sicher nicht sein, wenn ich mir die Verkaufszahlen so ansehe. Und im Gegensatz zu vielen Anderen definiere ich meinen Anspruch ja auch nicht zum Standard.

Daher kann ich den EQC für gut befinden, obwohl er für mich kein Wunschfahrzeug ist, und vermutlich auch bei den Kosten die Nachteile für mich nicht kompensieren wird.

Das Mercedes beim AC-Lader so schwach ist verwundert mich allerdings schon. Für PHEV sind sie beim Laden ja ganz klar erste Liga.
Heute: e-Tron 55 / Gestern: Leaf ZE1+, I-Pace, Kona, eGolf Mk-2, Model S AP1, Passat GTE Mk-1 / Morgen: ?
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Re: Der EQC, ein Desaster?

Jupp78
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Naheris hat geschrieben: Wäre da nicht die grausam schlechte AC-Ladeleistung (die für meinen Bedarf faktisch min. zweimal im Monat zu langsam ist), wäre der EQC bei mir weiterhin auf der Wunschliste. So ist er nur auf der Kandidatenliste. :mrgreen:
Nur mal rein interessehalber, wie kommt das zustande, dass es zu wenig ist. Mit 7,4kW ist man schließlich über Nacht oder über einen Arbeitstag von leer auf komplett voll.
Konstruieren könnte ich nur, dass man 350km zu fahren hat, am Zielort nur AC zur Verfügung steht, man dort nur wenige Stunden steht und dann wieder 350km zurück fährt. Dann wären 11kW natürlich schöner, aber macht bei 3h gute 10kWh aus ... man muss wahrscheinlich so oder so an den Schnelllader auf dem Rückweg, was einem dann ca. 6 Minuten spart ... und das alles schon konstruiert.

Re: Der EQC, ein Desaster?

Naheris
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Fast absolut OT:
Genau so ein Problem habe ich tatsächlich. Am Sonntag/Vor-Kunden-Tag geht es von der Familie erst einmal zur Niederlassung, wo ich dann für etwa zwei Stunden Papierkram erledige. Dann geht es ab zum Kunden.

Brauche ich länger muss ich früher von der Familie weg, weil mein "wen hast Du dafür umgebracht?"-Dauerparkplatz mit Steckdose sicher nur bis Mitternacht erreichbar ist. Danach kann ich Glück haben oder auch nicht (eher die Regel). Ohne Dauerparkplatz heißt es Parkplatzsuche, und es gilt da nicht selten ein Halteverbot ab 8, 7 oder *zitter* 6 Uhr (alle anderen Plätze sind in der Nacht meist schon weg). Zudem würde der Akku dann ziemlich leer rumstehen, bis ich den Wagen umsetze und anstecke (ich fahre ihn im Winter häufig auf 5% runter, im Sommer auch, aber aus anderen Gründen...).

Die Niederlassung ist also mein kritisches Ladefenster. Derzeit bräuchte ich für die Strecke dort mit dem e-Tron des ersten Modelljahrs einen Ladehub von ca. 40-60% SoC, je nach Wetter und Verbrauch am Tag davor (bei der Familie kann ich nur mit 2,3 kW laden. Das ist aber schon eingerechnet). Der %-Verbrauch dürfte bei e-Tron und EQC (und I-Pace) relativ identisch sein (weniger durstig gg. kleinerer Akku). Der EQC hat mit 7,4 kW AC aber nur ca. 8,5%/h, mit dem kommenden 11 kW Lader dann ca. 12,5%/h. Der e-Tron & I-Pace haben derzeit mit 11 kW AC etwa 12%/h. Mit 22 kW wäre es in etwa ausreichend.

Natürlich könnte ich weiter meine derzeitige Notlösung mit Fahrt zu einem weit entfernten Supermarkt mit kostenpflichtiger (und somit freier) Schnellladesäule* nutzen oder umziehen. Aber der e-Golf hat das komplette Budget für EV-Goodwill bereits gnadenlos überzogen, und mein derzeitig übergroßes Pottwal erzeugt weiterhin noch ein paar Strafzinsen. Mein nächstes Auto passt zu mir. Auch im Winter mit voller Schattenparker-Warmduscher-Lebenserhaltung auf 25°C bei -32°C draußen. Mir egal. Muss gehen. :mrgreen:
(*) die Säule steht neben einem Einkaufszentrum mit Supermarkt, gehört aber nicht dazu.

Oder sie appellieren ganz selbstlos an mein bayrisch-schwäbische Krämerseele** und bezahlen mich also praktisch für's Laden.
(**) die Schwaben in Bayern wurden bekanntlich Anno Dazumal wegen übertriebenem Geiz aus dem Schwabenland vertrieben. Mercedes könnte das also eigentlich auch als "Reparationen & Strafen" verbuchen. Das fiele unter den 1,5 Mrd. USD Strafen an die USA nicht einmal mehr auf...

Aber ich weiß, das ist extrem speziell, und zudem auch noch vom Kunden abhängig. Nur sieht es derzeit nicht danach aus, dass mich der Kunde noch in absehbarer Zeit gehen lässt - zumindest nicht, solange ich nicht das elfte Gebot breche, nachdem ich mit meinem BEV "aus versehen" die Tiefgarage abgefackelt und die Ablenkung dazu genutzt habe, die echt wirklich richtig schicke Eichenholzvertäfelung aus der Vorstandsetage zur Renovierung meines Hauses zu "retten". :mrgreen:
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Re: Der EQC, ein Desaster?

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dank B.E.N.: tempo 100 & 130 Testfahrt.
https://youtu.be/CVslJm1sxb0
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Re: Der EQC, ein Desaster?

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dazu gibt es auch den Desaster Index.

https://breaking-elektro-news.de/indexauto/

wenn die Zahlen alle auf echte 100/130 km/h umgerechnet worden wären, dann würde die Rote Laterne an allen in der Suff Gruppe leuchten. Die tun sich alle nix.
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Re: Der EQC, ein Desaster?

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Große schwere Autos verbrauchen mehr als kleine leichte. Das ist natürlich eine Erkenntnis einer neuen Epoche. Komischerweise hat sich keiner über den Verbrauch der Verbrenner SUV so erregt. Und je mehr wir den Strom aus Wasser, Wind und Sonne erzeugen um so mehr ist es einfach Scheißegal was er braucht. Hätten die Menschen zuhause einen Hahn aus dem Aral Ultimate kommt, würde jeder einen dicken V10 fahren und keinen 3 Zylinder Up.

Re: Der EQC, ein Desaster?

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Den Leuten wurde ja gesagt....die Energie holt sich das Bev beim Bremsen zurück. Bleibt die Form als Feind Nr.1.
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Re: Der EQC, ein Desaster?

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Blue shadow hat geschrieben: dazu gibt es auch den Desaster Index.

https://breaking-elektro-news.de/indexauto/
Ich sehe keine EQC in der liste...
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC, ID.4x, iX3...
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Der EQC, ein Desaster?

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Klick mich drücken...und unten den Reiter Ladekurve/Verbrauch. Ist noch ganz frisch.
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... edit#gid=0
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Re: Der EQC, ein Desaster?

aling
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Was hier auffällt ist die mit gut 3% sehr geringe Abweichung zwischen Bordcomputer und Ladesäule. Die Tesla liegen da zwischen 10% und fast 20%. Viele andere bei 5%.
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