Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Hallo Allerseits,

ich hoffe, dieses Thema hatten wir nicht schon 1000x.

Derzeit fahre ich einen Verbrenner, der ist schon 16 Jahre alt. Der Wagen den ich davor hatte, war noch älter.
Jetzt liebäugele ich mit einem elektrischen Fahrzeug.
Der Kona ist einer der Kandidaten in der ersten Wahl.
Hyundai gibt an, daß der Akku etwa 10 Jahre lang hält (bei 8 Jahren Garantie) https://www.hyundai.at/e-mobilitaet/war ... e-batterie

Was lernen wir daraus? Werden wir Elektroautos in Zukufnt deutlich früher wegwerfen als Verbrenner? Angenommen ich kaufe den Kona, ist der dann wahrscheinlich in 10 Jahren Schrott ? Wenn das als wahrscheinlich angesehen wird, wäre Leasing wohl die bessere Wahl ... Fragen über Fragen.

Freue mich auf Eure Kommentare...

Danke
Stephan
I3s (120Ah)
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Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

Kant-xy
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Die 10 Jahre würde ich nicht zu kritisch sehen. Die Garantie sind 8 Jahre bei dann max 30% Kapazitätsverlust. Das ist natürlich so gesetzt, dass kaum ein Auto ein Garantiefall werden wird. Ich glaube nicht, dass sich die Akkus dann sprunghaft verschlechtern. Mein Kona ist erst 1,5 Jahre alt, da sieht man keine Abnahme beim SoH. Meine Zoe ist von 2015 und hat einen SoH von 98% bei 42000km ( resp. etwa <400 Vollzyklen). Ich denke auch bei Elektroautos ist ein Einsatz über 12-15 Jahren möglich. Es liegt natürlich auch immer an der Pflege. Schnelles Laden sollte dann nicht die Regel sein.

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Renault ZOE BJ 2015 - seit 7/19
Hyundai Kona electric MJ20 64kWh - seit 7/20
PV: SE 9,4kWh BYD-Speicher: 10.5kWh

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

Singing-Bard
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toshi hat geschrieben: Hallo Allerseits,

ich hoffe, dieses Thema hatten wir nicht schon 1000x.

Derzeit fahre ich einen Verbrenner, der ist schon 16 Jahre alt. Der Wagen den ich davor hatte, war noch älter.
@toschi wieviele KM bist Du denn mit dem 16 Jahre alten Wagen gefahren. Wieviele KM fährst Du denn pro Jahr?

Die meisten Autos sind nach 12 Jahren nicht Schrott, sondern die Besitzer sind nicht mehr bereit in die nötigen Reparaturen für alte Autos zu investieren.
Für meinen Kombi habe ich ein Angebot von Pitstop für 800 Euro für den Austausch der 4 Bremsscheiben und Bremsbeläge an Vorder- und Hinterachse. In der Vertragswerkstatt wäre es noch teurer. Ganz normaler Verschleiss und Reparaturen lohnen irgendwann nicht mehr. Dann ist ein Auto Schrott.

Man wird mit dem Wagen langsam immer weniger Reichweite haben, und irgendwann werden Reparaturen nicht mehr dem Restwert des Wagens angemessen sein und dann ist das Auto durch.

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Meinen letzten Diesel habe ich nach 8 Jahren mit 170000km abgegeben weil es 5000€ Tauschprämie gab. Den letzten Beziner davor bei 160.000km verkauft und einen bei 190.000km geschrottet. Ich habe auch welche mit 330.000km nach 13 Jahren abgegeben. Was kaum noch geht sind 30 Jahre und 800.000km wie die alten Taxen, aber auch da steckte zwei Mal der Neupreis in Tauschteilen drin.
Die Kilometer machen nach meiner Erfahrung mehr als die Zeit.
Meine Autos werden aber auch erst 10 Jahre alt.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi 125.500km, Kangoo ZE 98.000km, E-UP 16.500km, C180TD 43.000km , max G30d 1100km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 28.500km, Prophete Pedelek 200km, Zündapp Pedelec 50km

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

Jack-Lee
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E-Fahrzeuge schaffen, von der Antriebsseite, mittlerweile alle 250tkm und mehr (bei halbwegs pfleglicher Behandlung schaffen moderne Zellen 1500-2500Zyklen bis 80%. Bei 300km Reichweite pro Zyklus -> 450000-700000km). Das ist mehr als die meisten Verbrenner schaffen. Ich gehe stark davon aus, dass es auch Services geben wird, die Akkus instand setzen oder tauschen, ähnlich wie Motorinstandsetzer für Verbrenner. Die meisten werden aber einfach ein neues Auto kaufen... Ich steck ja sogar 20000€ in einen Smart Roadster mit 3000€ Restwert ;)

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Singing-Bard hat geschrieben:

@toschi wieviele KM bist Du denn mit dem 16 Jahre alten Wagen gefahren. Wieviele KM fährst Du denn pro Jahr?

Die meisten Autos sind nach 12 Jahren nicht Schrott, sondern die Besitzer sind nicht mehr bereit in die nötigen Reparaturen für alte Autos zu investieren.

Richtig, Ich fahre jetzt ca. 15tkm im Jahr, der Wagen hat aber nur 160.000km.
Jetzt beginnt die Elektronik zu spinnen, das Getriebe ist durch, Rost beginnt zu nerven, alles klappert und quietscht....
Schon richtig, zumindest bei meiner Karre beginnt die Sache unwirtschaftlich zu werden, zumal Ersatzteile z.T. schon nach 16 jahren nur noch gebraucht zu erwerben sind.

Meine Frage zielt darauf ab, ob dieser Zeitpunkt beim E-Auto 5 jahre früher kommt als beim Verbrenner.... das fände ich schade.
I3s (120Ah)

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Eine Batterie hält, nehmen wir mal an 800 Vollzyklen.

Das sind bei einer 60 kWh 48.000 kWh. bei 20 kWh Verbrauch auf 100 km wären das theoretische 240.000 Kilometer.

Halbzyklen verdoppeln die Lebenserwartung in Bezug auf die Restkapazität.
Da man nicht Vollzyklen fährt, bevorzugt bei 20% Restladezustand und 80% Volladezustand die Ladung beendet( Ausnahmen bestätigen die Regel)
Ist man demgemäss bei eher 2.000 bis 3.000 Teilzyklen.
Nimm hier die 36 kWh, welche "nur" verbleiben, wieder x2000 Zyklen das sind 72.000 kWH / 20 x100=360.000 km.

Demgemäss stellt sich die Frage, was verreckt, die Batterie wird es, auch wenn die im Winter geschunden wird, da Kaltbetrieb nicht der Lebensdauer zuträglich ist, eher nicht sein, ausser Du lebst in den Bergen wo es im Winter 3 Monate unter -5°C haben kann.

Ob es dann der Motor, eine Halbachse, etc.etc. ist was draufgeht, wer weiss das schon.

Nimm einen VW-Motor: Da hast Du alleine beim Zahnriemen in 10 Jahen schon gut 1.600€ reingesteckt, wenns die Vertragswerkstatt macht.
Turboschaden, AGR-Ventile die verstopfen, alles inexistent beim E-Motor.
Ja, der kann auch kaputtgehen, aber, irgendwann fährt man sparsamer, was dann die Lager schont, da nicht immer mit vollem Drehmoment "reingehauen" wird.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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@env20040 Vielen Dank für Deinen Beitrag!
Kann man also sagen, je größer der Akku, desto länger die Lebensdauer, weil man eher mit Teilladungen durchs Auto-Leben kommt?
Ich hab bisher gedacht, wenn der Akku 2000 Zyklen kann und er jeden 2. Tag an die Steckdose kommt ist er in 4000 Tagen = 10 Jahre platt.
I3s (120Ah)

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Nicht je grösser, aber "Die Richtung stimmt"...

Die wenigsten müssen alle 2 Tage an die Dose, und wenn, so wie bei mir, wo der Begriff spätestens alle 2 Tage, oder sogar regelmässige, tägliche Zwischenladungen erfolgen, sollte man die Regeln:
Bevorzugt 20/80
Wenig DC-Laden, wenn DC laden dann nur bis ca. 70,80% befolgt, ein Autoleben vor der Batterie eher Ruhe haben als Ärger.

Garagenparken im Winter bevorzugt, damit die Batterie weniger auskühlt
Morgendliches laden dem Abendlichen vorzuziehen( persönliche Meinung), dann hat die Batterie mehr Temperatur durch den Ladestrom und die dabei entstehenden Ladeverluste.

Warum ich den DC-Ladehype eher als zukünftigen Umsatzbringer der Automotive, als Lebensdauerverlängernd sehe.
Ac ist immer besser als DC.
Hände weg von den DC-Ladepunkten im Alltagsbetrieb wenn das Wekl länger laufen soll...

Die Batteriegrösse hat dem persönlichen Fahrbetrieb angepasst zu sein.
Selbst unser Nissan, mit der 37 kWh Batterie schafft heute täglich der 20/80 Regel zu folgen.
Läuft meist 78-82 km täglich.

Im Sommer mit 2 Std. Nachladung, im Winter mit 3.2 Std.

Ach ja, als kein VW-Freund der ich bin...., Google mal die "VW Bedienungsempfehlung Batterie".
Die ist recht brauchbar, wenn auch eher für mich eine Abhakliste für Garantieausschlussgründe...

Da kommt dann auch noch im Winter nicht unter 40% Ladezustand fahren drin vor....
Liegt dann tief, tief im Speicheraufbau verborgen so eine Vorgabe.

Aber, wenn ich von 80% weg durchgehend Entlade, ist die Batterie bei 40% spätestens im Bereich der Normaltemperatur, also:
Nicht verrück machen lassen.

20/80 und das auch täglich, wenig DC und: Lang lebe die Batterie :thumb:

Das wird sie, ausser sie hat vorher einen Garantiefall, und, was gibt´s besseres als bei 100.000 km eine neue Batterie zu bekommen ? ;)
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Haltbarkeit Batterien im Elektroauto

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Also, ich bin 50km vor 170.000km mit einer 22kWh Batterie und einem über 7 Jahre altem Auto. Das ist aber noch nicht das Ende.
Ich hoffe noch 1-2 Jahre mit dem Akku fahren zu können und dann eine Austauschbatterie zu bekommen. So könnte man das Auto 15 Jahre fahren.

Die große Unbekannte für mich ist die kalendarische Alterung des Akkus. Km-Anzahl ist eher nebensächlich bei entsprechend großer Batterie. Bei heutigen Standard-Größen von etwa 50kWh sind das schon sicher 300.000km und mehr.
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