Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

Sachsenaudi
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https://www.heise.de/news/Autonomes-Fah ... 20170.html

Zitat:

"In den USA hat ein Käufer eines Model S Klage gegen Tesla eingereicht. Er wirft der Firma vor, mit Falschinformationen über die Fähigkeit seiner Modelle zum autonomen Fahren geworben zu haben. Mit einer Sammelklage könnte der Druck auf Tesla beträchtlich steigen, doch über deren Zulassung ist noch nicht entschieden."

"Richterin Rita Lin begründete die Zulassung der Klage damit, dass der Kläger plausibel und detailliert dargestellt habe, dass er sich beim Kauf eines Tesla Model S im Januar 2017 auf diese Behauptungen verlassen habe. Er zahlte dabei mehrere tausend Dollar Aufpreis für die künftige Ausbaustufe von Teslas "Autopilot"-System mit dem Namen "Full Self-Driving". Die macht jedoch selbst ein aktuelles Modell auch heute noch nicht zu einem autonom fahrenden Auto. Zwar kann "Full Self-Driving" inzwischen als fortgeschrittene "Autopilot"-Version von Fahrern in den USA getestet werden. Allerdings handelt es sich weiterhin nur um ein Assistenzsystem, bei dem der Mensch am Steuer stets in der Verantwortung bleibt und jederzeit bereit sein muss, die Kontrolle zu übernehmen. Tesla hat den "FSD"-Namen mittlerweile mit dem Zusatz "supervised" (beaufsichtigt) ergänzt."

"Tesla-Modelle, die entsprechend ausgestattet sind, bieten derzeit teilautomatisiertes Fahren auf Level 2. Die Firma setzt auf ein kamerabasiertes Erkennungssystem, Konkurrenten wie Mercedes dagegen auf teurere Lidar-Sensorik. Nur sie haben in Europa eine Level-3-Zulassung, Tesla nicht. Der Unterschied ist beträchtlich, sowohl technisch als auch juristisch. Denn mit Level 3 gibt es einen Haftungsübergang auf den Hersteller: In einem exakt definierten Rahmen kann das Auto in einem Szenario autonom fahren, im Falle eines Unfalls haftet der Hersteller."
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Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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@Sachsenaudi ... nur zur Vollständigkeit, sogar in den USA (präzise: in Kalifornien und Nevada) ist das Mercedes-System bereits für Lvl-3 zugelassen. Sogar seit über einem Jahr: Januar (NV) und Juni 2023 (CA)

Quelle: https://group.mercedes-benz.com/innovat ... rnien.html
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(c) Carl Rogers

Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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Ich kann mir schwer vorstellen, dass überhaupt jemand das Lvl3 System von Mercedes nutzt, bei DEN Einschränkungen.........aktuell schlicht unbrauchbar, Marketing halt.
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Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

alfman
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adauris hat geschrieben: @Sachsenaudi ... nur zur Vollständigkeit, sogar in den USA (präzise: in Kalifornien und Nevada) ist das Mercedes-System bereits für Lvl-3 zugelassen. Sogar seit über einem Jahr: Januar (NV) und Juni 2023 (CA)

Quelle: https://group.mercedes-benz.com/innovat ... rnien.html
So geht es eben am Verträglichsten: "Evolution statt Revolution"
Mobil: ID.3 Pro S & ID.5 Pro; Home: Wolf CHA-07 WP
Hier brennt nix mehr...

Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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@GTE_Ebi Ab welchen Zeitpunkt übernimmt Tesla nochmals die Verantwortung und Haftung - da hab ich wohl was übersehen.
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Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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Erst wenn irgendwann mal irgendjemand den Mercedes Drive Pilot nutzen sollte **Achtung Ironie*** und es - aus welchen Gründen auch immer - zu einem Unfall kommt, werden wir sehen, was die Herstellerhaftung wert ist. Mercedes hält es da wie Tesla, die prozessieren auch erstmal gern bevor sie was zugeben.
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Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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@GTE_Ebi Erstens ist das bislang noch nicht vorgekommen und zweitens weicht es der Frage aus: Wo gibt es eine faktische Übernahme (aus der Regulation heraus) der Verantwortung bei Tesla?

Um die Antwort auf meine rhetorische Frage vorwegzunehmen: Es gibt sie bei Tesla schlicht nicht.

Wenn man es nämlich faktisch genau nimmt, ist die Sachlage ziemlich klar:

> Mercedes-Benz Takes Legal Responsibility for Its Level 3 Technology

"In March 2022, Mercedes-Benz announced it stands behind its SAE Level 3 automation technology, accepting liability for any collisions or crashes caused by technological malfunctions in the manufacturer’s vehicles."

Quelle: https://www.wardsauto.com/industry-news ... technology

Was das "irgendwann/irgendwie Nutzen des Systems" betrifft, sollte man auch betrachten, dass FSD sich nicht unbedingt imenser Nachfrage erfreut:

"According to YipitData’s latest figures, nearly 3,500 Tesla owners trialed the company’s Full Self-Driving (FSD) service over the past month. However, only about 50 of these trials converted into FSD subscriptions or purchases, translating to a conversion rate of just under 2% as of May 5th."

Quelle: https://electrek.co/2024/05/14/tesla-fu ... card-data/
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Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

egn
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GTE_Ebi hat geschrieben: Ich sehe von Mercedes nicht ansatzweise das, was Tesla mit FSD in USA macht.
Das was FSD in den USA macht dürfte es in Europa wegen UN/ECE gar nicht machen, weil hier jede durch die Software ausgelöster Spurwechsel oder Abbiegevorgang durch den Fahrer bestätigt werden müsste. Deshalb ist auch der Vergleich

Auch haben die Level-2 "Assistenten" aller anderen Hersteller nicht den Anspruch das Fahrzeug autonom zu fahren, sondern die Fahrer beim Fahren zu assistieren. Dies zeigt sich schon dadurch dass diese Assistenten kooperativ arbeiten in dem der Fahrer jederzeit ohne einen großen Kraftaufwand am Lenkrad das Fahrzeug dorthin lenken können wohin sie wollen. Das ist auch ein Grund warum sie die kapazitive Fahrererkennung haben. Sie schalten bei einem Eingriff nicht einfach komplett ab, sondern deaktivieren sich temporär solange der Fahrer agiert, und aktivieren sich wieder wenn der Fahrer nicht mehr agiert.

Der Autopilot und auch FSD bei Tesla verhalten sich im Gegensatz dazu überhaupt nicht kooperativ zum Fahrer, sondern übernimmt die volle Kontrolle über das Lenkrad. Eine Übersteuerung durch den Fahrer ist nur mit erheblichem Kraftaufwand möglich, welcher dann auch das System komplett abschaltet. Das kann man so machen, aber das sind eben völlig unterschiedliche Ansätze.
GTE_Ebi hat geschrieben: Die Funktionalität des Drive Pilot ist ein Witz, sowas braucht man nicht zuzulassen, außer aus Marketing Gründen.
Nein, das ist absolut kein Witz, sondern ein tatsächlicher erster kleiner Schritt hin autonomes Fahren im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Immerhin darf man in bestimmten Situationen ganz legal die Hände vom Lenkrad nehmen und seine Aufmerksamkeit vom Verkehr abwenden, und sich während der Fahrt anderen Dingen widmen. Die Verantwortung auf L3 trägt das Fahrzeug. Das ist ein Quantensprung gegenüber dem was der Autopilot und FSD im Straßenverkehr offiziell leisten darf.

FSD kann zwar ein funktional weit mehr der Fahraufgabe abdecken, aber es bringt dem Fahrer keinen Nutzen, weil er weiterhin vollständig jederzeit in der Loop ist und die Aktionen des Systems lückenlos überwachen muss. Dies ist auch keine Entlastung für den Fahrer, sondern im Gegenteil. Anstatt dass der Fahrer bei eigener Fahrt in jedem Moment genau im voraus weiß wie das Fahrzeug agieren wird, muss er jederzeit mit hoher Konzentration das System, das im Schnitt alle paar km einen Eingriff erfordert, überwachen und in Sekundenbruchteilen auf ein fehlerhaftes Verhalten reagieren. Der Fahrer trägt auch weiterhin die volle Verantwortung. Das bringt auch erst Mal nicht mehr Verkehrssicherheit, auch wenn Tesla das durch eigene Statistiken mit nicht repräsentativen Vergleichen immer wieder suggerieren möchte.

Es macht aus diesen Gründen auch überhaupt keinen Sinn ein L2 mit einem L3 System zu vergleichen, denn sie haben eine völlig unterschiedliche gesetzliche Einordnung und auch Nutzen für den Fahrer.

Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

e3ver
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Der Frust der deutschen Premium-Hersteller ist schon irgendwie verständlich, wenn Tesla es schafft mit minimalem technischen und finanziellen Aufwand zumindest gleich gut funktionierende Assistenzsysteme zustande zu bringen. Die L3-Zulassung von Mercedes ist wohl nicht viel mehr als ein aus diesem Frust heraus gestarteter Marketinggag, der in der Praxis völlig nutzlos ist...

Re: Darum ist Teslas Autopilot allen anderen Herstellern überlegen

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Das was FSD in den USA macht dürfte es in Europa wegen UN/ECE gar nicht machen, weil hier jede durch die Software ausgelöster Spurwechsel oder Abbiegevorgang durch den Fahrer bestätigt werden müsste
Wir haben in diesem Fred ja bereits gehört, dass Mercedes auch eine Lvl3 Zulassung in einigen US Bundesstaaten hat. Es hält niemand Mercedes davon ab, in US mal so richtig zu zeigen, was das System kann. Leider kann es mit einer Vielzahl an Sensoren und hinterlegten Karten im Vergleich zum Tesla FSD zu gut wie nichts.
Es wäre mal interessant zu erfahren, wieviele Fahrzeuge von Mercedes damit überhaupt ausgeliefert und in welchem Umfang genutzt wurden. Es wird zurecht nur als Staupilot tituliert.
Golf GTE 2018 - 2020 / Hyundai Kona 2020 - 2023 / Tesla M3 SR+ US seit 3.2020 / PV 10 kWp SMA WR mit BYD HVS 10.2
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