News zur VW Elektrostrategie

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Re: News zur VW Elektrostrategie

Schaumermal
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saxoli hat geschrieben: ..... vielleicht ist auch einiges schlecht von mir formuliert worden oder ein negativer Eindruck entstanden, ein VW-Hater bin ich sicher nicht!
Mir geht es um den Fakt, das wir es als Hochtechnologiestandort, oder besser als Wiege des Automobilbaus, nicht schaffen eAuto's für Europa und Deutschland in Modellvielfalt, Stückzahl und arbeitsplatztechnisch bereitzustellen. (Da muss erst Telsa kommen und eine neue Fabrik für Europa zu bauen, echt jetzt ??!)

Die "VW Elektrostrategie" trägt dazu bei, mit aktuell einem Modell, dem ID.3 (der e-Golf / eUPMiiCityGO läuft aus).

OK, es gibt den e-tron oder den Taycan, bzw. EQC - Doch hierbei zeigt sich das Problem doch nur deutlicher - Kein Fahrzeug unter 30.000 EUR.

Jetzt geht's gleich wieder los, ... Die wollen ja auch Geld verdienen, kommt ja bald, ist ja alles so schwierig oder Tesla hat auch ein Fahrzeug unter 30.000 $ angekündigt. ..... Ja, alles richtig - Doch VW ist der 2.-größte Autobauer der Welt, macht Gewinne ohne Ende, mit deutschen / europäischen Wurzeln - Trotzdem nur ein Modell, alle weiteren angekündigten eAutos von VW werden sicher nicht unter 30.000€ zu haben sein, oder?

Mir persönlich werden diese neuen Produkte am europäischen Kunden vorbei-designed, ROOMZZ & BUZZ für den amerikanischen Markt, die SUV's für chinesischen Markt.

Auch die geplanten eFahrzeuge der VW-Töchter überzeugen mich nicht, werden aber sicher Ihre Käufer finden - Doch wie viele? Wenn sich die Normalos nicht mit den eFahrzeugen / der Elektromobilität identifizieren können, dann klappt das nicht mit dem Wandel.

Schaut Euch doch die China-eFahrzeuge hier an ... http://chinamobil.ru/eng/modellist.php?type=ev

Sicher da sind auch Negativ-Beispiele dabei, aber unsere Autobauer sollten so etwas doch auch hinkriegen oder?
Da hast da jede Dampf in deinem Text - ich will da mal nicht hineinzitieren sondern einfach ne kleine Anwortliste machen:
- China-Fahrzeuge anschauen?? Zunächst mal sind das alles nur 'chic' gemachte Konzept-Fahrzeuge und Verbrenner-Adaptionen. Was da wirklich und zu welchen preisen und zu welcher Qualität kommt ist höchst fraglich. Im Moment gehen in China jede Menge BEV-Startups den Bach runter. Dass das alles nicht so einfach ist kann man hier an Uniti, e.go und sion sehen (es gibt noch mehr ..)
- e-UpMiGo läuft nicht aus .. warum sollte er
- ID.3 ist ein Modell auf MEB-Plattform. Da kommen ab 2020 jede Menge anderer Modelle.
- alles über 30.000? Es ist schon der ID.1 und ID.2 angekündigt (Kleinwagensegment unter 20.000 Euro vor Förderung) und den UpMiGo gibt es schon dicke unter 20.000. Und das Basismodell des ID.3 wirst du auch unter 30.000 kriegen (ok.. DEN magst du dann nicht .. )
- die Fahrzeuge sind am europäischen Kunden vorbei-designt? Das mag dein persönlicher Geschmackt sein. Andere (wie ich) sehen das ganz anders
- VW macht nicth Gewinne ohne Ende aber investiert die in BEV - andere machen nichts (Suzuki,...) oder basteln nur rum (PSA, Honda ... ) oder sind eingeschlafen (Nissan) oder wissen noch nicht was sie wollen (toyota) oder kaufen sich was zusammen (Ford) oder überlegen ob sie wollen (Kia) oder kommen nicht in die Füße (Hundai). Über GM und FCA und die anderen Schnarchlappen wollen wir mal gar nicht reden ..
- Tesla Fahrzeug unter 30.000 Euro? ja und .. sie kommen auf einen besetzten Markt und die haben schon sehr viel angekündigt. Das voll-autonome Fahren zum Beispiel.

Was du hier als 'Normalos' definierst (an denen das vorbei geht) ist eine irre Menge unterschiedlicher Charaktere und Motive. Das der Wandel klappen siehst du an Norwegen - bei uns brauch es eben länger. Unabhängig davon kritisiere ich VW auch - mir fehlt die AHK .. der Rest mag nicht 100%ig mein Ding sein aber .. muss auch nicht.
Und an Norwegen siehst du auch, dass der Umstieg es mit den vorhandenen Modellen klappen kann.

Warum steht VW bei dir so in der Kritik?.. die tun wenigstens was. Nimm dir doch bitte mal die ganzen anderen Vollversagen vor - oder bist du Nationalmasochist?
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Re: News zur VW Elektrostrategie

Schaumermal
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interessanter Artikel - das Fahrzeug liegt preislich auf den ersten Blick sehr günstig.
Die Verkaufszahlen sind etwas undurchschaubar und sind nur für einen Monat benannt.

Und was sagt uns das? Ein BEV-SUV (gottenhässlich mit DT-'Kühlergrill') mit mittlerer Reichweite (deutlich unterhalb des kleinsten ID.3-Akkus) ohne echtes Händlernetz und Servicenetz. fraglich ist ob eine Garantie belastbar ist.
Der UpMiGo liegt bei gleicher Reichweite 10.000 Euro günstiger - klar .. kein SUV
ABer ein SUV (kein Cityflitzer) mit 260 km WLTP? VW würdest du dafür am nächsten Baum aufknüpfen. Weil es ein Chinese ist ist es ganz toll ...

Ist das mittel- und langfristig attraktiv? MG das durchhalten? Frag mal Lada - wie am Markt stehen. Auch spottbillig und Null Marktanteil.
Gibt jemand 30.000 Euro für sowas aus und weiß nicht ob die nächste Werkstatt im Garantiefall das Radlager innerhalb 1/2 Jahres bekommt?
Ich habe hier einen Nachbarn dern einen Chevy fährt - der wartet seit 4 wochen auf eine Leitung für die Servolenkung. Meine Golf-4-Antriebswelle war vormittags bestellt und am späten Nachmittag eingebaut.
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Re: News zur VW Elektrostrategie

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@saxoli: deine Beiträge sind höchst verwirrend weil du ständig irgendwelche Dinge forderst oder behauptest, die entweder längst geplant oder so nicht zutreffend sind.
Die konkrete Umrüstung von Emden und Hannover auf den MEB ist schon beschlossene Sache und lange kommuniziert. Es kommen noch einige andere europäische Werke dazu. Neben einem Kombimodell was gerade vorgestellt wurde, wird auch an einem ID1/2 der Poloklasse gearbeitet.
Das VW sein umfangreiches Produktportfolio auch in der Elektromobilität umsetzt, ist doch sehr erfreulich. Viele warten hier schon gespannt auf den "Buzz".
So wie Tesla mit den MY sieht VW den ID4 wohl als den derzeit weltweit erfolgsversprechendaten MEB Ableger. Deshalb soll der gleich in mehreren Werken weltweit produziert werden. Dass manche Modelle um die Produktion auszulasten nur im Hauptmarkt gefertigt werden und dann zur Ergänzung exportiert werden ist gang und gäbe und passiert auch bei den Verbrennen schon seit Jahrzehnten. Auch Tesla macht das nicht anders. Ich weiß aber konkret von keinem MEB Modell, welches in Europa verkauft, aber nicht hier hergestellt werden soll. Der ID4 soll in Emden gebaut werden.

Re: News zur VW Elektrostrategie

150kW
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Der ID.4 aka Crozz wird in Zwickau gebaut.

Re: News zur VW Elektrostrategie

Michael_Ohl
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Wenn ich mich nur vor unserer Haustür oder auf dem Firmenparkplatz umsehe, finde ich eher sehr wenige Fahrzeuge die meinem Geschmack entsprechen. Ich mag Kombis gern, kann Schiessscharten als Fenster nicht leiden, kann Kleinwagen nur wenig abgewinnen, finde die meisten Autos völlig über motorisiert, kann unnötigen verbrauch nicht leiden, also keine Breitreifen 18,19 oder gar 20" Felgen die ich nebenbei nicht nur prollig sondern auch potthässlich finde. Ich finde Metalliclack sinnlos und da man ihn bei jedem Kratzer noch einmal bezahlt einfach völlig überflüssig. Motorsound hat mich auch noch nie beeindruckt, weshalb ich leise Fahrzeuge jedem Porsche vorziehe.

MfG
Michael

Re: News zur VW Elektrostrategie

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150kW hat geschrieben: Der ID.4 aka Crozz wird in Zwickau gebaut.
Hieß es nicht der wird nach Emden verlegt um mehr Platz in Zwickau für die anderen Modelle zu schaffen?

edit: kurz gesucht. Hier steht viel über die Modelle und Fertigungsstandorte:

https://www.auto-motor-und-sport.de/neu ... 0000-euro/

Re: News zur VW Elektrostrategie

CaptainPicard
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Ja, das hieß es mal aber Emden wird ja nicht vor 2022 umgebaut sein und der ID.4 ist das zweite Elektroauto das VW produzieren will, also muss man es in Zwickau bauen. Offenbar will man nach zwei Jahren die Produktion dann verlagern, wie sinnvoll das ist weiß ich nicht.

Re: News zur VW Elektrostrategie

pschaefer
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Hm.... Wenn wir gerade bei Preisen sind.

Wenn man mal zwischen den Zeilen der folgenden Pressemeldung bzgl. des ID.4-Starts in China lesen möchte:

Bedeutet "[..] future [...] models for various Volkswagen Group brands", dass bspw. ein ID der Marke Skoda zukünftig aus China kommt?
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Re: News zur VW Elektrostrategie

Schaumermal
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pschaefer hat geschrieben: Hm.... Wenn wir gerade bei Preisen sind.
Wenn man mal zwischen den Zeilen der folgenden Pressemeldung bzgl. des ID.4-Starts in China lesen möchte:
Bedeutet "[..] future [...] models for various Volkswagen Group brands", dass bspw. ein ID der Marke Skoda zukünftig aus China kommt?
Könnte natürlich - aber VW ist -wie fast überall in der Welt - auch in China mit mehreren Marken vertreten. Und auch dort wird gemeinsam produziert. Ist also nix Neues in der Nachricht.
Und dass irgendwann mal ein chinesischer VW oder Skoda in Deutschland aufschlägt ist gut denkbar. VW hat auch mal aus Brasilien nach Deutschland geliefert: Fox
Und wenn du eine Kettensäge von Stihl kaufst ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es -in der unteren Preislage - eine chinesische ist.
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Re: News zur VW Elektrostrategie

joe.rg
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Schaumermal hat geschrieben: - China-Fahrzeuge anschauen?? Zunächst mal sind das alles nur 'chic' gemachte Konzept-Fahrzeuge und Verbrenner-Adaptionen. Was da wirklich und zu welchen preisen und zu welcher Qualität kommt ist höchst fraglich. Im Moment gehen in China jede Menge BEV-Startups den Bach runter. Dass das alles nicht so einfach ist kann man hier an Uniti, e.go und sion sehen (es gibt noch mehr ..)
Das "jede Menge" China BEV-Hersteller den Bach runtergehen würden ist eine Urbane Legende, um hier in Europa den Ball flach halten zu können. Ein paar der staatlich geförderten Hersteller von elektrisch betriebenen Kleinstwagen haben nun nach den Auslaufen der Förderung nicht mehr genug Abnehmer - weil die Konkurrenz mit den weiter entwickelten E-Autos nun die Kunden bekommt - und werden schließen. Aber es starten mehr neue Firmen als alte kaputt gehen.

In Österreich habe ich einen JAC und einen BYD gesehen. Den JAC würde ich kaufen, ein ID.3 sieht schlechter von innen aus. Die anderen Wagen sind auch gut gemacht und viele Fahrzeuge bekommen ein Design mit dem westlichen Markt im Hinterkopf. Schau mal den Innenraum eines BAIC EC180 an. Genauso chic wie eine Zoe. (Meiner Meinung nach sieht die Hälfte aller China-BEV von innen besser aus als ein ID.3. Aber Geschmack ist was subjektives. ;-) )

Wenn man mal zählt wieviele E-Auto Modelle in China zu kaufen sind und welche Preisspanne diese haben, dann ist die Kritik von saxoli in meinen Augen vollkommen richtig. Was wir hier in der EU treiben ist ein Armutszeugnis.

VW macht nur was, weil drei Dinge zusammengekommen sind: Die E-Auto Quote in China, der Diesel-Skandal und die aktuellen Klimaschutz-Politik.
Mich würde auch mal interessieren wieviel der E-Auto-Technik der Wolfsburger in Wirklichkeit durch die Kooperationen mit FAW und SAIC eingekauft wurde. Oder durch die Kooperation mit Apollo, die die Technologie für autonome Autos entwickelt.

In Deutschland ist VW nun durch diese E-Auto Strategie, passend zur Politik unserer Regierung hinsichtlich CO2, bezüglich des Diesel-Skandals sakrosankt. Da wird nun nichts mehr bei raus kommen. Der Kunde bleibt der Geschädigte und der E-Auto-Hype um VW hat langsam alle vorherige negative Kritik verschwinden lassen, die die öffentliche Meinung bestimmt hat.

Von dem vielen Geld das VW für die neue Produktstrategie aufbringen musste, werden die meisten Milliarden nach China geflossen sein, damit sie überhaupt bei einer Kooperation einsteigen durften. Alle anderen Hersteller wie Mercedes, PSA, BMW kaufen sich auch für teures Geld in chinesische Autofirmen ein. Da drüben geht kein Hersteller von aktuellen und attraktiven E-Autos bankrott, weil die gerade Unsummen an Geld hinterher geworfen bekommen um sich zu einer Kooperation bereit zu erklären. Vermutlich ist die E-Auto Strategie von VW überhaupt erst durch das chinesische KnowHow möglich.

Es ist schwer zu verkraften mit unserer westlichen Sicht auf die Dinge. Aber China ist schon seit Jahren nicht mehr nur die "verlängerte Werkbank". In vielen Bereichen sind sie Technologieführer haben das Monopol und das KnowHow. Das ist gut zu sehen bei den Batterieherstellern. Während über Northvolt noch geredet wird und wir uns um den Standort einer Batterieforschung streiten, wächst der Vorsprung der chinesischen Batteriehersteller immer weiter.

Die staatliche Förderung der chinesischen Regierung konnte nun deshalb eingestellt werden, weil erreicht wurde was das Ziel war: Diese Firmen bekommen nun das Geld aus dem Westen durch Kooperationen, KnowHow-Transfer und Zulieferung. Das Geld des Staates ist da nicht mehr nötig.
Das neue Buch: 101 Dinge, die man über E-Autos wissen muss -> ISBN: 9783956130700

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