Der Battery Day

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Re: Der Battery Day

Naheris
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Nach einem Jahr hat mein e-Tron weniger Verlust als der durchschnittliche Tesla. Da ich über 50% meiner kWh an HPC lade, denke ich, dass Audi das mit der Zyklenfestigkeit gut hin bekommen hat. Meine Ladeleistung ist auch irgendwie nicht geringer als am Anfang, was man ja von Teslas der ersten Generation nicht behaupten kann. Der e-Tron hat somit wohl die erste (Roadster), zweite (Model S85) und dritte (Model S&X90) Tesla-Generation direkt übersprungen und spielt eher auf dem Niveau des Model 3 was die Zellen angeht.

Das zeigt uns nur, dass alle mit Wasser kochen und Tesla keinerlei magische Sauce hatte. Und ob die neuen Zellen auch Zyklenfest bleiben und wann sie kommen steht bisher in den Sternen. Ich hätte Euch gerne einen Artikel aus Japan verlinkt, aber der ist hinter einer Paywall und Japanisch obendrein. Da standen interessante Sachen zu Panasonic drin, und dass sie A) nicht an Teslas Ankündigungen glauben, und B) Tesla bei Panasonic um Hilfe zur Entwicklung ihrer Proprietären neuen Zelle angefragt hat. Aber da ich den Link verschlampt habe ist das leider nicht mehr möglich - und somit Hörensagen.

@GTE_Ebi:
Du darfst Deinen Sarkasmus gerne stecken lassen. Der e-Tron ist leider geil was die Zellen angeht. Und die Effizienz auf Strecke ist auch merklich besser geworden mit dem zweiten Modelljahr und dem Sportback. Der ist etwa 2-3 kWh/100 km sparsamer. Den Welt-ersten Drei-Motor-BEV hat inzwischen auch Audi mit dem e-Tron S.

Insofern sind die schon auf Augenhöhe, nur eben mit etwas anderen Prioritäten.
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Re: Der Battery Day

egn
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Es waren schon die ersten Zellen des i3 mit 22 kWh überlegen, denn die Batterie konnte schon damals mit 50 kW geladen werden, ohne dass es zu nennenswerten Degradation, Ausfall der Zellen, oder Einschränkungen beim Laden gekommen ist.

Der bisherige Umgang von Tesla mit der mangelhaften Haltbarkeit der Zellen ist einfach unterirdisch. Sie halten sicht mal an ihre Garantie und beschneiden die Batterien in ihrer Kapazität und die Schnellladefähigkeit um Grantiekosten zu sparen. Ich habe jedenfalls kein Vertrauen mehr in die Batteriekompetenz von Tesla, was die Haltbarkeit betrifft. Und Tesla selbst hat anscheinend auch kein Vertrauen in die eigenen Zellen mehr, sonst hätten sie die Garantie bei aktuellen Zellen nicht so drastisch beschnitten.

Übrigens, was ist aus der groß angekündigten Million-Miles Batterie geworden? Alles nur heiße Luft, oder ist das die von CATL eingekaufte LiFePO4 Technologie?

LiFePO4 ist nämlich NCA bezüglich Haltbarkeit und Schnellladefähigkeit locker um den Faktor 4-8 überlegen. Tesla hat noch nichts vergleichbares, während in China die Masse der E-Fahrzeuge damit ausgerüstet sind.

Re: Der Battery Day

ig787
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Naheris hat geschrieben: Nach einem Jahr hat mein e-Tron weniger Verlust als der durchschnittliche Tesla. Da ich über 50% meiner kWh an HPC lade, denke ich, dass Audi das mit der Zyklenfestigkeit gut hin bekommen hat. Meine Ladeleistung ist auch irgendwie nicht geringer als am Anfang, was man ja von Teslas der ersten Generation nicht behaupten kann. Der e-Tron hat somit wohl die erste (Roadster), zweite (Model S85) und dritte (Model S&X90) Tesla-Generation direkt übersprungen und spielt eher auf dem Niveau des Model 3 was die Zellen angeht.

Vergleichst du grade ernsthaft die Batterie Technik von einem 2018 erschienenen e-tron mit Technik von 2008-2015. Wäre schon blöd wenn man bei Audi da nicht dazu gelernt hätte. Beim Model 3 ist bis jetzt soweit mir bekannt ist auch noch keine Verringerung der Ladeleistung eingetreten und das gibts schon 1 Jahr länger als den e-tron.
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Re: Der Battery Day

Naheris
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Ich vergleiche da nichts. Ich zeige genau nur an, dass Audi eben dazu gelernt hat und letztendlich jeder dieselbe Technologie nutzt. Und das beim Model 3 auch noch keine Ladeverluste eingetreten sind, genau wie beim e-Tron, war explizit mein Argument. Super, dass Du das ebenfalls erkannt hast und somit meiner Meinung bist!

Der lange Zeit für Tesla in Anspruch genommene Vorsprung existiert also nicht mehr. Der Vorsprung ist, wenn überhaupt, ein Jahr. Und das kann man vernachlässigen, da Tesla immer etwas früher mit seinen Produkten in den Markt kommt, die traditionellen OEM dafür länger testen.
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Re: Der Battery Day

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Der Innenwiderstand der großen Zelle ist bezogen auf die gleiche Kapazität nicht um den Faktor 10 kleiner, sondern nur um etwa 17 %
Das ist definitiv falsch, durch das tabless Design (Kontaktierung und Länge des Stromweges) sinkt der Innenwiderstand der Zelle (ohne Normierung der Kapazität !) von etwa 20 mOhm (2170) auf 2-3 mOhm (4680) , das wurde aber auch schon in div. Videos, die ich verlinkt hatte, ausgeführt.
Du darfst Deinen Sarkasmus gerne stecken lassen. Der e-Tron ist leider geil was die Zellen angeht.
Nun, zu ernst möchte ich div. Kommentare hier lieber nicht nehmen. Der etron ist geil was die Ladezeit angeht, bei der Zellchemie haben sie den Stein der Weisen bestimmt noch nicht gefunden sondern eher einen besonderen Aufwand bei der Kühlung getrieben und einen höheren Anteil der Kapazität reserviert.
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Re: Der Battery Day

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....dann normier mal auf die Kapazität. Alles andere ist nämlich reichlich sinnlos. Habe ich sechsmal so voluminöse Zellen, dann müssen bei gleicher volumetrischer Kapazität nur ein Sechstel der Zellen parallel geschaltet werden, d.h. aber daß für den gleichen Innenwiderstand des Akkus die Einzelzelle nur ein sechstel des Innenwiderstandes haben darf.


Gruß SRAM

Re: Der Battery Day

Naheris
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Wieso den Stein der Weisen finden, wenn man ihn schon hat? Der e-Tron lädt schnell. Einen unüblich hohen Kapazitätsverlust kann ich nicht feststellen - und ich lade größtenteils mit DC. Es gibt auch keine Berichte von Reihenweise sterbenden e-Tron-Batterien. Insofern scheint Audi da schon genügend Erfahrung mitgebracht zu haben. Die e-Tron Zellen sollen ja einen besonders guten Innenwiderstand und sehr Beladefreundlich sein.

Die Zellen des e-Tron gibt es auch erst so lange wie die neuen Model 3 Zellen von Tesla. Insofern ist bei Beiden noch nicht endgültig festgelegt, ob das Model 3 die angelegten Leistungen wirklich lange übersteht. Tesla hat ja bei früheren Zellgenerationen nach einigen Jahren auch merklich eingebremst. Den Stein der Weisen haben sie wohl auch noch nicht gefunden, da sie ja jetzt die Zellchemie vom Model 3 zugunsten LiFePo und ihren neuen Zellen aufgeben...
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Re: Der Battery Day

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Der Innenwiderstand der großen Zelle ist bezogen auf die gleiche Kapazität nicht um den Faktor 10 kleiner, sondern nur um etwa 17 %, denn die Power steigt bezogen auf die Kapazität der kleinen Zelle um den Faktor 6, bezogen auf die gleiche Kapazität (5 kleine Zellen) um 20 %.
Das ist richtig, sorry - hatte über "bezogen auf die gleiche Kapazität" hinweggelesen und war beim absoluten Innenwiderstand einer Zelle (2170 vs 4680).
Die 17% bzw. 20% in Verbindung mit einem verbesserten Wärmemanagement sind doch ein schöner Fortschritt und ich sehe nicht, warum die simulierte Ladekurve der 4680 falsch sein sollte:
Charging_profile.JPG
SoC_based.JPG
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Re: Der Battery Day

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Den Stein der Weisen haben sie wohl auch noch nicht gefunden, da sie ja jetzt die Zellchemie vom Model 3 zugunsten LiFePo und ihren neuen Zellen aufgeben...
Sowas nennt sich Weiterentwicklung, wobei LiFePo ausschließlich aus Kostengründen im unteren Segment eingesetzt werden soll.
Die handverlesenen Wunderzellen des etron haben es offensichtlich nicht in die ID- Serie geschafft, denn deren Abfall zu hohen SoC hin ist nicht viel anders als bei Tesla.....aber das ist OT, denn hier geht's um die neue 4680er von Tesla.
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Re: Der Battery Day

150kW
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