Effizientes Fahren, wie?

Re: Effizientes Fahren, wie?

FSVUwe
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Gearsen hat geschrieben: SunDance_879 hat es richtig verstanden. Die Bremsung allgemein wir zu 95++% durch Rekuperation durchgeführt. Der Rest wird bei starken Bremsungen oder ab 5km/h bis 0km/h von den Bremsklötzen erledigt.
Meine Frau fährt einen Toyota Hybrid, in diesen Foren liest man oft aufgrund der geringen Nutzung der Bremse soll man gelegentlich die Bremsscheiben frei bremsen um Rost zu entfernen. Entweder rückwärts fahren und stark bremsen, oder vorwärts auf N schalten und stark bremsen. Was haltet ihr davon, sollte man sowas beim Kona auch machen ?

LG Uwe
Hyundai Kona 64 kWh bestellt am 19.6.2020
Toyota Corolla Verso seit 2006
Toyota Yaris Hybrid seit 2019 ... meine Frau lässt mich manchmal fahren :-)
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Re: Effizientes Fahren, wie?

Odanez
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@FSVUwe Das sollte man bei allen Hybriden und E-Autos machen, aber eigentlich nur wenn die Bremsen nass geworden sind. Bei perfektem Wetter ist Freibremsen auch nicht nötig. Aber von je schnellerer Geschwindigkeit man runterbremst, desto effektiver ist das Freibremsen. Bei unter 20km/h bringt das kaum was. Das beste wäre auf der Autobahn mal vollstrom, dann auf die Ausfahrt, N-Gang rein und scharf am Ende abbremsen. Keine Notbremsung, nur eine überdurchschnittlich starke. Das reicht dann für eine ganze Weile.
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 83%, 80.000km

Re: Effizientes Fahren, wie?

psm-freak
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Odanez hat geschrieben: Das sind aber nur die Leitverluste - wieviel macht das von den gesamten Verlusten eines Generators aus?
Ansonsten gibt es noch (sofern ich nichts vergesse):
Mechanische Verluste (zB Lagerreibung, drehzahlabhängig)
Ummagnetisierungsverluste (drehzahl- und flussabhängig)
Wirbelstromverluste (drehzahl- und flussabhängig)
Im Umrichter gibt es neben Leit- auch noch Schaltverluste, die hängen vor allem von der Zwischenkreisspannung und der Schaltfrequenz ab.

Der relative Anteil all dieser Verluste am Gesamtverlust ist wie erwähnt von Betriebszuständen (Feldschwächung, q-Strom, Drehzahl) abhängig und insgesamt natürlich durch die Auslegung der Maschine bestimmt: Leiterquerschnitte, Form und Material des Stators,...
Da Leitverluste aber eben quadratisch mit dem Strom steigen und in Akku, Umrichter, elektrischer Maschine und den Leitungen dazwischen auftreten, kann man durchaus behaupten dass die Beschleunigung eine Rolle spielt - allerdings bringt eine niedrigere Geschwindigkeit sicherlich noch mehr und man muss auch nicht gänzlich auf den Spaß bei sportlicher Fahrweise deswegen verzichten 8-)
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Re: Effizientes Fahren, wie?

andiflecki
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@psm-freak: Das mit den Leiterverlusten ist zwar korrekt, in Summe haben aber alle Bauformen von Elektromotoren (auch PSM) ihren höchsten Wirkungsgrad nahe des Nennbetriebspunkts (Vollast). Die mechanischen Verluste z.B. steigen unterproportional mit der Drehzahl. Das würde eher für eine "zügige Beschleunigung mit hohem Wirkungsgrad" sprechen. Was m.E. aber viel schwerer wiegt ist:
"Wer stärker beschleunigt fährt länger schnell", d.h. der Fahrwiderstand durch Luft ist insgesamt über eine längere Strecke höher, und das dürfte alles überwiegen, es sei denn, Beschleunigung und Bremsen findet in Verkehrsberuhigten Zonen innerhalb des Gesetzes statt :lol:

Re: Effizientes Fahren, wie?

Andi9
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@andiflecki oder "Wer stärker beschleunigt kann länger ohne weitere Beschleunigung fahren“.

Beim Verbrenner z.B. Ist zügiges Beschleunigen (nicht Vollgas😉) besser als langsames. Lieber 10sek 30l Verbrauch und dann 4-7l als 30 sek 16l und dann erst den wenigen...

Leider kann ich es erst im November selbst testen😩

Re: Effizientes Fahren, wie?

Odanez
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Was auch noch dazu kommt ist der erhöhte Reifenschlupf bei strkeren Beschleunigen. Dadurch entstehen auch insgesamt mehr Verluste durch Reibung als bei langsamen Beschleunigen. Wieviel % das im Vergleich zum Antrieb macht weiß ich aber nicht. Aber es schont die Reifen auf jeden Fall.
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Re: Effizientes Fahren, wie?

andiflecki
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Andi9 hat geschrieben: Beim Verbrenner z.B. Ist zügiges Beschleunigen (nicht Vollgas😉) besser als langsames. Lieber 10sek 30l Verbrauch und dann 4-7l als 30 sek 16l und dann erst den wenigen...
Hi Andi! Der Verbrauch wird ja nicht "pro sekunde" (also pro Zeit) sondern "pro km" bzw. "pro 100km" (also pro Weg) angegeben. Im zweiten Fall bist Du ja deutlich weiter gekommen.
Es müsste also korrekt lauten für z.B. 1km (Zahlen mal grob an Deine angelehnt):
Lieber
"500m mit 30L/100km und dann 500m mit 6L/100km" schnelles Beschleunigen (macht zusammen 0,15L + 0,03L = 0,18L Verbrauch)
als
"1000m mit 16L/100km" langsames Beschleunigen (macht zusammen 0,16L Verbrauch) ??? Eher nicht!

Siehst Du den Unterschied? ;)

Wäre ja mal ein spannende Geschichte für eine Autoredaktion, das auszutüfteln, wo das Optimum liegt, für Verbrenner und Elektrofahrzeug.
Leider gibt es kaum noch wirklich gute Tests, ist immer alles so larifari und bloß nicht zu sehr ins Detail gehen.

Falls mein Kona irgendwann wieder läuft werde ich das mal versuchen...kann man ja mit EV Notify tracken.

vG
Andi

Re: Effizientes Fahren, wie?

Ronny89
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Ich glaub dem elektromotor war das relativ egal da der Wirkungsgrad sich nicht wirklich groß ändert oder?

Re: Effizientes Fahren, wie?

Helfried
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Richtig, Beschleunigung juckt den Elektromotor kaum und zügiges Beschleunigen erhöht auch kaum den Durchschnitts-Verbrauch. Die früher erreichte höhere Geschwindigkeit allerdings schon!

Re: Effizientes Fahren, wie?

andiflecki
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Ronny89 hat geschrieben: Ich glaub dem elektromotor war das relativ egal da der Wirkungsgrad sich nicht wirklich groß ändert oder?
Hallo Ronny, siehe 2 Beiträge weiter oben, dort gab es dazu bereits eine Diskussion: Das stimmt nicht ganz, der Wirkungsgrad eines PSM ist bei höherer Last besser und fällt dann bei max.Last wieder leicht ab. Der Unterschied ist aber nicht so groß wie beim Verbrenner.
Trotzdem steigt der Verbrauch / 100km bei stärkerem Beschleunigen, da Du ja mehr Leistung benötigst. Danach bist Du länger schnell und hast einen höheren Fahrwiderstand (insbesondere dann Luftwiderstand) über eine längere Strecke, als wenn Du langsam beschleunigst.
Ich möchte eigentlich nur darauf hinaus, sich nicht immer einzelne Argumente und Parameter rauszupicken, sondern alle Effekte gemeinsam zu betrachten.
Irgendwo, ich vermute beim moderaten Beschleunigen, liegt dann das Optimum für den gesamten zurückgelegten Weg.

https://www.servax.com/de/14/technologi ... zienz.html
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