Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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B.XP hat geschrieben: Schuh hat doch Recht?! Effektiv ist das ein echtes Problem für "Newcomer", die ihre Preise von Anfang an kommuniziert haben. Der Rest setzt den Listenpreis einfach höher an und gibt öffentlichkeitswirksam den Rabatt. Im besten Fall ist der Herstelleranteil eine allzu durchschaubar Augenwischerei.
Korrekt. Von den allermeisten wird dieser Effekt zum Nachteil E-Auto-Hersteller gar nicht verstanden. Im Gegenteil, es wird (auch unterstützt durch Presseartikel von ahnungslosen oder korrupten Journalisten) derzeit überall gepoltert dass "für die 6.000 € wieder der Steuerzahler blutet".
Skeptizist hat geschrieben: Das Fahrzeug ist doch noch garnicht am Markt, warum sollte man die Preise nicht noch ändern können.
Das Problem ist gerade bei E-Autos im unteren Preisbereich: diese verlieren im EU-Ausland vollkommen die Konkurrenzfähigkeit (denn der vom Hersteller ausgewiese Listenpreis darf in keinem EU-Lande niedriger sein als in D). Folge ist, dass der Hersteller sein kleines E-Auto im EU-Ausland deutlich teurer anbieten müsste als kalkuliert, was natürlich zum Abwandern der Kunden an Hersteller führt, die sich nicht den Zwängen der deutschen Sonderdiskrimierung zum Schaden des Wettbewerbs in der EU unterwerfen. Und nein, dass es im EU-Ausland auch Förderungen gibt, die den Kaufpreis wieder vermindern ist kein Argument: diese Förderungen bekommen die anderen Hersteller auch, die Preisdifferenz bleibt genau gleich.

Die e Go Mobile AG sollte Klage erheben gegen diese europarechtlich offensichtlich verbotene deutsche Förderpolitik, da sie den Wettbewerb in der EU behindert (zum Nachteil reiner E-Auto-Hersteller und besonders der aus Deutschland).
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.
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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Wenn man den Listenpreis überall erhöht, gibt man eben überall Rabatte. Diese deutsche Förderung ist ein typisches Bürokratiemonster. Der Herstelleranteil ist völlig unnötig, und kompliziert die Förderung ungemein. Einfach den tatsächlichen Nettopreis auf dem Kaufpreis nehmen, und wenn der unter 60.000 Euro (oder von mir aus 50.000 oder 70.000 Euro) liegt, bei einem Elektroauto 2.000 Euro auszahlen.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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mweisEl hat geschrieben: Das Problem ist gerade bei E-Autos im unteren Preisbereich: diese verlieren im EU-Ausland vollkommen die Konkurrenzfähigkeit (denn der vom Hersteller ausgewiese Listenpreis darf in keinem EU-Lande niedriger sein als in D). Folge ist, dass der Hersteller sein kleines E-Auto im EU-Ausland deutlich teurer anbieten müsste als kalkuliert, was natürlich zum Abwandern der Kunden an Hersteller führt, die sich nicht den Zwängen der deutschen Sonderdiskrimierung zum Schaden des Wettbewerbs in der EU unterwerfen. Und nein, dass es im EU-Ausland auch Förderungen gibt, die den Kaufpreis wieder vermindern ist kein Argument: diese Förderungen bekommen die anderen Hersteller auch, die Preisdifferenz bleibt genau gleich.
Die Preise im Ausland sind aber schon immer abweichend zu den deutschen Preisen gewesen, die Preise und Ausstattungsvarianten werden auch der lokalen Kaufkraft angepasst. Reimporte waren eine ganze Weile mal ein riesen Ding, mittlerweile ist es da eher still geworden.

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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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B.XP hat geschrieben: Die Preise im Ausland sind aber schon immer abweichend zu den deutschen Preisen gewesen, die Preise und Ausstattungsvarianten werden auch der lokalen Kaufkraft angepasst.
Stimmt, und zwar üblicherweise billiger als auf dem deutschen Markt. Weil das mit der deutschen (Pseudo-) E-Autoförderung nicht erlaubt ist, müssen die Fahrzeuge im EU-Ausland teurer angeboten werden, als dort akzeptabel ist.
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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

Michael_Ohl
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So still ist es bei dem Thema Reimporte nun auch nicht aber die Goldgräberzeiten sind sicher vorbei. Meinen letzten Hyundai i30 habe 2011 für 19500€ gekauft der Deutsche Händler wollte 28000€ mir 10PS weniger. Den i20 für meine bessere Hälfte haben wir für 12000€ gekauft statt für 16800€ auch bei ihren war Ausstattung dabei die man hier nicht bekommen konnte.
Hyundai, Mercedes, Mazda und einige andere sehe ich aber noch immer als Reimportfahrzeuge regelmäßig bei Mobile.de

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 119000km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 90000km, E-UP seit 2020, 5000km, C180TD seit 2019 27000km , max G30d seit 2020 350km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 1000km

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Köln Bonner hat geschrieben: Wenn man den Listenpreis überall erhöht, gibt man eben überall Rabatte. ...
Das sehe ich auch so und ist kein Hindernis. Da muss der Händler im EU-Ausland dem Kunden halt direkt kommunizieren dass auch noch gute Rabatte möglich sind, sowas spricht sich dann auch schnell herum und die sind auch nicht verboten. Hier in D. gibt es ja auch schon genügend E-Fahrzeuge wo man nur noch im Zustand geistiger Umnachtung zum Listenpreis kauft.
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

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Klappt halt nicht wenn Rabatte gar nicht vorgesehen sind wie bei Tesla.
Mir persönlich ist handeln zuwider, ich kaufe einfach woanders wo der Preis besser ist.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

nuuj
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Heute, ca. 15:30 Uhr, Aachen, Boxgraben. Blauer E-go gesichtet, vermutlich Probefahrt. Sieht echt knuffig aus. Ein Gefühl wie beim Kleinkind "will ich haben". Kopf sagt, Vorbestellung zurücknehmen war schon die richtige Entscheidung.Wegen Lademöglichkeiten und langer Lieferzeit. Also, es schient nun doch langsam, dass der E-go kommt. Trotz aller Widrigkeiten der Zulieferer oder eines gewissen Missmanagements bei E-go. Hoffe mal, dass das mit den 2000/3000 Euro Zuschuss geregelt werden kann. Wäre echt schade, wenn E-go deswegen irgendwann passen muss.
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Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

marcometer
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Heute, ca 16:30 Uhr, Seat Webseite:
Seat Mii Eletric mit absoluter Vollausstattung (z.B. CCS) und Wunschfarbe konfiguriert. Ergebnis: 23.415 €
apl.de Ergebnis inkl. Herstelleranteil und Überführung: 19.182,39 €
Abzüglich BAFA also gut 17.000€ heute schon, demnächst nochmal mindestens 1.000€ weniger.

Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?
Schon vorbei, weil zu spät am Markt.

Re: Zukunft des e.GO life - rosig oder schon vorbei?

greath
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Wenigstens hat Professor Schuh jetzt ne Ausrede warum der Laden pleite geht. An ihm liegt es natürlich nicht wie immer.
Und manche riechen die große Verschwörung, aber sorry dem ist nicht so. Denn der e.Go ist genau die Sorte E-Auto auf den alle Hater schimpfen, sprich lange laden wenig Reichweite. Wer zu Hause nicht laden kann für den ist der e.Go nichts. Die Qualität a la Tesla gibt es on Top, der alten Teslas.
Aber der Wagen war eh nur als zweit Auto neben einem Plugin Porsche gedacht.
Schade ja Mitleid nein, wer am Markt vorbei entwickelt fällt halt auf die Nase.
Immer hin das erste Auto ist ausgeliefert.
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