Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

Schaumermal
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Reason hat geschrieben: Aluminiumdruckgußlegierungen habe nur 1/5 bis 1/4 der Zugfestigkeit formgehärteter Pressteile aus hochfestem Stahlblech, wie im Automobilbau von den führenden Herstellern verwendet.
Reason
erheblich eingeschränkte Möglichkeiten der Weiterverarbeitung (Schweißen...)
hohe Korrosionsgefahr per elektrochemischer Korrosion
sehr enge Gestaltungsspielräume ....
verfahrens- und festigkeitsbedingte erheblich höhere Wandstärken

Ich sehe keinerlei Vorteile sondern nur erhebliche Nachteile und gewaltige Risiken.
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ex: VW Golf 4, Diesel weg ist er nach Litauen. Die wissen, was gut ist. ..
jetzt ist es geschafft: ** Enyaq iV 80 seit 3.6.21 **
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

Herbs
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im Gegenteil zu deutschen CEOs die auf Quartalszahlen
Man liest ja selbst bei einem innovativen kalifornischen Start up immer wieder von Last Minute E-Mails als Ansporn ein Rekordquartal abzuliefern. Was ja legitim ist, aber sicherlich keine deutsche Spezialität 😜
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

Schaumermal
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Herbs hat geschrieben:
im Gegenteil zu deutschen CEOs die auf Quartalszahlen
Man liest ja selbst bei einem innovativen kalifornischen Start up immer wieder von Last Minute E-Mails als Ansporn ein Rekordquartal abzuliefern. Was ja legitim ist, aber sicherlich keine deutsche Spezialität 😜
Und selbst für Deutschland ist diese Vermutung nicht belegt. Da 2 große Player sich weitestgehend in Familienbesitz incl. Staatshand befinden ist da durchaus etwas Weitsicht vorhanden.
Ob es immer die richtige ist - ist natürlich fraglich und Sache der Perspektive.
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ex: VW Golf 4, Diesel weg ist er nach Litauen. Die wissen, was gut ist. ..
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Rennsemmel hat geschrieben: [...] des hamma immer scho so gmacht - wo kamat ma denn do hin wenn ma was anders macha - warum sollen wir über den Tellerrand schauen, ob es irgendwie anders und besser geht?
[...]
P. S. Was meinst du mit: "Irgendwann kann jeder, aber zu den versprochenen Zeiten zu liefern, das muss darüber hinaus endlich mal eingehalten werden. "
Ich bin sehr für Innovation und Tesla machte bislang einen sehr guten Job, beim Antrieb oder Ladenetzwerk. Da sehe ich keinen Grund, die verdienten Lorbeeren zu verweigern.

Aber Musks anfängliches "First Priciple Thinking", löst sich einwenig in Wohlgefallen auf und seine Versprechungen bzgl. Mega-Casting (und als Randnotiz der Edelstahl-CT) sind konstruktiv nicht haltbar.

Wie z.B. Reason oder Schaumermal völlig richtig detaillierter beschrieben, widerspricht dieses komplexe und großbauende Alu-Druckgussbauteil des Hinterwagens den allgemeinen Konstruktionsregeln, da es viel Material bindet, in einer für diese Stelle ungünstigen Konstellation, ohne einen wirklichen Mehrwert zu bieten.

Das hat nichts mit "kenn mer ned, mögen mer ned" zu tun. Das kann man den etablierten Herstellern mit Sicherheit bei den Antrieben vorwerfen, aber sicher nicht bei der Karosserie. Erfahrung kann auch davor schützen, sich zu verrennen und einen dazu hinleiten, eine günstige und beständige Lösung zu finden. Das Rad muss nicht neu erfunden werden und Hyundai beweißt es mit Ioniq und Kona par excellence, dass ein eAuto konventionell/günstig gefertigt werden kann und selbst mit einer Mischplattform sehr effizient sein kann.

Das Model Y ist um ehrlich zu sein, das zweite, für eine größere Serie konstruierte Auto, basierend auf dem Model 3. Beim Model 3 sprach Sandy Munro davon, dass es im Grunde zu schwer sei und Materialverschwendung stattfand, bzw. immer noch stattfindet.

Musk meinte auch, durch das Mega-Casting wieviele Blechteile zu ersetzen? Waren es 70? Die genaue Zahl ist ja auch wurscht aber die Größenordnung stimmt. Wenn man sich den Rohbau anderen PKW anschaut, wird man schnell feststellen, dass diese mit weniger Blechteilen auskommen - warum? Weil hier über mehrere Zugstufen das ganze umgeformt wird (wenn nötig).

Als Faustregel(!) machen die Fertigungsstraßen, so aufwendig und teuer, wie sie sein mögen, nur 2% des Produktpreises aus, 98% entfallen auf das verarbeitete Material.

Das Model 3 und Y steht nun so da, wie es eben entwickelt wurde, Tesla wählte nun die große Druckguss-Baugruppe aber wie bei den Falcon-Wing-Türen des Model X, werden wir in Zukunft Autos anderer (konventionellerer) Machart sehen.

Und dieses Marketing-Bla Bla von Musk kreide ich in dieser Sache an, das grenzt eher an Hybris, als an einen gesunden Konstrukteurs-Verstand. Und Musks Zeithorizonte, bzw. nicht eingehaltene Versprechen kreide ich auch zunehmend an.

Nur als Beispiel:
Bild
Quelle: https://www.repairerdrivennews.com/2016 ... adhesives/
Bild
Quelle: http://product.posco.com/homepage/produ ... jsp?SEQ=86
Der Widerwille jemandem zuzuhören, beruht auf der Angst, die eigene Meinung zu ändern.
(c) Carl Rogers

Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Und was möchtest Du dem geneigten Leser damit sagen?
Es werden pro Gußteil, im Vollausbau sind es mindestens vier Stück nämlich alle Teile rund um die Radkästen, 70 Einzelteile und die dazu gehörigen Arbeitsschritte während der Produktion gespart. Wird halt nichts mehr verformt und zusammengeschweißt. Sind 280 Teile weniger mit keine Ahnung wie vielen Arbeitsschritten.
Aber warten wir einfach mal ab.
Gruß

CHris, ab sofort mit i3

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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Deswegen werden Versteifungen im Druckgussteil eingearbeitet.
Und, betreffend der Korrosion sollte man sich mal einen BMW i3 etc. Von unten ansehen.
Die Legierung macht es aus..
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Wenn das MY wg Druckgussteil und weiteren Einsparungen dann günstiger verkauft wird, dürfen wir uns von den üblichen Verdächtigen hier anhören, dass Tesla Absatzprobleme hat, aufgrund des Drucks der OEM die Preise reduzieren musste etc etc.....
Wenn man das Musk-Interview mit Munroe angeschaut hat, wird zumindest mir deutlich, dass der gute Elon eine ganze Menge Ahnung von Materialkunde hat, den Burschen darf man nicht unterschätzen. Bei SpaceX sind die bezgl. Material und Konstruktion auch nicht auf den Kopf gefallen.
Golf GTE 2018 - 2020 / Hyundai Kona 2020 - 2023 / Tesla M3 SR+ US seit 3.2020 / PV 10 kWp SMA WR mit BYD HVS 10.2

Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Wo Du grad SpaceX erwähnst, 4mm Edelstahl in der Form einer Jule Verne/Tim und Struppi-Rakete fliegt mittlerweile im Monatstackt auf mindestens 10km Höhe und wird sicherlich in absehbarer Zeit landen.
Und das quasi öffentlich.
Vergleiche man das bitte mit der Entwicklung bei Boeing oder Lockheed und dann is gut.
Gruß

CHris, ab sofort mit i3

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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

Odanez
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Hach ja ich liebe das Internet - da ist jeder Experte in allem wo man es gerade braucht ;) Ich würde mich es nie trauen irgendeiner gruppe berufserfahrener Ingenieure in ihrem Spezialgebiet an den Kopf zu werfen, dass sie keine Ahnung von ihrem Job haben ;)

Ich sage: Abwarten, und Beurteilungen von Experten abwarten. Man kann ja eine Skepsis haben und sagen, dass man ja zweifelt, dass das gut ausgehen wird. Sandy Munro z.B. weiß zwar viel, aber er gibt auch Behauptungen von sich, die eher fragwürdig sind, oder für die er kritisiert wird.

Die Aussage, dass das Model 3 eigentlich zu schwer ist - dann sind es alle anderen E-Autos außer der i3 auch. Wenn man das Model 3 vom Gewicht her mit ähnlichen anderen E-Autos vergleicht ist es sogar recht leicht. Wenn es also stimmt, dann sollte man vielleicht auch alle anderen Hersteller kritisieren wegen den schweren Brummern, die sie auf die Straße bringen.
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

VEB
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harlem24 hat geschrieben:
Es werden pro Gußteil, im Vollausbau sind es mindestens vier Stück nämlich alle Teile rund um die Radkästen, 70 Einzelteile und die dazu gehörigen Arbeitsschritte während der Produktion gespart. Wird halt nichts mehr verformt und zusammengeschweißt. Sind 280 Teile weniger mit keine Ahnung wie vielen Arbeitsschritten.
Klingt interessant. Stelle mir aber gerade die Frage, wie so etwas im Falle eines Unfalls repariert wird und welche Auswirkung dies dann auf die Einstufung der Versicherer haben könnte.
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