AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
ZOEJojo
    Beiträge: 117
    Registriert: Di 6. Mär 2018, 12:12
    Hat sich bedankt: 1 Mal
    Danke erhalten: 9 Mal
folder Mo 10. Dez 2018, 09:02
Hallo Forum

Jetzt nur mal laut gedacht und mit Halbwissen ausgestattet:
Das Thema Anhänger schminke ich mir für den Niro mal ab, weil von Kia nicht zugelassen. Aus meiner Sicht wäre es fahrlässig irgendwas zu basteln.

Aber das Thema Fahrradträger schließe ich noch nicht ab.
Dazu benötige ich
1. eine Trägervorrichtung montiert ans Fahrzeug
2. einen passenden Träger

zu 1: Den Niro gibt es schon als Hybrid seit einigen Jahren. Für diesen gibt es auch nachrüstbare Anhängerkupplungen und, in den USA, auch nachrüstbare Trägervorrichtungen, Stichwort 2" Receiver.
Meine Annahme ist nun, dass das Chassis als Platform bei allen Niros gleich ist und deshalb auch die Karosserie des e-Niro grundsätzlich die Belastungen durch einen Träger/Anhänger aushält. Ich nehme außerdem an, dass die notwendigen Befestigungspunkte am Fahrzeug genauso vorhanden sind wie an allen anderen Niros. Wird überprüft, sobald Fahrzeuge verfügbar.
Also schrauben wir mal gedanklich einen amerikanischen, für das Modell spezifisch gebauten, 2" Receiver an den Niro. Das ist ja keine Anhängerkupplung. Dieser trägt laut Spezifikation Class III 238kg.
zu 2: Daran montiere ich einen geeigneten Fahrradträger.

Gerüchteweise(!) benötige ich dafür in Deutschland keinen ABE oder TÜV, weil es keine Anhängervorrichtung ist, sondern das Ganze als "Ladung" zählt. Mancherlei Vorrichtungen zum Transport von Gütern die an Firmenfahrzeuge geschraubt werden, brauchen ja auch keine Zulassung. Die Straßenverkehrsordnung gibt für Ladung eine geeignete Sicherung, Abstände, Überstände, Beleuchtungen usw. vor, die eingehalten werden müssen.

Sollte das so gehen? Für jeden auf eigenes Risiko. Wer kennt die Vorschriften genau und kann was dazu sagen?

Danke

Gruß
Anzeige

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
AgV8DdmU
folder Mo 10. Dez 2018, 09:18
Via Einzelabnahme beim TÜV sollte es gehen.
Ist aber unter Umständen ein langer steiniger Weg. Mit reinen Fahrradträger sollte es eher möglich sein.

Beim ZOE und Ioniq? hat es ja mit einer AHK geklappt... beim Ioniq nur für Fahrradträger?


Ohne ABE oder Freigabe von Kia darfste am Auto nur sehr wenig Außen anbauen... https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebserlaubnis
Ohne Freigaben muss immer vom TÜV geprüft und eingetragen werden.

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
nomoreD
    Beiträge: 239
    Registriert: So 8. Okt 2017, 22:23
    Hat sich bedankt: 36 Mal
    Danke erhalten: 9 Mal
folder Mo 10. Dez 2018, 09:52
Wenn man eine AHK nur wegen Fahrradträger braucht, dann ist diese Lösung viel zu aufwändig. Es gibt für den Niro bereits Fahrradträger für die Heckklappe, die beim eNiro nicht anders als die beim HEV oder PHEV ist.
Klar, dadurch wird es einen Mehrverbrauch geben, der allerdings bei dem großen Akku vernachlässigbar wäre. Es ist günstiger und einfacher als zu versuchen eine AHK oder Trägerkupplung zu legalisieren.
Hyundai IONIQ Elektro Premium seit 06.2018 20.000 km
https://www.ews-schoenau.de/
https://utopia.de/
KEIN Amazon Kunde

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
AgV8DdmU
folder Mo 10. Dez 2018, 09:58
nomoreD hat geschrieben:Wenn man eine AHK nur wegen Fahrradträger braucht, dann ist diese Lösung viel zu aufwändig. Es gibt für den Niro bereits Fahrradträger für die Heckklappe, die beim eNiro nicht anders als die beim HEV oder PHEV ist.
Klar, dadurch wird es einen Mehrverbrauch geben, der allerdings bei dem großen Akku vernachlässigbar wäre. Es ist günstiger und einfacher als zu versuchen eine AHK oder Trägerkupplung zu legalisieren.
Das hört sich gut an... man muss nur die Hersteller anfragen, ob sie auch was für den Elektro anbieten.
https://www.kupplung.de/fahrradtraeger/ ... niro/niro/

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
Benutzeravatar
    Dömu
    Beiträge: 186
    Registriert: Do 9. Nov 2017, 18:57
    Danke erhalten: 1 Mal
folder Di 11. Dez 2018, 08:07
Ein Crossover/SUV ohne AHK mit Zuglast ist für mich nicht mehr als ein schlechter Witz. Der e-Niro gefällt mir extrem gut. Wenn die Anhägenlast nur schon 750kg gewesen wäre, hätte ich wohl bestellt.

Aber auch hier wird es keine Anhängerlast geben. Zusätzlich nervt mich die künstliche Verknappung der Autos. Nun musste ich halt nochmals einen Diesel bestellen (immerhin mit 6d temp). Mal schauen, vielleicht gibt es ja in 4-5 Jahren ein passendes E-Auto für mich :)
Renault Zoe Q210 Intens Jg. 16 ab 11/2017
Renault Twizy ab 02/2016 - 12/2017

Ssangyong Korando 4x4, wird im Sommer mit Citroen Spacetourer (Pössl Campster) ersetzt.

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
Michael_Ohl
    Beiträge: 1851
    Registriert: So 1. Mär 2015, 22:58
    Danke erhalten: 113 Mal
folder Di 11. Dez 2018, 08:26
Sehr plausibel scheinen mir die Rechnungen nicht zu sein. Mercedes C180D hat 1700kg und darf 1800kg ziehen. Der Diesel hat 122PS und hat die Zulassung für 12% Steigung mit 3500kg.

Mfg
Michael

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
ZOEJojo
    Beiträge: 117
    Registriert: Di 6. Mär 2018, 12:12
    Hat sich bedankt: 1 Mal
    Danke erhalten: 9 Mal
folder Di 11. Dez 2018, 08:31
Hallo

Der Tester in dem Video (https://youtu.be/od9A-QNWkfo) hat das Thema wohl vor Ort mit Kia diskutiert.
Siehe Video ab 4.55min.
Nachrüstung?

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
AgV8DdmU
folder Di 11. Dez 2018, 12:31
Michael_Ohl hat geschrieben:Sehr plausibel scheinen mir die Rechnungen nicht zu sein. Mercedes C180D hat 1700kg und darf 1800kg ziehen. Der Diesel hat 122PS und hat die Zulassung für 12% Steigung mit 3500kg.
Er kommt halt bei voller Beladung nicht ganz so schnell den Berg hoch.
Und bei 12% Steigung ist in den Alpen spätestens nach 10km durchgehend Schluss mit der Steigung... (1200 Höhenmeter auf 10km). Großglocknerhochalpenstraße 15-33km bei 5,9-7,9% Steigung (max. Steigung 12%).
Die Kühlung vom Motor muss halt diese max. Last bei geringer Geschwindigkeit verarbeiten können. Autos nach Südeuropa bekommen hier meist einen extra Kühlerlüfter eingebaut, wenn AHK mit freigegeben wird.

Früher(R) hatten viele LKWs gerade mal 100PS - erst ab Anfang der 50ziger Jahre waren 180-200PS bei 24t Gesamtmasse verfügbar.
Die schwachen LKWs sind die Kasseler Berge dann stellenweise mit Schrittgeschwindigkeit hochgefahren, so hat es Opa(R) jedenfalls berichtet.

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
schlori
    Beiträge: 5
    Registriert: So 4. Mär 2018, 20:04
folder Fr 14. Dez 2018, 15:53
Serwus, grad was interessantes auf "e-move.at" gelesen:
Künftig auch Anhänger möglich

Auch zum Thema Anhängelast, ein Schwachpunkt vieler Elektroautos, wurde zumindest eine Perspektive definiert: Zur Einführung ist der e-Niro noch nicht für Anhängerbetrieb homologiert, aber es finden gerade Tests statt, unter anderem auch in Österreich, um ab dem darauffolgenden Modelljahr auch Anhängerbetrieb zu ermöglichen.
Bitteschön: https://e-move.at/news/der-vollelektris ... reloaded=1

lg schlori

Re: AHK mit Zugmasse und Stützmasse?

menu
GTE_Ebi
    Beiträge: 276
    Registriert: So 29. Jul 2018, 23:27
    Danke erhalten: 20 Mal
folder Di 18. Dez 2018, 20:07
Die eigentliche Frage ist ja, wie Lange hält er welche Leistung?
z.b. 150 KW für 2 Minuten?
100 KW für 15 Minuten usw.
Darum gibt eben Kia als Dauerleistung eben nur 29Kw an.
Im CoC von meinem VW-Hybriden ist nur eine 30min e-Dauerleistung angegeben: 55 kW

Im Anhängerbetrieb bin ich auf der Kurzstrecke mit 750 kg ungebremsten Anhänger immer rein elektrisch unterwegs, das schüttelt der e-Motor wie nix aus dem Ärmel. Deshalb verstehe ich nicht, warum fast alle BEV - zumal auch E-SUV - ohne AHK daherkommen. Wenn die Reichweite durch den Anhänger extrem reduziert wird, kann sich der Fahrer darauf einstellen, wenn der Motor zu warm wird, muss er eben runtergeregelt werden oder der Fahrer bekommt einen Warnhinweis - wo ist das Problem ?

Gruß

Ebi
Anzeige
Antwortenedit build arrow_drop_down

Zurück zu „Kia e-Niro“

Gehe zu arrow_drop_down