Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

Naheris
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Tatsächlich ist es absolut egal, wie sich eine Firma aus Land X in Land Y verhält. Es muss sich in Land Y an Recht und Gesetz halten. Tesla kann hier genauso wenig mit US-Amerikanischen Baugeschwindigkeiten anfangen wie mit US-Amerikanischem Arbeitsrecht. Dito gilt es für BMW in Südafrika und Toyota in Indien. Lokals Recht ist zu beachten.

Dazu kommt ggf. noch internationales Handelsrecht und so dumme Dinge wie Embargos.

Aber was eine Firma wo moralisch tun sollte ist irrelevant. Wenn in Land Z jeder besticht, weil es so ist und auch erwartet wird, dann kann man sich entweder daran halten oder dort halt keine Geschäfte machen. Das mag aus unserer Sicht falsch und verwerflich sein (sehe ich ja auch so), aber pauschal dagegen sein und es als Ablenkungs-Argument zu nutzen bringt nichts.

Tesla will hier bauen. Daher müssen sie sich hier an Recht halten. Was Merck in Woauchimmer tut ist irrelevant.
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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phonehoppy hat geschrieben: Was hat das denn mit der "Nationalität" einer Firma zu tun (wenn es so etwas überhaupt gibt)? Nationalistisches rechtsaußen-Getrolle hilft uns hier überhaupt nicht weiter. Und es wurde hier schon mehrmals gesagt, dass sich da niemand über Vorschriften hinweggesetzt hat. Sehr viele, auch deutsche Unternehmen, und (deutsche) Eigenheimbesitzer verfahren in dieser Art, und das völlig legal.
Was soll der Angriff unter der Gürtellinie? Kannst du deine Unterstellungen bitte sein lassen und vernünftig argumentieren!
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Naheris hat geschrieben:Tesla will hier bauen. Daher müssen sie sich hier an Recht halten. Was Merck in Woauchimmer tut ist irrelevant.
Bisher erweckt es nicht den Anschein, als hätte sich Tesla nicht an das geltende Recht gehalten.
Es ist absolut normal, dass Rodungsgenehmigungen vor Erteilung der Baugenehmigung erteilt werden.
Gruß

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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Wenn das Gericht nun in der Hauptsache nicht dem Antrag der Grünen Liga entspricht, sind diese dann gegenüber Tesla schadenersatzpflichtig? Ganz billig ist es sicher nicht, die ganzen Maschinen jetzt tagelang untätig stehen zu lassen.
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Köln Bonner hat geschrieben: Wenn das Gericht nun in der Hauptsache nicht dem Antrag der Grünen Liga entspricht, sind diese dann gegenüber Tesla schadenersatzpflichtig? Ganz billig ist es sicher nicht, die ganzen Maschinen jetzt tagelang untätig stehen zu lassen.
Kann ich mir nicht vorstelle das das so ist das die Liga da Schadensersatz leisten muss. Die Prozesskosten müsste sie tragen wahrscheinlich.
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

Misterdublex
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Bleiben nur die Aufwendungen für die Rechtsbeistände.
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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

SnowyZoe
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Köln Bonner hat geschrieben: Wenn das Gericht nun in der Hauptsache nicht dem Antrag der Grünen Liga entspricht, sind diese dann gegenüber Tesla schadenersatzpflichtig? Ganz billig ist es sicher nicht, die ganzen Maschinen jetzt tagelang untätig stehen zu lassen.
Nein, weil die Entscheidung ja vom Verwaltungsgericht getroffen wurde. Eine Haftung des Klägers wäre meines Erachtens nach nur möglich wenn dieser vor Gericht falsche Angaben gemacht hätte die diese Entscheidung maßgeblich beinflusst hätten. Selbst wenn die Grüne Liga behauptet hätte sie haben dort den Wolpertinger gesichtet wäre es schwer zu beweisen, dass sie ihn dort NICHT beobachtet haben.

Generell finde ich die Berichterstattung momentan ziemlich flach und in zwei Lager aufgeteilt (nicht nur zu diesem Thema).
- Tesla will den Wald abholzen und dafür im Gegenzug woanders aufforsten. Die Gegner lesen den ersten Teil des Satzes, die Befürworter den zweiten Teil. Aber eigentlich wären erst einmal mehr Informationen notwendig. Zum Beispiel wo aufgeforstet werden soll, womit aufgeforstet werden soll, wann aufgeforstet werden soll, oder wieviel Wald überhaupt im ersten Schritt geschlagen wird, es wird ja meines Wissens nach noch nicht das gesamte Gelände bereinigt.
- Der Wasserverband Strausberg-Erkner want vor Wasserknappheit. Natürlich tut er das, aber die Wasserknappheit liegt ja nicht darin begründet, dass es nicht genug Wasser gibt, sondern dass die bisherigen Anlagen für diese Menge nicht ausgelegt sind. Bei diesem Kommentar geht es um Infrastrukturkosten, also Geld, das der Wasserverband benötigt um die bestehenden Anlagen zu erweitern oder neu zu bauen (und die Befürchtung, dass man mit dem ambitionierten Zeitplan eines Herrn Musk nicht mithalten kann).
- Er baut ein Gaskraftwerk in die Fabrik, keine Solaranlage auf dem Dach. Das ist meiner Meinung nach Schade, aber auch hier würde ich gerne mal die Zahlen sehen. Klar kann ein Drei-Schicht-Betrieb nicht zu 100% aus Sonne betrieben werden, aber welche Anschlussleistung könnte das Land Brandenburg denn zur Zeit dort anbieten? Gibt es Windgutachten für die nähere Umgebung um wenigstens einen Teil der Energie noch mit Wind abzudecken? Und wenn ja, wird dies vielleicht noch größeren Widerstand provozieren weil die Windkrafträder den Blick auf die A10 versperren?

Die FAQ auf der Infowebseite der Staatskanzlei Brandenburg ist übrigens recht gut, allerdings ebenfalls in manchen Teilen zu oberflächlich:
https://www.brandenburg.de/de/tesla/bb1.c.658136.de

War jemand mal bei einer dieser Sprechstunden des Bürgerbüros? Oder plant jemand dort hinzugehen?
(ich sitze in München, ist etwas weit weg für mich).

Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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Schau mal in den GF4 Thread im TFF, da ist ein User, der in Grünheide wohnt, aktiv.
Gruß

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Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

SnowyZoe
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harlem24 hat geschrieben: Schau mal in den GF4 Thread im TFF, da ist ein User, der in Grünheide wohnt, aktiv.
Puh, 202 Seiten. Ich bin dann wohl mal eine Weile weg...

Re: Bam! :-) Tesla Baut Gigafactory "bei Berlin"

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harlem24 hat geschrieben:
Naheris hat geschrieben:Tesla will hier bauen. Daher müssen sie sich hier an Recht halten. Was Merck in Woauchimmer tut ist irrelevant.
Bisher erweckt es nicht den Anschein, als hätte sich Tesla nicht an das geltende Recht gehalten.
Das wollte ich damit auch nicht ausdrücken. Es ging mir auch nicht darum, sondern dass hier mit Whataboutism in anderen Ländern losgelegt wurde (nicht von Dir). Das Gericht hat ja hier nicht über Recht oder Unrecht zu entscheiden, sondern einfach die Relevanz Abholzung gg. Naturschutz abzuwägen. Tesla könnte alles richtig gemacht haben und trotzdem nicht roden dürfen, weil z.B. irgend jemand in der Regierung fälschlich die entsprechenden Genehmigungen ausgestellt hat.
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